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Moto Guzzi Ercole Oldtimer kaufen
Der Moto Guzzi Ercole ist das wohl bekannteste Dreirad-Nutzfahrzeug aus Italien und besticht durch einzigartige Technikdetails wie Trockensumpfschmierung, fünf Gänge samt Kriechgang und hydraulische Kippfunktion. Wer ein kompaktes, wendiges und robustes Transportmotorrad sucht, entdeckt im Ercole ein Arbeitsgerät mit unverwechselbarem Charakter und hoher Praktikabilität.
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Fahrzeug inserieren"Moto Guzzi Ercole" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Moto Guzzi Ercole" machen.
1973 | Moto Guzzi Ercole
-
1951 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI Ercole Motocarro 3 ruote con cassone in legno
1951 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI Ercole Motocarro 3 ruote con cassone in legno
1970 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI Falcone 500 / Borse laterali / Targa RM
1969 | Moto Guzzi Ercole
Ercole 500
1974 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI Falcone 500
1953 | Moto Guzzi Ercole
Moto Guzzi 500 ERCOLE
1956 | Moto Guzzi Ercole
-
1961 | Moto Guzzi Ercole
-
1964 | Moto Guzzi Ercole
Dreirad mit Kabine und Pritsche
1936 | Moto Guzzi Ercole
-
1961 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI FALCONE 500 SPORT 1961 - ISCRITTA ASI
1961 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI FALCONE 500 SPORT 1961 - ISCRITTA ASI
1961 | Moto Guzzi Ercole
MOTO GUZZI FALCONE 500 SPORT 1961 - ISCRITTA ASI
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Fahrzeug inserierenMoto Guzzi Ercole Klassische Motorräder: Preise & Marktwerte
Der Marktwert von Moto Guzzi Ercole Motorrädern wird vor allem durch den technischen Zustand, die Originalität und die Laufleistung sowie durch Seltenheit, Historie und Dokumentation bestimmt. Ein gut gepflegtes, weitgehend originales Fahrzeug mit niedriger, nachweisbarer Laufleistung und vollständiger Historie inklusive Gutachten und Dokumentation erzielt in der Regel deutlich höhere Preise als ein vergleichbares Fahrzeug mit aufgeschobener Wartung, vielen Modifikationen oder unklarer Herkunft.
Moto Guzzi Ercole: Marktpreise & Wertentwicklung
Auf dem Classic Trader Marktplatz zeigt sich für die Moto Guzzi Ercole im Zeitraum 2021 bis 2025 ein insgesamt stabiles bis leicht anziehendes Preisbild, allerdings bei überschaubarer Datenbasis. Die meisten erfassten Inserate und Ergebnisse bewegen sich realistisch in einer Marktspanne von etwa 9.000 € bis 16.000 €, wobei mehrere Angebote für späte Baujahre wie 1973 (23 PS) wiederholt bei rund 16.000 € liegen. Einzelwerte wie 3.800 € (1970) oder 22.000 € (1956) sind als Ausreißer zu werten und sollten nicht als alleiniger Maßstab dienen. Auffällig ist zudem, dass ein großer Teil der beobachteten Fahrzeuge aus Italien stammt, was für dieses Nutzfahrzeug-Modell typisch ist und die Preisfindung in Europa mitprägt. Für Käufer bedeutet das: Gute, vollständige Ercole-Exemplare der 1950er bis 1970er Jahre werden zunehmend konsistent bewertet; Sammler- und Nutzwert, Seltenheit sowie Zustand und Dokumentation stützen das Preisniveau.
Geschichte des Moto Guzzi Ercole
Der Moto Guzzi Ercole – benannt nach dem griechischen Kraftprotz Herkules – wurde ab 1946 entwickelt, um nach dem Krieg den praktischen Transportbedarf in Italien und vielen Mittelmeerländern zu decken. Als klassischer Dreirad-"Motocarro" löste das Fahrzeug auf einfache Weise Mobilitätsprobleme in engen Altstadtgassen, auf Feldern und in Werkstätten. Bis 1979 wurden in Mandello del Lario rund 38.600 Exemplare gebaut und neben Italien besonders nach Nordafrika geliefert. Die Bauweise war konsequent auf Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und Praxisnutzen für Handwerk, Landwirtschaft und Gewerbe ausgelegt.
Modellgeschichte des Moto Guzzi Ercole
Die Fertigung des Ercole erstreckte sich über drei Jahrzehnte. Frühere Modelle verfügten noch über Kettenantrieb, dieser wurde jedoch im Laufe der Zeit durch einen Kardan-/Wellenantrieb mit Differenzial ersetzt, um die Dauerhaltbarkeit unter hoher Last zu verbessern. Durch ständige Weiterentwicklung entstand etwa das Modell ER 500 mit Trockensumpfschmierung und Fünfganggetriebe, dessen erster Gang als Kriechgang für schwerste Beladung ausgelegt war. Ein zuschaltbarer Nebenantrieb und verschiedene Varianten im Aufbau – von der Pritsche bis zum hydraulisch kippbaren Brückenfahrzeug – unterstreichen die modularen Einsatzmöglichkeiten des Ercole. Vorgängermodelle im eigentlichen Sinn gab es nicht, Nachfolger eher im Bereich modernerer Kleintransporter anderer Bauart.
Besonderheiten und Statistiken
Der Ercole sticht durch seinen komplexen Antriebsstrang mit zuschaltbarem Nebenabtrieb, Rückwärtsgang und auf Praxis getrimmter Schaltkulisse (Kriechgang) heraus. Bemerkenswert ist die Kippmechanik, bei der sich die Ladefläche beim Kippen nach vorne verschiebt, um eine Entlastung der Vorderachse und die Kontrolle beim Schütten von Schüttgut zu verbessern. Sein Startsystem kombiniert Anlassermotor und Kickstarter – ein seltenes Detail im Nutzfahrzeugbereich. Nicht zuletzt macht ihn die Kombination aus robuster Blatt- und Zusatzschraubenfederung auch bei voller Beladung einsatzbereit.
Technische Daten
Sondermodelle und besondere Varianten
Der Moto Guzzi Ercole wurde in verschiedenen Aufbauvarianten ausgeliefert: Als klassische Pritsche, mit originaler hydraulisch kippbarer Ladebrücke, mit Plane oder als Verdeckausführung. Optionen wie ein mechanisches System zur Entriegelung der Heckklappe beim Kippen erleichterten insbesondere den Einsatz für Schüttgüter. Exemplare mit originalem Klappbeifahrersitz sowie Sonderausstatttung wie klappbaren Spiegeln mit Schmiernippel sind besonders begehrt.
Schwachstellen und Wartung
Mit seinem technikstandtypischen Bedienkonzept ist der Ercole grundsätzlich langlebig. Typisch sind leichte Ölundichtigkeiten an Motor und Antrieb, die dem Stand historischer Motortechnik entsprechen. Die Lager und Gelenke des Kardantriebs und der Kippermechanik benötigen regelmäßige Schmierung, besonders bei häufiger Nutzung der Ladefläche als Kipper. Bremsanlage und Trockensumpfschmierung erfordern Serviceintervalle, die sich an der Nutzung unter hoher Last orientieren. Der Ercole beeindruckt damit durch ein insgesamt robustes, gut wartbares Technikpaket; Wartungszugänglichkeit und Teileversorgung sollten beim Kauf allerdings geprüft werden.
Motor, Fahrverhalten und Getriebe
Der Einzylindermotor mit Trockensumpfschmierung prädestiniert den Ercole für Einsätze mit Schräglage – etwa bei Arbeiten im Weinberg. Die Kraftübertragung erfolgt per Kardanantrieb mit Differenzial; fünf Gänge – davon ein Kriechgang – sorgen für optimale Kraftentfaltung bei schwerer Beladung. Der Ercole ist auf maximale Praktikabilität und Arbeitsleistung abgestimmt, nicht auf Geschwindigkeit oder langstreckentauglichen Komfort: Üblich sind eingetragene Höchstgeschwindigkeiten um die 62 km/h. Die Steuerung bleibt stets handlich, auch dank des vergleichsweise engen Wendekreises eines Dreirads. Bremsen: vorne Seilzug, hinten hydraulisch. Das Modell ER 500 mit spezieller Schmierung und Kippfunktion wird am häufigsten gesucht, insbesondere wenn die originale Kippbrücke und der Klappsitz erhalten sind.
Ausstattung und Design
Der Ercole folgt einer rein funktionalen Gestaltung: Die Fahrerkabine ist offen, mit klassischem Einzelsattel (optional Klappbeifahrersitz), Lenkerführung und zentralem Instrument. Handläufe beidseitig sowie klappbare Rückspiegel unterstreichen die Nutzfahrzeug-Gene. Häufig zu finden: originale Plane und original Kippbrückenkonstruktion. Materialien: massive Stahlausführung für Fahrgestell und Ladefläche, robustes Leder oder Kunstleder für Sitzflächen. Die Lackierung war meist in Moto Guzzi-typischem Dunkelgrün, Rot oder Blau gehalten, wobei Sonderlackierungen, Individualumbauten und regionale Ausstattungsvarianten existieren. Historische Blinker, Lichtmaschine mit Gleichstromregler und viele mechanische Bedienhebel prägen das Bedienerlebnis. Zubehör wie Werkzeugkästen unter der Pritsche, spezielle Spiegel oder nachrüstbare Bordwände sind häufig zu finden.
Weitere Besonderheiten und Fakten
Der Ercole konnte in Deutschland mit einem normalen PKW-Führerschein (Klasse 3, heute B) und ohne Helm gefahren werden – ein Vorteil unter den Nutzfahrzeugen. Die originelle technische Lösung, die Kippbrücke beim Ausschütten nach vorne zu ziehen, sorgt für Arbeitssicherheit. Die Kippmechanik samt mechanischer Entriegelung der Heckklappe war ideal für den Transport von Schüttgut, da das Werkzeug nicht verlassen werden musste. Die Dokumentation zu Stil, Geschichte und Technik ist in Sammlerkreisen gut belegt.
Zusammenfassung
Der Moto Guzzi Ercole ist als ehemaliges Arbeitstier nicht nur ein einzigartiges Stück italienischer Motorkultur, sondern glänzt durch praxisnahe Technik, liebevolle Detaillösungen und seine Vielseitigkeit. Mit 38.600 gebauten Exemplaren und einer Bauzeit von 1946 bis 1979 prägte er vor allem die Welt kleiner Handwerksbetriebe und Weinbauern. Bis heute ist seine Angebots- und Nachfragesituation auf dem klassischen Nutzfahrzeugmarkt unangefochten.