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Maserati Oldtimer kaufen
Maserati verbindet Renntechnik aus Modena mit großen Reisecoupés, schnellen Limousinen und eigenwilligen Sportwagen. Finden Sie den Dreizack vom klassischen Sechszylinder bis zum V8-Gran-Turismo auf Classic Trader.
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2010 | Maserati GranCabrio 4.7
Maserati GranCabrio 4.7, 44.318 Meilen, Grigio Granito mit Cuoio-Leder, umfangreich ausgestattet

1962 | Maserati 3500 GT Spyder Vignale
*Frame Off*Historie*All Matching*

2004 | Maserati Quattroporte 4.2
*Perfekter Zustand*25.000km*Komplette Historie *

2024 | Maserati MC20
*19% Steuer*Deutsch*Unfallfrei*2.Hand*Perfekt Gepflegt*
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1991 | Maserati Karif
Maserati KARIF


1988 | Maserati Biturbo i
Maserati BITURBO I

1992 | Maserati Spyder
Seltener Klassiker - Nuova-Ausführung - MFK 05.2023 Veteran!

1961 | Maserati 3500 GT Touring
1961 Maserati 3500 GT — Matching Numbers, Vollständig Restauriert, Touring Superleggera

2008 | Maserati GranTurismo 4.2
Collector CONDITION


2003 | Maserati 3200 GTA
#1 von 250#

2005 | Maserati Spyder 4200 Cambiocorsa
MASERATI SPYDER 4200 CAMBIOCORSA

2000 | Maserati 3200 GT
*Deutsche Auslieferung*Komplette Historie*Note2*

1961 | Maserati 3500 GTI Touring
Maserati 3500 GTi Coupè Touring – 1961
Maserati: Geschichte zwischen Rennwagen und Gran Turismo
Maserati ist keine Marke mit einer geraden Modellgeschichte, sondern ein Haus mit wechselnden Eigentümern, kühnen Ingenieuren und erstaunlich unterschiedlichen Automobilen. Genau das macht einen Maserati Oldtimer reizvoll: Ein Käufer kann einen eleganten Sechszylinder der fünfziger Jahre, ein kantiges V8-Coupé, einen Citroën-geprägten Mittelmotorwagen, einen Turbo der De-Tomaso-Ära oder einen modernen Ferrari-V8-Gran-Turismo meinen. Gemeinsamer Nenner bleibt der Dreizack und der Anspruch, Leistung mit Reisekomfort zu verbinden.
Am 1. Dezember 1914 gründeten Alfieri, Ettore und Ernesto Maserati in Bologna die Officine Alfieri Maserati. Bruder Mario entwarf das Emblem nach dem Neptunbrunnen auf der Piazza Maggiore. Der erste Rennwagen mit Dreizack, der Tipo 26, gewann 1926 bei der Targa Florio seine Klasse. Nach der Übernahme durch die Familie Orsi zog das Unternehmen 1939/40 nach Modena in die Viale Ciro Menotti; dort liegt bis heute das historische Zentrum der Marke. Die Rennbilanz liefert mehr als Dekoration: Der 8CTF gewann 1939 und 1940 die Indianapolis 500, und Juan Manuel Fangio holte mit dem 250F 1957 seinen fünften Formel-1-Weltmeistertitel.
Nach dem Rennsport-Rückzug Ende 1957 wurde die Straße zur wirtschaftlichen Basis. Der 3500 GT machte Maserati vom Kleinserien-Rennwagenbauer zum Hersteller eines ernsthaften Gran Turismo. Sein aus dem Rennsport abgeleiteter Reihensechszylinder, Touring-Superleggera-Karosserie und ZF-Getriebe standen für eine damals sehr internationale Komponentenphilosophie. Mit ihm entstand das Bild des komfortablen, schnellen italienischen Reisewagens, das später vom Mistral, Sebring und Indy weitergetragen wurde.
Die sechziger Jahre erweiterten die Marke in zwei Richtungen. 1963 erschien der erste Quattroporte, eine viertürige Hochleistungslimousine mit V8. Drei Jahre später präsentierte Maserati den ersten Ghibli: Giorgetto Giugiaro zeichnete bei Ghia ein flaches Coupé, das die V8-Kraft eines großen GT sichtbar machte. Unter Citroën-Besitz ab 1968 kamen hochmoderne, aber technisch anspruchsvolle Lösungen. Der Bora wurde 1971 der erste serienmäßige Maserati mit Mittelmotor; der kompaktere Merak übernahm den V6 des Citroën SM. Ölkrise und die Krise des Eigentümers trafen die kleinen Stückzahlen hart.
Alejandro de Tomaso übernahm 1975. Sein Biturbo von 1981 sollte Maserati breiter aufstellen: ein kompaktes Coupé mit V6 und zwei Turboladern, später als Limousine, Spyder und in zahlreichen Evolutionsstufen. Die Idee war mutig, die frühe Fertigungsqualität oft nicht. Fiat kaufte Maserati 1993, Ferrari führte die Marke ab 1997 technisch und organisatorisch neu aus. Daraus gingen 3200 GT, Coupé/Spyder, der fünfte Quattroporte und der GranTurismo hervor. Für Käufer ergibt sich daraus kein einheitliches Rezept, wohl aber eine klare Regel: Bei Maserati zählt die konkrete Baureihe, ihr Spezialist und ihre Dokumentation wesentlich stärker als das Baujahr allein.
Was Maserati besonders macht
Die stärksten Maserati Oldtimer sind keine verkleideten Rennwagen, sondern schnelle Langstreckenwagen mit eigenem Charakter. Ein 3500 GT rollt leise, trägt vier Personen nicht wirklich, aber zwei Menschen samt Gepäck ausgezeichnet und belohnt mit kultiviertem Sechszylinder. Ein Ghibli der ersten Generation setzt dagegen auf den trockensumpfgeschmierten Viernocken-V8 und die Wirkung seiner Ghia-Karosserie. Bora und Merak verlegen die Masse hinter die Sitze und machen aus der Marke einen Mittelmotoranbieter. Quattroporte und später GranTurismo zeigen, dass der Dreizack auch vier Türen oder vier vollwertige Plätze mit Temperament verbinden kann.
Besonders ist auch die technische Offenheit. Maserati kaufte früh ZF-Getriebe, Salisbury-Achsen und Girling-Bremsen zu, verwendete Weber-Vergaser und Marelli-Zündungen und arbeitete mit Touring, Vignale, Ghia, Frua, Bertone, Giugiaro und Gandini. Daraus folgt für die Praxis: Nicht jede gesuchte Komponente ist ein exotisches Einzelstück aus Modena. Aber Karosserieteile, spezifische Schalter, Instrumente, Leuchten und Innenausstattung können schwer oder nur gebraucht zu beschaffen sein. Ein Teilekatalog, die Fahrgestellnummer und ein Spezialist vor dem Kauf sind deshalb wertvoller als eine allgemeine Zusage „Teile sind verfügbar“.
Ein weiterer Reiz ist die kleine Serie. Ein Maserati der klassischen Ära begegnet auf deutschen Ausfahrten deutlich seltener als ein zeitgenössischer Mercedes oder Porsche. Das bedeutet jedoch nicht automatisch hohe Preise. Seltenheit schützt nicht vor Rost, fehlenden Teilen oder kostspieliger Motorarbeit. Der beste Maserati ist meist nicht der billigste Einstieg, sondern der Wagen mit nachvollziehbarer Historie, korrekter Spezifikation und bereits finanzierter Substanz.
Die Marke bedient verschiedene Käuferprofile. Wer vor allem Form und V8-Sound sucht, wird bei den großen GT-Coupés fündig. Wer die technische Avantgarde der siebziger Jahre mag, schaut zu Bora, Merak und Khamsin. Wer ein bezahlbareres Projekt mit eigener Schrauberkompetenz oder gutem Spezialisten-Netz sucht, kann in der Biturbo-Familie einen ungewöhnlichen Zugang finden. Ein 3200 GT, Quattroporte V oder GranTurismo ist eher ein moderner Klassiker: schneller, sicherer und langstreckentauglicher, aber mit Diagnosegerät, Elektronik und teils automatisierten Getrieben keineswegs sorglos.
Technische Orientierung wichtiger Maserati
Die Tabelle ordnet repräsentative Fahrzeuge ein; sie ist keine vollständige Modellliste und ersetzt keine Prüfung des einzelnen Angebots. Leistungsangaben können je nach Markt, Vergaser- oder Einspritzversion abweichen.
Der 3500 GT verdient in dieser Übersicht seinen Platz als erster wirklich volumenfähiger Straßen-Maserati. Die Lucas-Einspritzung des GTI machte ihn 1961 zum frühen italienischen Serienfahrzeug mit mechanischer Einspritzung. Der Bora steht am anderen Ende der klassischen Entwicklung: 4,7 Liter, 310 PS bei 6.000/min, vier einzeln aufgehängte Räder und Citroën-Hydraulik für Bremsen, Klappscheinwerfer, Sitz- und Pedalverstellung. Seine Zahlen erklären seine Faszination, erklären aber auch den Aufwand.
Marktübersicht und Kauftipps
Der deutsche Markt bietet vom günstigen Achtzigerjahre-Turbo bis zum sechsstelligen Vorkriegs- oder Ghia-V8 ein ungewöhnlich breites Spektrum. Preisangaben müssen Zustand, Originalität, Karosserieform, Getriebe und Motorvariante abbilden. Ein restaurierungsbedürftiges Auto mit glänzendem Lack ist kein günstigeres Exemplar derselben Qualität, sondern häufig ein anderes Risiko.
Als belastbare Marktmarker aus den Jahren 2024 und 2025 zeigen internationale Auktionen die Spreizung: Gooding Christie’s versteigerte im März 2024 einen Maserati Bora 4.9 von 1974 für 134.400 US-Dollar inklusive Aufgeld. RM Sotheby’s erzielte im August 2024 für einen Ghibli SS 4.9 Spyder von 1971 775.000 US-Dollar; der matching-numbers Wagen war einer von 45 SS-Spyders. Ein restaurierter Ghibli 4.7 Spyder von 1970 wechselte bei RM Sotheby’s im August 2025 für 555.000 US-Dollar den Besitzer. Das sind keine Pauschalpreise für einen Maserati, sondern Ergebnisse für besonders seltene offene V8 mit belegter Identität und erstklassiger Präsentation. Sie verdeutlichen, warum ein Coupé niemals durch einen bloßen Umbau zum vermeintlichen Spyder aufgewertet werden darf.
Im deutschen Handel lassen sich für fahrbereite, solide Biturbo- und verwandte Achtziger-/Neunzigerjahre-Modelle grob ab etwa 15.000 bis 35.000 € finden; sehr gute, späte oder seltene Versionen liegen höher. Ein gepflegter 3200 GT, Coupé/Spyder, Quattroporte V oder früher GranTurismo bewegt sich je nach Wartungsstau, Laufleistung und Getriebe oft im Bereich von rund 20.000 bis 60.000 €. Klassische Sechszylinder-GT und V8-Coupés beginnen bei ehrlicher, brauchbarer Substanz eher im hohen fünfstelligen Bereich; dokumentierte Spitzenfahrzeuge und originale Spyder liegen weit darüber. Für Bora, Merak, Khamsin oder seltene Karosserievarianten gilt besonders: Das konkrete Fahrzeug bewerten lassen, nicht allein eine Preisspanne übernehmen.
Vor dem Besichtigungstermin: Lassen Sie Fahrgestell-, Motor- und gegebenenfalls Getriebenummer mit einem Maserati Classiche Certificate of Origin, einem Markenregister oder einem sachkundigen Spezialisten abgleichen. Fordern Sie Zulassungsdokumente, Rechnungen, Fotos einer Restaurierung, Wartungsheft und eine Liste aller Abweichungen vom Auslieferungszustand an. Bei einem deutschen Import sind nachvollziehbare Einfuhr- und Verzollungsunterlagen sowie eine realistische H-Zulassungsfähigkeit wichtig. Vor allem US-Importe müssen nicht schlecht sein, tragen aber oft andere Beleuchtung, Emissionsausrüstung, Klimaanlage oder Reparaturhistorie.
Karosserie zuerst: Bei allen Stahlkarosserien gehören Schweller, Wagenheberaufnahmen, Bodenbleche, Innenschweller, Radläufe, Scheibenrahmen, Batteriefach und die Aufnahmen von Achsen und Fahrwerk auf die Hebebühne. Maserati-Karosserien dieser Zeit besitzen viele geschlossene Hohlräume und teure Zierleisten. Beim Ghibli sind geschweißte Außenbleche und schwacher Korrosionsschutz eine Gefahr; Spachtel, ungleichmäßige Spaltmaße und unterbodenschwarze Beschichtung ohne Fotodokumentation verlangen Skepsis. Beim Merak sind die im Kofferraumboden angeschweißten vorderen Fahrwerksaufnahmen sowie die Bereiche um die seitlichen Kraftstoffbehälter besonders kritisch. Ein strukturell schlechter Mittelmotorwagen kann die vernünftige Restaurationsgrenze weit überschreiten.
Motor, Kühlung und Kraftstoff: Ein Kaltstart muss dokumentiert werden. Prüfen Sie Öldruck, Rauch, Kühlmittelstand, Undichtigkeiten und Temperaturverhalten während einer längeren Fahrt. Bei den großen Vergasermotoren zählen saubere Synchronisierung, korrekte Weber-Bestückung und eine belastbare Kühlerhistorie. Beim Merak können lange Standzeiten und alte natriumgefüllte Auslassventile gravierend werden; ein Ventilschaden kann den V6 zerstören. Rechnungen über Ventile, Kopf- und Dichtungsarbeiten sind hier keine Nebensache. Bei Biturbo-Fahrzeugen sind Ölwechsel, Zahnriemenwechsel, Ladedruckaufbau, Turbolader, Schlauchsystem, Kühlung und Kompression zu prüfen. Frühe Wagen leiden überproportional unter Elektrik und Korrosion; ein späteres, lückenlos gepflegtes Auto ist fast immer die bessere Rechnung.
Getriebe, Hydraulik, Elektrik: Das ZF-Schaltgetriebe eines klassischen GT sollte ohne Kratzen schalten; Kupplung, Differential und Kardanwelle gehören dennoch zur Probefahrt. Bei Citroën-beeinflussten Bora und frühen Merak darf die Hochdruckhydraulik nicht als Kaufhindernis missverstanden werden, aber sie braucht einen Kenner: Druckspeicher, Leitungen, Leckagen und die Funktion von Bremsen sowie Klappscheinwerfern prüfen. Beim Merak sind Synchronringe, Kupplung und die seltene Lenkung weitere Kostenpunkte. Beim Quattroporte V die Batterie, jede Komfortfunktion, Skyhook-Dämpfer und Bremsscheiben testen. Ein DuoSelect-Schaltvorgang darf nicht qualvoll langsam oder schlagend sein; Diagnosewerte zum Kupplungsverschleiß gehören auf den Tisch. Beim 3200 GT sind die Elektronik und die unersetzbaren boomerangförmigen Rückleuchten ein Grund für sorgfältige Prüfung.
Ein Maserati braucht in Deutschland eine Werkstatt, die nicht nur „italienische Fahrzeuge“ wirbt, sondern die jeweilige Baureihe kennt. Verschleißteile, Dichtungen, Brems- und Fahrwerksteile sind über Spezialisten und europäische Lieferketten oft erhältlich. Schwieriger sind passende Innenraumstoffe, Schalter, Leuchten, Karosserie- und Zierteile. Planen Sie nach dem Kauf einen vierstelligen Reservebetrag für Flüssigkeiten, Reifen, Schläuche, Bremsen und die Zustandsaufnahme ein; bei einem unklaren Motor-, Karosserie- oder Hydraulikthema ist die Reserve deutlich größer anzusetzen.
Das Fahrerlebnis: vom Sechszylinder zum V8
Ein guter Maserati fährt nicht wie ein leichter Sportwagen deutscher Prägung. Die Marke bevorzugt das große, schnelle Reisen. Im 3500 GT sitzt man relativ aufrecht hinter schlankem Lenkrad, hört den Reihensechszylinder eher seidig als rau und nutzt das Drehmoment statt permanenter Drehzahl. Das Fahrwerk verlangt Respekt vor Alter und Diagonalreifen-Spezifikation, vermittelt aber jene gelassene Geschwindigkeit, für die ein Gran Turismo gebaut wurde.
Der Ghibli fühlt sich massiger und entschlossener an. Sein Viernocken-V8 liefert früh Druck, der lange Vorderwagen zieht den Blick nach vorn, und die starre Hinterachse erinnert daran, dass es kein moderner Supersportler ist. Auf einer freien Landstraße oder Autobahnetappe passt das Konzept hervorragend: hoher Gang, kräftiger Schub, tiefes Ansaug- und Auspuffgeräusch. Das Coupé ist der entspannte Schnellfahrer; ein originaler Spyder erhöht nicht nur die Seltenheit, sondern verändert die gesamte Atmosphäre.
Bora und Merak wirken niedriger, enger und konzentrierter. Hinter dem Fahrer arbeitender Motor, direktere Sitzposition und die Reaktion auf Lenk- und Pedalbefehle geben ihnen eine andere Spannung. Der Bora verbindet V8-Druck mit einer erstaunlich ruhigen Kabine; der Merak ist leichterfüßiger und mit kleinen hinteren Notsitzen praktischer, aber kein einfacher Einsteiger-Sportwagen. Ein Biturbo wiederum lebt vom Moment, in dem beide Lader Druck aufbauen: weniger souveräne Großmotor-Geste, mehr kompakte Turbo-Intensität. Moderne V8-Maserati wie GranTurismo oder Quattroporte V bringen schließlich hohen Reisekomfort, breitere Karosserien und einen opernhaften Saugerklang. Sie sind keine alten Fahrzeuge im technischen Sinn, aber für viele Käufer der alltagstauglichere Zugang zur Marke.
Design, Karosserien und der Dreizack
Maseratis Designgeschichte ist eine Geschichte italienischer Karosseriebauer. Touring gab dem 3500 GT mit der Superleggera-Bauweise eine leichte, fast zurückhaltende Eleganz. Vignale und Giovanni Michelotti schufen den kürzeren 3500 GT Spyder. Pietro Frua gab dem ersten Quattroporte die Proportionen einer Limousine, die nicht nach Dienstwagen aussah. Ghia und Giugiaro zeichneten den Ghibli mit langer Haube, flachem Dach und Klappscheinwerfern: eine Form, die Kraft nicht mit Kanten übererklärt.
Giugiaro setzte beim Bora auf eine klare Keilform, schwarze Edelstahl-Dachfläche und ein abruptes Kammheck. Marcello Gandini zeigte beim Khamsin, wie weit Maserati die siebziger Jahre treiben konnte: Glas-Heck, scharfe Linien, futuristische Details. De Tomasos Biturbo nahm sich danach bewusst zurück; seine klare Stufenheck-Coupéform sollte Luxus in ein kompakteres Format übertragen. Der 3200 GT schlug mit Giugiaros Boomerang-Rückleuchten eine Brücke zur Jahrtausendwende, während Pininfarinas GranTurismo wieder auf lange Haube, kurze Überhänge und eine ausgesprochen klassische GT-Silhouette setzte.
Der Dreizack ist dabei mehr als ein Kühleremblem. Bei einem korrekt restaurierten Auto sollten Embleme, Felgen, Sitze, Schalter und Instrumente nicht beliebig ausgetauscht sein. Originalität heißt nicht, dass jedes Gummiteil alt sein muss; sicherheits- und haltbarkeitsfördernde, sauber dokumentierte Maßnahmen sind sinnvoll. Sie heißt aber, dass Karosserieform, Motor, Getriebe, Farben und wesentliche Ausstattung zur Herkunft des Wagens passen. Gerade weil manche Maserati über Jahrzehnte günstig waren, existieren Umbauten, spätere Motoren und improvisierte Innenräume. Das muss nicht unbrauchbar sein, senkt aber meist die Sammlerqualität und sollte sich im Preis zeigen.
Rennsport und kulturelles Gewicht
Maseratis Rennsport ist der rote Faden hinter den Straßenwagen. Der 250F und Fangios Weltmeisterschaft von 1957 sind der bekannteste Bezug; die Indianapolis-Siege des 8CTF und die Birdcage-Sportwagen zeigen, dass der Dreizack nicht nur in der Formel 1 zu Hause war. Die Formel des 3500 GT – Rennmotor in einem bequemen Reisecoupé – entstand direkt aus dieser Erfahrung. Selbst beim Ghibli verweist der V8 auf den 450S-Sportwagen, auch wenn sein Alltag ein anderer war.
In der Popkultur waren besonders die V8-GT sichtbar: Ghibli-Fahrer wie Peter Sellers, Jean-Paul Belmondo, Sammy Davis Jr. und Wilt Chamberlain verkörperten den internationalen Stil der späten sechziger Jahre. Später bewies der MC12 mit sechs FIA-GT-Meisterschaften zwischen 2005 und 2010, dass Maserati wieder gewinnen konnte. Für den Kauf zählt prominenter Vorbesitz jedoch nur mit belegter Kette; eine Geschichte ohne Unterlagen ersetzt weder gute Substanz noch matching numbers.
Fazit: Maserati passend auswählen
Maserati Oldtimer kaufen heißt, nicht nur ein Modell, sondern eine Haltung zu wählen: klassische Eleganz beim 3500 GT, V8-Grand-Touring beim Ghibli, technische Kühnheit bei Bora und Merak, Turbo-Charakter beim Biturbo oder modernen Langstreckenkomfort bei Quattroporte und GranTurismo. Die Marke belohnt informierte Käufer mit einer seltenen Mischung aus Klang, Design und Rennsportherkunft.
Priorität haben immer trockene, tragfähige Karosserie, stimmige Nummern, vollständige Unterlagen und nachweisbar kompetente Wartung. Wählen Sie den besten Zustand, den Ihr Gesamtbudget einschließlich Reserve zulässt, und lassen Sie das konkrete Fahrzeug vor dem Kauf von einem Maserati-Spezialisten prüfen. Finden Sie passende Maserati Angebote auf Classic Trader und kaufen Sie mit Blick auf Substanz statt auf den niedrigsten Einstiegspreis.













