Triumph TR3 Kaufberatung

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Der Triumph TR3 ist ein britischer Roadster, wie er im Buche steht. Kein Schnickschnack, keine Spielereien. Reiner Fahrspaß steht hier im Vordergrund – wenn denn die Materie stimmt. In unserer Triumph TR3 Kaufberatung erfahren Sie, was es vor dem Kauf zu beachten gibt.

Triumph TR3 Kaufberatung – Die Modelle

Im Produktionszeitraum von 1955 bis 1962 wurden insgesamt drei Versionen des offenen Roadsters hergestellt, die erste Generation erschien im September 1955. Die Produktion lief bis 1957, in diesem Zeitraum entstanden 13.377 Exemplare. 1957 wurde der Triumph TR3A präsentiert, hierbei handelte es sich um eine optische Überarbeitung der ersten Generation. Werksseitig wurde das Anhängsel „A“ in der Bezeichnung nie verwendet, diese bürgerte sich nachträglich ein und ist eine Anspielung auf „Amerika“, da die meisten Exemplare in die USA exportiert wurden. Der Triumph TR3A lief bis 1962 vom Band, in diesem Zeitraum entstanden 58.236 Exemplare. Bis heute gilt der TR3A neben dem TR6 und TR7 als erfolgreichstes Modell des Herstellers, seinerzeit kostete das Einstiegsmodell 2840 Dollar. Parallel zur Einführung des Triumph TR4 wurde auch der Triumph TR3B vorgestellt, der speziell für den amerikanischen Markt konzipiert war.

Triumph TR3 Kaufberatung Frontstoßstange


Triumph TR3 Kaufberatung – Die Fakten

Der Triumph TR3 ist mit einem Vierzylinder-Reihenmotor ausgestattet, der bei einem Hubraum von 1991 cm³ 95 PS leistet. Die Ventilsteuerung erfolgt über seitliche Nockenwellen, die über eine Kette angetrieben werden. Der wassergekühlte Motor verdichtet im Verhältnis 8,5:1 und ist mit zwei Schrägstromvergasern ausgestattet. Das Vierganggetriebe ist vollsynchronisiert und war auf Wunsch und gegen Aufpreis mit Overdrive erhältlich. Die Kraftübertragung erfolgt auf die Hinterachse, die mit hydraulisch betätigten Trommelbremsen ausgestattet ist. Vorne ist der Triumph TR3 mit Scheibenbremsen der Marke Girling ausgestattet. Der Wagen hat ein Leergewicht von knapp einer Tonne (ohne Fahrer), einen Radstand von 2248 mm und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 175 km/h.


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Triumph TR3 Kaufberatung – Karosserie und Technik

Heutzutage ist es praktisch unmöglich geworden, einen Triumph TR3 im Originalzustand zu bekommen. Die meisten Exemplare wurden mehr oder weniger professionell geschweißt, repariert, eventuell sogar restauriert. Ein besonderer Schwachpunkt des englischen Roadsters sind die Kontaktpunkte, an denen die Karosserie mit dem Rahmen verbunden ist. Hier sollte man sich die entsprechenden Stellen sehr genau ansehen, im vorderen Bereich ist das am einfachsten, wenn man die Motorhaube öffnet und die Stellen gut ausleuchtet. Wenn man sich schon im Bereich des Motors befindet, kann man sich gleich dem Batteriekasten ansehen, auch hier neigt der Roadster zum Rosten. Beim Gang um das Fahrzeug herum sind des Weiteren die B-Säulen und die Anschlussstellen der hinteren Kotflügel zu beachten. Am Heck des Fahrzeugs sollte man das Reserveradabteil in Augenschein nehmen, auch das ist eine berühmt berüchtigte Roststelle des Fahrzeugs. Ein Klassiker – wenn auch nicht unbedingt TR3 spezifisch – sind die Innen- und Außenschweller, die ebenfalls untersucht werden sollten. Grundsätzlich ist die Technik des Triumph TR3 relativ simpel gehalten und entsprechend wartungsfreundlich. Zu potentiellen Baustellen am Fahrzeug gehören unter anderem die hinteren Kurbelwellenabdichtungen, die allerdings auf aktuelle Simmerringe umgerüstet werden können. Auch die Zylinderköpfe sollten auf ihren Zustand untersucht werden, im Bereich der Ventile sind des Öfteren Risse zu erkennen. Auf der unbedingt durchzuführenden Probefahrt sollten Sie darauf achten, ob die Kupplung beim Loslassen im Leerlauf ein Rauschen von sich gibt – in diesem Fall steht eventuell ein Austausch Vorgelegelager an. Wenn die Gänge während der Fahrt herausspringen sollten Sie sich mental auf eine Getrieberevision vorbereiten.



Triumph TR3 Kaufberatung – Marktlage und Fazit

Die Ersatzteillage für den Triumph TR3 ist grundsätzlich gut –  Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Während technische Komponenten in ausreichenden Mengen vorhanden sind, kann es bei guten Karosserieteilen und Instrumenten zu Engpässen kommen. Letztere sind kaum noch zu bekommen, hier muss man in der Regel auf Altteile zurückgreifen. Zwar sind viele Karosserieteile in Form von nachgefertigten Blechen erhältlich, deren Passgenauigkeit ist allerdings öfter zu bemängeln. Preislich ist es nahezu irrelevant, ob Sie sich für einen Triumph TR3 oder TR3A entscheiden. Für Fahrzeuge in mäßigem Zustand geht die Reise bei etwa 12.000 Euro los, gut erhaltene Exemplare werden mit bis zu 35.000 Euro in Rechnung gestellt. Als Fazit unserer Triumph TR3 Kaufberatung lässt sich festhalten, dass man sich mit diesem Klassiker britischen Automobilbaus den Traum vom urigen Roadster durchaus erfüllen kann – wenn man einiges beachtet. Das größte Problem ist eindeutig Rost – auch wenn dieser nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, können Sie sicher sein, dass sie früher oder später mit unschönen rötlichen Flecken zu kämpfen haben werden. Wer also ein bisschen Kleingeld übrig hat und im besten Fall sogar des Schweißens mächtig ist, kann zuschlagen!

Triumph TR3 Kaufberatung Schriftzug


Text Jan Fröhlich // Fotos Classic Trader


Autor: Jan Fröhlich

Jan Fröhlich ist Redakteur beim Classic Trader Magazin und begeistert sich leidenschaftlich für klassische Fahrzeuge. Traum-Klassiker: Mercedes Benz 300 SL & Porsche 356 Eigener Klassiker: Velo Solex 3800 von 1968