1955 | BMW 502 Sport

502 Sport Cabriolet - Seltenheit, einer von sehr wenigen.

255.000 €
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Beschreibung

Baujahr: 1960

Stückzahl: Einzelexemplar

Farbkombination: Braun, Leder-Interieur hellbeige, Verdeck hellbeige

Laufleistung (abgelesen): 60.000 km

Motor: Achtzylinder-V-Frontmotor 90°, wassergekühlt, Duplexkette, zentrale Nockenwelle, zwei Doppel-Fallstromvergaser Typ ZENITH 32 NDIX

Hubraum/Leistung: 3.168 ccm, ca. 160 PS bei 4.800 U/Min. (Werksangaben)

Getriebe: manuell, 4-Gang, Lenkradschaltung

Bremsen: Trommeln vorn und hinten (hydraulisch)

Leergewicht: ca. 1.550 kg

Höchstgeschwindigkeit: ca. 170 km/h

Eine absolute Rarität. Vom zweitürigen Sport-Cabriolet der Baujahre um 1955 existieren vermutlich nur rund 5 Fahrzeuge; hinzu kam 1960 ein berühmtes viertüriges Einzelstück als Sonderanfertigung.

Das Fahrgestell wurde am 15.11.1955 gebaut und an die Bahnhofgarage in Baden- Baden ausgeliefert. Das Auto lief einige Jahre im Ruhrgebiet bis es zur Restauration zerlegt wurde. Anschließend schlummerte es sehr lange in zerlegtem, aber grundiertem Zustand am Chiemsee. 2011 wurde die „Frame-off“ Restauration abgeschlossen. Bei dem besichtigten Fahrzeug handelt es sich um eine BMW 502 Autenrieth Sport Cabriolet, ausgeliefert 1955, mit der Fahrzg.-Ident-Nr. 59085. Das Fahrzeug wurde im Auftrag des Vorbesitzers bei Fa. Martini restauriert.

Der BMW 501/502 war ein Pkw der Oberklasse. BMW produzierte in den Jahren 1952 bis 1964 die Modelle 501 mit Zweiliter-Sechszylindermotor sowie die Modelle 502 und 506 bzw. 2600/3200 mit 2,6- oder 3,2-Liter-V8-Motor aus Leichtmetall. Die geschwungene Karosserieform der repräsentativen Limousine wurde bald unter dem Namen Barockengel bekannt. Mit Preisen zwischen 11.500 DM (501, Juli 1956) und rund 22.000 DM (3,2 Liter Super, 1960-63) waren die Fahrzeuge für die Nachkriegszeit sehr teuer, sodass über die zwölfjährige Bauzeit nur wenig mehr als 23.000 Einheiten hergestellt werden konnten, einschließlich ca. 280 Cabriolets und Coupés mit Karosserien von Baur in Stuttgart und Autenrieth in Darmstadt. Auf dem Chassis des 502 mit 3,2-Liter-V8-Motor basierten auch der BMW 507 (Roadster), der BMW 503 (Coupé oder Cabriolet) und der BMW 3200 CS Bertone. Feuerwehren und die Polizei fuhren den BMW 501/502 als Einsatz- bzw. Streifenwagen (bekannt aus der Fernsehserie Funkstreife Isar 12 mit Wilmut Borell und Karl Tischlinger). Das Karosseriewerk Binz & Co. in Lorch (Württemberg) baute im Auftrag des Bayerischen Roten Kreuzes auf der Basis des 502 einen komfortablen Krankenwagen, der allerdings ein Einzelexemplar blieb.

Geplant war die Serienfertigung einer Pullman-Limousine, die auf der Automobilausstellung 1955 in Frankfurt als BMW 505 vorgestellt wurde. Dieser 5,10 Meter lange Wagen mit Trennscheibe und Sprechanlage zwischen Passagier- und Fahrerraum, ausklappbarer Schreibplatte, Getränkebar usw. sollte als „Staatskarosse“ mit dem Mercedes-Benz 300 konkurrieren. Nachdem jedoch Bundeskanzler Konrad Adenauer weiterhin den Mercedes bevorzugte, ging der BMW 505 nicht in Serie; es blieb bei zwei Ausstellungsstücken. Adenauer soll im großen BMW mit Chauffeur probegefahren, aber beim Einsteigen mit seinem Hut angeeckt sein. Dies habe ihm nicht gefallen, und das Kanzleramt bestellte nicht.

Die Sechs- und Achtzylinder-Modelle waren mit ein Grund dafür, dass BMW 1959 beinahe von seinem damaligen Hauptkonkurrenten Daimler-Benz übernommen worden wäre. Dies wurde in einer spannenden Hauptversammlung durch Kleinaktionäre und den Hauptaktionär Quandt verhindert, der als Dank hierfür später ein BMW 3200 CS Cabriolet erhielt. Wirtschaftlich gesundete BMW durch den Erfolg der Isetta, des BMW 700 und der 1961 vorgestellten „Neuen Klasse“ (BMW 1500). Über die letzten „Barockengel“ (502 und 3200) ist im Katalog „Die Auto-Modelle 1963/64“ (Vereinigte Motor-Verlage GmbH, Stuttgart) zu lesen: „So eindrucksvoll wie die Leistung sind aber auch Laufruhe, Ausgeglichenheit und Elastizität der Achtzylindermotoren. Übermäßig sparsam kann man sie freilich kaum nennen (Anm.: ca. 15 l/100 km), doch spielt das erfahrungsgemäß in dieser Wagenklasse keine große Rolle. Umso mehr schätzt der Käufer solch repräsentativen Automobils die gediegene und stabile Verarbeitung, wie sie in diesem Maße heutzutage nur noch in seltenen Ausnahmefällen zu finden ist. Entsprechend seiner äußeren Form, über deren Gefälligkeit die Meinungen begreiflicherweise weit auseinandergehen, wirkt der Wagen auch innen recht konservativ. Immerhin: Platz ist weit mehr vorhanden, als man von außen vermuten möchte, und in puncto Bequemlichkeit oder modernerem Zubehör gibt es nur wenig auszusetzen.“

Quelle: WWW.100jahre-baur.de/chronik.php Entwicklungsgeschichte der Firno Karosserie bau BAUR GmbH, Stuttgart

+Bei dem besichtigten Fahrzeug handelt es sich um eine BMW 502 Autenrieth Sport Cabriolet, ausgeliefert 1955, mit der Fahrzg.-Ident-Nr. 59085.

Übersicht BMW 501 und V8 Baureihen BMW V8 Club

Autenrieth

Der Schwabe Georg Autenrieth wurde 1881 geboren und erkannte schon früh seine Leidenschaft für den Karosserie- und Fahrzeugbau. Nach einer Anstellung bei NUS gründete er bereits 1912 seine erste Firma und produzierte zunächst im Auftrag von FIAT und NSU Fahrzeugaufbauten. Trotz der Tatsache, dass die Darmstädter Firma nie Werbung betrieb und nur auf Bestellung baute, wuchs sein Kundenstamm beständig an. Da alle Fahrzeuge individuell entworfen und realisiert wurden, gehörte Autenrieth lange Zeit zu den exklusivsten Karosseriebauern Deutschlands. Der Karosseriebau Autenrieth war ein Karosseriebauunternehmen, das zwischen 1921 und 1964 in Darmstadt Karosserien für Personenwagen fertigte. In den ersten Jahrzehnten der Automobilfertigung noch bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war es allgemein üblich, dass es bei Personenwagen neben den herstellerseitigen Karosserien auch solche von darauf spezialisierten, externen Karosseriebauherstellern gab. Eines der bekannteren deutschen Unternehmen war Georg Autenrieth, gegründet 1921 in Weinsberg bei Heilbronn und seit 1925 in Darmstadt, Feldbergstraße 72, ansässig. Gefertigt wurden in Einzelauftrag nach Kundenwünschen Limousinen, Coupés, Cabriolets und Sonderanfertigungen auf Fahrgestellen verschiedener bekannter Vorkriegs Automobilhersteller wie Adler, Audi, Horch, Maybach, Mercedes-Benz, Opel, NSU und den in Ober-Ramstadt (bei Darmstadt) befindlichen Röhr-Werken. Ebenfalls wurden bereits in den 1930er Jahren Fahrzeuge von BMW karossiert. Ende der 1930er, Anfang der 1940er Jahre entstanden in Kleinserie auch erste Cabriolets auf Basis des KdF-Wagens, des späteren VW Käfers.

Zustand & Zulassung

Zustandskategorie
Authentisch
H-Kennzeichen
Zugelassen
Fahrbereit

Verkäufereinschätzung

Motor
★★★★★
Lack
★★★★★
Innenraum
★★★★★
Technik
★★★★★

Fahrzeuggutachten

Note 2.25
Gutachten verfügbar
Zustandsnote
2.25
Gutachtenanbieter
Kukuk / Schwadorf BVSK
Zustandsnote2.25

Technische Details

Fahrzeugdaten

Marke
BMW
Modellreihe
502
Modell
502 Sport
Baureihe
Typ 502
Erstzulassung
11/1955
Baujahr
1955
Tachostand (abgelesen)
63.000 km
Fahrgestellnummer
59085
Motornummer
Nicht angegeben
Getriebenummer
Nicht angegeben
Anzahl Besitzer
Nicht angegeben

Technische Details

Karosserieform
Cabriolet
Leistung (kW/PS)
118/160
Hubraum (cm³)
3168
Zylinder
8
Anzahl Türen
2
Lenkung
Links
Getriebe
Manuell
Gänge
4
Antrieb
Heck
Bremse Front
Trommel
Bremse Heck
Trommel
Kraftstoff
Benzin

Fahrzeugkonfiguration

Außenfarbe
Braun
Innenfarbe
Beige
Innenmaterial
Leder

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