1986 | Porsche 924 S
- Status:
- Vorschau
- Schätzwert:
- 20.000 € - 25.000 €
- Endet um:
- 13.09.2026, 19:45:00 MESZ
Dieser Porsche 924 S von 1986 interpretiert den klassischen Transaxle-Sportwagen bewusst neu: Vagabund Moto und IX XI Outlaw verwandelten ihn in einen konsequenten Safari-Outlaw mit Höherlegung, Bilstein-Dämpfern, Offroad-Bereifung, Unterfahrschutz und Rallye-Beleuchtung. Der dokumentierte Umbau ist straßenzugelassen; das Fahrzeug besitzt ein H-Kennzeichen und eine Hauptuntersuchung bis November 2026. Der 2,5-Liter-Vierzylinder leistet 150 PS und ist mit einem manuellen Fünfganggetriebe kombiniert. Matching Numbers und Matching Colors sind nach Prüfung bestätigt; die Gesamtlaufleistung beträgt 118.820 km.
Der Porsche 924 gehört zu jener Transaxle-Generation, die den klassischen Porsche-Begriff bewusst weiter fasste. Motor vorn, Getriebe im Bereich der Hinterachse und eine klare, aerodynamisch geprägte Coupéform ergaben ein völlig anderes Konzept als beim 911. Mit dem 924 S erhielt die Baureihe einen 2.449 cm³ großen Reihenvierzylinder mit 150 PS beziehungsweise 110 kW.
Das hier angebotene Fahrzeug entfernt sich allerdings ganz bewusst vom serienmäßigen Auftritt. Statt eines tiefen Straßen-Coupés entstand ein Safari-orientierter Outlaw, der gestalterische Motive des Rallye- und Langstreckeneinsatzes auf die schlanke 924-Karosserie überträgt. Dabei handelt es sich nicht lediglich um ein Dekorprojekt: Fahrwerk, Bereifung, Unterboden und Beleuchtung wurden in das Konzept einbezogen.
Der 924 S präsentiert sich in Schwarz und trägt ein auffälliges Vagabund-Safari-Design-Kit. Der Bildeindruck wird von der erhöhten Bodenfreiheit, den goldfarbenen Rallye-Rädern, der grobstolligeren Bereifung und den zusätzlichen Scheinwerfern geprägt. Hinzu kommen der Safari-Dachgepäckträger und kräftige Schmutzfänger. Das Resultat wirkt weniger wie ein kosmetisch veränderter 924 als wie eine bewusst neu gedachte Variante des ursprünglichen Sportwagens.
Die aktuelle Farbkombination Schwarz mit Beige ist geprüft; Matching Colors sind bestätigt. Ein bekannter Unfallschaden liegt nach den geprüften Informationen nicht vor.
Innen bleibt ein deutlicher Kontrast zum martialischeren Exterieur erhalten. Das beige Stoffinterieur bewahrt viel von der klassischen Atmosphäre des 924 S. Ergänzt wurde der Fahrerarbeitsplatz durch ein MOMO-Sportlenkrad sowie eine Kurzhubschaltung von Nine Eleven Outlaw × Shark Motorsport.
Damit setzt sich das Konzept auch im Innenraum fort, ohne diesen vollständig in ein Wettbewerbs-Cockpit zu verwandeln. Die Grundidee bleibt die eines klassischen Straßensportwagens, ergänzt um gezielte Modifikationen für ein direkteres und eigenständigeres Fahrerlebnis.
Angetrieben wird der Porsche vom bestätigten 2.449-cm³-Reihenvierzylinder mit 150 PS. Geschaltet wird über ein manuelles Fünfganggetriebe. Matching Numbers sind nach Prüfung bestätigt.
Für den Safari-Umbau wurde die Vorderachse höhergelegt. An der Hinterachse kamen neue Federplatten zum Einsatz, hinzu kommt ein maßgefertigter Achsenumbau. Bilstein-Stoßdämpfer und vier Bridgestone Dueler A/T in der Dimension 205/70 R15 bilden weitere zentrale Bestandteile des Fahrwerkskonzepts. Laut Dokumentation erfolgten fachgerechte Montage und Achsvermessung.
Auch der Schutz und die Sichtbarkeit abseits gewöhnlicher Straßen wurden berücksichtigt. Verbaut sind ein maßgefertigter Aluminium-Unterfahrschutz mit Bodenplatte, Schmutzfänger sowie HELLA Rallye 1000 und Comet 500 Zusatzscheinwerfer. Der Wagen ist zugelassen und fahrbereit.
Zur Laufleistung besteht eine Besonderheit: Der API-Datensatz weist derzeit 18.820 km aus; nach Prüfung der Unterlagen wurde jedoch eine tatsächliche Gesamtlaufleistung von 118.820 km bestätigt. Für diese Auktionsbeschreibung wird daher der verifizierte Wert von 118.820 km zugrunde gelegt.
Das Basisfahrzeug stammt aus dem Baujahr 1986. Die in einer älteren Einbringerbeschreibung enthaltene Angabe 1985 wurde geprüft und ist für diese Beschreibung nicht maßgeblich. Der Safari-Umbau durch Vagabund Moto × IX XI Outlaw und die genannten Komponenten sind anhand der vorhandenen Unterlagen dokumentiert.
Gerade diese belegte Urheberschaft ist für die Einordnung wichtig. Safari-Umbauten sind naturgemäß individuelle Interpretationen; hier lässt sich das Projekt jedoch konkreten Custom-Spezialisten und einem nachvollziehbaren technischen Konzept zuordnen. Ein separates Gutachten ist ebenfalls vorhanden. Da aus dem API-Datensatz keine belastbaren Angaben zu Aussteller, Datum, Note oder Wert hervorgehen, werden daraus keine konkreten Bewertungsangaben übernommen.
Die Fahrzeugpapiere, Unterlagen zum Umbau sowie TÜV- und H-Kennzeichen-Dokumentation sind vorhanden und geprüft. Das Fahrzeug besitzt eine gültige Hauptuntersuchung bis November 2026 und ist zugelassen sowie fahrbereit.
Zusätzlich liegt ein separates Zustands- beziehungsweise Wertgutachten vor. Dessen konkrete Bewertung wird mangels freigegebener Detailangaben in dieser Beschreibung nicht zitiert.
Dieser Porsche 924 S ist weniger Restaurierungsobjekt als Interpretation. Er nimmt die klare Transaxle-Grundarchitektur des 924 und übersetzt sie in eine Safari-Ästhetik, die technisch weit über Aufkleber und Zusatzscheinwerfer hinausgeht. Höherlegung, Bilstein-Dämpfer, A/T-Bereifung, Unterfahrschutz und Rallye-Beleuchtung bilden ein geschlossenes Konzept.
Mit dokumentiertem Umbau durch Vagabund Moto × IX XI Outlaw, Matching Numbers und Colors, H-Kennzeichen, gültiger Hauptuntersuchung und 118.820 km besitzt das Fahrzeug zudem eine nachvollziehbare Grundlage. Für Puristen eines serienmäßigen 924 S ist er bewusst nicht gedacht. Für Sammler individueller Porsche-Outlaws bietet er dagegen genau das, was diese Kategorie interessant macht: eine bekannte Basis, eine erkennbare Idee und eine Ausführung mit eigener Identität.
Der 924 war nie der Porsche, bei dem man zuerst an Schotter, Dachgepäck und grobe Reifen dachte. Genau deshalb funktioniert dieser Umbau. Die elegante Keilform trifft auf Rallyelampen, Bilstein-Dämpfer und einen Unterfahrschutz – eigentlich ein Widerspruch, optisch aber erstaunlich schlüssig. Besonders gefällt mir, dass hier nicht nur Safari gespielt wurde: Fahrwerk, Bereifung und Schutz wurden tatsächlich angefasst. Ein 924 S für Menschen, denen die perfekte Linie vor dem Café nicht genügt und die bei einer unbefestigten Abzweigung eher neugierig als nervös werden.

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