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Maserati Oldtimer kaufen

Maserati Oldtimer verbinden den Dreizack aus Modena mit schnellen Gran Turismos, markanten V8 und eigenstaendigen Limousinen. Finden Sie den passenden Klassiker fuer Schweizer Pässe, Sonntagsfahrten und lange Reisen auf Classic Trader.

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Auktion beginnt in1 Tag, 04:50:27
Bild 1/86 von Maserati 420 S (1986)
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Classic Auktion

1986 | Maserati 420 S

Maserati Biturbo 420 S von 1986, umfassend restauriert mit neu aufgebautem Motor und dokumentierten Arbeiten

€ 16'000 - € 18'000

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Bild 1/26 von Maserati Quattroporte 4.2 (2004)
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2004 | Maserati Quattroporte 4.2

*Perfekter Zustand*25.000km*Komplette Historie *

CHF 27'816
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Bild 1/31 von Maserati 3500 GT Spyder Vignale (1962)
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1962 | Maserati 3500 GT Spyder Vignale

*Frame Off*Historie*All Matching*

CHF 547'048
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Bild 1/50 von Maserati Quattroporte 4.2 (2007)
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2007 | Maserati Quattroporte 4.2

Maserati Quattroporte ZF Automatic - Only 114.968 KM

CHF 21'094
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Bild 1/29 von Maserati Merak SS (1976)
1 / 29
CHF 76'958
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Bild 1/10 von Maserati 6CM (1938)
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Umbau

1938 | Maserati 6CM

limitierte Serie n.6/27

Preis auf Anfrage
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Bild 1/61 von Maserati Mistral 4000 (1968)
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1968 | Maserati Mistral 4000

Recent high level restoration, rare color scheme, sold new in Milan, to be certificated soon by Maserati Classiche

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Bild 1/37 von Maserati Biturbo 2.5 (1985)
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CHF 7'696
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Bild 1/35 von Maserati Ghibli (1972)
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1972 | Maserati Ghibli

1972 Maserati Ghibli 4.7 Coupé

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Bild 1/15 von Maserati MC20 (2023)
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2023 | Maserati MC20

MASERATI MC20 – GRIGIO MISTERO – KOHLEFASER – EINWANDFREIER ZUSTAND

CHF 208'620
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Bild 1/38 von Maserati Ghibli SS (1970)
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1970 | Maserati Ghibli SS

Matching numbers | Most sought-after 4.9 version | Superb sound

CHF 166'803
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Bild 1/37 von Maserati GranTurismo S (2010)
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2010 | Maserati GranTurismo S

MC Shift - Ferrari derived 4.7L V8 engine - Finished in Grigio Granito over a stylish Cuoio leather interior - VAT qualifying!

CHF 48'678

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Bild 1/22 von Maserati MC20 (2024)
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2024 | Maserati MC20

*19% Steuer*Deutsch*Unfallfrei*2.Hand*Perfekt Gepflegt*

CHF 176'168

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Bild 1/50 von Maserati Bora 4900 (1976)
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1976 | Maserati Bora 4900

1976 Maserati Bora 4900. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 90.000 € - 120.000 €.

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Bild 1/50 von Maserati 4200 (2003)
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2003 | Maserati 4200

2003 Maserati 4200 Coupé. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 24.000 € - 30.000 €.

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Maserati zwischen Rennplatz und Gran Turismo

Wer einen Maserati Oldtimer kaufen will, kauft keine einheitliche Formel, sondern eine italienische Marke mit erstaunlich vielen Charakteren. Unter dem Dreizack finden sich der elegante Reihensechszylinder der Nachkriegszeit, ein tief liegendes V8-Coupé, ein technisch mutiger Mittelmotorwagen, kompakte Biturbo-Modelle und spätere Vierplätzer mit Ferrari-Nähe. Gerade auf Schweizer Strassen ist diese Breite reizvoll: Ein 3500 GT passt zu einer entspannten Fahrt am Genfersee, ein Mistral wirkt auf der Route über den Jura leichtfüssig, während ein Ghibli oder GranTurismo für lange Autobahnetappen und den Weg in die Alpen gemacht ist.

Die Brüder Alfieri, Ettore und Ernesto Maserati gründeten ihre Werkstatt am 1. Dezember 1914 in Bologna. Ihr Bruder Mario entwarf das Markenzeichen nach dem Neptunbrunnen an der Piazza Maggiore. Bereits 1926 gewann der Tipo 26 mit Alfieri Maserati seine Klasse bei der Targa Florio. Die Rennwagen der dreissiger Jahre begründeten das technische Renommee: Der 8CTF siegte 1939 und 1940 bei den Indianapolis 500, und Juan Manuel Fangio holte 1957 im Maserati 250F seinen fünften Formel-1-Weltmeistertitel. Nach der Übernahme durch die Familie Orsi zog das Unternehmen 1939 nach Modena; das Werk an der Viale Ciro Menotti ist bis heute Teil der Markenerzählung.

Aus dieser Renntradition entstand kein puristisches Serienrennauto, sondern ein besonderer Begriff des schnellen Reisens. Der 3500 GT von 1957 übertrug den aus dem Rennsport abgeleiteten Reihensechszylinder in ein komfortables Coupé. Touring karossierte ihn in Superleggera-Bauweise, später folgten Vignale-Spyder. Mistral, Sebring und Indy verfeinerten das Thema. Mit dem ersten Quattroporte schuf Maserati 1963 zugleich eine neue Gattung: eine schnelle, stilvoll zurückhaltende Limousine mit vier Türen.

1966 präsentierte Maserati den Ghibli. Sein von Giorgetto Giugiaro bei Ghia gezeichnetes Blech, die sehr niedrige Haube und der V8 mit vier Nockenwellen machten ihn zum Gegenpol der weicheren sechziger Jahre. Der Mistral blieb der letzte klassische Maserati mit Reihensechszylinder, der Ghibli definierte den V8-Gran-Turismo. In der Citroën-Ära kamen Bora und Merak hinzu: Mittelmotorwagen mit ungewöhnlicher Hydraulik und viel Ingenieurgeist. Nach der Ölkrise geriet die kleine Marke unter Druck. Alejandro de Tomaso positionierte Maserati ab 1981 mit dem Biturbo neu; dessen V6 mit zwei Ladern brachte Leistung in ein kleineres Format, aber auch deutlich höhere Ansprüche an Wartung und Dokumentation.

Fiat übernahm Maserati 1993, Ferrari ordnete Produktion und Qualitätsprozesse ab 1997 neu. Daraus gingen 3200 GT, Coupé, Spyder, Quattroporte V und GranTurismo hervor. Sie sind heute für viele Käufer die zugänglichere Tür zur Marke. Die Lehre aus allen Epochen bleibt gleich: Der Schriftzug am Heck ersetzt weder die Kontrolle der Karosserie noch eine nachvollziehbare Serviceakte. Ein Maserati ist dann überzeugend, wenn Baureihe, Historie, Zustand und geplanter Einsatz zusammenpassen.

Der besondere Reiz des Dreizacks

Maserati baute traditionell Automobile, die hohe Reisegeschwindigkeit mit Stil verbinden. Beim 3500 GT läuft der doppelte obenliegende Nockenwellen-Reihensechszylinder seidig und kultiviert. Der Mistral auf verkürztem Chassis ist direkter, sein Coupé besitzt zudem eine grosse Heckklappe. Ein Ghibli spricht dagegen mit langer Haube, Trockensumpf-V8 und massivem Drehmoment eine ganz andere Sprache. Das Auto verlangt Raum, belohnt aber mit einer lässigen Souveränität, die nicht erst bei hoher Drehzahl beginnt.

Diese Vielfalt hat technische Gründe. Maserati bezog Komponenten von spezialisierten Lieferanten: ZF-Getriebe, Weber-Vergaser, Girling-Bremsen, Salisbury-Achsen und Marelli-Elektrik stehen neben eigenen Motoren. Das vereinfacht den Bezug einzelner Wartungsteile, bedeutet aber nicht, dass jede Reparatur billig ist. Spezifische Schalter, Instrumente, Leuchten, Zierleisten, Scheiben oder Karosseriebleche sind oft nur über Fachbetriebe, Register und Clubs in Italien, Deutschland, Frankreich oder Grossbritannien aufzutreiben. Bei einem Schweizer Kauf sollte deshalb nicht nur der Fahrzeugpreis in CHF, sondern auch die Versorgungslage des konkreten Modells ins Budget fliessen.

Der Bora steht für die technisch kühnste Seite der Marke. Hinter den Sitzen arbeitet der V8, während Citroën-Hochdruckhydraulik Bremsen, Klappscheinwerfer, Pedalverstellung und Sitzposition unterstützt. Richtig instand gesetzt ist das kein Makel, sondern ein faszinierendes System. Es braucht jedoch eine Werkstatt, die Druckspeicher, Leitungen, Dichtungen und die vorgeschriebene Hydraulikflüssigkeit kennt. Beim Merak ist der kompaktere V6 leichter und drehfreudiger; beim Biturbo entstehen Temperament und Risiko aus Ladedruck, Vergaser- oder Einspritzanlage, Schläuchen und sorgsam einzuhaltenden Zahnriemenintervallen.

Die späteren Maserati bringen andere Argumente. Ein 3200 GT kombiniert seine charakteristischen Bumerang-Rückleuchten mit Biturbo-V8; beim Coupé, Spyder und GranTurismo steht der Saug-V8 im Mittelpunkt. Der GranTurismo ist kein Leichtgewicht, aber ein echter Langstreckenwagen mit vier nutzbaren Plätzen. Für Käufer, die einen Klassiker regelmässig im Alltag oder auf Reisen bewegen wollen, kann er sinnvoller sein als ein seltenes sechziger Jahre Coupé. Entscheidend ist nicht das Alter allein, sondern ob der Wagen zum eigenen Fahrprofil, zur Garage und zur Bereitschaft für fachgerechte Pflege passt.

Technik wichtiger Baureihen im Überblick

Die Daten ordnen repräsentative Maserati ein. Je nach Markt, Baujahr, Vergaser- oder Einspritzversion sowie Messmethode können Details abweichen. Vor dem Kauf zählen immer die Spezifikation und die Nummern des einzelnen Fahrzeugs.

Der 3500 GTI war 1961 eines der frühen italienischen Serienfahrzeuge mit Lucas-Einspritzung. Solche Anlagen sind heute ein Prüfpunkt: Originalität ist wertvoll, doch die Einspritzung muss von einem Kenner sauber eingestellt werden. Beim Mistral sind Lucas-Einspritzung, Kraftstoffversorgung, Kühlsystem und die korrekte Zuordnung von Motor und Chassis wichtig. Ein Umbau auf Weber-Vergaser kann fahrbar und dokumentiert sein, verändert aber die Originalität; mitgelieferte Originalteile sind dann ein Plus.

Der Ghibli-V8 besitzt vier obenliegende Nockenwellen, Trockensumpfschmierung und vier Weber-Doppelvergaser. Seine niedrige Einbauhöhe erklärt die flache Linie, verlangt aber bei Ölversorgung, Kühlsystem und Vergaserabstimmung Genauigkeit. Die hintere Starrachse an Blattfedern ist weniger exotisch, als die Form vermuten lässt. Bei Bora und Merak gehören Getriebesynchronisation, Kupplung, Kühler, Tankbereiche und die Zugänglichkeit des Motors in jede Begutachtung. Bei neueren V8-Maserati sind neben dem Serviceheft Batterie, Klimatisierung, Kühlsystem, Skyhook-Dämpfer, Bremsscheiben und bei MC Shift oder DuoSelect die Kupplungswerte per Diagnose auszulesen.

Marktübersicht und Kauftipps

Der Schweizer Markt ist klein, aber sehr europäisch. Viele Maserati werden aus Italien, Deutschland, Frankreich, Belgien oder Grossbritannien angeboten; für besonders seltene Fahrzeuge kommen die USA hinzu. Das schafft Auswahl, erhöht aber die Bedeutung einer vollständigen Kostenrechnung in CHF. Kaufpreis, Transport, Wechselkurs, Verzollung, allfällige technische Anpassungen, MFK, Versicherung, Erstservice und eine Reserve gehören vor der Unterschrift in dieselbe Rechnung. Ein günstiger Kauf im Ausland bleibt kein Schnäppchen, wenn Dokumente fehlen oder die erste Zustandsaufnahme eine Vollrestaurierung ankündigt.

Die Auktionen von 2024 zeigen, wie stark Karosserieform, Seltenheit und Dokumentation die Werte bestimmen. RM Sotheby’s erzielte in Monterey für einen 1965 Maserati Mistral 3.5 Spyder US$395’500; das Classiche-zertifizierte Auto gehörte zu nur 124 Spydern. Bonhams verkaufte in Scottsdale einen 1970 Ghibli 4.7 Spider für US$596’250 inklusive Aufgeld. RM Sotheby’s erreichte für einen 1971 Ghibli SS 4.9 Spyder US$775’000; dort treffen nur 128 Ghibli-Spyder insgesamt und die besonders seltene SS-Ausführung aufeinander. Als europäischer Gegenpol steht ein Mistral 4.0 Coupé, das Bonhams Paris 2024 für €82’800 verkaufte. Diese Ergebnisse sind keine Preisliste für jedes Modell, sondern Belege dafür, wie weit sich Spitzenautos von fahrbereiten Coupés oder Restaurierungsprojekten entfernen können.

Bei den zugänglicheren Maserati bietet die Spanne ebenfalls Chancen und Risiken. Ein Biturbo oder spätere V6-Variante kann im unteren bis mittleren fünfstelligen CHF-Bereich liegen, aber nur ein nachgewiesener Zahnriemenservice, gute Elektrik und trockene Karosseriesubstanz machen ihn kalkulierbar. Gepflegte 3200 GT, Coupé, Spyder, Quattroporte V oder GranTurismo bewegen sich je nach Laufleistung, Getriebe, Service und Zustand oft im mittleren fünfstelligen CHF-Bereich. Ein sauberer 3500 GT, Mistral, Indy oder Ghibli verlangt üblicherweise deutlich mehr; originale Spyder und erstklassig restaurierte V8 liegen in einer anderen Liga. Angebote sollten deshalb nach Zustand und Akte, nicht nach einem pauschalen Markenpreis verglichen werden.

Karosserie zuerst: Auf der Hebebühne verdienen Schweller, Wagenheberaufnahmen, Bodenbleche, Radläufe, Scheibenrahmen, Batteriefach, Kofferraumboden, Achsaufnahmen und verdeckte Hohlräume Aufmerksamkeit. Dick aufgetragener Unterbodenschutz ohne Fotos einer Restaurierung ist kein Zustandsnachweis. Beim Merak sind die vorderen Fahrwerksaufnahmen im Kofferraumboden und die Bereiche bei den seitlichen Tanks besonders ernst zu nehmen. Prüfen Sie Falze, Spaltmasse, die Unterseite von Türen und Hauben sowie die Gleichmässigkeit der Lackschicht. Eine schöne Aussenansicht kann teure Strukturarbeit verdecken.

Mechanik und Unterlagen: Der Motor muss kalt starten, stabilen Öldruck aufbauen und unter Last nicht überhitzen. Kompression, Rauch, Leckagen und Kühlwasser sagen mehr als ein kurzer Leerlauf. Weber-Vergaser brauchen eine stimmige Bedüsung und Synchronisierung. Beim Biturbo sind Lader, Ladedruck, Schläuche, Zündung und Zahnriemenbelege entscheidend. Bei Bora und Merak sollen alle hydraulischen Funktionen geprüft werden, nicht nur die Bremswirkung. Bei jedem klassischen Maserati sind Fahrgestellnummer, Motornummer, Getriebenummer, Karosserieschild, frühere Zulassungspapiere und Rechnungen abzugleichen. Ein Maserati Classiche-Zertifikat oder ein Registerauszug kann wertvoll sein, ersetzt aber die Prüfung vor Ort nicht.

Für einen Import in die Schweiz gilt: Das Fahrzeug ist bei einer zuständigen Zollstelle anzumelden. Kaufvertrag oder Rechnung, ausländischer Fahrzeugausweis, Identitätsnachweis und die korrekte Zollanmeldung gehören dazu. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit nennt für Personenwagen 4 Prozent Automobilsteuer auf dem Fahrzeugwert sowie 8,1 Prozent Schweizer Mehrwertsteuer; die konkrete Bemessungsgrundlage und ein allfälliger Präferenznachweis sind vor dem Kauf zu klären. Die Zollstelle stellt für die Zulassung das Formular 13.20 A aus. Bei EU-Fahrzeugen kann ein sauberer Ursprungsnachweis relevant sein, bei US-Importen sind Beleuchtung, Instrumentierung, Abgas- und Geräuschthemen häufiger ein Aufwand. Eine im Ausland gezahlte Mehrwertsteuer und die Schweizer Einfuhr sind getrennt zu behandeln; der Verkäufer oder die zuständige Fachstelle muss den Einzelfall bestätigen.

Danach folgt beim kantonalen Strassenverkehrsamt die Zulassung und die MFK. Für alte, umgebaute oder nicht typengeprüfte Fahrzeuge kann eine umfassendere Einzelprüfung nötig sein. Bereiten Sie einen Maserati für die MFK nicht mit kosmetischen Schnelllösungen vor: Bremsleitungen, Reifenalter, Lichtfunktion, Lenkungsspiel, Lager, Ölverlust, Abgasanlage, Fahrgestellnummer und tragende Karosserieteile sollen offen und überzeugend sein. Veteraneneintrag und Prüfintervalle richten sich nach den geltenden kantonalen Voraussetzungen; vor einer Anmeldung ist das zuständige Strassenverkehrsamt die verlässliche Adresse. Eine vorab durch einen Schweizer Spezialisten kontrollierte Abnahme spart eher Geld als ein zu knapp kalkulierter Transport.

Maserati auf Schweizer Strassen erfahren

Ein Maserati belohnt nicht mit der Hektik eines kompromisslosen Sportwagens, sondern mit der Fähigkeit, schnell und gelassen Distanz zu machen. Im 3500 GT sitzt man vergleichsweise aufrecht, hört den feinen Sechszylinder und schaltet bewusst. Auf einer Fahrt von Zürich Richtung Bündnerland wirkt seine Leistung nicht spektakulär im modernen Sinn, aber souverän und angenehm. Das Auto verlangt vorausschauendes Bremsen und eine saubere Linie, schenkt dafür eine besondere Ruhe auf langen Etappen.

Der Mistral ist kompakter und persönlicher. Sein Motor hängt sauber am Gas, die grosse Glasheckpartie des Coupés schafft Licht, und die Lenkung vermittelt die Strasse ohne nervös zu werden. Ein gut abgestimmtes Exemplar passt hervorragend zu einer trockenen Passfahrt, solange man Alter von Reifen, Bremsen und Fahrwerk respektiert. Der Ghibli dagegen inszeniert jede Ausfahrt. Vor dem Fahrer liegt eine enorme Haube; der V8 schiebt schon aus mittleren Drehzahlen mit Nachdruck. Seine Abmessungen und die eingeschränkte Übersicht verlangen im Stadtverkehr und auf engen Alpenkehren Aufmerksamkeit, auf offenen Strassen aber wirkt er erstaunlich entspannt.

Bora und Merak setzen den Fahrer tiefer zwischen Scheibe und Mittelmotor. Sie sind enger, die Sicht nach hinten begrenzt und die Reaktionen konzentrierter. Der Bora liefert grosse V8-Autorität, der Merak fühlt sich leichter an und lebt stärker von Drehzahl sowie der richtigen Gangwahl. Ein Biturbo überrascht mit kompakten Abmessungen und dem Schub seiner Turbolader; hier ist ein technisch gesundes Auto wichtiger als die Wunschvorstellung vom günstigen Einstieg. Der GranTurismo bringt schliesslich Saug-V8-Klang, moderne Breite und echte Reisetauglichkeit zusammen. Für Fahrten durch die Schweiz und darüber hinaus kann genau das die überzeugendste Maserati-Interpretation sein.

Italienische Form und Karosseriekunst

Maserati ist ebenso eine Geschichte der Karossiers wie der Motoren. Touring verlieh dem 3500 GT mit dem Superleggera-Gerippe seine feine, elegante Präsenz. Vignale setzte beim Spyder eigene Akzente. Pietro Frua zeichnete den Mistral, bei dem die klare Dachlinie und die praktische Heckklappe zusammengehen. Diese Autos wirken nicht überzeichnet: Ihr Luxus entsteht aus Proportionen, Glasflächen, Chrom und sorgfältig gewählten Details.

Der Ghibli änderte die Sprache der Marke. Giugiaro schuf bei Ghia eine flache, scharf geschnittene Form mit Klappscheinwerfern und kurzem Heck. Der tief eingebaute Trockensumpf-V8 machte die Haubenlinie überhaupt möglich. Beim Bora führte Giugiaro die Keilform mit der dunklen Edelstahlfläche am Dach fort; Marcello Gandini verschärfte das Thema beim Khamsin mit seiner grossen gläsernen Heckpartie. Der Biturbo war bewusst formeller und kompakter, während Giugiaro den 3200 GT mit bumerangförmigen Heckleuchten prägte. Pininfarinas GranTurismo griff schliesslich wieder die klassische Idee aus langer Haube, fliessendem Dach und 2+2-Proportion auf.

Für Sammler bedeutet Originalität nicht, jeden alten Verschleissteil zu bewahren. Fachgerechte Verbesserungen an Kühlung, Elektrik oder Sicherheit können vernünftig sein, wenn sie nachvollziehbar dokumentiert sind. Originalität bedeutet vor allem, dass Karosserie, Motor, Getriebe, Farbe und wesentliche Ausstattung zur Auslieferung passen oder Abweichungen transparent erklärt werden. Gerade bei einst günstigen Biturbo-Modellen sind spätere Motoren, improvisierte Innenräume und Umbauten anzutreffen. Das kann einen nutzbaren Fahrerwagen ergeben, muss aber im Preis klar sichtbar sein.

Maserati mit Substanz kaufen

Einen Maserati Oldtimer zu kaufen heisst, den passenden Dreizack zu wählen: kultivierter Sechszylinder im 3500 GT oder Mistral, V8-Reiseleistung im Ghibli, Mittelmotor-Technik bei Bora und Merak, Turbo-Charakter im Biturbo oder komfortable Saug-V8-Kraft im GranTurismo. Keine dieser Richtungen ist pauschal besser. Der richtige Wagen ist jener, dessen Technik, Historie und Nutzung zu Ihnen passen.

Setzen Sie Ihre Prioritäten auf eine trockene, tragfähige Karosserie, passende Nummern, vollständige Papiere und eine glaubhafte Betreuung durch Spezialisten. Rechnen Sie bei einem Auslandskauf den CHF-Gesamtaufwand inklusive Schweizer Einfuhr, MFK und erster Wartungsreserve vor dem Kauf durch. Eine unabhängige Prüfung auf der Hebebühne ist bei Maserati wertvoller als frischer Lack oder ein niedriger Einstiegspreis. Finden Sie passende Maserati Angebote auf Classic Trader und entscheiden Sie sich fuer Substanz, die auch auf der nächsten Passfahrt überzeugt.

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