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Indian Motorrad kaufen
Seit 1901 baute Indian Motorräder, die Amerikas Straßen prägten – vom Scout bis zum Chief. Heute zählen Vorkriegsmodelle zu den wertvollsten Zweirädern der Welt.
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Fahrzeug inserieren"Indian" Inserats-Referenzen von Classic Trader
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1951 | Indian Chief Blackhawk
– 1951 Indian Chief 1350cc– Museum-Grade, Matching Numbers
1947 | Indian Chief 74
Indian Chief
1940 | Indian Four II
Top Liebhaber Modell für Sammler und Historiker
1915 | Indian V-Twin
1915 Indian Model G 'Little Twin' Combination 684cc
1945 | Indian Chief III
1945 Indian Chief 340 1,200cc
1948 | Indian Chief 74
INDIAN Chief Classic TARGA ORO ASI
1948 | Indian Chief 74
INDIAN Chief Classic TARGA ORO ASI
1948 | Indian Chief III
INDIAN Chief Classic TARGA ORO ASI
1950 | Indian Chief Roadmaster
-
1941 | Indian Junior Scout
1941 Indian Junior Scout
1950 | Indian Chief Roadmaster
-
1950 | Indian Chief III
-
1915 | Indian 7 HP
1915 Indian 7hp Big Twin 996cc
1945 | Indian Chief 74
1945 Indian Chief
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Fahrzeug inserierenGeschichte & Entwicklung
Die Indian Motocycle Company (die firmeneigene Schreibweise ohne "r") gehört zu den Pionieren des amerikanischen Motorradbaus. Gegründet 1901 von George Mallory Hendee (zuvor Fahrradfabrikant) und Oscar Hedstrom (Konstrukteur von Motor-Tandems), baute das Unternehmen in Springfield, Massachusetts, noch im Gründungsjahr drei Prototypen. 1902 verließen bereits 143 Motorräder das Werk, 1906 waren es 3.948 Einheiten.
Die frühen Modelle trugen Einzylinder-Motoren und führten innovative Lösungen ein: den Gasdrehgriff (1904) und die Pendelgabel (1905). Bis 1908 hießen die Modelle intern auch "Kamelrücken", da der zusätzliche Tank auf dem hinteren Schutzblech an einen Kamelbuckel erinnerte.
Ab 1907 erschienen die ersten V-Twin-Motoren mit 5 bis 7 PS und IoE-Ventilsteuerung (Inlet over Exhaust). 1910 führte Indian die charakteristische Blattfedergabel am Vorderrad ein, die bis 1946 Markenzeichen blieb. 1914 folgten elektrischer Anlasser und elektrisches Licht, 1915 ein Dreiganggetriebe, das Indian bis 1953 beibehielt.
Bis 1923 hatte Indian 250.000 Motorräder produziert – ein Meilenstein. In den 1920er und 1930er Jahren prägten zwei Modelle das Unternehmen und die amerikanische Motorradkultur: Der Scout (ab 1920) mit 600 cm³ und der größere Chief (ab 1923) mit bis zu 1.200 cm³. Dank Trockensumpfschmierung erreichte Indian Jahre vor Harley-Davidson echte Langstreckentauglichkeit. In dieser Ära nutzten 70 Prozent aller US-Motorradpolizisten eine Indian.
1927 kaufte Indian die Firma Henderson/Ace und begann den Bau von Vierzylinder-Motorrädern, der Indian Four, die bis 1942 gefertigt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs lieferte Indian über 38.800 Militärmodelle wie die 641 (500 cm³) und 741 (750 cm³, auf Basis des Scout) an die US-Streitkräfte und Alliierte. Indian erhielt dreimal den Army-Navy "E" Award für Kriegsproduktion.
Nach 1945 übernahm eine Investmentgruppe die angeschlagene Firma. Der Versuch, mit leichten, modernen Modellen neue Käufer zu gewinnen, scheiterte an Managementfehlern und konstruktiven Mängeln. 1953 ging Indian in Konkurs. Die Originalproduktion endete damit – spätere Versuche, die Marke wiederzubeleben, blieben Episode, bis Polaris 2011 die Namensrechte erwarb und Indian als moderne Marke neu auflegte.
Highlights & Besonderheiten
Indian Scout (1920–1949)
Der Scout war Indians Sportmodell – leichter, wendiger und schneller beschleunigend als der Chief. Die erste Generation hatte 600 cm³ (37 ci), spätere Versionen 750 cm³. Das berühmteste Modell ist der 101 Scout (1928–1931), der als bestes Motorrad gilt, das Indian je baute. Die kompakte Bauweise, niedrige Sitzhöhe und agile Handlingeigenschaften machten den Scout zum Erfolg – auch im Rennsport.
Die Sport Scout (ab 1934) war eine verschärfte Variante für sportliche Fahrer. Militärversionen (741 Scout, 750 cm³) dienten im Zweiten Weltkrieg als Kuriermotorräder der US-Armee und Alliierter.
Indian Chief (1923–1953)
Der Chief war Indians Flaggschiff für Langstrecken und Tourer. Mit Hubräumen von 1.000 cm³ (61 ci) bis 1.200 cm³ (74 ci) bot er gutmütiges Drehmoment und Laufruhe. Die charakteristischen Schutzbleche mit Valance (umschließende Blechkanten), der massige V-Twin und die Blattfedergabel definierten den Look.
Der Chief wurde bis zum Firmenende 1953 produziert – 30 Jahre durchgehend. Späte Modelle (1946–1953) mit girder-fork (Blattfedergabel) oder Teleskopgabel und lackierten Farbschemen sind heute hochbegehrt. Restaurierte 1946er–1953er Chiefs in Concours-Zustand erzielen bei Auktionen $40.000–$80.000 (ca. €37.000–€74.000).
Indian Four (1927–1942)
Die Indian Four war eine exotische Konstruktion mit Vierzylinder-Reihenmotor und bis 1.265 cm³ Hubraum. Ursprünglich von Ace entwickelt, wurde sie nach der Übernahme 1927 von Indian weitergebaut. Die Four war luxuriös, sanft laufend und teuer – ein Nischenprodukt für betuchte Käufer. Heute gehören Indian Fours zu den seltensten und teuersten Sammlerstücken. Komplette, restaurierte Exemplare wechseln bei Auktionen für $50.000–$100.000+.
Military-Modelle (WWII)
Die Indian 741 Scout (750 cm³, Flathead V-Twin) und die Indian 641 (500 cm³, Einzylinder) waren die Hauptmodelle für den Militäreinsatz. Sie waren robust, wartungsfreundlich und für verschiedenste Einsatzbedingungen konzipiert. Military-Indians in originalem oder restauriertem Zustand sind bei Militaria-Sammlern begehrt, Preise liegen bei €15.000–€30.000 je nach Zustand und Authentizität.
Technische Daten
Indian Scout 101 (1928–1931)
Indian Chief (1947)
Marktübersicht und Kauftipps
Preisstruktur nach Modell und Zustand
Vorkriegsmodelle (1901–1941): Early Indians – insbesondere aus der Einzylinder-Ära (1901–1906) – sind extrem selten. Komplette, restaurierte Exemplare können bei internationalen Auktionen $100.000+ erreichen. Der Scout 101 (1928–1931) gilt als "heiliger Gral": Restaurierte Exemplare starten bei €40.000, Concours-Zustand erreicht €60.000–€80.000+.
Nachkriegs-Chief (1946–1953): Diese Modelle sind am ehesten am Markt zu finden. Ein fahrbereiter, unrestaurierter 1947er Chief mit Patina kostet €20.000–€30.000. Professionell restaurierte Exemplare in #1-Zustand (Concours) liegen bei €40.000–€70.000. Bei Hagerty liegt der #3-Wert (Good) für einen 1947 Chief bei rund €35.000, #1 (Concours) deutlich darüber.
Indian Four (1927–1942): Aufgrund der Seltenheit und Exklusivität bewegen sich Preise für restaurierte Exemplare ab €50.000 aufwärts. Top-Concours-Exemplare haben die €100.000-Marke überschritten.
Military-Modelle (741, 641): Ein originaler, unrestaurierter Indian 741 in fahrfähigem Zustand kostet €12.000–€18.000. Restaurierte, authentische Military-Indians mit korrekter Lackierung und Ausrüstung erreichen €20.000–€30.000.
"Barn-Find"-Premium: Unrestaurierte, originale Indians mit durchgehender Geschichte – sogenannte "survivor bikes" – erzielen bei Sammlern Premiums. Ein schmutzig erhaltener, aber originaler 1941 Indian Chief mit Patina wurde 2020 bei Auktion trotz äußerem Zustand zu Concours-Preisen gehandelt, weil jedes Teil authentisch war.
Schwachstellen und Prüfpunkte
Rahmen und Fahrwerk: Indians Starrahmen (bis 1940) sind robust, aber Risse an Schweißnähten kommen vor, besonders bei Polizei- und Military-Modellen mit harter Nutzungsgeschichte. Federgabeln neigen zu Verschleiß der Blattfedern und der Drehpunktlager – Spiel prüfen. Nachkriegsmodelle mit Teleskopgabel: Dichtungen oft porös.
Motor: Die Flathead-V-Twins sind robust, aber anfällig für Ölundichtigkeiten an Zylinderfußdichtungen und Getriebedeckeln. Ventilsitze verschleißen bei bleifrei betriebenen Motoren schneller – beim Kauf auf Kompression achten. Trockensumpfschmierung: Ölpumpe und Leitungen müssen dicht sein, sonst Motorschaden.
Getriebe: Das Dreiganggetriebe ist langlebig, aber Schaltgabeln und Schaltklauen nutzen ab. Schwergängiges Schalten und Herausspringen aus Gängen sind Warnzeichen.
Zündung: Magnetzündungen sind zuverlässig, aber anfällig für Feuchtigkeitskorrosion. Spulenwicklungen können durchbrennen – Ersatz teuer und oft Maßanfertigung.
Elektrik: Frühmodelle haben 6-Volt-Systeme – anfällig für Spannungsabfall und schwache Beleuchtung. Kabelisolierungen aus Stoff (cloth-wrapped) werden brüchig und sind Brandgefahr.
Originalität: Bei Sammlerstücken ist Matching Numbers (Motor- und Rahmennummer übereinstimmend) entscheidend. Falsche Teile (z. B. Harley-Teile bei Nachkriegsrestauration) senken den Wert drastisch. Originallackierung und Chromteile sind Premium-Faktoren.
Teileversorgung
Indian-Ersatzteile sind über spezialisierte Händler wie Starklite Cycle (USA), Indian Motocycle Museum (USA) oder europäische Händler erhältlich. Motor- und Getriebeteile sind oft verfügbar, jedoch teuer. Spezifische Blechteile (Tanks, Schutzbleche mit Valance-Kanten) werden teils nachgefertigt, kosten aber €1.000–€3.000 pro Teil. Reifengrößen sind nicht standardmäßig – häufig Sonderanfertigungen nötig.
Käuferprofile
Hardcore-Sammler: Suchen Vorkriegs-Scouts und Chiefs mit dokumentierter Geschichte. Bereit, €50.000+ für Concours-Exemplare zu zahlen.
Militaria-Enthusiasten: Fokus auf WWII-Modelle (741, 641) mit originaler Army-Lackierung und Ausrüstung.
Fahrer-Sammler: Suchen fahrfertige Nachkriegs-Chiefs (1946–1953) zum Fahren und Ausstellen. Budget €20.000–€40.000.
Fahrverhalten & Charakter
Einen Indian Chief zu starten, ist ein Ritual: Kickstarter ausklappen, Zündung auf Frühzündung drehen, sanften Druck aufbauen, dann energischer Tritt. Der V-Twin wacht mit tiefem, sonorem Blubbern auf – langsamer und würdevoller als moderne Motoren.
Die Gasannahme ist behäbig und gutmütig. Flathead-V-Twins entwickeln ihr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich – der Chief zieht ab Standgas willig an, aber ohne hektische Beschleunigung. Höchstgeschwindigkeiten um 130 km/h reichen aus, um Landstraßen zu genießen – schneller zu fahren widerspricht dem Charakter.
Das Handling ist geprägt von langem Radstand, hohem Gewicht (260 kg) und der Blattfedergabel. Geradeauslauf ist majestätisch stabil, Kurvenfahrten erfordern Kraft und Planung. Der Chief ist kein Kurvenkünstler, sondern ein Langstreckenkreuzer für weite, gerade Straßen – perfekt für die amerikanischen Highways, für die er gebaut wurde.
Die Trommelbremsen wirken moderat – Vorausschau ist Pflicht. Die Fußschaltung mit Handkupplung am Tank (Nachkriegsmodelle) oder Fußkupplung (Vorkrieg) erfordert Umgewöhnung für moderne Fahrer. Schaltvorgänge sind bewusst und verlangen Gefühl.
Ein Scout dagegen ist agiler und sportlicher. Die niedrigere Sitzhöhe, kürzerer Radstand und geringeres Gewicht (ca. 180 kg) machen ihn wendiger. Die Beschleunigung ist lebhafter, das Handling direkter – der Scout ist ein Fahrerwerkzeug, der Chief ein fahrendes Denkmal.
Design & Charakteristik
Indians Design-Philosophie war amerikanischer Pragmatismus mit visueller Wucht. Der Chief verkörpert das: massige Schutzbleche mit Valance-Kanten (umschließende Blechränder), die bei Regen Fahrer und Motor schützen, sind zugleich skulptural. Der große, tropfenförmige Tank mit Indian-Kopflogo und zweifarbigen Lackierungen (typisch: Rot/Creme, Schwarz/Rot) definierte den Look.
Die Blattfedergabel mit ihren parallel verlaufenden, verchromten Federblättern und Spreizstangen war bis 1949 das Markenzeichen – technisch veraltet, aber ikonisch. Ab 1950 führte Indian Teleskopgabeln ein, was das Erscheinungsbild modernisierte, aber Puristen bedauern.
Der Scout war schlanker und sportlicher gestaltet: kleinere Schutzbleche, schmalere Linien, weniger Chrom. Die kompakte Bauweise und tiefe Sitzposition wirkten aggressiver als der majestätische Chief.
Die Indian Four war dagegen ein Art-Deco-Kunstwerk: der lange, verchromte Vierzylinder-Motor, freistehend sichtbar, mit vier Auspuffrohren, die zu einem oder zwei Schalldämpfern führten. Das Design war Luxus und Technik-Zurschaustellung.
Farbschemen: Frühe Indians (1920er/30er) trutzten mit kräftigen Rot-, Blau- und Cremetönen. Nachkriegs-Chiefs kombinierten oft zwei Farben mit handgemalten Pinstriping-Linien. Military-Modelle kamen in mattem Olive Drab (Army Green).
Sonstiges
Indian im Rennsport
Indian dominierte frühe Motorradrennen. 1911 erreichte Indian einen historischen Dreifacherfolg bei der Isle of Man TT – ein Meilenstein, der die Marke international bekannt machte. Oscar Hedstrom selbst stellte 1903 einen Geschwindigkeitsrekord mit 56 mph auf.
In den 1920er/30er Jahren waren Scout-Rennmaschinen erfolgreich auf US-Dirt Tracks und Board Tracks. Die robusten Flatheads boten zwar nicht die Spitzenleistung europäischer OHV-Maschinen, aber Zuverlässigkeit und Durchzugskraft.
Pop-Kultur und Legendenstatus
Indians – besonders der Chief – wurden zum Symbol amerikanischer Freiheit. Filme wie "The World's Fastest Indian" (2005, über Burt Munros rekordverdächtigen Scout-Umbau) zementieren den Mythos. Vintage-Indians erscheinen regelmäßig in Auktionshäusern als Highlightobjekte.
Export und internationale Verbreitung
In den 1920er/30er Jahren exportierte Indian nach Europa, Australien und Südamerika. In Europa waren Indians seltener als Harley-Davidsons, was heute die Verfügbarkeit auf dem europäischen Markt begrenzt. Die meisten erhaltenen Exemplare befinden sich in US-Sammlungen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Military-Indians nach Europa und blieben dort – heute eine gute Quelle für Käufer auf dem Kontinent.
Fazit
Indian-Motorräder sind mehr als Sammlerstücke – sie sind rollende Dokumente amerikanischer Industriegeschichte. Der Scout definierte das Sportbike der 1920er, der Chief den amerikanischen Touring-Cruiser, die Four den Luxus-Tourer.
Käufer müssen sich auf hohe Investitionen einstellen: Vorkriegsmodelle kosten €40.000–€100.000+, selbst Nachkriegs-Chiefs starten bei €20.000. Die Restaurierung erfordert Spezialisten und ist teuer (€15.000–€50.000+ je nach Ausgangszustand).
Teileversorgung ist möglich, aber kostspielig. Originalität und dokumentierte Historie sind wertbestimmend – unrestaurierte "Survivor Bikes" erzielen teils höhere Preise als Neurestaurierungen.
Für Sammler mit Budget und Passion bieten Indians unvergleichliche Authentizität: das Gefühl, ein Motorrad zu fahren, das 70 Prozent der US-Polizisten in den 1930er Jahren nutzten, das im Zweiten Weltkrieg diente und das die goldene Ära des amerikanischen Motorrads verkörpert.
Angebote auf Classic Trader sollten schnell geprüft werden – Indians sind selten, und ernsthafte Sammler weltweit konkurrieren um erhaltene Exemplare.