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1935 | Bugatti Typ 57 T

Tourist Trophy-Roadster-Aufbau (TT) mit gekürztem Chassis: ursprüngliche Karosserie von Guidelam, UK.

390.000 €
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Beschreibung

Der Type 57 hatte einen konventionellen, leichten Leiterrahmen mit Querträgern. In der Serie 1 war der Motorblock Bestandteil des Rahmens und gab dessen vorderem Teil Stabilität. Das Chassis hatte einen Radstand von 3,3 m, die Spur betrug vorn und hinten 1,35 m.

Sehr frühe Type 57 Normale hatten eine zweigeteilte Vorderachse, die aber sehr bald durch eine einteilige ersetzt wurde.

Der Wagen hatte vorn Halbelliptik-Blattfedern und hinten eine Deichselachse mit geschobenen Viertelelliptikfedern und De-Ram- oder Hartford-Reibungsstoßdämpfer. Serienmäßig erhielt der Type 57 Rudge- Drahtspeichenräder in der Dimension 5.50 × 18 mit Zentralverschluss.

Noch bis 1938 blieb Bugatti bei Seilzugbetätigung der groß dimensionierten Trommelbremsen.

Der Motor basierte auf dem 3,3-Liter-Reihen-Achtzylinder des Types 49. Wie dieser war er in typischer Bugatti-Manier aus Leichtmetall mit nicht abnehmbarem Zylinderkopf gefertigt („Monobloc“-Bauweise). Der Hubraum von 3257 cm³ (Bohrung × Hub = 72 × 100 mm) wurde vom Type 49 übernommen, nicht aber dessen Ventilsteuerung mit nur einer obenliegenden Nockenwelle (OHC). Der Type 57 (und der verwandte Type 59) hatte zwei obenliegende Nockenwellen (DOHC), die über Stirnräder am hinteren Ende des Blocks angetrieben wurden. Auch das von Bugatti jahrelang verfolgte Dreiventilprinzip (zwei Einlassventile und ein Auslassventil) wurde nicht mehr angewandt. Die Brennräume waren halbkugelig ausgebildet, die Kurbelwelle sechsfach gelagert.

Monobloc-Motoren wurden zu dieser Zeit sonst nur noch im Motorsport eingesetzt; denn eine nicht vorhandene Zylinderkopfdichtung kann keinen Motorausfall verursachen und erhöht daher die Zuverlässigkeit. Allerdings geht dieser Vorteil deutlich zulasten der Wartungsfreundlichkeit.

Die Leistung betrug bereits in der Basisversion ungefähr 135 PS (99 kW) bei 5000/min.

Mit einem leichten Aufbau beschleunigte das Fahrzeug in wenig mehr als 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Typ 57 war auch eines der wenigen Autos seiner Zeit, das unter normalen Straßenbedingungen bis 160 km/h erreichte.

Nüchterne Zahlen werden den Leichtmetall-Motoren von Bugatti allerdings nicht gerecht.

Ettore Bugatti legte stets auch Wert auf das ästhetische Erscheinungsbild. So waren Motorengehäuse bei Bugatti mit von Hand eingearbeitetem Zapfenschliffmuster verziert.

Ebenfalls vom Type 49 abgeleitet war der Motor des Grand-Prix-Rennwagens Type 59.

Die gemeinsame Entwicklung der Typen 57 und 59 sparte Entwicklungskosten, Ressourcen und Zeit und ermöglichte die Verwendung einiger gemeinsamer Motorenkomponenten.

Bugatti Type 57 ist eine Baureihe des ehemaligen französischen Autoherstellers Bugatti (1910–1956). Offiziell verantwortlich für das Projekt war Jean Bugatti (1909–1939), der Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti (1881–1947). Er steuerte auch wesentliche Gestaltungselemente bei, die zusammen mit dem Zeichner Joseph Walter umgesetzt wurden.

Insgesamt wurden von 1934 bis 1940 je nach Quelle 630[1][2], 680[3][4], 710[5], 750 (inklusive 41 Type 57 S und 4 Atlantic) oder 830 Fahrzeuge der Type-57-Baureihe in drei Serien produziert.

Unabhängig von der exakten Zahl ist der Type 57 das in den größten Stückzahlen und am längsten gebaute Modell und eines der wichtigsten der Marke. Ein 1938er Type 57 SC Atlantic gilt seit einigen Jahren (Stand 2013) mit einem geschätzten erzielten Auktionspreis von 30–40 Mio. US-$ als teuerster „Gebrauchtwagen“ der Welt.

Anders als bei Talbot-Lago wurde es bei Bugatti jedoch nicht mehr als zweckmäßig empfunden, ein einziges Modell für Straße und Rennsport zu entwickeln. Das führte dazu, dass hauptsächlich Jean Bugatti den Grand Tourisme Type 57 gemeinsam mit dem neuen Rennwagen Bugatti Type 59 vorbereitete. Eine Gemeinsamkeit ist der Motor des Bugatti Type 49 als Ausgangspunkt. Ettore Bugatti war seinerzeit stark von Konstruktionen des US-amerikanischen Ingenieurs Harold Arminius Miller beeinflusst.

Das Werk führte Verbesserungen am Type 57 laufend in die Produktion ein. Größere Veränderungen gab es 1936 und 1938, weshalb von insgesamt drei Modellserien gesprochen wird. Den Type 57 gab es ab Werk in vier Versionen für die Straße: 57 (Basisversion oder auch „Normale“ genannt), 57 C (Kompressor), 57 S (Sportmodell) und 57 SC. Die beiden Letzteren wurden nur von 1936 bis 1938 angeboten (2. Serie) und hatten modifizierte Motoren und Fahrgestelle. Insbesondere der Type 57 SC gilt als einer der ersten Supersportwagen.

Sowohl das Konzept der Baureihe als sportliche, komfortable Grandes Routières wie auch die Formgebung der Werkskarosserien tragen die Handschrift Jean Bugattis. Wer letztlich bestimmte, zeigt ein frühzeitiger, aber folgenschwerer Eingriff in die Konstruktion der beiden Prototypen: Jean Bugatti hatte vorn eine moderne Einzelradaufhängung vorgesehen. Ettore erfuhr dies anlässlich eines Aufenthalts im Werk und ordnete ohne Rücksprache den Austausch gegen eine technisch überholte starre Vorderachse an. In angepasster Form wurde sie über die gesamte Bauzeit beibehalten und selbst die Nachfolger Type 64 und Type 101 mussten noch damit auskommen.

Serie 1

Äußere Erkennungsmerkmale der ersten Serie sind die freistehenden, auf einer Strebe montierten Scheinwerfer und die langen, vertikalen Lüftungsschlitze an der Motorhaube.

Nicht nur das Beispiel der Vorderradaufhängung zeigt, dass der von 1934 bis 1940 gebaute und in vieler Hinsicht sehr fortschrittliche Type 57 in einigen Details hoffnungslos rückständig war. Jean Bugatti ließ heimlich auch einen Prototyp mit einem Motor mit geändertem Nockenwellenantrieb erproben, ohne jedoch eine solche Umstellung durchsetzen zu können.

Serie 2

Bugatti Type 57 C Atalante Serie 2 (1938)

Die Ende 1936 eingeführte Serie 2 erhielt ein stärker dimensioniertes Fahrgestell. Dem Motorblock kam nun keine tragende Funktion mehr zu, weil er im Chassis in Gummi gelagert wurde, stattdessen gab es mehr Querstreben. Außerdem gab es einen neuen Auspuffkrümmer und modernere und preisgünstigere Teleskopstoßdämpfer von Alliquant, die auf Wunsch an Fahrzeugen der Serie 1 nachgerüstet wurden. Neu gestaltet wurde auch das Armaturenbrett.

Die Änderungen gingen einher mit einer Überarbeitung der Karosserien. Insbesondere die Varianten Stelvio, Ventoux und Galibier profitierten von einer verbesserten Linienführung.

Eine stark veränderte Variante in der zweiten Serie war der weiter unten beschriebene Type 57 S.

Type 57 und 57 C Serie 2 sind an der Motorhaube mit in drei horizontalen Reihen angeordneten senkrechten Lüftungsschlitzen erkennbar. Der Kühler hat mit Thermostat gesteuerte Lamellen und die Scheinwerfer sind tiefer und ohne Strebe am Kotflügel angebracht.

Serie 3

Bugatti Type 57 C; 3. Serie; Cabriolet Stelvio (1939)

Mit der Serie 3 erhielt der Type 57 ab 1938 hydraulisch betätigte Bremsen. Die BugattiTechniker passten das verbreitete Lockheed-System an den Type 57 an und gaben ihm gleich zwei Hauptbremszylinder. Das System ließ sich an älteren Type 57 nachrüsten.

Äußerlich fielen die nun in die Kotflügel integrierten Scheinwerfer und zwei Chromelemente auf, die die vordere Stoßstange ersetzten. Sie hatten die Form lang gezogener, sich nach außen verjüngender Tropfen. Darin war auch die Hupe integriert.

Die Modernisierung wirkte attraktiv und aerodynamisch und passte auch für die älteren Serien. Etliche Type 57 wurden vom Werk oder in Vertragswerkstätten so modernisiert.

Das war angesichts der hohen Fahrzeugpreise und Steuern auf Neuwagen sinnvoll, erschwert aber heute die Identifizierung.

2005/2006 wurde die angefangene Restaurierung weiter geführt und vollendet. Im Zuge der Restaurierung wurde der Rahmen gemäß vorgelegter Rechnung vom 16.11.2005 durch die Firma Paul verkürzt. Gemäß vorgelegter Rechnung der Firma Ganslmeier vom 20.12.2005 wurde der Motor sach- und fachgerecht voll umfänglich restauriert.

Zustand & Zulassung

Zustandskategorie
Teilrestauriert
H-Kennzeichen
Zugelassen
Fahrbereit
Unfallfrei

Verkäufereinschätzung

Motor
★★★★★
Lack
★★★★★
Innenraum
★★★★★
Technik
★★★★★

Fahrzeuggutachten

Note 2
Gutachten verfügbar
Zustandsnote
2
Gutachtenanbieter
Kukuk / Schwadorf BVSK
Zustandsnote2

Technische Details

Fahrzeugdaten

Marke
Bugatti
Modellreihe
Typ 57
Modell
Typ 57 T
Erstzulassung
07/1935
Baujahr
1935
Tachostand (abgelesen)
3.000 km
Fahrgestellnummer
57175
Motornummer
Nicht angegeben
Getriebenummer
Nicht angegeben
Matching numbers
Ja
Anzahl Besitzer
Nicht angegeben

Technische Details

Karosserieform
Cabriolet (Tourer)
Leistung (kW/PS)
104/142
Hubraum (cm³)
3257
Zylinder
8
Anzahl Türen
Nicht angegeben
Lenkung
Rechts
Getriebe
Manuell
Gänge
Nicht angegeben
Antrieb
Heck
Bremse Front
Nicht angegeben
Bremse Heck
Nicht angegeben
Kraftstoff
Benzin

Fahrzeugkonfiguration

Außenfarbe
Blau
Innenfarbe
Schwarz
Innenmaterial
Leder

Anfahrt

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