1958 | Porsche 356 A 1600 S
1958 Porsche 356 A (T2) 1600 S. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 85.000 € - 115.000 €.
1958 Porsche 356 A (T2) 1600 S. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 85.000 € - 115.000 €.
1958 Porsche 356 A (T2) 1600 S. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 85.000 € - 115.000 €.
1958 Porsche 356 A (T2) 1600 S. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 85.000 € - 115.000 €.
Drei Jahre lang umfangreich restauriertMit 2-Liter-Motor von Biennert ausgestattetMit Leistung über Carrera-NiveauTraumhaft schöne FarbkombinationEine herrliche Fahrmaschine
Als Ferry Porsche 1948 im österreichischen Gmünd den ersten Sportwagen unter eigenem Namen baute, waren die Voraussetzungen denkbar bescheiden. Vieles stammte von Volkswagen, manches musste genommen werden, weil schlicht nichts anderes verfügbar war. Trotzdem steckte im 356 bereits jene Idee, der Porsche bis heute erstaunlich treu geblieben ist: geringes Gewicht, überschaubare Leistung und möglichst wenig Auto rund um den Fahrer.
Die ersten 356 entstanden noch in Gmünd mit Aluminiumkarosserien, ehe Porsche 1950 nach Stuttgart zurückkehrte und Reutter die nun stählernen Aufbauten fertigte. Unter dem Heckdeckel arbeiteten weiterhin luftgekühlte Vierzylinder mit deutlicher VW-Verwandtschaft, doch Porsche entwickelte sie mit erstaunlichem Ehrgeiz weiter. Aus anfänglich 1,1 Litern wurden 1,3 und 1,5 Liter, die Leistung stieg, Fahrwerk und Bremsen wurden verbessert. Der 356 begann sich zunehmend von seinem Volkswagen-Ursprung zu emanzipieren.
Auch äußerlich blieb kaum etwas lange unverändert. Die zweigeteilte Windschutzscheibe wich 1952 einer einteiligen, noch immer geknickten Scheibe, Stoßfänger, Leuchten und zahlreiche Details änderten sich laufend. Dazu kamen Coupé und Cabriolet sowie der spartanische Speedster für den amerikanischen Markt. Porsche entwickelte nicht in großen Sprüngen. Man verbesserte einfach ständig weiter.
Für das Modelljahr 1956 bekam diese Evolution schließlich einen Namen: 356 A. Die erste Ausführung, heute gemeinhin T1 genannt, sah ihrem Vorgänger auf den ersten Blick weiterhin verblüffend ähnlich. Die Windschutzscheibe war nun gewölbt, die Karosserie in zahlreichen Details verfeinert und das Fahrwerk überarbeitet. Mit 1,3- und 1,6-Liter-Motoren stand zudem eine breite Leistungsspanne zur Verfügung. An der Spitze sorgte der aufwendige Carrera mit Fuhrmann-Viernockenwellenmotor dafür, dass aus dem kleinen Porsche bei Bedarf ein ausgesprochen ernst zu nehmendes Sportgerät wurde.
Doch auch der 356 A blieb nicht lange unverändert. Ab Herbst 1957 folgte der milde weiterentwickelte T2. Wieder waren es keine revolutionären Änderungen, sondern jene vielen Details, aus denen Porsche gerne ein besseres Auto machte. Äußerlich war der T2 unter anderem an den nun unterhalb der Stoßstange mündenden Auspuffendrohren zu erkennen, während im Inneren und unter dem Blech zahlreiche Verbesserungen einflossen. Gleichzeitig wurde das Motorenprogramm weiterentwickelt.
Bis 1959 war der 356 A damit weit von jenem improvisierten Sportwagen entfernt, mit dem alles begonnen hatte. Schneller, komfortabler und ausgereifter war er geworden, ohne seine ursprüngliche Leichtigkeit zu verlieren.
Laut Geburtsurkunde wurde dieser Porsche am 10. November 1958 an Mr. Zinner in Los Angeles als 356 A 1600 S Reutter Coupé ausgeliefert, damals die Topmotorisierung unterhalb des Carrera. Heute ist er einer der gesuchtesten Porsche-Klassiker. Mit der bildhübschen T2-Form ein optischer Nimmersatt, dank des „S“-Motors ein steter Quell der Freude. Laut beiliegender Kardex wurde er in Silbermetallic ausgeliefert, die Innenausstattung ist unbekannt.
Am 16. November 2016 erwarb der Einbringer den Porsche 356 A 1600 S in Amerika. Auf damaligen Fotos macht das Coupé einen soliden, vor allem aber originalen und gänzlich unverbastelten Eindruck. Noch immer in Silber lackiert, wenngleich schon ziemlich matt. Das Auto war bis auf die Stoßfänger komplett, es könnte bis zuletzt gelaufen sein. Der Vorbesitzer hatte das Coupé laut Title bereits 2004 in Texas zugelassen, nun war der Motor ausgebaut. Warum, wissen wir nicht.
Für den Einbringer war schnell klar: Das ist die ideale Basis für SEIN Projekt. Ihm schwebte ein 356 A vor, unscheinbar, aber mit Leistung satt. Traumfarbe Aquamarinblau, kombiniert mit rotem Leder, sehr schlicht, aber total einnehmend. Im Kopf war der Porsche schon fertig.
2017 wurde der 356 geliefert und löste Begeisterung aus. Toller Zustand, noch besser als erwartet. Nach der Bestandsaufnahme wurde zerlegt, die Karosserie zum Entlacken und KTL-Beschichten gegeben, weil es eben top werden sollte. Typischerweise wurden zahlreiche Blechteile erneuert, das Interieur mit viel Leder und neuem Teppich ausgeschlagen. Die Technik erfuhr eine grundlegende Überholung.
Den Motor lieferte Bienert-Boxer-Motoren. Laut Rechnung handelt es sich um einen SC-Motor mit der Motornummer 810921. Er wurde komplett neu aufgebaut und auf zwei Liter erweitert. So leistet er jetzt um die 120 PS, auch wenn in den Papieren nur 95 PS eingetragen sind. Im Juli 2021 gab es die HU, und endlich konnte zugelassen und gefahren werden. Bis heute haben sich gut 4.000 begeisternde Kilometer addiert.
Jetzt dominiert im Kopf die junge Familie. Der 356 A soll abgegeben werden. Der Einbringer hat viel Zeit, Geld und Nerven investiert, bis der Porsche endlich so war, wie er jetzt ist. Ein superschöner Klassiker mit richtig Dampf, für Spaß beim Fahren und Verblüffen.
Der Käufer bekommt einen ausgereiften Klassiker, dessen Restaurierung erst vor fünf Jahren abgeschlossen wurde. Er kann sofort einsteigen und Spaß haben, flanieren oder fetzen. Beides geht, beides macht irre Spaß. Er ist der Gewinner.
Chassis: 105451
Motor / Engine: KD*P*810921
Papiere / Documents: Deutsche historische Zulassung
Schätzwert / Estimate: EUR 85.000 – 115.000
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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