1963 | Lancia Flaminia GT 2.5 3C Touring
1963 Lancia Flaminia GT 2.5 3C. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
1963 Lancia Flaminia GT 2.5 3C. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
1963 Lancia Flaminia GT 2.5 3C. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
1963 Lancia Flaminia GT 2.5 3C. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
Ausgeliefert via Denzel nach Bad GasteinEines von nur 682 Touring Coupés der 2. Serie Atemberaubend schönes Design von TouringRaffinierte Mechanik in Superleggera-Karosse
Auf dem Genfer Automobilsalon 1957 präsentierte Lancia den Nachfolger der Aurelia. Wie bei den Turinern beinahe schon Tradition, packte man alles technisch Machbare und finanziell gerade noch Vertretbare in den neuen Wagen, der erneut den Namen einer römischen Straße trug: Via Flaminia. Die Werks-Rennmannschaft war mittlerweile Geschichte, deren technische Raffinesse lebte in den Straßenwagen jedoch munter weiter.
Der V6 war eine Weiterentwicklung des Aurelia-Motors, saß nun aber über einer neu konstruierten Vorderachse. Das Getriebe blieb in Transaxle-Bauweise gemeinsam mit dem Differenzial an der Hinterachse. Zur Limousine gesellten sich bald verschiedene Coupés. Pininfarina lieferte den gediegenen Zweitürer, Zagato wie üblich etwas ziemlich Extravagantes und die Carrozzeria Touring vielleicht die eleganteste Interpretation von allen: die Flaminia GT.
Touring verkürzte den Radstand der Limousine und kleidete das Chassis nach bewährtem Superleggera-Rezept ein. Über ein Gerippe aus dünnen Stahlrohren wurde eine leichte Aluminiumhaut gezogen. Das Ergebnis war ein schlanker Gran Turismo, rund 200 Kilogramm leichter als das Pininfarina-Coupé. Lange Haube, knappes Dach, kurze Überhänge – viel mehr brauchte es offenbar nicht. Tourings Flaminia musste nicht laut werden, um aufzufallen. Dafür war sie viel zu elegant.
Anfangs arbeitete unter der Haube der 2,5-Liter-V6 mit einem Vergaser. Bald folgte die 3C-Version – tre carburatori – mit drei Weber-Vergasern und 140 PS. Ab 1962 brachte ein auf 2,8 Liter vergrößerter V6 nochmals mehr Kraft und Souveränität. Damit war die Flaminia GT endgültig dort angekommen, wo Lancia sich damals ganz selbstverständlich sah: in Gesellschaft von Ferrari und Maserati.
Nur ging es hier weniger um Spektakel. Die Flaminia GT verband Tempo mit technischer Delikatesse und jener beinahe demonstrativen Zurückhaltung, die einen Lancia dieser Epoche auszeichnet. Auch auto, motor und sport zeigte sich seinerzeit von Straßenlage und Fahrverhalten beeindruckt.
Diese Flaminia GT mit dem begehrten Drei-Vergaser-Motor wurde im Juni 1963 von Importeur Wolfgang Denzel an Kurt Schwaiger, einen Hotelier in Bad Gastein, ausgeliefert. Eine Flaminia GT vor der Kulisse der Hohen Tauern – man kann sich für einen italienischen Gran Turismo gewiss schlechtere Einsatzorte vorstellen.
Schon zwei Jahre später verkaufte Schwaiger seinen Sportwagen an einen Salzburger Unternehmer. In den folgenden Jahren wechselte die Flaminia mehrmals den Besitzer, ohne dabei Salzburg zu verlassen. 1985 wurde sie ein letztes Mal angemeldet, zwei Jahre später schließlich endgültig aus dem Verkehr gezogen.
Seither sind viele Jahre vergangen, die der Flaminia erfreulich wenig hat anhaben können. Dabei will sie die Spuren der Jahrzehnte gar nicht verstecken, und genau darin liegt ihr besonderer Reiz. Hier wurde nicht auf Hochglanz restauriert und keine Geschichte nachträglich glänzender gemacht, als sie tatsächlich war. Stattdessen wurde vor zwei Jahren der Motor umfangreich serviciert, die Zylinderköpfe mit neuen Ventilführungen versehen und die drei Weber-Vergaser überholt. Auch die Bremsanlage mitsamt Hauptbremszylinder wurde erneuert, ebenso wie der Tank und die Auspuffanlage. Die Heckleuchten und Türgriffe wurden neu verchromt, der Rest des Äußeren blieb weitgehend unangetastet. Innen wurde das originale Leder gründlich gereinigt, das nun wieder in intensivem Braun erstrahlt.
Im Anschluss kehrte die Flaminia nach über 35 Jahren wieder auf die Straße zurück. Dorthin, wo ein solches Stück großer italienischer Automobilbaukunst auch hingehört.
Chassis: 824.10*3488*
Motor / Engine: 823.10 013658
Papiere / Documents: Österreichische Einzelgenehmigung (1963)
Schätzwert / Estimate: € 40.000 – 60.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

Lassen Sie dieses Fahrzeug von Experten prüfen!
Bereits über 100.000 Oldtimer-Fans erhalten unsere besten Inserate
Erhalten Sie als erstes eine handverlesene Auswahl der interessantesten Autos, Motorräder und Auktionsangebote von Classic Trader – direkt in Ihren Posteingang.