Veritas Meteor Oldtimer kaufen
Der Veritas Meteor ist ein Formelrennwagen der frühen 1950er Jahre, bekannt für seinen innovativen Einsatz von BMW 328-Motorteilen, seinen speziellen Leichtmetallmotor von Heinkel und ein Fahrwerkskonzept, das konsequent für den Rennbetrieb ausgelegt war. Gebaut wurden nur rund 28 Exemplare dieses reinrassigen Renn-Fahrzeugs ohne Straßenzulassung.
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1950 | Veritas Meteor
Sehr seltener Rennwagen

1951 | Veritas Meteor II RS
Meteor II Rennwagen - Heinkel Motor
"Veritas Meteor" Inserats-Referenzen von Classic Trader
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1950 | Veritas Meteor II RS
Veritas RS Recreation / BMW 315
Veritas Meteor Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Veritas Meteor
Veritas entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als Hersteller exklusiver Renn- und Sportwagen im Süden Deutschlands. Die Firma wurde 1946 gegründet und gewann dank Ingenieursgrößen wie Ernst Loof schnell einen Ruf als Ideenschmiede für innovative Fahrzeugkonzepte. Ab 1950 baute Veritas ein Werk im ehemaligen Heinkel-Fabrikgelände bei Rastatt auf. Mit dem Meteor brachte Veritas ab 1950 einen Rennwagen auf den Markt, der die Rennszene maßgeblich mitprägte – insbesondere aufgrund seines geringen Gewichts, seiner modernen Fahrwerksauslegung und hoch drehzahlfesten Motoren. Bis zur Produktionseinstellung 1953 entstanden insgesamt rund 78 Fahrzeuge, davon etwa 28 Stück des Meteor. Veritas zog mit seinen Werkstandorten mehrfach um, zuletzt 1953 an den Nürburgring, danach wurde die Autoproduktion jedoch eingestellt.
Modellgeschichte des Veritas Meteor
Der Meteor folgte den ersten Nachkriegsmodellen von Veritas, die auf Basis von BMW-328-Fahrzeugen gebaut wurden. Der Meteor war ein eigenständiges Konstruktion, entwickelt ab 1950 von Ernst Loof und seinem Team speziell für die Formeln 1 und 2. Der Wagen fuhr zwischen 1951 und 1954 in verschiedenen Einsätzen bei Veritas und in Privatteams. Ziel war es, einen konkurrenzfähigen, leichten und leistungsstarken Wagen zu schaffen, der weitgehend auf Komponenten aus der Vorkriegszeit verzichtete. Nachfolger gab es keinen direkten; mit dem Produktionsende 1953 verschwand Veritas als Hersteller hochwertiger Rennwagen vom Markt.
Besonderheiten und Highlights des Veritas Meteor
Der Meteor zeichnet sich durch seinen Gitterrohrrahmen, die Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung und die spezialisierten, leichten Motoren aus. Die Verwendung eines OHC-Reihensechszylinders mit trocksumpfgeschmierter Ölversorgung und getrennter Differentialanpassung je nach Rennstrecke war zu dieser Zeit bei deutschen Herstellern ungewöhnlich. Die als reines Rennfahrzeug konzipierte Chassis-Technik mit wechselbaren Übersetzungen, Zentralverschluss-Räder (Stahlscheibe oder Speiche von Rudge) und die De-Dion-Achse ab 1952 setzten Standards im deutschen Motorsport. Mit ca. 28 gebauten Exemplaren ist der Meteor eine echte Rarität.
Technische Daten des Veritas Meteor
Sondermodelle und Sammlervarianten
Spezielle Versionen des Meteor entstanden durch den Tausch des ursprünglichen BMW 328-Reihensechszylinders gegen von Heinkel entwickelte Leichtmetallmotoren. Diese Aggregate boten optimierte Leistung und Gewichtsvorteile. Eine weitere Seltenheit bildet die Umstellung auf De-Dion-Hinterachse ab dem Baujahr 1952, wodurch die Modelle ab dieser Änderung besonders gesucht sind.
Schwachstellen und Wartung
Der Meteor verlangt detailverliebte Wartung und höchste Sorgfalt bei Motor, Getriebe und Trockensumpfschmierung. Die hohe Drehzahlbeanspruchung des Sechszylinders machte regelmäßige Kontrolle der Pleuellager und des Ventiltriebs nötig. Die Fahrwerkskonstruktion erforderte exaktes Einstellen, besonders nach Rennen auf unebenen Strecken. Originalteile (wie Hurth-Getriebe, Zentralverschlussräder, spezialisierte Trommelbremsen) sind heute schwer ersetzbar, was die Restaurierung komplex gestaltet.
Motorisierung, Getriebe und Fahrverhalten
Der kernig abgestimmte OHC-Sechszylinder mit 1988 cm³ und rund 140 PS drehte bis 7000/min und ermöglichte einen kompromisslosen, rennstreckentauglichen Vortrieb. Das 5-Gang-Hurth-Getriebe mit Spezialölpumpe, die Doppelquerlenker-Vorderachse und die ab 1952 montierte De-Dion-Achse prägten ein äußerst agiles Fahrverhalten. Die modifizierbaren Differentialübersetzungen waren rennsportlich wegweisend. Die Trommelbremsen aus Leichtmetall verlangten einen erfahrenen Umgang, insbesondere bei längeren Einsätzen. Besonders begehrt unter Motorsport-Historikern sind Fahrzeuge mit Heinkel-Leichtmetallmotor, De-Dion-Achse (ab 1952) sowie vollständiger Werksrennhistorie. Markante Beispiele: Meteor-Chassis, die durch Paul Pietsch bei Rennen pilotiert wurden.
Design, Innenraum und Ausstattung
Das puristische Renn-Layout des Meteor ist kompromisslos: Ein freistehender Monoposto mit offener Radführung, unverkleideter Rohrgitterrahmen und minimales Cockpit. Instrumentierung konzentriert sich auf Drehzahlmesser und Öldruck. Räder mit Zentralverschluss (wahlweise Stahl- oder Rudge-Speichenräder). Außenlackierungen variieren je nach Team- oder Fahrereinsätzen. Sonderausstattungen waren im eigentlichen Sinne nicht vorgesehen; alle Anpassungen richteten sich strikt nach renntechnischen Bedürfnissen – beispielsweise die Anpassung der Differentialübersetzung.
Weitere Besonderheiten
Der Meteor repräsentiert deutsche Rennsportgeschichte und wurde komplett ohne Straßenzulassung ausgeliefert. Einige Fahrzeuge befinden sich heute in historischen Rennserien oder Museen. Technische Dokumentation und Renngeschichte sind hilfreiche und gesuchte Ergänzungen beim Erwerb eines solchen Einzelstücks.
Zusammenfassung
Der Veritas Meteor steht als kompromissloser deutscher Formelrennwagen der Nachkriegszeit mit seltener Technik und sportlicher Innovation. Mit rund 28 gefertigten Exemplaren, einzigartigem Gitterrohrrahmen, hochdrehzahlfestem OHC-Reihensechszylinder und einer Ausstattung, die ausschließlich für den Motorsport gedacht war, ist der Meteor eine beeindruckende Erscheinung sowohl für Technikfans als auch für Sammler hochkarätiger deutscher Ingenieurskunst.

