Maserati Ghibli Oldtimer kaufen
Der Name Maserati Ghibli steht für drei grundverschiedene Baureihen: den flachen V8-Gran-Turismo AM115 von 1967 bis 1973, das Biturbo-Coupé AM336 von 1992 bis 1998 und die viertürige Limousine M157. Für Liebhaber klassischer Maserati prägt vor allem der von Giorgetto Giugiaro gezeichnete erste Ghibli das Bild: Frontmittelmotor-V8, Klappscheinwerfer, Transaxle-freie klassische GT-Architektur und ein außergewöhnlich niedriges Dach.
Suchergebnisse

1970 | Maserati Ghibli SS
Matching numbers | Most sought-after 4.9 version | Superb sound


1995 | Maserati Ghibli 2.0
Maserati Ghibli II GT 2.0 V6 - Stunning Good/Original Condition

1967 | Maserati Ghibli
Maserati Ghibli Coupe 4.7
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1972 | Maserati Ghibli
1972 Maserati Ghibli 4.7 Coupé

1970 | Maserati Ghibli
Delivered new in Belgium. Concours condition.

2014 | Maserati Ghibli S Q4
3.0 S Q4


1994 | Maserati Ghibli 2.0
Primatist *Deutsches Auto*Service Neu*

1969 | Maserati Ghibli Spyder
Maserati Ghibli 4.7 Spyder "The original, straight from the factory" The Factory Spyder - One of only 125 made with the "S"-prefix, TOP quality example - Restored by a German Maserati specialist,Completely restored/upholstered in Grigio Fumo and Pelle Senape, Equipped with the factory AC, "Matching Numbers" - With the complete set of certificates from our friends at Maserati Classiche,"When the right advisors are involved in a project",

1971 | Maserati Ghibli Spyder
Maserati Ghibli Spyder 4.7 - Seltener Blue Pervinca - Schöne Restaurierung

1969 | Maserati Ghibli Spyder
MASERATI GHIBLI SPYDER 4700 (AM115/S) - OMOLOGATA ASI TARGA ORO AI MASSIMI LIVELLI – RARISSIMO HARD TOP IN TINTA CARROZZERIA – CONSERVATO MANIACALE – RARISSIMA (1969)

2016 | Maserati Ghibli
3.0 BiTurbo

1995 | Maserati Ghibli 2.0
*Note2*Historie*Top Zustand*

1994 | Maserati Ghibli 2.0
*Deutsch*OpenCup Motor*Top Gepflegt*
Maserati Ghibli Oldtimer: Preise & Marktwerte
Der Marktwert von Maserati Ghibli Oldtimern wird vor allem durch die Baureihe und das spezifische Modell sowie durch den technischen Zustand, die Originalität und die Laufleistung bestimmt. Weitere Faktoren sind Seltenheit, Historie und Dokumentation. Ein gut gepflegtes, weitgehend originales Fahrzeug mit niedriger, nachweisbarer Laufleistung und vollständiger Historie inklusive Gutachten und Dokumentation erzielt in der Regel deutlich höhere Preise als ein vergleichbares Fahrzeug mit aufgeschobener Wartung, vielen Modifikationen oder unklarer Herkunft.
Maserati Ghibli: Marktpreise & Wertentwicklung
Der Markt für Maserati Ghibli auf dem Classic Trader Marktplatz zeigt im Zeitraum 2021 bis Oktober 2026 insgesamt ein überwiegend stabiles bis leicht festes Preisniveau, allerdings mit klarer Spreizung nach Baureihe. Bei den klassischen Ghibli der späten 1960er und frühen 1970er Jahre (Coupé und SS) liegen realistische Marktwerte meist im Korridor von etwa 160.000 € bis 290.000 €, abhängig von Originalität, Historie und Restaurationsqualität. Deutlich darüber positionieren sich die seltenen Spyder-Varianten (inkl. Spyder SS): Hier bewegen sich die meisten Angebote und Ergebnisse typischerweise zwischen rund 300.000 € und 600.000 €; einzelne Extremwerte nach oben sollten wegen der Seltenheit nicht als Standard interpretiert werden. Die Biturbo-Generation der 1990er (z. B. Ghibli 2.0/2.8, Cup) wird im Vergleich deutlich günstiger gehandelt und liegt meist bei ca. 30.000 € bis 80.000 €. Moderne Ghibli ab 2014 erscheinen auf Classic Trader häufig im Bereich um 20.000 € bis 45.000 €. Für Käufer bedeutet das: Wertstabilität wird vor allem durch Limitierung und Sammlerstatus der frühen Coupés und Spyder getragen, während jüngere Modelle stärker preis- und zustandsgetrieben sind.
Maserati Ghibli: Geschichte eines Namens
„Ghibli“ bezeichnet einen heißen Wüstenwind der Sahara. Maserati verwendete den Namen erstmals für einen großen, schnellen Reisewagen mit klarer Aufgabe: Er sollte hohe Dauergeschwindigkeiten mit vollwertigem Komfort verbinden.
Der erste Ghibli wurde im November 1966 auf dem Turiner Autosalon vorgestellt; die Fertigung begann 1967. Sein Entwurf entstand bei Ghia und war Giorgetto Giugiaros erstes Projekt nach seinem Weggang von Bertone. Das Coupé nutzte ein verkürztes Chassis des Maserati Mexico mit 2,55 Metern Radstand. Unter der extrem langen Motorhaube sitzt ein vorn eingebauter Maserati-V8, während das Heck knapp und schnörkellos ausläuft.
1969 ergänzte Maserati das offene Ghibli Spyder. Nur 125 Exemplare entstanden. Der AM115 trat gegen Ferrari 330 GTC, Ferrari 275 GTB und 365 GTB/4 Daytona sowie Lamborghini 350/400 GT an. 1973 endete die erste Ghibli-Ära; als direkter Nachfolger trat der Maserati Khamsin an.
Modellreihen des Maserati Ghibli
- Ghibli AM115 / Tipo AM115 (1967–1973): Zweitüriger Gran Turismo mit 4,7- oder 4,9-Liter-V8. Erhältlich als Coupé und Spyder. Die Karosserien fertigte Ghia.
- Ghibli II, AM336 / Tipo AM336 (1992–1998): Kompaktes, kantig gezeichnetes Coupé auf Biturbo-Basis. Der V6 mit zwei Turboladern wurde als 2,0 Liter für Italien und als 2,8 Liter für Exportmärkte gebaut. 1994 erhielt die Baureihe unter anderem größere Räder, ABS und eine elektronisch geregelte Aufhängung.
- Ghibli M157 (2013–2024): Viertürige Limousine unterhalb des Quattroporte. Diese Generation übertrug den Namen vom klassischen Zweitürer auf einen leistungsorientierten italienischen Geschäftsreisewagen mit Achtgangautomatik und moderner Sicherheits- und Komforttechnik.
Besonderheiten des Maserati Ghibli
Der AM115 verbindet Konstruktionen aus dem Maserati-Rennsport mit einem auf Reisen ausgelegten Interieur. Sein V8 besitzt Leichtmetallblock und -zylinderköpfe, vier obenliegende Nockenwellen sowie vier Weber-40-DCNL-5-Vergaser. Die Trockensumpfschmierung erlaubte die flache Einbauposition des Motors und damit die niedrige Frontlinie.
Zum GT-Konzept passen die zwei Kraftstofftanks mit zusammen häufig 100 Litern Inhalt, die Klimaanlage, elektrische Fensterheber und die geräumige Gepäckablage. Serienmäßige Campagnolo-Magnesiumräder, optional erhältliche Borrani-Speichenräder und Veglia-Instrumente mit bis 300 km/h reichendem Tachometer gehören zu den prägenden Details.
Der AM336 setzt einen völlig anderen Akzent: V6-Biturbo, Getrag-Sechsganggetriebe und eine kompakte Biturbo-Karosserie. Beim M157 stehen dagegen Limousinenkomfort, Touchscreen, moderne Fahrerassistenz und je nach Ausführung Xenon- oder LED-Scheinwerfer im Vordergrund.
Technische Daten des Maserati Ghibli
Sondermodelle und besonders interessante Varianten
Ghibli SS 4.9 / Tipo AM115/49: Der ab 1969 angebotene SS erhielt den auf 4,9 Liter vergrößerten V8. Mit etwa 335 PS und rund 480 Nm war er die leistungsstärkste straßenzugelassene Maserati-Ausführung seiner Zeit. Rund 425 Fahrzeuge entstanden.
Ghibli Spyder: Das ab 1969 gefertigte offene Modell ist nicht bloß ein Coupé ohne Dach, sondern eine eigenständige Karosserievariante. Die Stückzahl von 125 Exemplaren macht es innerhalb der AM115-Familie besonders selten.
Ghibli Cup: Die sportlichste AM336-Version leitete sich aus der Rennserie Open Cup ab. Ihr 2,0-Liter-Biturbo leistet 325 bis 330 PS; im Innenraum setzt sie auf Sichtcarbon. Je nach Quelle werden 60 bis 88 Fahrzeuge genannt.
Ghibli Primatist: Die späte Sonderserie des AM336 erinnerte an Bruno Abbates Geschwindigkeitsrekord auf dem Wasser, der mit dem Motor dieser Ghibli-Familie erzielt wurde. Kennzeichen sind die Karosserie in Meeresblau und blau-hellblaues Leder; 35 Exemplare wurden gebaut.
Schwachstellen und worauf beim Ghibli zu achten ist
Für eine belastbare Beurteilung eines Ghibli ist die technische Zuordnung zur jeweiligen Baureihe entscheidend: Ein AM115 mit vier Weber-Vergasern und Trockensumpf-V8 verlangt andere Sachkenntnis als ein AM336-Biturbo oder ein elektronisch ausgestatteter M157.
Beim AM115 verdienen der Zustand und die nachvollziehbare Wartung von V8, Vergasern, Trockensumpfschmierung und ZF-Fünfganggetriebe besondere Aufmerksamkeit. Die Starrachse von Salisbury, Federn und hydraulischen Stoßdämpfer gehören ebenso in die Prüfung wie die Funktion beider Kraftstofftanks und ihrer Umschaltung. Originale Campagnolo-Räder, Borrani-Speichenräder, Veglia-Instrumente, Holzlenkrad und zeitgenössische Becker- oder Blaupunkt-Radios sind relevante Ausstattungsdetails.
Beim AM336 sollten Käufer die Turbo-V6-Technik, das Getrag-Sechsganggetriebe sowie ABS und die ab 1994 eingesetzte elektronische Aufhängung fachkundig prüfen lassen. Beim M157 stehen neben dem Antriebsstrang insbesondere Achtgangautomatik, Komfort- und Sicherheitsausstattung sowie die elektronischen Systeme im Fokus.
Motor, Getriebe und Fahrverhalten
Der AM115 ist kein kompromissloser Rennwagen, sondern ein schneller Gran Turismo. Der tief montierte V8, das lange Vorderteil und die niedrige Sitzposition prägen sein Fahrgefühl. Mit 4,7 Litern leistet der Motor je nach Angabe etwa 310 bis 330 PS. Die Kraft gelangt über das ZF-S5.325-Fünfganggetriebe an die Hinterräder; eine Dreigangautomatik war alternativ erhältlich. Der Klang verbindet kräftiges V8-Brummen mit dem hochdrehenden Ton eines italienischen Vierventilers.
Die SS-Ausführung mit 4,9 Litern stellt rund 480 bis 481 Nm bereit. Ihre Höchstgeschwindigkeit wird mit bis zu 280 km/h angegeben. Die Trockensumpfschmierung und die tiefe Motorposition unterstützen einen niedrigen Schwerpunkt, während die Salisbury-Starrachse die Konstruktion klar als klassischen GT der späten 1960er Jahre erkennen lässt.
- Ghibli 4.7: 4,7-Liter-V8, vier Weber-Vergaser, rund 310–330 PS und bis etwa 270 km/h.
- Ghibli SS 4.9: 4,9-Liter-V8, rund 330–335 PS, etwa 480 Nm und bis etwa 280 km/h.
- Ghibli II Cup: 2,0-Liter-V6-Biturbo mit 325–330 PS, Sechsganggetriebe und auf die Open-Cup-Rennfahrzeuge zurückgehender Charakter. undefined
Karosserie, Innenraum und Ausstattung
Giugiaros AM115-Entwurf lebt von einer extrem flachen Front, der langen Motorhaube, großen Fensterflächen und einem kurzen Heck. Die Klappscheinwerfer verschwinden vollständig in der Haube; seitlich bleibt die Fläche nahezu ungegliedert. Vier verchromte Endrohre bilden einen bewussten Kontrast zur glatten Heckpartie. Die frühen 4,7-Liter-Modelle erkennt man unter anderem an 15-Zoll-Zentralverschlussrädern, fehlenden Stoßstangenhörnern und dem ovalen Luftfilterkasten.
Im Innenraum kombiniert der erste Ghibli Leder, Chrom, mechanische Schalter und eine breite Veglia-Instrumentierung. Connolly-Leder, Wilton-Wollteppiche oder Velours, ein F.I.V.-Mahagoni-Lenkrad und Metallic-Lackierungen mit abgestimmtem Lederinterieur waren typische Zutaten. Trotz der niedrigen Silhouette ist die Sitzposition auch für große Fahrer ausgelegt.
Der AM336 folgt mit seiner kantigeren, aggressiveren Formensprache einer anderen Maserati-Epoche. Leder und Wurzelholz bilden den Kontrast zur Biturbo-Technik; der Cup trägt dagegen Carbon im Innenraum. Beim M157 stehen die vier Türen, die formalere Limousinenproportion und moderne Infotainment- sowie Audiosysteme im Mittelpunkt.
Ghibli als Gran Turismo
Der ursprüngliche Ghibli wurde für lange Strecken bei hohem Tempo konzipiert. Seine Ausstattung mit Klimaanlage, Servolenkung, elektrischen Fensterhebern, großen Tanks und Kofferraum unterstreicht diese Aufgabe. Der zeitgenössisch angegebene Verbrauch von etwa 19 bis 23 Litern auf 100 Kilometer gehört bei einem vergaserbestückten 4,7- oder 4,9-Liter-V8 zum Nutzungskonzept.
Die drei Ghibli-Generationen teilen damit vor allem Name und Herkunft: Der AM115 ist ein klassischer V8-Gran-Turismo, der AM336 ein Biturbo-Coupé und der M157 eine sportliche viertürige Limousine.
Zusammenfassung
Wer einen Maserati Ghibli Oldtimer sucht, meint meist den AM115: einen von Ghia gebauten V8-Gran-Turismo mit Giugiaro-Karosserie, Klappscheinwerfern, Trockensumpf-V8 und ZF-Fünfganggetriebe. Das Coupé wurde von 1967 bis 1973 gefertigt, der Spyder blieb mit 125 Exemplaren selten, und der 4,9-Liter-SS bildet die stärkste klassische Ausführung. Der Name wurde später für den V6-Biturbo AM336 und schließlich für die viertürige Limousine M157 weitergeführt; technisch und konzeptionell handelt es sich jeweils um eigenständige Maserati-Baureihen.














