1964 | FIAT 1100 D
- Status:
- Vorschau
- Schätzwert:
- 6.000 € - 8.000 €
- Endet um:
- 25.10.2026, 17:45:00 MEZ
Dieser Fiat 1100 D von 1964 ist vor allem wegen seines authentisch beschriebenen Erhaltungszustands interessant. Laut Verkäufer trägt die Limousine noch ihren originalen grauen Lack und besitzt die schwarzen Kennzeichen ihrer Erstzulassung in Bologna. Seit 1969 soll sich der Fiat bei lediglich einem Besitzer befunden haben. Im August 2025 wurden zudem umfangreiche technische Arbeiten durchgeführt, darunter die Erneuerung der Bremsanlage, der Auspuffanlage und der Elektrik sowie eine Überholung des Motors.
Der Fiat 1100 D gehört zur Modellfamilie 1100; für diese Ausführung weisen die vorliegenden Fahrzeugdaten einen Produktionszeitraum von 1962 bis 1966 aus. Das hier angebotene Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1964 und ist als klassische Limousine mit Frontmotor und Hinterradantrieb ausgeführt. Unter der Motorhaube arbeitet ein 1.221 cm³ großer Reihenvierzylinder-Benzinmotor, kombiniert mit einem manuellen Getriebe.
Seinen Reiz bezieht dieser 1100 D weniger aus außergewöhnlichen Leistungsdaten als aus seiner traditionellen Konstruktion und dem offenbar über lange Zeit bewahrten Charakter. Gerade bei einem solchen Fahrzeug werden originale Oberflächen, historische Zulassungsmerkmale und nachvollziehbare Besitzverhältnisse zu einem wesentlichen Bestandteil seiner Geschichte.
Die Karosserie präsentiert sich in Grau. Nach Angaben des Verkäufers handelt es sich dabei um den Originallack, der jüngst poliert wurde. Die Karosserie wird ausdrücklich als original beschrieben und zeigt demnach kleinere, altersbedingte Spuren. Damit steht bei diesem Fiat nicht der Eindruck einer umfassenden kosmetischen Restaurierung im Vordergrund, sondern ein über Jahrzehnte gewachsener Erhaltungszustand.
Rahmen und Unterboden werden als solide beschrieben. Hinweise auf Unfallschäden oder größere strukturelle Eingriffe sollen nicht vorhanden sein; lediglich minimale Spuren oberflächlicher Korrosion werden erwähnt. Besonders charakteristisch sind die schwarzen italienischen Kennzeichen aus Bologna, die laut Verkäufer auf die Erstzulassung des Fahrzeugs zurückgehen.
Der Innenraum ist in den strukturierten Fahrzeugdaten in Blau mit Leder angegeben. Der Verkäufer beschreibt ihn als vollständig und gut erhalten, mit normalen Gebrauchsspuren. Im Zuge der jüngeren Arbeiten wurden die Türarmlehnen von einem spezialisierten Polsterer erneuert. Weitergehende Restaurierungsmaßnahmen am Interieur werden nicht genannt.
Damit passt der Innenraum zum grundsätzlichen Charakter des Fahrzeugs: Er wird nicht als neuwertig dargestellt, sondern als gepflegter Bestandteil eines mehr als sechs Jahrzehnte alten Automobils. Gerade bei einem weitgehend original beschriebenen Fahrzeug gehören nachvollziehbare Gebrauchsspuren zum Gesamtbild, sofern sie mit einer gesunden Substanz einhergehen.
Der 1.221 cm³ große Reihenvierzylinder wird in den strukturierten Daten mit 50 PS beziehungsweise 37 kW geführt. In der Verkäuferbeschreibung werden dagegen 48 PS genannt. Da diese Angaben voneinander abweichen, sollte die exakte Leistungsangabe anhand der Fahrzeugdokumente überprüft werden. Als Motorversion nennt der Verkäufer 103G.005.
Im August 2025 wurde technisch umfangreich investiert. Die Bremsanlage wurde laut Beschreibung mit Bremszylinder, Radbremszylindern, Leitungen und Anschlüssen vollständig erneuert. Hinzu kamen eine neue Auspuffanlage und eine vollständige Erneuerung der elektrischen Anlage. Der Motor wurde überholt, eingestellt und wird als einwandfrei funktionierend beschrieben; außerdem erfolgte ein Öl- und Filterwechsel.
Das Fahrzeug ist in den Inseratsdaten als zugelassen und fahrbereit hinterlegt. Zum technischen Zustand liegen darüber hinaus keine unabhängigen Prüfberichte oder detaillierten Gutachten vor.
Der Fiat stammt aus dem Jahr 1964 und weist einen Kilometerstand von 82.197 Kilometern auf. Besonders bemerkenswert ist die vom Verkäufer genannte Besitzhistorie: Seit 1969 soll der Wagen lediglich einen Besitzer gehabt haben. Zusammen mit den schwarzen Bologna-Kennzeichen und dem als original bezeichneten Lack ergibt sich damit das Bild eines Fahrzeugs, bei dem Kontinuität einen wesentlichen Teil seiner Attraktivität ausmacht.
Der Verkäufer bezeichnet den Wagen außerdem als matching numbers. Im strukturierten Datensatz ist dieser Status weder bestätigt noch widerlegt; konkrete Motor- oder Fahrgestellnummern sind dort nicht hinterlegt. Eine abschließende Zuordnung sollte deshalb anhand der italienischen Fahrzeugunterlagen erfolgen.
Zum Fahrzeug gehören laut Beschreibung ordnungsgemäße italienische Fahrzeugpapiere und eine gültige Zulassung. Der Verkäufer bezeichnet den Fiat außerdem als geeignet für eine Eintragung bei der ASI beziehungsweise in historischen Registern; eine bereits bestehende entsprechende Zertifizierung ist jedoch nicht angegeben. Ein separates Zustands- oder Wertgutachten ist im Datensatz ebenfalls nicht hinterlegt.
Dieser Fiat 1100 D erzählt seine Geschichte weniger über eine aufwendige Restaurierung als über Originalität, Patina und langjährige Besitzkontinuität. Der laut Verkäufer erhaltene Originallack, die schwarzen Bologna-Kennzeichen und die Besitzzeit seit 1969 sind dabei ebenso relevant wie die jüngst vorgenommenen technischen Arbeiten.
Die umfassenden Maßnahmen an Bremsen, Elektrik, Auspuff und Motor bilden einen interessanten Gegenpol zur bewusst erhaltenen äußeren Erscheinung. Mit 82.197 angegebenen Kilometern präsentiert sich dieser 1100 D somit als klassischer italienischer Gebrauchs- und Familienwagen, dessen Sammlerrelevanz gerade in der erhaltenen Identität liegen dürfte. Die Auktion ist mit einer Schätzung von 6.000 bis 8.000 Euro angesetzt.
Manche Klassiker beeindrucken durch Leistung, andere durch eine perfekte Restaurierung. Dieser Fiat verfolgt einen sympathischeren Ansatz: Er darf aussehen, als hätte er tatsächlich seit 1964 existiert. Originallack, alte Bologna-Kennzeichen und eine bemerkenswert lange Besitzzeit erzählen hier mehr als spiegelnder Neulack es könnte. Gleichzeitig wurden die Dinge angefasst, die fürs Fahren entscheidend sind – Bremsen, Elektrik, Auspuff und Motor. Genau diese Mischung aus Patina und technischer Pflege macht einen unscheinbaren 1100 D plötzlich sehr interessant.

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