Bugatti Typ 101 Oldtimer kaufen
Der Bugatti Typ 101, gebaut zwischen 1951 und 1952 sowie ein Einzelstück 1965, markiert den ambitionierten Versuch, nach dem Zweiten Weltkrieg mit modernisiertem Antrieb und handverlesener Karosseriekunst an glanzvolle Vorkriegszeiten anzuknüpfen. Die Verbindung aus technisch basierter Weiterentwicklung des Typ 57 und exklusiven Aufbauten durch vier renommierte Karossiers macht den Typ 101 zu einem automobilhistorisch bedeutenden Fahrzeug, das Kenner fasziniert.
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Fahrzeug inserierenBugatti Typ 101 Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Bugatti Typ 101
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Bugatti gezwungen, sich neu zu orientieren. Der Typ 101 entstand in den Jahren 1951 und 1952 als direkter Nachfolger des berühmten Typ 57. Die Produktion war extrem exklusiv: Nur sieben Chassis wurden gefertigt, die von vier führenden Karosseriebauern individualisiert wurden – Gangloff, Guilloré, Antem und Ghia. Letztere setzte 1965 ein letztes Modell nach einem Entwurf von Virgil Exner um. Bugatti wollte mit dem Typ 101 die Marke wieder aufleben lassen, aber wirtschaftliche Hindernisse begrenzten das Projekt von Anfang an stark. Damit verkörpert der Typ 101 das letzte große Aufbäumen der klassischen Ära von Bugatti.
Modellgeschichte
Der Typ 101 baut technisch klar auf dem Typ 57 auf: Das Chassis und der Motor wurden übernommen und modifiziert. Zunächst entstanden sechs Fahrzeuge auf Typ 57-Chassis, später wurden zwei ältere Typ 57 gemäß den 101-Spezifikationen umgebaut. Das finale Exemplar von 1965 nutzte das letzte verbliebene Chassis, war jedoch um 46 cm verkürzt. Nachfolger im eigentlichen Sinne gab es nicht – der Typ 101 blieb Bugattis letzter Versuch der Vorkriegsära-Bauweise.
Besonderheiten des Bugatti Typ 101
Sieben originale Chassis, gefertigt nach dem Krieg, sowie die exklusive Verteilung auf nur vier Karosseriebauer verleihen dem Typ 101 eine hohe Einzigartigkeit. Der letzte 101 entstand 1965 mit maßgeblicher Beteiligung von Virgil Exner – dieses Fahrzeug unterscheidet sich durch ein gekürztes Chassis gravierend von den anderen. Die leistungsstarke Kombination aus traditionellem 3,3-Liter-Reihen-8-Zylinder und handwerklicher Individualisierung sorgt für eine außergewöhnliche Wertschätzung in der Szene.
Technische Daten
Sondermodelle und Sammlerstücke
Die 1965 von Ghia auf Wunsch von Virgil Exner gebaute Einzelversion mit verkürztem Fahrgestell hebt sich in Konzept und Ausführung deutlich vom Rest der Serie ab. Weiterhin zählen alle Typ 101 mit Sonderkarosserien von Antem, Gangloff und Guilloré aufgrund der geringen Stückzahl und einzigartigen Gestaltung faktisch als Einzelstücke.
Schwachstellen und typische Probleme
Durch die minimalen Stückzahlen und handgefertigten Baugruppen sind Ersatzteile für den Bugatti Typ 101 praktisch ausschließlich über spezialisierte Anbieter und Netzwerke erhältlich. Die aufwendige Technik vom Typ 57 erfordert tiefgehendes Fachwissen und ist sehr wartungsintensiv. Zu den möglichen Schwachstellen zählen Wartungsaufwand am Reihenachtzylinder, die Ersatzteillage für Fahrwerks- und Vergaserelemente sowie Besonderheiten der Einzelkarosserien, die individuellen Pflegebedarf und sachkunden Umgang verlangen.
Motor, Fahrverhalten und Technik
Mit 135 bis 190 PS aus dem klassischen Reihenachtzylinder bietet der Typ 101 für seine Zeit eine beeindruckende Leistungsentfaltung. Die Kombination aus langem Radstand (außer beim 1965er Exner-Modell) und tiefem Schwerpunkt liefert für ein Fahrzeug aus der frühen Nachkriegszeit ein hohes Maß an Fahrstabilität. Die aufwendige Fahrwerksauslegung vom Typ 57 bleibt erhalten und sorgt für ein Fahrgefühl, das klar den Grand-Tourer-Charakter betont. Hervorzuheben ist insbesondere das 1965er Einzelstück von Ghia/Exner wegen des verkürzten Chassis, das ein markant anderes Fahrverhalten als die übrigen, auf langen Chassis basierenden Typen bietet.
Interieur, Komfort und Exterieur-Design
Jedes Exemplar des Typ 101 ist ein Unikat: Die Karosserien – maßgeschneidert von Antem, Gangloff, Guilloré oder Ghia – spiegeln das höchste Niveau traditioneller Handwerkskunst wider. Auffällig sind fließende, stromlinienförmige Linienführungen und häufig elegante Details wie Chromleisten und individuelles Interieur. Exklusive Materialien bei Holz, Leder und Zierteilen gehörten ebenso zum Serienstandard wie personalisierte Farbkonzepte, abhängig vom jeweiligen Karossier und Kundenauftrag. Besonders erwähnenswert: Das Ghia-Modell von 1965 mit seinem unverkennbaren amerikanisch inspirierten Design von Virgil Exner.
Weitere Besonderheiten
Die geringe Stückzahl und die Individualität jedes Typ 101 führen dazu, dass jedes Fahrzeug ein einzigartiges Sammlerstück mit dokumentierter Geschichte darstellt. Historische Auftritte, etwa auf dem Concours d'Elegance oder dem Turiner Autosalon, unterstreichen die Bedeutung dieser nachkriegszeitlichen Bugatti-Baureihe. Der Technologietransfer aus der Vorkriegsära sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Designern wie Exner machen den Typ 101 zum Forschungsobjekt und Gesprächsthema unter Kennern.
Zusammenfassung
Der Bugatti Typ 101 verkörpert das letzte große Werk der klassischen Bugatti-Schmiede nach dem Zweiten Weltkrieg – technisch vom Typ 57 abgeleitet, stilistisch und konzeptionell einzigartig dank individueller Karosserien. Die seltenen Exemplare verbinden aufwändige Technik mit kunstvollem Karosseriebau und sind heute vor allem in Museen oder privaten Sammlungen zu finden.