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Bugatti Type 55

Der Bugatti Type 55 wurde zwischen 1932 und 1935 vom französischen Automobilhersteller Bugatti gebaut. Das Modell war die Sportwagenversion des für Grand Prix eingesetzten Rennwagens Type 54 und war für den Einsatz bei Straßen- und Langstreckenrennen konzipiert. An die äußerst erfolgreiche Motorsportzeit zuvor konnte der Type 55 jedoch nicht anschließen.

Bugatti Type 55 - Geschichte und Technik

Bugatti wurde in den 1920ern bekannt für seine Sport- und Rennfahrzeuge, die eine lange Liste an motorsportlichen Erfolgen einfuhr. Die Entwicklung der einzelnen Modelle ist dabei nicht geradlinig, da immer wieder technische Komponenten aus teils länger zurückliegenden Modellen mit neuer Technik kombiniert wurden. Das gilt auch für den Type 55: Das Fahrgestell stammte vom Type 54, der Motor ähnelte konzeptionell dem Antrieb des Type 51, das Schnellschaltgetriebe stammte vom Type 49. Hintergrund des Konzepts beim Type 55 war das bescheidene Abschneiden des Type 54 bei diversen Motorsportveranstaltungen. Der Type 54 hatte sich als zu schwer erwiesen und schaffte es nicht, die geballte Motorleistung auf die Straße zu bringen. Zudem hatte sich der Motorsport selbst als auch die Fahrzeuge der Konkurrenz massiv weiterentwickelt, sodass Bugatti für den Sportwagenbereich ein neues Modell mit dem Type 55 entwickelte und ab 1932 einsetzte. Angetrieben wurde der Type 55 von einem Achtzylinder-Motor mit 2,3 Litern Hubraum und 170 PS. Zusammen mit dem robusten und aerodynamischen Fahrgestell des Schwestermodells Type 54 und dem Schnellschaltgetriebe machte das den leichten Type 55 zu einem konkurrenzfähigen Sportwagen, so die Hoffnung von Bugatti. Bereits die ersten Renneinsätze verliefen jedoch ernüchternd. Als auch nach vier Jahren Renneinsätzen keine nennenswerten Erfolge eingefahren werden konnten, wurde die Produktion des Type 55 im Jahre 1935 eingestellt. Die genaue Zahl produzierter Fahrzeuge ist unbekannt.

Bugatti Type 55 – Motorsport

Bugatti war in den 1920ern von zahlreichen Motorsporterfolgen verwöhnt, insbesondere durch den Type 35 in diversen Varianten. Zu Beginn der 1930er endete die Erfolgsgeschichte jedoch zusehends. Zunächst konnte der Type 54 nicht überzeugen (der zudem zwei Todesopfer bei Rennveranstaltungen forderte), was mit zur Entwicklung des Type 55 führte. Doch auch dieses Sportwagenmodell konnte nicht an die erfolgreiche Zeit anknüpfen. Das gelang erst wieder mit dem Type 57 Ende der 1930er. Den ersten Renneinsatz für den Type 55 gab es beim italienischen Straßenrennen Mille Maglia. Ein technischer Defekt verhinderte die Zielankunft. Pilotiert wurden die Bugatti Type 55 von Achille Varzi und Carlo Castelbarco. In den Jahren 1932, 1934 und 1935 meldete Bugatti je zwei Type 55 zum 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Kein einziges Mal sah ein Fahrzeug die Zielflagge, fünf technische Defekte und ein Unfall waren die Ursache.  Zu den Piloten des Type 55 zählten damals bekannte Rennfahrer. So unter anderem der Monegasse Louis Chiron, der polnische Graf Stanisław Czaykowski sowie der französische ehemalige Werksfahrer bei Bugatti Ernest Friederich.