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Audi 72

Der Audi 72 war ein Mittelklassefahrzeug des deutschen Automobilherstellers Auto Union GmbH, das von 1965 bis 1969 hergestellt wurde.

Die Entwicklung des Audi 72

Anfangs lautete die Verkaufsbezeichnung des Audi 72 lediglich Auto Union „Audi“, da es sich bei dem Fahrzeug um das einzige Fahrzeug der neuen Marke handelte. Nachdem später weitere Versionen des Wagens mit anderen Motoren angeboten und die PS-Leistung Bestandteil der Verkaufsbezeichnung wurde bekam der Audi 72 seinen Namen. Die offizielle Herstellerbezeichnung des Wagens lautete Audi F103, bei dieser wird auch die Verwandtschaft zum Vorgängermodell DKW F102 deutlich. Da im neuen Audi 72 ein anderer Motor als im Vorgängermodell verbaut wurde, verlängerte sich der Bug um etwa 100 mm und der Kühler wurde schrägstehend auf der linken Seite neben dem Motor verbaut. Auf die runden Scheinwerfer im verchromten Grill wurde verzichtet, der Audi 72 war stattdessen mit Rechteckscheinwerfern in einem schwarzen Grill ausgeliefert. Anfangs wurde der Wagen lediglich als Limousine angeboten, ab dem Frühjahr 1966 war auch eine Kombiversion des Audi 72 erhältlich

Der Audi 72 im Detail

Der Audi 72 war mit einem wassergekühlten Vierzylinder-Viertaktmotor ausgestattet, der über eine fünffach gelagerte Kurbelwelle, Druckumlaufschmierung und über untenliegende Nockenwellen verfügte. Bei einem Hubraum von 1695 cm³ leistete der Motor 75 PS – 55 kW. Für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h benötigte der Audi 72 14,5 Sekunden. Der Wagen erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Für die Gemischbildung war ein Solex-Fallstromvergaser zuständig. Die Kraftübertragung erfolgte mit Hilfe eines vollsynchronisierten Viergang-Schaltgetriebes, das die Kraft auf die Vorderachse übertrug. Die Karosserie war selbsttragend und wurde aus Stahlblechen gefertigt. Die Vorderachse verfügte über doppelte Dreiecksquerlenker, längsliegende Drehstabfedern – auch Torsionsstäbe genannt – Querstabilisatoren und Teleskopstoßdämpfer. Bei der Hinterachse handelte es sich um eine Torsionskurbelachse, das heißt eine Starrachse an Traghebeln mit querliegendem Torsionsstab, die mit Teleskopstoßdämpfern gefedert wurde. Die Vorderachse war mit Scheiben-, die Hinterachse mit Trommelbremsen ausgerüstet. Bei einem Radstand von 2490 mm hatte der Audi 72 einen Wendekreis von 10,9 Metern. Abgelöst wurde die Baureihe rund um den Audi 72 schließlich vom Audi 80 B1, der von 1972 bis 1978 hergestellt wurde.