Oldtimer günstiger als Neuwagen!

Oldtimer guenstiger als Neuwagen

Jetzt zeigt Classic Trader, Deutschlands Marktplatz Nr.1 für Young und Oldtimer, dass Klassiker eine echte Alternative zum Neufahrzeug sind. Klassische Autos sind teuer in Anschaffung und Unterhalt? Nein, das stimmt nicht. Die Experten des Online-Marktplatzes Classic Trader zeigen, dass die Unterhaltskosten für einen Klassiker mitunter deutlich günstiger sind als für einen gängigen Neuwagen der Mittelklasse und haben für vier Klassiker beispielhaft die Kosten kalkuliert. Als Rahmendaten wurde eine Nutzungsdauer von 3 Jahren und eine jährliche Fahrleistung von 10.000 Kilometern angesetzt. Als Grundlage für die Versicherung wurde eine Zulassung in Berlin angenommen und der 100%-Beitrag für Teil- und VollkaskoVersicherung mit 300 Euro Selbstbeteiligung berechnet.


Die Benchmark: VW Golf Comfortline 1.4 TSI (2015)

Als moderner Vergleichskandidat dient der VW Golf, „Platzhirsch“ und europaweiter
Bestseller. Als Zweitürer in der Ausstattungsversion „Comfortline“ mit dem 1.4 TSI-Benziner und 92 kW/125 PS liegt der aktuelle Listenpreis bei 22.475 Euro. Über die Haltedauer verliert der Neue rund 9.500 Euro an Wert oder 3166,67 Euro pro Jahr. Hinzu kommen jährlich bescheidene 78 Euro an Kfz-Steuer sowie 890,27 Euro für die Versicherung. Wird der vom Hersteller angegebene Durchschnittsverbrauch von kombiniert 5,2 Litern pro 100 Kilometer erreicht, addieren sich noch 676 Euro für Kraftstoff (Super E10 zu 1,30 Euro/Liter) hinzu. Unter dem Strich schlägt der neue VW Golf pro Jahr mit Kosten in Höhe von 4.810,94 Euro zu Buche.

VW Golf Comfortline 1


Alternative 1: BMW 635 CSI (1982)

Individueller und emotionaler als im Golf lässt sich Mobilität im klassischen Fahrzeug genießen. Damit der Klassiker als Daily Driver taugt, sollte man beim Kauf allerdings nicht an der falschen Stelle sparen, sondern sich für ein Fahrzeug in gutem Zustand ohne Renovierungsbedarf und Wartungsstau entscheiden, das ohne viel Aufwand zugelassen werden kann. Wie wäre es zum Beispiel mit einem BMW 635 CSI der Baureihe E9? Die Angebote für das elegante Coupé sind auf Classic Trader ebenso zahlreich wie vielfältig. Für ein gutes Fahrzeug aus dem Jahr 1982 werden rund 27.850 Euro aufgerufen. Wertverlust? Seit geraumer Zeit steigt die Nachfrage speziell nach diesem Modell und die Preise werden schon bald dem E3 Coupé folgen. Pfleglicher Umgang vorausgesetzt, kann man einen Wertverlust somit ausschließen. Die Kraftstoffkosten sind aber sehr wohl ein Posten. Der 218 PS starke Reihensechszylinder des BMW gilt zwar als relativ sparsam, mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 13 Litern auf 100 Kilometer Strecke sollte man aber kalkulieren. So summieren sich die jährlichen Ausgaben für Sprit auf 1.863 Euro – immerhin Super Plus. Mit pauschalen 191 Euro an Kfz-Steuer bei H-Zulassung liegen die Kosten zwar höher als beim Golf, aber auf relativ niedrigem Niveau. Dafür fällt der Versicherungsbeitrag mit 701,02 Euro zwar hoch aber dennoch günstiger als beim VW Golf aus. Summa summarum belaufen sich die jährlichen Kosten für einen BMW 635 CSI auf 2.755 Euro. Sicher, die Kosten für Reparaturen und Unterhalt sind hier nicht berücksichtigt, angesichts einer Ersparnis von über 2.000 Euro bleibt ausreichend finanzieller Spielraum.
BMW 635 CSI


Alternative 2: Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior (1970)

Das gilt ebenfalls für den nächsten Klassiker, denn gegenüber dem VW Golf liegen die Unterhaltskosten sogar mehr als 2.500 Euro niedriger. Der Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior mit seinem niedrigen Gewicht und seinen 89 PS gilt als Spassmobil und bietet ein wieselflinkes Handling und sportliche Fahreigenschaften. Für viele ist die von den Alfisti auch als „Bertone Coupé“ bezeichnete Italienerin der Einstieg in die Oldtimerei. Gute Exemplare werde bei Classic Trader derzeit zu Preisen von 22.500 Euro und damit auf dem Niveau des Vergleichs-Golf angeboten. Auch in diesem Fall kann ein Wertverlust ausgeschlossen werden – gute Pflege vorausgesetzt. Auch hier fallen 191 Euro pauschalierte Kfz-Steuer bei H-Zulassung an. Und für die Vollkasko-Versicherung des Alfa berechnet die Allianz einen Jahresbeitrag von 461,50 Euro. In der Praxis verbraucht die Giulia zwischen 10 und 12 Litern auf 100 Kilometer – abhängig von der Fahrweise. Für den
Kostencheck hat Classic Trader mit 11 Litern den Mittelwert angesetzt, woraus Jahreskosten für Super Plus-Kraftstoff in Höhe von 1.863 Euro resultieren. Damit ergeben sich rund 2.170 Euro an jährlichen Unterhaltskosten für den Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior.
Alfa Romeo 1300 GT Junior


Alternative 3: Mercedes-Benz 250 SE (1967)

Sportliche Coupés sind zwar schick und für den kinderlosen Zwei-Personen-Haushalt auch durchaus alltagstauglich. Eltern mit Kind wünschen sich aber ordentlich Platz für den Nachwuchs und gerne auch zwei zusätzliche Türen. Beides bietet zum Beispiel die S-Klasse von Mercedes. Ende der 60er Jahre verkörperte die Baureihe W108/109 die Spitze des Automobilbaus. Mit seinem Reihensechszylinder verfügt das hier betrachtete Modell zwar über den kleinsten Motor, der 250 SE verfügt jedoch bereits über eine Benzineinspritzung und leistet stramme 150 PS, die die Limousine bis auf rund 190 km/h beschleunigen. Den Verbrauch bezifferte Mercedes seinerzeit mit 12 Litern. In der Praxis dürften es aber durchaus 16 Liter sein. An jährlichen Kraftstoffkosten sollte man daher mit 2.300 Euro rechnen. Dafür ist die Vollkasko-Versicherung mit 422,41 Euro vergleichsweise günstig. Bei H-Zulassung fordert der Staat auch für diesen Klassiker 191 Euro. Zu haben sind gute Exemplare bei seriösen Händlern zu gleichen Preisen wie unser neuer VW Golf und auch in diesem Fall kann ein Wertverlust ausgeschlossen werden. Mit rund 2.910 Euro jährlicher
Unterhaltskosten belastet der einstige Luxus des Mercedes 250SE das Familienbudget fast 2.000 Euro weniger als ein neuer VW Golf.
Mercedes-Benz_250_SE


Alternative 4: Ford Mustang Cabrio (1966)

Unsere Vorschläge waren bislang zu vernünftig? Zu europäisch? Zu sehr Hardtop? Zu wenig Muscle Car? Bitte schön: Das Ford Mustang Cabrio der Serie 1 von 1966 mit 289 cui V8 unter der Haube. Bei Classic Trader aktuell für 23.100 Euro inseriert. Der Urvater der Pony-Cars bietet American way of drive in seiner reinsten Form, stabilen Werterhalt und lässt – dank seines Cabrioverdecks – auf Wunsch die Sonne ungehindert auf die Passagiere scheinen. Dieses Vergnügen lässt sich der kultige Ami aber ein bisschen was kosten. Denn die 203 PS, die sein 4,7-Liter-Motor produziert, sind trinkfest wie ein durstiger Wikinger auf Landgang. Da gurgeln im Durchschnitt 22 Liter feinstes Super Plus den Mustang-Schlund hinunter und verursachen jährliche Kraftstoffkosten von 3.036 Euro. Die Vollkasko-Versicherung für 451,21 Euro und die Kfz-Steuer von 191 Euro wirken dagegen regelrecht bescheiden. Mit jährlichen Kosten von rund 3.680 Euro ist der
Mustang in diesem Vergleich zwar die teuerste Alternative. Er unterbietet die Unterhaltskosten des neuen VW Golf aber immer noch um mehr als 1.100 Euro.
Ford Mustang Cabriolet


„Individualität und Emotionen müssen nicht teuer sein. Wir haben gezeigt, dass ein klassisches Auto günstiger sein kann als ein neues Mittelklasse-Auto“, erklärt Timo Joost, einer der Geschäftsführer von Classic Trader. „Wer schon immer den Traumwagen seiner Kindheit oder das Auto seines Vaters oder Großvaters fahren wollte, hat nun eigentlich keine rationalen Argumente mehr sich diesen Wunsch zu versagen. Und Classic Trader ist mit seinem großen und breitgefächerten Angebot der ideale Partner, um diese Wünsche endlich wahr werden zu lassen.“


Text Malte Dringenberg // Fotos Volkswagen, Porsche, Classic Trader


 

Autor: Classic Trader

Die Classic Trader Redaktion besteht aus Oldtimer-Enthusiasten, die Euch mit spannenden Geschichten versorgen. Kaufberatungen, unsere Traum Klassiker, Händlerportraits und Erfahrungsberichte von Messen, Rallyes und Events. #drivenbydesire

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