Kolumne Zeitsprünge | Hyundai Kona 1.6 T-GDI

Hyundai Kona (12)

Auch wenn es manche Politiker und Umweltaktivisten nicht wahrhaben wollen: Der Trend geht mehr denn je in Richtung SUV – irgendwann wird der Moment kommen, an dem wir praktische keine Limousinen mehr sehen , sondern Kombis und SUV die Straßen bevölkern werden. Allerdings muss ein SUV nicht zwangsläufig in den Abmessungen eines Mercedes-Benz G 63 AMG, eines BMW X7 oder eines Audi Q7 daherkommen, denn der Drang zum SUV entspringt weniger der Sehnsucht nach Größe, sondern mehr dem Wunsch nach einer erhöhten Sitzposition, einem ordentlichen Stauraum und – dank dem oft mitgelieferten Allradantrieb – etwas mehr Sicherheitsgefühl bei Starkregen, im Winter und auf Wanderwegen.

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Hyundai Kona – Eigenständiger Alleskönner

Hyundai hat mit dem Kona, der seit dem November 2017 angeboten wird, auf beeindruckende Art und Weise gezeigt, wie sich Koreaner einen SUV für das kleinere B-Segment vorstellen: Zwar läuft er parallel weiter zum i20 Active, doch er hat ein völlig eigenes Erscheinungsbild, das sich nicht nur gut ansieht, sondern auch durch überraschend viel Innen- und Stauraum überzeugt. Der als 1.6 T-GDI mit einem Basispreis von 24.230 Euro angebotene SUV bietet – je nach Sitzkonfiguration – zwischen 361 und 1.143 Liter Kofferraum, dazu lassen sich in einem Unterbodenfach kleinere Gepäckstücke diskret und sichtgeschützt transportieren. Vorne finden auch Sitzriesen gut Platz, die hinteren Sitze sind ebenfalls erstaunlich großzügig ausgeformt. „Unser“ Testwagen verfügte über einen Vierzylinder-Benzinmotor mit 1.591 ccm Hubraum und 130 kW (177 PS) Leistung, dazu sorgten 265 Nm Drehmoment für einen guten Durchzug und eine Beschleunigung in 7.9 Sekunden auf Tempo 100 – Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h.

Das sind für einen „kleinen“ SUV beachtliche Werte, die mit realistischen Verbrauchswerten von 7 bis 9 Litern auf 100 Kilometer erkauft werden – Hyundai gibt den DIN-Wert mit 7,3 l/100 km an. Doch wichtiger als diese Eckwerte – die im heutigen Straßenverkehr nur noch von rudimentärer Bedeutung sind – ist die Frage: Wie wohl fühle ich mich im Hyundai Kona? Wie ist das Fahrwerk? Wie sind die Bremsen? Fragen, die man nur positiv beantworten kann: Die Sitzposition ist gut, die elektronischen Helferlein helfen auch bei unangenehmen Verkehrs- und Wetterverhältnissen und der Komfort ist gut – bei Querfugen informiert einen der Kona zwar ausdrücklich über deren Existenz, aber das ist nicht wirklich lästig. Und die Bremsen sind hervorragend. Wenn man bedenkt, was die deutsche Konkurrenz in dieser Fahrzeug-Kategorie für Preise verlangt, ist der Hyundai Kona eine hervorragende Alternative.

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Fotos Hyundai Motor Deutschland GmbH

Autor: Jürgen Lewandowski

Jürgen Lewandowski schreibt seit mehr als 40 Jahren über Menschen und Automobile – dabei sind auch mittlerweile mehr als 100 Bücher erschienen. Traumklassiker: Alfa Romeo 8C 2900 Touring Spider und Lancia Rally 037. Eigener Klassiker: Alfa Romeo R.Z. von 1993.

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