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Maybach Oldtimer kaufen
Maybach steht für die absolute Spitze des deutschen Automobilbaus der Vorkriegszeit – handgefertigte Repräsentationswagen für Könige, Industrielle und Staatsoberhäupter, gebaut in Friedrichshafen zwischen 1921 und 1941. Finden Sie auf Classic Trader sorgfältig ausgewählte Exemplare des Zeppelin DS8, SW38 und weiterer seltener Modelle.
Suchergebnisse

1934 | Maybach Zeppelin DS 8
Stromlinien-Cabriolet, originale Einzelanfertigung

2006 | Maybach 57
Only 98,258 km!



2004 | Maybach 57
Maybach 57

2003 | Maybach 57
Top Zustand mit nur 36.500 km

2005 | Maybach 57
57 - Deutsches Fahrzeug
MwSt. ausweisbar
"Maybach" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Maybach" machen.
2004 | Maybach 57
MAYBACH 57, 33800km, alaskaweiß, NEUWERTIG! Bitte lesen Sie die Beschreibung.
2004 | Maybach 62
2004 Maybach 62
2004 | Maybach 57
Maybach 57 - dt. Werkswagen - toporiginal - 69tkm !
2004 | Maybach 57
Maybach 57 - dt. Werkswagen - toporiginal - 69tkm !
2004 | Maybach 57
Maybach 57 - dt. Werkswagen - toporiginal - 69tkm !
2004 | Maybach 62
62
2007 | Maybach 57
Maybach 57 nur 51.500 km, EU-Auto !
Geschichte & Erbe
Die Geschichte des Maybach-Automobils beginnt nicht auf der Rennstrecke, sondern in den Lüften: Wilhelm Maybach, enger Vertrauter und Weggefährte Gottlieb Daimlers, gründete gemeinsam mit seinem Sohn Karl Maybach 1909 die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH – zunächst als Motorenlieferant für die Zeppelin-Starrluftschiffe des Grafen von Zeppelin. In Friedrichshafen am Bodensee entwickelte Karl Maybach eine Generation besonders leistungsstarker Aero-Motoren, darunter den weltweit ersten Höhenluftmotor, der seine volle Leistung erst ab 1.800 Metern Höhe entfaltete.
Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Versailler Vertrag, der den Bau von Luftfahrzeug-Motoren untersagte, wandte sich die Maybach Motorenbau GmbH dem Automobilbau zu. Das erste Serienfahrzeug, der Maybach W3, wurde im September 1921 auf der Deutschen Automobilausstellung in Berlin vorgestellt. Mit 5,7-Liter-Reihensechszylinder, 70 PS und – als erster deutscher Pkw – einer Vierradbremse war er das technisch fortschrittlichste und teuerste Automobil seiner Zeit in Deutschland. Die Karosserien lieferten externe Aufbauer, allen voran Spohn aus Ravensburg, der für Jahrzehnte zum Hauskarossier Maybachs wurde.
Zwischen 1921 und 1941 entstanden in Friedrichshafen rund 2.300 Fahrzeuge – eine bewusst geringe Stückzahl, die den Exklusivitätsanspruch der Marke unterstrich. Karl Maybach verstand sein Unternehmen niemals als Massenhersteller, sondern als Manufaktur für eine verschwindend kleine Käuferschicht: Industrielle, Adlige, Staatsoberhäupter und Unternehmensgründer, die kein anderes Automobil als das absolut Beste in Betracht zogen.
Die großen Modellreihen im Überblick
W3 (1921–1926): 5,7 Liter, 70 PS, erste Vierradbremse in Deutschland. Kein Exemplar hat überlebt.
W5 und W5 SG (1926–1929): 7,0 Liter, 120 PS, bis 130 km/h – ein fabelhaft schneller Reisewagen der Goldenen Zwanziger. Das W5 SG verfügte über ein neuartiges Schnellganggetriebe. Heute sind noch drei Fahrzeuge bekannt.
Type 12 / Zeppelin DS7 und DS8 (1929–1939): Der Höhepunkt Maybachs. Der Type 12 von 1929 war der erste in Serie gebaute deutsche Pkw mit V12-Motor. 1930 folgte der DS7 Zeppelin (7,0 Liter, 150 PS) und kurz darauf der berühmte DS8 Zeppelin (8,0 Liter, 200 PS). „DS" stand für „Doppel-Sechs" – zwölf Zylinder in V-Anordnung. Bis 1939 wurden rund 183 DS8 und zusammen etwa 300 Zeppelin-Fahrzeuge gebaut; heute sind weltweit nur noch etwa 28 Zwölfzylinder-Exemplare bekannt.
W6 und W6 DSG (1931–1935): Eine preiswertere Alternative auf dem Zeppelin-Chassis, angetrieben vom W5-Motor. Heute sind noch vier Exemplare bekannt.
SW35, SW38, SW42 (1935–1941): Die „Schwingachswagen"-Serie mit unabhängiger Hinterradaufhängung und einem modernen 6-Zylinder-Hochleistungsmotor (HL-Baureihe, 3,5–4,2 Liter, 140 PS). Der SW38 wurde zum meistgebauten Modell dieser Ära. 1940 übernahm das Unternehmen Daimler-Benz und stellte die Pkw-Produktion 1941 endgültig ein. 1960 wurde die Maybach Motorenbau vollständig in die MTU Friedrichshafen GmbH übergeführt.
Die Wiederbelebung der Marke erfolgte 2002 durch DaimlerChrysler mit den Luxuslimousinen Maybach 57 und 62, die bis 2012 gebaut wurden und heute ebenfalls Sammlerstücke darstellen.
Highlights & Besonderheiten
Was einen Maybach von jedem anderen Automobil seiner Zeit unterschied, war die Konsequenz, mit der Karl Maybach Perfektion verfolgte – ohne Kompromisse bei Material, Technik oder Ausführung.
Einzigartiges Getriebekonzept: Das Maybach-„Variorex"-Getriebe des Zeppelin DS8 war ein vollautomatisches Vorwahlgetriebe mit acht Vorwärtsgängen, das per Vakuum geschaltet wurde. Der Fahrer wählte den nächsten Gang an einem kleinen Hebel am Lenkrad vor und betätigte dann die Kupplung. Diese Technik war ihrer Zeit weit voraus. Beim DSG (Doppelschnellgetriebe) der SW-Baureihe ermöglichte ein zusätzliches Zweiganggetriebe ebenfalls acht Vorwärtsgänge – für sanften, entspannten Vortrieb bei hohen Geschwindigkeiten.
Karosserievielfalt durch Spohn: Maybach lieferte ausschließlich Fahrgestell und Motor. Für den Aufbau beauftragten die Käufer Karosseriebauer ihrer Wahl – am häufigsten Spohn in Ravensburg, aber auch Erdmann & Rossi in Berlin, Glaser in Dresden und Wendler in Stuttgart. Jedes Fahrzeug war ein Unikat: Limousinen, Pullman-Karosserien, offene Tourer, Cabriolets und Sport-Roadster – keine zwei Maybach-Automobile sind identisch.
Niveau der Innenausstattung: Echtleder, handverlegte Holzfurniere, versilberte Beschläge, Schliffglas-Accessoires und Uhren namhafter Hersteller gehörten zur Standardausstattung. Manche Fahrzeuge wurden mit eingebautem Cocktailschrank, Schreibpult oder sogar Bordtelefon geliefert. Das Niveau der Personalisierung kannte praktisch keine Grenzen.
Technische Präzision aus der Luftfahrt: Die Qualität der Motoren- und Fahrwerksfertigung war direkt von der Luftfahrttechnik geprägt. Motorräume wurden mit einer Sorgfalt ausgeführt, die an Flugzeugmotoren erinnerte – verschraubt, lackiert, auf Dichtigkeit geprüft, für die Ewigkeit gebaut.
Kundschaft der Superlative: Zu den dokumentierten Maybach-Käufern zählten der Maharadscha von Patiala, Zirkusdirektor Carl Krone, Industrielle wie Hans Gerling sowie verschiedene europäische Adelshäuser. Ein neuer Zeppelin DS8 kostete in den 1930er Jahren mehr als ein Einfamilienhaus in gehobener Lage – das entsprach dem Preis einer zeitgenössischen Rolls-Royce Phantom.
Technische Daten
Stückzahlen teilweise geschätzt; Quellen: Maybach Register (Wolff Metternich), Wilhelm & Karl Maybach Foundation, Wikipedia.
Marktübersicht und Kauftipps
Der Maybach-Markt ist einer der schmalsten und gleichzeitig faszinierendsten unter allen Vorkriegsklassikern. Wer einen Maybach kauft, bewegt sich in einer Welt jenseits des üblichen Oldtimermarkts – hier gelten andere Regeln, andere Maßstäbe und andere Preise.
Preisspannen nach Modell und Zustand
Zeppelin DS7 und DS8: Dies sind die begehrtesten und teuersten Maybach-Fahrzeuge überhaupt. Fully restored, provenance-dokumentierte Exemplare mit bekannter Karosseursignatur erzielen bei internationalen Auktionen zwischen €1,5 Mio. und €5 Mio.; außergewöhnliche Stücke mit Erstbesitzer-Provenienz können deutlich darüber liegen. Ein 1938er DS8 Roadster erzielte beim RM-Aalholm-Sale €1,3 Mio. – zu einer Zeit, als das Fahrzeug kaum bekannt war. Heute wäre das Ergebnis erheblich höher. Projekt-Fahrzeuge ohne laufenden Motor oder mit fehlender Karosserie starten bei rund €500.000 aufwärts, sofern das Fahrgestell vollständig ist.
SW38 (die wichtigste Kaufoption): Mit rund 119 gebauten Exemplaren ist der SW38 das am häufigsten erhaltene Vorkriegs-Maybach und damit die realistischste Einstiegsoption. Preise bewegen sich je nach Zustand in einer sehr weiten Spanne: Ein restaurierungsbedürftiges Projekt, wie beim RM Sotheby's-Sale der Rudi-Klein-Sammlung (Oktober 2024) erzielt, liegt bei $100.000–$175.000. Vollständig restaurierte SW38 mit erstklassiger Spohn-Karosserie und dokumentierter Provenienz erreichten zuletzt $522.000 (RM Oktober 2024) bzw. €517.500–€672.750 bei europäischen Auktionen. Die direkte Verbindung des Karossiers (Spohn, Erdmann & Rossi, Wendler) zum jeweiligen Fahrzeug ist preisbestimmend.
SW42: Deutlich seltener als der SW38 (ca. 30 Exemplare), entsprechend höhere Preise bei vergleichbarem Zustand.
Maybach 57 und 62 (2002–2012): Der moderne Maybach aus der Daimler-Ära findet sich heute als Youngtimer für €30.000–€120.000, Sondermodelle wie der 62 S Cruisero Coupé von Xenatec können €400.000 übersteigen.
Kauftipps und Prüfpunkte
Provenienz und Registereintrag: Kein Maybach-Kauf ohne vorherige Konsultation des Maybach-Registers (erstellt von Michael Graf Wolff Metternich) und des Maybach-Clubs (Präsident Hannes Steim, Friedrichshafen). Jedes überlebende Fahrzeug ist namentlich bekannt. Chassis-Nummer, Motornummer und Karosserie-Signatur müssen übereinstimmen – Abweichungen müssen lückenlos dokumentiert und erklärbar sein, denn viele Fahrzeuge erhielten während oder nach dem Zweiten Weltkrieg Ersatzmotoren, neue Aufbauten oder wurden technisch modifiziert.
Karosserie und Struktur: Die Holzrahmen der Karosserien sind nach 80 Jahren der kritischste Schwachpunkt. Feuchtigkeit, Schädlingsbefall und fehlende Lagerung haben bei vielen Fahrzeugen das Skelett aus Eschenholz angegriffen. Eine vollständige Karosserierestaurierung durch einen Spezialisten kann €80.000 bis €200.000 und mehr kosten – je nach Umfang. Achten Sie auf weiche Stellen unter dem Dachhimmel, schlecht schließende Türen und Risse im Leder entlang der Rahmenlinien.
Motor und Getriebe: Die V12-Motoren des Zeppelin DS8 sind extraordinär robust, aber Ersatzteile müssen heute fast ausschließlich nachgefertigt werden. Kein zugelassener Mechaniker außerhalb eines handvoll Spezialwerkstätten in Deutschland und der Schweiz kann diese Motoren zuverlässig warten. Das Variorex-Getriebe erfordert spezifisches Bedien-Know-how: falsche Benutzung hat in der Vergangenheit zahlreiche Getriebe beschädigt. Beim SW38 ist das DSG-Getriebe robuster, aber ebenfalls spezialistenpflichtig.
Für die SW-Modelle: Prüfen Sie die Schwingachsen-Aufhängung auf Verschleiß an den Gummielementen und den Lagerböcken – diese Teile sind schwierig zu beschaffen. Bremstrommeln und hydraulische Bremsleitungen sollten komplett überprüft werden; Originalteile sind nicht verfügbar, müssen also nachgefertigt werden.
Dokumentation: Ein vollständiger Erstlieferungsnachweis aus dem Maybach-Archiv (heute beim Maybach-Club), Werkstattrechnungen, TÜV-Geschichte (soweit vorhanden) sowie Fotos aus dem Fahrzeugleben erhöhen den Wert erheblich. Fahrzeuge mit bekannter Erstbesitzer-Identität (z. B. nachweislich an einen Adeligen oder bekannten Industriellen geliefert) erzielen deutliche Aufschläge.
Marktlage 2024–2026: Der Markt für Vorkriegs-Maybach ist klein, aber stabil. Außergewöhnliche Fahrzeuge finden immer ihre Käufer. Die große Stunde schlägt bei den internationalen Auktionen von RM Sotheby's, Bonhams und Gooding & Company. Händler wie PreWarCar.com listen gelegentlich Angebote auf. In Deutschland und der Schweiz gibt es eine kleine, aber kenntnisreiche Sammlergemeinschaft, die sich stark auf den Maybach-Club stützt. TÜV-Abnahme ist für fahrfähige Vorkriegs-Maybach möglich, erfordert jedoch ein Gutachten durch einen Sachverständigen mit Oldtimer-Expertise.
Fahrerlebnis
Einen Maybach Zeppelin zu bewegen, ist ein physisches Erlebnis – im besten wie im anspruchsvollsten Sinne. Das Fahrzeug misst über fünf Meter, wiegt annähernd drei Tonnen und besitzt keine Servolenkung. Bei langsamer Fahrt, beim Einparken oder beim Navigieren enger Stadtgassen erfordert das massive Lenkrad Kraft und Geduld: Die Lenkung ist bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr schwergängig und erfordert frühzeitiges Einlenken – ein zeitgenössischer Zeuge beschrieb es als „mindestens doppelt so schwer wie ein Ferrari Daytona im Schrittempo".
Doch sobald das Fahrzeug in Fahrt kommt, verändert sich alles. Der 7,977-Liter-V12 des DS8 entfaltet seine 200 PS mit einer samtenen Stille und einem Drehmoment, das diesen Koloss mühelos auf 170 km/h beschleunigt – eine Geschwindigkeit, die in den frühen 1930er Jahren als schwindelerregend galt. Das Variorex-Getriebe, einmal richtig verstanden, erlaubt nahezu nahtlose Gangwechsel, solange der Fahrer die Mechanik im Rhythmus hält: ein kurzes Gaswegnehmen beim Hochschalten, ein gezieltes Zwischengas beim Zurückschalten, dann das vertraute metallische Einrasten des Gangs.
Beim SW38 ist das Fahrerlebnis kompakter, aber kaum weniger eindrucksvoll. Die unabhängige Hinterachse (der Name „Schwingachswagen" verweist genau darauf) sorgt für deutlich bessere Straßenlage als beim starrachsigen Zeppelin. Der 3,8-Liter-Reihensechszylinder dreht willig, und das achtstufige DSG-Getriebe ermöglicht eine entspannte Reisegeschwindigkeit von 130–140 km/h. Im Vergleich zum Zeppelin fühlt sich der SW38 fast „modern" an.
Der Innenraum beider Modelle ist eine Oase aus Leder, Holz und Messing – ein Raum, der eher an einen ersten Eisenbahnwagen als an ein Automobil erinnert. Die Sitze sind tief und umhüllend, die Instrumente klar angeordnet und von höchster Qualität. Wer in einem vollrestaurierten Maybach sitzt, versteht sofort, warum der Maharadscha von Patiala und Carl Krone genau dieses Auto wählten – kein anderes bot eine vergleichbare Kombination aus technischer Raffinesse und handwerklicher Opulenz.
Design & Karosserie
Maybach verkaufte niemals ein vollständiges Automobil – zumindest nicht im modernen Sinne. Das Unternehmen lieferte Chassis und Motor; was daraus wurde, entschied der Käufer in enger Zusammenarbeit mit einem Karosseriebauer seiner Wahl. Diese Philosophie machte jeden Maybach zu einem absoluten Einzelstück.
Spohn in Ravensburg war der wichtigste Partner und schuf den Großteil der überlieferten Aufbauten: von der klassischen Pullman-Limousine mit Trennscheibe bis zum offenen Sport-Cabriolet. Spohn-Karosserien zeichneten sich durch fließende Linien, handgeformte Bleche und eine konservative Eleganz aus, die sich von der expressiveren Formensprache französischer Karossiers bewusst abhob. Ab 1932 baute Spohn auch einzelne stromlinienförmige Sonderkarosserien nach Entwürfen des Aerodynamik-Pioniers Paul Jaray – radikale Experimentierstücke, die ihrer Zeit weit voraus waren.
Erdmann & Rossi in Berlin bevorzugten eine festlichere, repräsentativere Formensprache – ihre Aufbauten wirkten oft fürstlicher, prunkvoller. Glaser in Dresden und Wendler in Stuttgart hingegen lieferten elegantere, sportlichere Interpretationen, besonders in der Nachkriegszeit, als einige SW38-Chassis neue Karosserien erhielten.
Das äußere Erscheinungsbild der Vorkriegs-Maybachs ist geprägt von einem massiven, rundem Frontgrill, langen Motorhauben und mächtigen Kotflügeln, die einen Anspruch auf Überlegenheit kommunizieren, ohne laut zu sein. Das Markenzeichen – die verschlungenen Doppel-M im Kühlergrill – ist bewusst schlicht gehalten. Das Fahrzeug selbst ist die Aussage.
Die Farbgebung folgte den Wünschen der Erstkäufer: Dunkelblau, Schwarz, Bordeauxrot und verschiedene Grautöne dominierten, gelegentlich unterbrochen von ungewöhnlicheren Bestellungen wie Adriatic Blue (SW38 Chassis 2048, bestellt von Zirkusdirektor Carl Krone) oder Hellgrün (SW38 für Hans Höffkes, Köln, das zu Kriegsbeginn eingemauert wurde, um einer Beschlagnahmung zu entgehen).
Berühmte Eigentümer & Kulturelles Erbe
Kein anderes deutsches Automobil der Vorkriegszeit war Zeuge so vieler historischer Momente wie der Maybach – ob als diplomatisches Instrument, Statussymbol oder Requisite der Geschichte.
Der Maharadscha von Patiala besaß mehrere Zeppelin DS8 und machte die Marke auf dem indischen Subkontinent zum Inbegriff automobiler Grandeur. Sein 1933er DS8 Zeppelin (Chassis 1435, Karosserie im Stil von Spohn) wurde später Gesprächsthema bei einer Bonhams-Auktion 2015, wo er auf DKK 20–24 Mio. geschätzt wurde.
Carl Krone, Inhaber des gleichnamigen Circus-Unternehmens und Serienkunte bei Maybach, bestellte seinen SW38 in ungewöhnlichem Adriatic-Blau und ließ die Vordersitze so konstruieren, dass sie sich flach klappen ließen – um das Fahrzeuginnere in ein Bett zu verwandeln.
Adolf Hitler nutzte einen Zeppelin DS8 als diplomatisches Staatsgeschenk, das an den Maharadscha von Patiala übergeben wurde – in Erwartung politischer Neutralität. Das Fahrzeug wurde wegen seiner Herkunft während des Krieges versteckt und überlebte in diesem Zustand.
Im Film „Ass der Asse" (L'As des as, 1982) mit Jean-Paul Belmondo spielte ein Maybach SW38 eine prominente Rolle – einer der seltenen Kinomomente, in dem ein vorkriegs-Maybach die Leinwand bevölkerte.
Heute befindet sich das bedeutendste Maybach-Museum in Neumarkt in der Oberpfalz, wo das Museum für Historische Maybach-Fahrzeuge eine einzigartige Sammlung bewahrt. Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart besitzt ebenfalls einen restaurierten DS8 Zeppelin, der im Eigentum der Marke verblieben ist.
Fazit
Ein Maybach kaufen bedeutet, in den innersten Kreis einer weltweiten Gemeinschaft von vielleicht 150 Sammlern einzutreten, die das Seltenste und Hochwertigste des deutschen Vorkriegsautomobilbaus besitzen. Die Preise spiegeln diese Rarität ehrlich wider: Ein SW38 in gutem Zustand beginnt bei €150.000 aufwärts, restaurierte Ausnahmeexemplare kosten €500.000 und mehr. Für einen vollrestaurierten Zeppelin DS8 mit dokumentierter Provenienz sind €1,5–5 Mio. der realistische Korridor.
Die fünf wichtigsten Modelle für Sammler:
- DS8 Zeppelin – das ultimative Vorkriegs-Automobil, rund 28 Überlebende weltweit
- SW38 – meisterhaftes Vorkriegs-Maybach, ~119 Exemplare, breiteste Marktpräsenz
- SW42 – seltener Nachfolger, rund 30 Exemplare, entsprechend teurer
- W5 / W5 SG – frühes Highlight, nur 3 bekannte Überlebende
- Maybach 62 S / Cruisero Coupé – moderner Youngtimer für den Liebhaber zeitgenössischer Opulenz
Wer einen Maybach kauft, sollte den Kauf immer in enger Abstimmung mit dem Maybach-Club und anhand des Maybach-Registers vornehmen. Jedes überlebende Fahrzeug ist dokumentiert, jede Abweichung erklärbar – oder ein Warnsignal. Finden Sie auf Classic Trader aktuelle Angebote und jetzt entdecken, was der deutsche Vorkriegsautomobilbau auf seinem absoluten Höhepunkt bedeutete.






