1973 | Mercedes-Benz 450 SE
1973 Mercedes-Benz 450 SE · dunkelblau · 33.000 km · Automatic · No reserve
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## Verkauf per Auktion Dieses Fahrzeug wird als Lot 003 bei der Auktion Sammlung Sonderklasse von Humer Granner & Co verkauft. - Rufpreis: 4.000 EUR - Ohne Limit - Auktion: 7-11-2026 14:00 - Besichtigung: 5-11-2026 bis 7-11-2026 - Ort: Gewerbeparkstraße 17, 4101 Feldkirchen an der Donau - Gebotsoptionen: In person | Online live | Telephone | Written bid ## Fahrzeugdaten - Fahrgestellnummer: 116.032-12-011636 - Kraftstoff: Petrol - Farbe: 904 dunkelblau - Laufleistung: 33000 km - Getriebe: Automatic - Weitere Bilder und Details: https://hg.auction/lots/1973-mercedes-benz-450-se/ ## Zur Baureihe W 116 1972-1980Eine neue Oberklasse-Limousine sollte zu Beginn der 1970er Jahre der letzte große Wurf von Friedrich Geiger werden. Die Entwicklungsarbeit unter Technikvorstand Hans Scherenberg begann bereits unmittelbar nach der Präsentation der Baureihen W 108 und W 109. Ganz oben im Lastenheft standen passive Sicherheit und größtmöglicher Komfort. Die Kunst der Knautschzone und der Sicherheitsfahrgastzelle beherrschte seinerzeit Béla Barényi wie kein anderer. Der gebürtige Österreicher mit ungarischen Wurzeln stand schon lange Jahre im Dienste von Mercedes und galt als der Erfinder der »passiven Sicherheit«.In der Baureihe W 116 steckte eine Vielzahl von Innovationen, die explodierenden Todeszahlen auf den deutschen Straßen Einhaltgebieten sollten. Die Karosserie war im Vergleich zum Vorgänger deutlich verstärkt, im Innenraum waren alle Oberflächen gepolstert, genauso wie das Lenkrad. Ein Novum war die vordere Doppelquerlenkeraufhängung. Die Konstruktion, mit der man einen Lenkrollradius 0 erreichte, hatte man im Experimentalfahrzeug C 111 erprobt. Damit verbesserte man die Richtungsstabilität bei starkem Bremsen deutlich und verkürzte gleichzeitig den Bremsweg. Ab 1978 debütierte im W 116 außerdem ein Antiblockiersystem in einem Serienfahrzeug. Der Tank wanderte weiter nach vorne über die Hinterachse, was zusätzlichen Schutz bei Kollisionen bot und gleichzeitig das Kofferraumvolumen vergrößerte.Stilistisch gaben die 1971 präsentierten SL und SLC die Richtung vor,auch unter der Haube schöpfte man aus bekannter Motorenpalette. Das Gesamtergebnis war revolutionär, so sehr, dass erstmals ein Oberklasse-Wagen zum „Auto des Jahres“ geadelt wurde, bis heute zum einzigen Mal. Mercedes führte mit dem W 116 offiziell die Bezeichnung »S-Klasse« ein. Das »S« stand für „Sonderklasse“. Genau das war der neue W 116.Im Mai 1975 präsentierte man schließlich die ultimative S-Klasse, oder wie „auto, motor und sport“ es sagte: das beste Auto der Welt. Man hatte die Urgewalt von einem Motor, den M100 aus dem 600 und 6.3, einer radikalen Kur unterzogen und in die neue S-Klasse gepflanzt. Eine Bosch K-Jetronic, Trockensumpfschmierung und ein auf 6.834 ccm vergrößerter Hubraum sorgten für Unbehagen und Schweißausbrüche sogar bei den sportlichsten aller Konkurrenten. 286 PS und ein Drehmoment von maximal 550 und nie weniger als 490 Nm bedeuteten weit über 200 km/h Spitze. Und das ganz unscheinbar, denn nur am Schriftzug 6.9 und den breiteren Reifen erkannten die Kenner den Autobahnkönig.Anstelle der kapriziösen Luftfederung sorgte eine Hydropneumatik mit automatischer Niveauregulierung für die entsprechende Straßenlage. Citroën ließ grüßen. An Extras gab es nichts, was es nicht gab, womit man den Preis in schwindelerregende Höhen treiben konnte. Die 100.000 Mark ließen sich locker knacken, kostete denn die Basis mit knapp DM 70.000 schon das Doppelte des nächstbesten Modells. 7.380 Kunden leisteten sich den Über-Benz in den gut fünf Jahren, bis die nächste S-Klasse ihn verabschiedete.Der 6.9 war eine Demonstration. Man zeigte der Welt, was technisch möglich war, wenn man nur wollte und vor allem auch konnte. Er war konkurrenzlos, schon damals eine Legende, ist er es heute noch, eben doch einfach das beste Auto der Welt.

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