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Peripoli Giulietta kaufen

Die Peripoli Giulietta war in den 1960er Jahren das meistimportierte italienische Kleinkraftrad Frankreichs – gebaut von einem Vicentiner Familienbetrieb, der es bis auf Platz sieben der größten Motorradhersteller Italiens schaffte. Wer heute eine Giulietta sucht, findet ein robustes Zweitakt-Kultgerät mit großem Schrauber-Charme.

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Bild 1/11 von Peripoli Giulietta Super Sport (1969)
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"Peripoli Giulietta" Inserats-Referenzen von Classic Trader

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Bild 1/29 von Peripoli Giulietta Sport 50 (1961)

1961 | Peripoli Giulietta Sport 50

Peripoli Giulietta Sport 50, Mokick in Original Zustand

2.222 €vor 2 Jahren
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Bild 1/25 von Peripoli Giulietta Super Sport (1969)

1969 | Peripoli Giulietta Super Sport

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3.300 €vor 5 Jahren
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Bild 1/14 von Peripoli Giulietta Super Sport (1971)

1971 | Peripoli Giulietta Super Sport

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3.800 €vor 6 Jahren
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Bild 1/19 von Peripoli Giulietta Sport 50 (1962)

1962 | Peripoli Giulietta Sport 50

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3.700 €vor 6 Jahren
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Bild 1/14 von Peripoli Giulietta Super Sport (1964)

1964 | Peripoli Giulietta Super Sport

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3.700 €vor 6 Jahren
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Guiletta Supersport

1959 | Peripoli Giulietta Sport 50

Typ SS Superpsort

2.200 €vor 9 Jahren
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Geschichte & Marke

Die Geschichte der Peripoli Giulietta beginnt 1957 in Montecchio Maggiore, einer Kleinstadt in der Provinz Vicenza im Veneto. Die Brüder Peripoli – Fratelli Peripoli – gründeten dort die Officine Meccaniche F.lli Peripoli und begannen zunächst mit der Fertigung kleiner Motorräder, die mit Motoren von DEMM bestückt wurden. Schon bald erkannten sie das Potential des aufkeimenden Kleinkraftrad-Markts und verlagerten ab 1960 ihren Fokus konsequent auf 50-ccm-Fahrzeuge.

Den Markennamen Giulietta wählten die Brüder bewusst: Alfa Romeo hatte kurz zuvor mit der Giulietta Berlina und dem Giulietta Spider einen Verkaufsschlager in den Markt gebracht, und der Name stand für Modernität, Italianità und jugendliches Flair – genau das richtige Image für das neue Kleinkraftrad. Das Modellprogramm wuchs schnell auf eine breite Palette: GSS, GS, SGS, GTD, Nevada, Competizione, Cross, America, Scrambler, Monster, Oxford, Trasporto und schließlich die Day-Serie der späten 1980er Jahre.

Innerhalb weniger Jahre avancierte Peripoli zum bedeutendsten Kleinkraftrad-Exporteur Italiens in Richtung Nordeuropa. In den Niederlanden vertrieb zunächst die Firma Knibbe aus Amersfoort die Fahrzeuge unter dem Namen Typhoon, ab 1968 übernahm CS Olthof aus Geleen den Import. In den USA brachte die Berliner Corporation die Modelle als J-Be auf den Markt. In Großbritannien erschienen spätere Modelle unter dem Label AJW – einer traditionsreichen Marke, die seit 1926 existierte und bei der Luigi Peripoli persönlich als Direktor tätig war.

Besonders groß war der Erfolg in Frankreich. Nachdem Italien 1959 eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 km/h für Kleinkrafträder eingeführt hatte und Frankreich 1962 mit einem Limit von 50 km/h nachzog, entdeckten junge Fahrer schnell, dass sich die Giulietta mit einfachen Mitteln deutlich über diese Grenzen tunen ließ. Der Ruf als leicht modifizierbares Sportgerät machte die Giulietta zum meistimportierten italienischen Kleinkraftrad Frankreichs jener Zeit.

1967 war Peripoli bereits der siebtgrößte Motorradhersteller Italiens – noch vor traditionsreichen Namen wie Bianchi und Gilera. Die Fertigung lief bis ins Jahr 2000, als die Produktion endgültig eingestellt wurde. Über vier Jahrzehnte Firmengeschichte, in denen Dutzende verschiedener Modelle die Werkshallen in Montecchio Maggiore verließen.

Modelle & Highlights

Das Giulietta-Programm war zu keiner Zeit auf ein einziges Modell reduziert. Die Brüder Peripoli verstanden es, mit überschaubaren Mitteln eine breite Modellpalette zu präsentieren, die unterschiedlichste Käufergruppen ansprach.

Giulietta GSS / Super Sport (ab 1959): Das bekannteste Modell der Marke. Der Super Sport verfügte über einen Rohrrahmen, der sportlichere Fahreigenschaften bot als die Blechrahmenvarianten. Der GSS TS-50 war das erste Modell mit Rohrrahmen, später folgten GSS3 und GSS4. Letzterer wurde Ende 1963 als Velomoteur vorgestellt: keine Pedale mehr, vier Gänge per Fußschalter, ein markantes 180°-Vorderschutzblech und eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h. Das war für ein 50-ccm-Fahrzeug jener Zeit bemerkenswert – und brachte Peripoli ins Visier der Gesetzgeber.

Giulietta SGS / GS: Die günstigeren Alternativen mit Blechrahmen. Optisch ähnlich wie die GSS, fahrwerkstechnisch etwas kompromisshafter, aber im Alltag kaum unterlegen und heute für Einsteiger oft leichter zu restaurieren.

Giulietta Nevada & Oxford: Die Nevada zählte zu den frühen Alltagsmodellen, der Oxford wurde in den 1970er Jahren zu einem der begehrtesten „Tuboni" – jenem kultig-nackten Kleinkraftrad-Typ mit freiliegendem Rohrrahmen, bei dem Franco-Morini-Motor und nüchterne Technik im Vordergrund standen. Unter Oxford-Fans gilt er noch heute als einer der fahrdynamisch befriedigendsten 50er der Ära.

Giulietta Monster (ab ca. 1972/1974): Ein Trail-Kleinkraftrad mit angehobenem Auspuff, weichen Kotflügeln und Knobby-Reifen. Mit bis zu sechs Gängen und 47 ccm Franco-Morini-Motor war der Monster ein echter Allrounder.

Giulietta America & Scrambler: Exotische Nischenmodelle. Der Scrambler – entstanden in Anlehnung an den Ducati Scrambler – wurde nur in wenigen Einheiten produziert und gilt heute als einer der rarsten Peripoli überhaupt. Wer einen findet, hält ein außerordentlich seltenes Sammlerstück in Händen.

Day LX / Day SX (ab 1988): Die letzten neuen Modelle der Marke. Mit Minarelli-Motor, Automatikgetriebe und einem auf den damaligen Geschmack zugeschnittenen Design waren sie deutlich moderner als die Klassiker der 1960er, aber im Sammlermarkt weniger gesucht.

Technische Daten

Hinweis: Peripoli verwendete je nach Modelljahr und Exportmarkt unterschiedliche Motoren – neben Franco Morini auch Minarelli, JLO und Zündapp. Detailangaben bei konkreten Inseraten immer prüfen.

Marktübersicht und Kauftipps

Preislage und Marktlage

Der Peripoli-Giulietta-Markt ist schmal, aber konstant. Auf Classic Trader sowie auf europäischen Plattformen wie lesanciennes.com, catawiki und bei Auktionshäusern wie H&H oder Iconic Motorbike Auctions tauchen regelmäßig Exemplare auf. Die Preisspanne ist breit:

  • Projekte / unrestauriert: €600–€1.500 (abhängig von Vollständigkeit)
  • Originalzustand, fahrbereit: €1.500–€2.500
  • Gepflegt restauriert (GSS, Super Sport): €2.500–€3.800
  • Vollrestauriert Super Sport, Auktionsergebnis 2024: $2.249 (ca. €2.100) bei Iconic Motorbike Auctions (August 2024)
  • Restaurierter Super Sport 1959 (Concours-Zustand, Elkhart Collection): bis $8.000 (Kraft Auctions, Frühjahr 2025)
  • Super Sport 1969 restauriert: €3.300 bei Classic Trader (Händler, Italien)

Die am häufigsten gehandelten Modelle sind der Super Sport (GSS) sowie der Oxford. Der Monster ist seltener und erzielt in gutem Zustand vergleichbare oder höhere Preise. Der Scrambler ist der mit Abstand seltenste Peripoli – auf lesanciennes.com wird aktuell ein restauriertes Exemplar von 1969 für €5.900 angeboten.

Preislich liegt die Giulietta typischerweise unter vergleichbaren Erzrivalen wie Garelli oder Ducati Piuma, was sie für Einsteiger attraktiv macht.

Käuferprofile

Sammler suchen vorwiegend den Super Sport (GSS/GSS4) in dokumentiertem Originalzustand, idealerweise mit originalen Papieren (libretto). Schrauber und Restauratoren greifen oft zu günstigen Projekten, da Motoren (Franco Morini, Minarelli) und Grundkomponenten wie Trommelbremsen, Federbeine oder Vergaser verbreitet sind. Ausstellungsfahrzeuge zeigen sich besonders in der Wettbewerbsklasse „ciclomotori d'epoca" bei FMI-Veranstaltungen und auf Vintage-Messen in Norditalien.

Kaufinspektion: Worauf achten?

Rahmen und Blechteile: Rost ist das Hauptproblem – besonders unter dem Tank, an den Lenkerhalterungen, am Ständeraufnahme-Rohr und an verdeckten Schweißnähten. Blechrahmenvarianten (SGS) neigen stärker zu Durchrostung als Rohrrahmenmodelle (GSS). Schwer verzogene Rahmen nach altem Sturz sind nicht immer optisch erkennbar – Spurweite und Nachlauf prüfen.

Motor: Franco-Morini-Motoren gelten als robust und gut verfügbar in Teilen. Typische Probleme nach langer Standzeit: festgegangene Kolbenringe (Korrosion in der Laufbuchse), Freigang im unteren Pleuellager, verharzter Vergaser. Ein leichter Seitenanschlag an der Kurbelwelle ist bei alten Exemplaren normal – solange er im Toleranzbereich liegt. Minarelli-Motoren (spätere Modelle) sind technisch ähnlich unkompliziert.

Elektrik: Die frühen Modelle verwenden ein 6V-Schwungmagnetsystem. Häufiger Problemherd: die Ducati-Dreileiter-Zündung (Volant-Magnetzündung), deren Spulen nach Jahrzehnten zuverlässig trocken und gerissen sind. Ersatzspulen sind im Spezialhandel (z. B. Motoclub Tingavert, Scooter d'Epoca-Händler) erhältlich, aber selten günstig.

Kabelbaum und Hebel: Nach langer Standzeit sind nahezu alle Seilzüge (Gas, Bremse, Kupplung), die Schalthebel-Mechanik sowie die Trommelbremsen festgefressen. Dies ist kein Ausschlusskriterium, aber kalkulieren Sie für eine vollständige Instandsetzung 4–8 Arbeitsstunden ein.

Vergaser: Dell'Orto SHA 14/12 ist ein in der Kleinkraftrad-Szene allgegenwärtiger Vergaser – Ersatzteile sind vorhanden. Auf verharzte Düsen und rissige Membrandeckel achten.

Dokumente: Originalitalienische Kleinkrafträder der 1960er kommen häufig ohne Papiere oder mit inkompletter Dokumentation auf den Markt, da ciclomotori damals keine kfz-rechtliche Zulassung wie normale Motorräder benötigten. In Deutschland ist die Zulassung als Oldtimer (H-Kennzeichen) über ein Oldtimergutachten (TÜV/DEKRA) realisierbar, wenn das Fahrzeug nachweislich älter als 30 Jahre ist.

Originalität: Bei Sammelexemplaren ist die Übereinstimmung von Rahmen- und Motornummer entscheidend. Peripoli verwendete für viele Modelle ähnliche Siglierungen – FP + Nummer am Rahmen – und stempelte Motor-Nummern separat. Auf fremde Motoren (Romeo/Motron-Verwechslung ist dokumentiert) achten: die Firma Fratelli Po führte ebenfalls das Kürzel „FP" und baute ähnliche Kleinkrafträder unter dem Markenamen Romeo.

Ersatzteile und Restoration

Franco-Morini-Teile sind über Spezialisten in Italien (z. B. motori-morini.it), über eBay.it und über Messen wie die Verona Moto d'Epoca erhältlich. Zylinder, Kolben, Dichtsätze für 47-ccm-Motoren sind verfügbar. Karosserie-Originals (Tank, Kotflügel, Seitenverkleidungen) sind deutlich schwieriger zu finden – oft hilft nur die Restauration des Originals oder die Anfertigung von Fiberglas-Reproductions. Peripoli selbst besteht heute als Fahrradhersteller fort; der ehemalige Stammwerk in Montecchio Maggiore hat keine Ersatzteilversorgung für Mopeds mehr.

Fahrverhalten

Wer eine Peripoli Giulietta das erste Mal startet – Kickstarter links, Zweitaktmischung im Tank – den empfängt der charakteristische, leicht heisere Klang eines Franco-Morini-Einzylinders. Es ist kein lautes Knattern, eher ein trockenes, klares Tuckern, das bei warmer Maschine in ein kontinuierliches Heulen übergeht, sobald man Gas gibt.

Der Super Sport GSS mit Rohrrahmen reagiert unmittelbar auf Lenkbefehle. Bei 65–70 kg Leergewicht und 2,2 bis fast 4 PS ist das Beschleunigungsempfinden relativ zu seiner Klasse durchaus lebendig. Die Teleskopgabel arbeitet sauber über Unebenheiten, das hintere Federbein gibt bei aggressiverer Kurvenfahrt früh seine Grenzen zu erkennen. Das spielt bei einem Kleinkraftrad keine dramatische Rolle – aber wer den GSS4 mit seinen 85-km/h-Topspeed-Ambitionen bewegt, merkt schnell, dass die Trommelbremsen bereits an ihrer Grenze arbeiten.

Der Oxford fühlt sich anders an: nackter, direkter, weniger verspielt. Der freiliegende Rohrrahmen mit dem 2,5-Liter-Tank als integriertem Bauteil gibt dem Fahrer das Gefühl, direkt mit dem Fahrzeug verbunden zu sein. Die Lenkergeometrie ist aufrecht, die Sitzposition entspannt. Für Stadtfahrten und kurze Landstrecken ist der Oxford das unkomplizierteste Modell der Giulietta-Familie.

Der Monster mit Knobby-Reifen und angehobenem Auspuff gibt sich abenteuerlustiger – ein 50er Trail, der auf unbefestigten Wegen tatsächlich Spaß macht. Die weichen, abgekoppelten Kotflügel, die sich bei schneller Fahrt leicht im Wind bewegen, sind kein Konstruktionsfehler, sondern ein bewusstes Stilmittel dieser Ära.

Gemeinsam ist allen Giulietta-Modellen das Zweitakt-Gemischbetrieb-Erlebnis: kein Leerlauf im modernen Sinne, kein Getriebeöl, das zu wechseln wäre – stattdessen die ursprünglichste Form des Motorradfahrens, die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts in einer kleinen, handlichen Maschine destilliert.

Design & Stil

Die frühen Giulietta-Modelle der späten 1950er und frühen 1960er Jahre tragen deutlich die Handschrift ihrer Entstehungszeit: geschwungene Blechformen, Chromakzente am Lenker und an den Radnaben, Zweifarbenlackierungen in Blau-Gold, Rot-Weiß oder Grün-Creme. Der Super Sport von 1959 trägt sogar ein Detail, das dem amerikanischen Automobildesign der Ära entnommen ist: ein angedeutetes Heckflossendetail an der Seitenverkleidung, das den Rücklicht-Einbau in leicht angewinkelter Position notwendig machte – ein skurriles Designmerkmal, das Sammler heute lieben.

Der Rohrrahmen der GSS-Modelle ist bewusst sichtbar gelassen – er bildet den strukturellen wie optischen Kern des Fahrzeugs. Die Blechrahmen-Variante SGS wählt einen anderen Weg: verkleidet und optisch geschlossener, eher bürgernah.

In den 1970er Jahren wandelte sich das Design. Der Monster setzte auf mutige Farbgebungen (Orange, Grün) und ein Trail-Erscheinungsbild, das den Zeitgeist des Outdoor-Lebens aufgriff. Der Oxford hingegen verwarf jegliche Verspieltheit: blank, sachlich, mit nüchternem Rohrrahmen und funktionaler Sitzbank – ein Werkzeug, das seinen Zweck kannte.

Peripoli richtete sich mit seinen Modellen ausdrücklich an junge Käufer. Die America- und Junior America-Varianten mit ihren kleinen Rädern, Cow-Horn-Lenkern und Fransenverkleidungen waren klar auf den US-Exportmarkt gemünzt und verkörperten den Traum vom amerikanischen Chopper im 50-ccm-Format.

Fazit

Die Peripoli Giulietta ist kein Fahrzeug für den Massenmarkt des Oldtimerkaufs – sie ist ein Insider-Tipp mit echtem historischen Hintergrund. Als einstmals siebtgrößter Motorradhersteller Italiens hat Peripoli Fahrzeuge gebaut, die eine ganze Generation junger Europäer in Bewegung setzten: in Frankreich als meistimportiertes italienisches Kleinkraftrad, in den Niederlanden als Typhoon, in Großbritannien als AJW, in den USA als J-Be.

Wer heute eine Giulietta kauft, erwirbt ein Stück gelebte Mobilitätsgeschichte der Nachkriegszeit. Der Super Sport GSS/GSS4 ist das attraktivste Sammelmodell mit dem stärksten Wertzuwachspotenzial – gut restaurierte Exemplare erzielen €2.500 bis €3.800, Ausnahmestücke in Concours-Zustand gehen darüber hinaus. Der Oxford ist der funktionale Alltagsklassiker, der Monster die seltene Trail-Variante, der Scrambler die absolute Rarität.

Für die Restaurierung gilt: Franco-Morini-Motoren sind verfügbar und handhabbar. Karosserieteile erfordern mehr Aufwand. Und wer ein Exemplar mit Originalersatzteilbestand kauft – unverbrauchte Lagerwaren der Entstehungszeit, wie in einzelnen Angeboten auf lesanciennes.com gesehen – hält ein buchstäblich zeitgekapseltes Stück Kleinkraftrad-Geschichte in Händen.

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