1974 | Alpine A 110 1300
1974 Renault Alpine A110 1300. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 40.000 € - 60.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Die französische Rallye-LegendeVor rund 25 Jahren zum Rennwagen umgebautJahrelang in der österreichischen Meisterschaft eingesetztÜberholter Motor ohne seitherigem Renneinsatz
1962 präsentierte Alpine die A110 als »Berlinette Tour de France«. Der Beiname in Anlehnung an das berühmte Sportwagen-Rennen quer durch Frankreich war Programm. Er war schon als warnender Fingerzeig in Richtung Konkurrenz zu verstehen, denn die neue A110 erwies sich als äußerst flott.
Jean Rédélé hatte Alpine 1955 gegründet und früh erkannt, was sich aus Renault-Großserientechnik machen ließ, wenn Gewicht und Schwerpunkt niedrig genug waren. Unter ihrer Kunststoffkarosserie steckte ein Zentralrohrrahmen, im Heck arbeiteten Vierzylinder aus dem Renault-Regal. Dank der Zusammenarbeit konnte man auf eine umfangreiche Auswahl an Motoren zurückgreifen und die Alpine unentwegt weiterentwickeln. Die A110 wurde immer stärker. Aus zunächst bescheidenen Hubräumen entstanden schließlich 1,6-Liter-Versionen mit weit über 100 PS. Heute ist es gar nicht einfach, sich im Dschungel von A110-Varianten zurecht zu finden.
Die Alpine A110 war klein, leicht und sah neben vielen ihrer Gegner beinahe zierlich aus. Im Rallyesport erwies sich genau das als Vorteil. Während andere immer mehr Leistung brauchten, kam die Französin mit erstaunlich wenig Auto aus. Bei kaum mehr als 700 Kilogramm brauchte es nicht Leistung im Überfluss. Vor allem aber war die Alpine wendig, kompakt und auf kurvigen Wertungsprüfungen verdammt schnell. Ihr Heckmotor sorgte für reichlich Traktion – und dafür, dass Könner sie in spektakulären Driftwinkeln bewegen konnten.
Bis Ende der 1960er bügelte die Werks-Alpine die Konkurrenz in der nationalen Meisterschaft glatt, dann holte man aus und schickte in der Rallye-Europa- und Weltmeisterschaft die A110 1800 im Gruppe-4-Trimm ins Rennen. Schon die erste Weltmeisterschaft 1973 ging überlegen an die Franzosen. Besonders die Rallye Monte Carlo wurde zur großen Bühne der A110. 1971 gewann Ove Andersson, 1973 besetzten Jean-Claude Andruet, Ove Andersson und Jean-Pierre Nicolas gleich die ersten drei Plätze.
Danach kamen stärkere, modernere Gegner, insbesondere der Stratos von Lancia. Die A110 musste anderen den Platz am Siegertreppchen überlassen. Ihr Rezept aber blieb bestechend einfach: wenig Gewicht, genügend Leistung und möglichst wenig Straße zwischen zwei Kurven.
Diese Alpine A110, eine zivile 1300 VC, holte ihr aktueller Besitzer kurz vor der Jahrtausendwende nach Oberösterreich. Als passionierter Rallyepilot hatte er mit ihr genau eins im Sinn: So schnell wie möglich auf Sonderprüfungen von A nach B zu kommen. Dazu wurde die Alpine nach allen Regeln der Kunst präpariert.
Obwohl bereits zum Rallye-Auto umgebaut, wurde sie Ende 2000 noch historisch einzelgenehmigt. Davor schon war sie vom OSK abgenommen worden und bestritt bei der Rallye Phyrn-Eisenwurzen ihren ersten Einsatz. In den folgenden Jahren war die Renault Alpine Stammgast im Starterfeld der österreichischen Rallye-Meisterschaft. Zuletzt war es ruhiger um die Alpine und ihren Piloten geworden. Was nicht heißen soll, dass sie kein ernsthaftes Sportgerät mehr wäre. Nachdem ihr Motor vor einigen Jahren überholt worden war, wurde sie nicht mehr im Rennbetrieb eingesetzt. Diese Alpine repräsentiert genau das, wofür sie einst gebaut worden war: schneller zu sein als andere.
Chassis: 14605
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: Österreichische Einzelgenehmigung (historisch) OSK Wagenpass (abgelaufen)
Schätzwert / Estimate: € 40.000 – 60.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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