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Maico Motorrad kaufen
Seit 1926 prägen Motorräder aus dem schwäbischen Pfäffingen die Offroad-Szene – jede Maschine trägt den Geist einer Marke, die für brachiale Zweitaktkraft und bekannte Fahrwerkspräzision steht. Der 490 Mega 2 gilt bis heute als einer der besten Motocrosser aller Zeiten.
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1955 | Maico Blizzard
Maico M250-S1 uit 1955– Volledig gereviseerd

1976 | Maico MC 250
Maico 250 MC

1954 | Maico M 200 S
Maico M250S in legeruitvoering
"Maico" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Maico" machen.
1955 | Maico Maicomobil MB 200
Stilprägendes Mobil der Wirtschaftswunderzeit
1953 | Maico M 200 S
-
1983 | Maico MD 250
VENDUTO ALL'ASTA SANT'AGOSTINO DURANTE GLI OPEN DAYS
1969 | Maico MC 250
-
1982 | Maico 490 Mega 2
c.1982 Maico 490 Mega 2 490cc
1983 | Maico MD 250
MAICO 250 Cross
1981 | Maico GS 490
-
1977 | Maico MD 250
Sportlicher Zweitakter der Siebzigerjahre
1960 | Maico M 250/B
Maico M 250
1981 | Maico MC 250
-
1977 | Maico GS 400
-
Geschichte & Erbe: Mehr als ein halbes Jahrhundert Innovation
Die Geschichte von Maico beginnt 1926 in Pfäffingen bei Tübingen, als Ulrich Maisch die Maicowerk A.G. gründete. Anfangs wurden 98- und 123-cm³-Ilo-Zweitaktmotoren montiert, doch der Durchbruch kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg. 1948 begann die Serienproduktion der M 125, eines 123-cm³-Zweitakt-Einzylinders mit Dreiganggetriebe. Ein Jahr später folgte die M 150 mit mehr Leistung. Beide Modelle erhielten 1951 eine neue Hinterradschwinge und wurden zur M 126 und M 151 weiterentwickelt.
Die 1950er Jahre waren geprägt von Experimentierfreude: 1951 debütierte der Maicomobil MB 200, ein futuristischer Roller mit 197-cm³-Motor und Dreiganggetriebe, der bis 1956 gebaut wurde. Parallel entstanden leichte Straßenmotorräder und der Maico 500, ein Kleinstwagen, der jedoch nie die Serienreife erreichte.
Der Wendepunkt kam 1968 mit der Vorstellung der MC 360 – dem ersten ernstzunehmenden Motocrosser aus Pfäffingen. Dieses Modell etablierte den Ruf von Maico als Hersteller von Motorrädern mit außergewöhnlicher Handling-Präzision. Die goldenen Jahre begannen in den frühen 1970ern, als die Brüder Otto und Wilhelm Maisch das Unternehmen übernahmen.
Die bekanntesten Modelle der 1970er:
- MC 250 (1969-1979): Das Einsteigermodell, das den Grundstein für Maicos Ruf legte
- MC 400 (1972-1976): Eine Dekade lang der Maßstab in der Open Class
- MC 440 (1973-1976): Die erste wirklich dominante Open-Class-Maschine
- MC 450 (1977-1980): Die „Kraftwerk-Powerhouse" mit noch mehr Durchzug
- MC 501 (1971-1976): Der „Five-Oh-One" – das größte Einzylinder-Zweitakt-Motorrad aller Zeiten
1971 entstand die MC 501 auf Initiative des amerikanischen Importeurs Frank Cooper und des Tuners C.H. Wheat. Mit 501 cm³ Hubraum war dies die größte Einzylinder-Zweitakt-Maschine ihrer Zeit und produzierte satte 37 PS. Die Produktion blieb jedoch auf wenige hundert Stück limitiert, was sie heute zu einem der begehrtesten Sammlerstücke macht.
Der Zenit wurde 1981 mit dem 490 Mega 2 erreicht. Motocross Action Magazine rief ihn zur „größten je gebauten Maschine" aus. Mit 53 PS bei nur 107 Kilogramm Trockengewicht, perfektem Handling und einer Powerband, die von Fahrern als „unerreicht" beschrieben wurde, verkaufte Maico mehr 490er als Honda in der gesamten MX-Palette. Testfahrer Jody Weisel bezeichnete den Mega 2 als das Motorrad mit dem besten Handling und der besten Leistungsabgabe in der Geschichte des Motocross.
Doch das Schicksal wendete sich dramatisch. Ein interner Familienstreit zwischen Otto und Wilhelm Maisch eskalierte 1982. In einem Akt der Selbstzerstörung wurde der Nachfolger des Mega 2 absichtlich als „Todesfalle" konstruiert – mit brechenden Stoßdämpferbefestigungen, explodierenden Hinterradnaben und defekten Getrieben. Dieser Sabotageakt sollte die Insolvenz herbeiführen. 1983 war Maico bankrott.
Die Wiedergeburt: 1986 gründeten Peter und Hans Maisch, die Söhne Wilhelms, Gebrüder Maisch (GM) und bauten unter dem Label GM Maico weiter. Seit den 2000er Jahren existiert mit Maico Bikeworld in Leverkusen eine Neuausgabe der Marke, die modern interpretierte Zweitakter bis 685 cm³ fertigt und alte Maico-Teile versorgt.
Die bekanntesten Modelle: Meilensteine der Marke
Maico hat in seiner Geschichte eine Reihe von Motorrädern geschaffen, die bis heute den Sammlermarkt prägen. Diese fünf Modelle definieren das Erbe der Marke:
Maicomobil MB 200 (1951-1956) Der futuristische Roller mit 197-cm³-Zweitaktmotor und 11 PS war weit seiner Zeit voraus. Heute sind gut erhaltene Exemplare bei Sammlern gefragt und erreichen bei Auktionen Preise zwischen €3.000 und €5.000.
MC 250 (1969-1979) Das Einsteigermodell in Maicos Motocross-Palette. Mit luftgekühltem 250-cm³-Zweitakt-Einzylinder und fünf Gängen legte es den Grundstein für den Handling-Ruf der Marke. Die frühen „Square Barrel"-Modelle (1968-1971) mit ihren charakteristischen eckigen Zylindern sind besonders gesucht.
MC 400/440/450 (1972-1980) Über eine Dekade dominierte Maico die Open Class. Der MC 400 (1972-1976) etablierte die Marke als Referenz für 400-cm³-Maschinen. Der MC 440 (1973-1976) brachte noch mehr Power, während der MC 450 (1977-1980) als „Powerhouse" gefürchtet war. Diese Modelle sind bis heute bei Vintage-Motocross-Rennen äußerst kompetitiv.
MC 501 (1971-1976) Der „Five-Oh-One" war das größte Einzylinder-Zweitakt-Motorrad seiner Zeit. Die limitierte Produktion (nur wenige hundert Stück), der massive 501-cm³-Motor mit ca. 37 PS und die Tatsache, dass er maßgeblich von amerikanischen Importeuren initiiert wurde, machen ihn zum heiligen Gral der Maico-Sammler. Erhaltene Originale sind extrem selten.
490 Mega 2 (1981) Der Höhepunkt der Maico-Geschichte. Rick Sieman, langjähriger Chefredakteur von Dirt Bike Magazine, beschrieb ihn so: „Es hat die Subtilität eines Tresors, der auf einen Cricket fällt. All die Finesse einer Kanone, die in einer Handballhalle abgefeuert wird." Mit 53 PS bei 107 kg, perfektem Handling und einer Leistungsabgabe, die von Experten als „unerreicht" gilt, ist der Mega 2 das begehrteste Maico-Modell. 2024 erzielte ein Exemplar bei Bring a Trailer $19.000 (ca. €17.500), während 2025 ein weiterer für $9.700 (ca. €8.900) verkauft wurde.
Highlights und Features: Was Maico einzigartig macht
Maico-Motorräder zeichneten sich durch eine Kombination aus Merkmalen aus, die sie von der Konkurrenz abhob:
Revolutionäres Handling Keine andere Marke der 1970er konnte mit Maicos Fahrwerkspräzision mithalten. Die Kombination aus geschweißtem Doppelschleifenrahmen, optimaler Gewichtsverteilung und hochwertigen Telegabeln ermöglichte es Fahrern, Kurven mit einer Geschwindigkeit zu nehmen, die japanische Konkurrenz nur staunend zur Seite fahren ließ. Selbst Testfahrer, die alles gefahren hatten, bezeichneten das Handling als „andersartig gut".
Brutale Zweitaktkraft Maico setzte konsequent auf Einzylinder-Zweitaktmotoren mit beeindruckendem Hubraum. Während die Konkurrenz bei 250-400 cm³ blieb, drängte Maico auf 440, 450, 490 und schließlich 501 cm³. Diese Motoren lieferten Drehmoment und Leistung, die das Fahrerlebnis prägten – und die Fahrer herausforderten.
Deutsche Ingenieurskunst Jedes Maico wurde im schwäbischen Pfäffingen gefertigt. Die Familie Maisch persönlich überwachte Entwicklung und Produktion. Das Werk besaß keine eigene Motocross-Strecke – Tests fanden auf örtlichen Bauernhöfen statt, wenn keine Anpflanzungen standen. Diese bodenständige Herangehensweise führte zu Motorrädern, die auf dem Rennstrecken erprobt waren.
Echte Rennmaschinen für Jedermann Anders als japanische Großserienhersteller baute Maico praktisch handgefertigte Spezialmaschinen. Die Ähnlichkeit zwischen Werksrennmaschinen und Serienmodellen war frappierend. Käufer eines Maico 490 Mega 2 erhielten praktisch eine Rennmaschine mit Straßenzulassung.
Vibration als Charakteristikum Maico-Motoren waren bekannt für ihre markante Vibration im unteren Drehzahlbereich – der „Maico-Shake". Dies war kein Mangel, sondern Charakter: ein Hinweis auf die brachiale Kraft, die im Motor schlummerte.
Technische Daten im Überblick
Technische Besonderheiten:
- Motoren: Alle klassischen Maico-Modelle nutzen Zweitakt-Einzylinder mit Kickstarter
- Rahmen: Geschweißter Stahl-Doppelschleifenrahmen mit optimaler Torsionssteifigkeit
- Federung: Telegabel vorne, Zentralfederbein hinten (ab späten 1960ern)
- Bremsen: Trommelbremsen (1970er), später Einscheiben-Verbundbremsen
- Zündung: Batteriezündung (frühe Modelle), später Kontaktzündung und CDI
- Vergaser: Bing- oder Mikuni-Vergaser je nach Modelljahr und Markt
Marktübersicht und Kauftipps
Der Markt für klassische Maico-Motorräder ist spezialisiert, aber aktiv. Hier finden Sie strategische Anleitungen für den Kauf:
Preisspannen nach Modell (Stand 2024-2025):
Was Sie beim Kauf beachten sollten:
Rahmen und Schwinge: Alle Maico-Modelle haben Stahlrahmen, die an den Schweißnähten und den Motorhalterungen zur Korrosion neigen. Prüfen Sie speziell die Hinterradschwingenlager und die unteren Motorhalterungen – hier setzt typischerweise Rost an. Ein verzogener Rahmen ist bei Enduros nach hartem Geländeeinsatz keine Seltenheit.
Motor und Getriebe: Die „Square Barrel"-Motoren (1968-1971) mit ihren eckigen Zylindern sind robust, aber Ersatzteile schwierig. Die „Radial Head"-Motoren (1972+) sind besser zu versorgen. Achten Sie auf kompressionsfeste Motoren – ein typisches Problem ist der Verschleiß der Kurbelwellenlager. Getriebeprobleme bei späten 1982er-Modellen (die „Todesfallen") sollten Sie durch Vorab-Recherche identifizieren.
Federung und Bremsen: Die Telegabeln müssen dicht sein und gleichmäßig federn. Eine Nachrüstung mit modernen Simmerringsätzen ist oft notwendig. Hintere Stoßdämpfer sind bei den 1981-1982er-Modellen problematisch – prüfen Sie, ob sie original oder ersetzt sind. Trommelbremsen sollten eine gleichmäßige Bremswirkung zeigen ohne zu quietschen.
Ersatzteilsituation: Dank Maico Bikeworld in Leverkusen und verschiedener Spezialisten in den USA und UK sind die meisten Verschleißteile verfügbar. Kritisch werden Originalvergaser, spezifische Zylinder und originale Plastikteile. Ein vollständiges Motorrad mit allen Originalteilen ist wertvoller als ein „Zusammenbau".
Für wen welches Modell?
- Einsteiger: MC 250 (1975-1979) – handlich, gut zu fahren, erschwinglich
- Vintage-Racer: MC 400 oder 440 – noch kompetitiv bei Twin-Shock-Rennen
- Sammler: MC 501 oder 490 Mega 2 – Wertsteigerungspotenzial, historische Bedeutung
- Enthusiasten: Frühe „Square Barrel"-Modelle – Charakter und Fahrspaß pur
Fahrgefühl und Performance: Die Seele eines Maico
Das Fahren eines Maico ist ein Erlebnis, das sich von modernen Motorrädern fundamental unterscheidet. Es ist roh, direkt und intensiv.
Der typische Maico-Einstieg: Sie setzen sich auf die schmale Sitzbank, drücken den Kickstarter – der Motor erwacht mit einem charakteristischen „Ploink-Ploink"-Klang der Membranzündung. Im Leerlauf vibriert die Maschine spürbar, der „Maico-Shake" macht sich bemerkbar. Noch bevor Sie den ersten Gang einlegen, wissen Sie: Dies ist kein spießiges Fortbewegungsmittel, sondern ein Werkzeug für Enthusiasten.
Die Powerband: Maico-Motoren haben eine ausgeprägte Powerband. Unterhalb von 4.000 U/min wirkt der Motor fast zahm – er zittert und wartet. Dann, innerhalb eines Drehzahlbandes von nur 500 U/min, explodiert die Leistung. Der 490 Mega 2 beschleunigt dabei so brachial, dass erfahrene Testfahrer von „Atemlosigkeit" und „Benommenheit" berichteten. Rick Sieman schrieb: „Das Motorrad lässt Sie versteinert, geschüttelt, mit großen Augen und schwachen Knien zurück. Mit anderen Worten: Es tut, was alle anderen Maschinen versprochen, aber nie geliefert haben."
Das Handling: Hier glänzen Maico-Motorräder am hellsten. Der schmale Rahmen, die zentrale Massenverteilung und die präzise Telegabel ermöglichen Kurvengeschwindigkeiten, die japanische Konkurrenz alt aussehen lassen. In engen Waldpassagen oder auf fließenden Motocross-Strecken fühlen sich Maicos wie verlängerte Gliedmaßen an. Sie neigen, sie drosseln, sie beschleunigen – alles mit einer Telepathie zwischen Maschine und Fahrer, die selbst moderne Motorräder selten erreichen.
Der Unterschied zwischen den Modellen:
- Die 250er: Agil, drehfreudig, versöhnlich – ideal für Einsteiger und technisches Gelände
- Die 400er/440er: Der Sweet Spot – genug Power für Adrenalin, aber noch beherrschbar
- Der 501er: Roh, brutal, körperlich fordernd – ein Motorrad, das den Fahrer testet
- Der 490 Mega 2: Perfektion – die ideale Kombination aus nützbarer Power und kontrollierbarer Aggressivität
Die Grenzen: Maico-Motorräder sind keine Langstrecken-Cruiser. Die harten Sitzbänken, die Vibrationen und das Fehlen von Reisekomfort machen sie zu reinen Spielgeräten. Sie wollen hart gefahren werden, wollen Schmutz, wollen springen. Auf Asphalt fühlen sie sich fremd an – im Gelände sind sie zu Hause.
Design und Ästhetik: Cubismus auf zwei Rädern
Maico-Motorräder der 1970er und frühen 1980er Jahre haben eine unverwechselbare Ästhetik, die den „schwäbischen Cubismus" verkörpert.
Die Farben: Das klassische Maico-Rot, kombiniert mit gelben und weißen Dekors, ist unverwechselbar. Die Tankaufkleber mit dem „MAICO"-Schriftzug in Blockbuchstaben und die charakteristischen Seitenteile prägen das Erscheinungsbild. Besonders die Modelle von 1978-1981 mit ihren scharf konturierten Kunststoffteilen wirken wie skulpturale Objekte.
Die Linienführung: Die Motorräder wirken kompakt und muskulös. Der schmale Tank, die kurze Sitzbank, das hochgezogene Heck – alles dient der Funktion, ergibt aber auch eine ästhetische Einheit. Der frei liegende Motor mit seinen charakteristischen Kühlrippen ist das optische Zentrum, um den sich alles gruppiert.
Die Details: Originale Maico-Teile zeugen von deutscher Gründlichkeit. Die Gussstücke sind sauber verarbeitet, die Schweißnähte ordentlich, die Verkabelung übersichtlich. Selbst nach Jahrzehnten wirken gut erhaltene Maicos wie Ingenieursobjekte, nicht wie vergessene Relikte.
Der Kontrast: Während japanische Motorräder der gleichen Ära oft überladen und mit Chrom verziert waren, reduzierten die Maisch-Brüder auf das Wesentliche. Kein unnötiger Schnickschnack, keine Zierleisten – nur Motor, Rahmen, Federung. Diese Puritanismus wirkt heute moderner als viele Zeitgenossen.
In der Popkultur: Maico-Motorräder erscheinen regelmäßig in Vintage-Motocross-Fotografien, in Sammlerkatalogen und auf T-Shirts. Der 490 Mega 2 gilt als „Kultbike" par excellence und ist ein begehrtes Objekt für Motorrad-Illustratoren und -Designer.
Besonderheiten und Kuriositäten
Die tragische Geschichte von 1982: Die späten 1981- und die 1982-Modelle haben einen dunklen Schatten auf die Marke geworfen. Als sich der Familienstreit zwischen Otto und Wilhelm Maisch zuspitzte, wurden die Motorräder absichtlich schlecht konstruiert. Stoßdämpferbefestigungen brachen, Hinterradnaben explodierten, Getriebe versagten – alles mit dem Ziel, die Marke zu zerstören und die Insolvenz herbeizuführen. Diese Modelle sollten gemieden werden, es sei denn, sie wurden komplett restauriert.
Die amerikanische Connection: Maico war in den USA äußerst populär – so populär, dass über 50% der Starterfelder in der Expert Class der 1970er Jahre aus Maico bestanden. Der Importeur Frank Cooper und Tuner C.H. Wheat prägten die Entwicklung entscheidend mit – ohne sie gäbe es den MC 501 nicht.
Maico heute: Unter Maico Bikeworld in Leverkusen werden neue Maico-Motorräder gebaut – moderne Interpretationen der klassischen Zweitakter mit Hubräumen bis 685 cm³. Diese Maschinen sind handgefertigt, limitiert und teuer, aber sie tragen das Erbe der Marke fort.
Das Teileproblem: Während Verschleißteile gut verfügbar sind, werden Originalteile wie Tank, Sitzbank, Seitenteile und Vergaser immer rarer. Ein vollständig originaler Maico 490 Mega 2 kann doppelt so viel wert sein wie einer mit Nachbauteilen.
Der Sammlerwert: Maico-Motorräder haben sich in den letzten Jahren stark im Wert gesteigert. Der 490 Mega 2 kostete vor zehn Jahren €3.000-5.000, heute sind €15.000-20.000 für gute Exemplare keine Seltenheit. Der MC 501 ist praktisch unbezahlbar geworden – wenn überhaupt angeboten.
Zusammenfassung: Warum Maico?
Maico ist mehr als eine Motorradmarke – es ist ein Stück deutscher Motorradgeschichte, geprägt von familiärem Streit, Ingenieurskunst und Leidenschaft.
Das Wichtigste in Kürze:
- Gründung: 1926 von Ulrich Maisch in Pfäffingen
- Höhepunkt: 1970er bis 1981 – Dominanz im Motocross durch brachiale Zweitakter
- Das bekannteste Modell: 490 Mega 2 (1981) – von Experten als beste Motocross-Maschine aller Zeiten bezeichnet
- Der Untergang: 1983 nach familiärer Selbstzerstörung durch die Brüder Otto und Wilhelm Maisch
- Die Wiedergeburt: GM Maico (1986) und heute Maico Bikeworld
Für wen lohnt sich ein Maico?
- Für Sammler, die Wertsteigerung und historische Bedeutung suchen
- Für Vintage-Racer, die bei Twin-Shock-Rennen konkurrenzfähig sein wollen
- Für Enthusiasten, die rohen, unverfälschten Fahrspaß suchen
- Für Mechaniker, die an einfach konstruierten, reparierbaren Maschinen Freude haben
Die wichtigsten Modelle für den Einstieg:
- MC 250 (1975-1979) – erschwinglich, fahrbar, charaktervoll
- MC 400/440 – der Sweet Spot aus Leistung und Beherrschbarkeit
- 490 Mega 2 – das ultimative Maico-Erlebnis, wenn das Budget es erlaubt
Maico-Motorräder sind keine rationalen Käufe. Sie sind emotional, fordernd und belohnend. Wer einmal den charakteristischen Zweitaktklang eines 490er durch den Wald hallen hörte, der versteht, warum diese Motorräder bis heute eine treue Fangemeinde haben.


