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Pilgrim Oldtimer kaufen

Pilgrim steht für britische Kit Cars mit eigener Handschrift: vom Vorkriegs-Tourer Bulldog bis zum Sumo im Cobra-Stil. Entscheidend sind nicht allein Baujahr und Motor, sondern Aufbauqualität, nachvollziehbare Technik und eine belastbare Zulassung.

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Suchergebnisse

Bild 1/35 von Pilgrim Sumo (1981)
1 / 36

1981 | Pilgrim Sumo

AC Cobra Pilgrim replica 2.9 v6

33.500 €
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"Pilgrim" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Pilgrim" machen.

Abgelaufenes Inserat
Bild 1/8 von Pilgrim Bulldog (1975)

1975 | Pilgrim Bulldog

Morris Marina cabriolet | 1975 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 10500 EUR

Preis auf Anfragevor 2 Monaten
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Bild 1/11 von Pilgrim Sumo (1971)

1971 | Pilgrim Sumo

Traumschöne Cobra

49.900 €vor 4 Monaten
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Privat
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Bild 1/8 von Pilgrim Sumo (1990)

1990 | Pilgrim Sumo

Pilgrim Sumo | 1990 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 20500 EUR

Preis auf Anfragevor 11 Monaten
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Bild 1/19 von Pilgrim Sumo (1991)

1991 | Pilgrim Sumo

Overig  Pilgrim Sumo | Body-off gerestaureerd | Hard top |

79.950 €letztes Jahr
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Bild 1/50 von Pilgrim Sumo (1997)

1997 | Pilgrim Sumo

1997 AC Cobra by Pilgrim *WITHDRAWN*

17.433 €letztes Jahr
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Bild 1/8 von Pilgrim Sumo (1991)

1991 | Pilgrim Sumo

Pilgrim Sumo Roadster | 1991 - For sale by auction. Estimate 89950 EUR

Preis auf Anfrageletztes Jahr
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Bild 1/19 von Pilgrim Sumo (1991)

1991 | Pilgrim Sumo

Overig  Pilgrim Sumo | Body-off gerestaureerd | Hard top |

89.950 €vor 2 Jahren
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Bild 1/8 von Pilgrim Sumo (1971)

1971 | Pilgrim Sumo

Desirable Recreation of the Stuttgart Legend

26.730 €vor 2 Jahren
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Bild 1/7 von Pilgrim Bulldog (1989)

1989 | Pilgrim Bulldog

Pilgrim - Bulldog - 1989

Preis auf Anfragevor 2 Jahren
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Bild 1/10 von Pilgrim Sumo (1990)

1990 | Pilgrim Sumo

37.000 €vor 2 Jahren
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Bild 1/8 von Pilgrim Sumo (2011)

2011 | Pilgrim Sumo

5L V8 Track-Day-Focussed Legend – RHD!

34.865 €vor 3 Jahren
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Bild 1/23 von Pilgrim Sumo (1978)

1978 | Pilgrim Sumo

Pilgrim Sumo II Shelby Cobra 427

55.000 €vor 3 Jahren
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Bild 1/8 von Pilgrim Sumo (1977)

1977 | Pilgrim Sumo

A Very Tempting Replica!

16.271 €vor 3 Jahren
GB flag
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Geschichte einer britischen Kit-Car-Marke

Pilgrim gehört zu den Herstellern, bei denen ein Emblem nur den Anfang der Geschichte erzählt. Den Tanner und Bill Harling gründeten Pilgrim Cars 1985 in Small Dole bei Henfield, West Sussex. Die Wurzeln der Konstruktionen reichen weiter zurück: Tanner entwickelte bereits um 1980 an dem, was später als Bulldog erschien. Die Firma traf damit einen Kern der britischen Specials-Kultur. Wer einen besonderen offenen Sportwagen wollte, konnte seit den Nachkriegsjahrzehnten entweder viel Geld für ein Serienauto ausgeben oder mit einem Bausatz, einem Spenderfahrzeug und eigener Arbeit etwas Eigenes schaffen.

Pilgrim bot beides an: Kits für Selbstbauer und fertige Fahrzeuge. Zum frühen Programm gehörten der im Stil der 1930er und 1940er Jahre gezeichnete Bulldog, der Hawthorn als leichter Roadster, Family Tourer, Haldane, Jeepster und Martini. Später kamen die Porsche-356-inspirierte Speedster-Replik und der Minotaur hinzu. Diese Bandbreite ist wichtig: Pilgrim war nicht bloss ein Lieferant eines einzigen Cobra-Nachbaus, sondern ein Spezialist für unterschiedliche historische Formen auf zeitgemässer, oft gut wartbarer Technik.

Das bekannteste und wirtschaftlich wichtigste Fahrzeug wurde der Sumo. Das Modell erschien laut Pilgrims Konstruktionsunterlagen 1987 und greift die Proportionen des AC/Shelby Cobra 427 auf: lange Haube, zurückgesetztes Cockpit, kurze Heckpartie und offene Karosserie. Frühe Autos verwendeten noch Cortina-Komponenten. Mit dem Mk II kamen ein festeres Chassis und Varianten für Ford-Granada-Technik hinzu; 1990 folgte eine auf den Rover-V8 eingerichtete Ausführung. Der spätere Mk III entwickelte das Grundkonzept weiter. Nach dem Eigentümerwechsel 2002, der Insolvenz 2008 und Tanners Rückkehr blieb der Sumo im Umfeld von Pilgrim Motorsports präsent.

Produktionsangaben sollten Käufer bewusst nicht als präzise Serienstatistik lesen. Eine ältere Pilgrim-Unterlage nennt rund 3.500 Sumos zum damaligen Zeitpunkt, der UK Cobra Replica Club schätzt über 12.000 gebaute Exemplare. Beides unterstreicht die Verbreitung, ersetzt aber keinesfalls die Prüfung des einzelnen Autos. Ein 1990 gebauter, sauber dokumentierter Sumo und ein später aus Teilen verschiedener Spender zusammengesetztes Fahrzeug sind trotz gleichem Modellnamen sehr verschiedene Kaufobjekte.

Was Pilgrim besonders macht

Der Reiz eines Pilgrim liegt in der Verbindung aus vertrauter Großserientechnik und einer Karosserie, die kein Ford, Rover oder Jaguar je in dieser Form trug. Ein guter Sumo ist kein Versuch, einen originalen Cobra vorzutäuschen. Er ist ein eigenständiger britischer Kit Car, dessen Qualität sich aus dem Konzept und der Arbeit seines Erbauers ergibt. Gerade diese Individualität erlaubt ein breites Spektrum: ein sparsamer Vierzylinder kann ein leichtes, zugängliches Wochenendauto ergeben, ein Ford Cologne V6 einen kompromissfähigen Cruiser und ein Rover-V8 oder Small-Block einen sehr kraftvollen Roadster.

Die Konstruktion des Mk III ist mehr als eine GFK-Hülle auf beliebiger Technik. Das Handbuch beschreibt einen Stahlrahmen mit Leiterrahmen auf Bodenniveau, kräftigem Mitteltunnel, Stahlböden und Schotten sowie zusätzlichen Streben. Damit verbindet er Leiter-, Raumrahmen- und Halbschalenprinzipien. Die Karosserie aus handlaminiertem GFK ist nicht tragend. Das erleichtert kosmetische Reparaturen, macht jedoch die unsichtbare Struktur umso wichtiger. Pilgrim bot verzinkte Chassis an; das ist ein Vorteil, aber keine Freikarte gegen Korrosion an Kanten, Bohrungen, Befestigungen und nachträglichen Schweissarbeiten.

Für Käufer zählt zudem die Teileverfügbarkeit. Sierra-, Granada- und Rover-V8-Technik ist im britischen und europäischen Spezialistenmarkt deutlich leichter zu verstehen als exotische Kleinserienteile. Trotzdem darf „Ford-Basis“ nicht zu falscher Sicherheit führen: Achsträger, Bremssättel, Lenkung, Differential, Kabelbaum und Pedalbox können aus unterschiedlichen Baujahren stammen, überholt oder eben nur umgebaut worden sein. Die Rechnungslage entscheidet, ob die Technik überzeugend ist.

Technik nach Ausführung

Diese Tabelle ist eine Orientierung, keine Fahrgestellnummern-Spezifikation. Beim Sumo nennt die Dokumentation beispielsweise Ford-Motoren von 1,3 bis 2,9 Litern als Spenderoption; V8-Installationen benötigen eigene Halter, Getriebequerträger und Kühllösung. Leistung, Leergewicht, Bremsanlage und Achsübersetzung sind deshalb nur am konkreten Fahrzeug verlässlich. Ein Inserat mit „Cobra V8“ ohne Motorcode, Hubraum, Bremsennachweis und Rechnungen ist unvollständig.

Marktübersicht und Kauftipps

Pilgrim ist ein kleiner, internationaler Markt. Gute Autos werden oft in Großbritannien oder den Niederlanden angeboten, während Deutschland vor allem Importkäufer anspricht. Preisbeispiele zeigen die enorme Bandbreite: Hagerty verzeichnete einen 2011er Sumo im Februar 2024 mit 35.571 US-Dollar und einen 1995er im Juli 2025 mit 26.862 US-Dollar. Ein 1993er Mk II mit Rover 3.5 V8 erzielte bei Collecting Cars im August 2025 16.080 Pfund, ein 2021er Sumo 3 mit 210-PS-Cosworth-V6 bei Iconic im November 2025 18.000 Pfund. Pilgrim V8 dokumentierte einen 2022er Mk III 3.5 V8 als verkauft für 35.950 Pfund. Das sind tatsächliche Einzelfälle, keine umrechenbare Preisliste.

Vor dem Kauf gehört das Zulassungsdossier auf den Tisch: V5C beziehungsweise deutsche Papiere, Fahrgestellnummer, Datum der Fertigstellung, SVA- oder IVA-Nachweis bei britischen Fahrzeugen, Rechnungen des Kits und der wesentlichen Komponenten sowie Fotos der Bauphase. Das vermeintliche Erstzulassungsjahr kann das Alter des Spenders, die Fertigstellung oder eine spätere Anmeldung abbilden. Für einen Import nach Deutschland sind die Abnahmefähigkeit beim TÜV, Beleuchtung, Geräusch, Abgas-Einstufung und vorhandene Umbaugenehmigungen vor Vertragsabschluss zu klären.

Am Chassis sind verzinkte Flächen, Wasserfallen an Bodenblechen und Kofferraumkante, Schweissnähte, Querträger, Motor- und Gurtbefestigungen zu prüfen. GFK kann um Scharniere, Kotflügelkanten, Auspuffausschnitte und Überrollbügel reissen; schlecht reparierte Risse erkennt man an Druckstellen und ungleichmässigen Spaltmassen. Beim Fahrversuch müssen Lenkung ohne Spiel, gerade Bremswirkung, saubere Rückstellung und ein ruhiges Heck überzeugen. Alte Spender-Bremsschläuche, ungünstig verlegte Kraftstoffleitungen, heisse Seitenauspuffanlagen und improvisierte Elektrik verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Beim Motor gilt die normale Prüfung plus Kit-Car-Sorgfalt: Kühlung unter Last, Lüftersteuerung, Krümmerfreiheit, Öltemperatur und Qualität der Halter. Ein Rover V8 ist nicht automatisch besser als ein Ford V6; ein fachgerecht revidierter V6 mit sauber abgestimmter Achse kann der vernünftigere Roadster sein. Originalität bedeutet hier nicht Werksauslieferung wie bei einem Serienklassiker, sondern stimmige, dokumentierte und sichere Bauausführung.

Auch die Versicherbarkeit und der spätere Verkauf beginnen mit diesen Unterlagen. Ein Ordner mit Kit-Rechnung, Motorrechnung, Achs- und Bremsenüberholung, Fotos des nackten Rahmens sowie Prüfprotokollen erklärt einem Sachverständigen und dem nächsten Käufer, was er vor sich hat. Fehlen Papiere, ist das kein automatischer Ausschlussgrund, aber der Preis muss den Aufwand und das Risiko einer nachträglichen Klärung widerspiegeln. Wer ein aus Großbritannien stammendes Fahrzeug übernimmt, sollte die britischen Nachweise nicht mit einer deutschen Betriebserlaubnis verwechseln. SVA und IVA belegen den britischen Einzelgenehmigungsweg; für die deutsche Zulassung zählt die Einschätzung der zuständigen Prüfstelle zum vorliegenden Fahrzeug.

Ein Besichtigungstermin sollte genügend Zeit für Details lassen. Unter Teppichen und Kofferraumauskleidung können Bodenbleche, Kabeldurchführungen und Verschraubungen verborgen sein. Ein Magnettest hilft bei einer GFK-Karosserie nicht, wohl aber Taschenlampe, Hebebühne und die Frage nach den verwendeten Materialien. Sind Bremsleitungen gegen Scheuern geschützt? Hat die Batterie eine solide Halterung? Enden die Sicherheitsgurte an tragfähigen, sauber ausgeführten Punkten? Sind Kühler und Lüfter für den eingebauten Motor dimensioniert? Bei V8-Autos lohnt der Blick auf Differential, Gelenkwellen und die thermische Abschirmung von Brems- und Kraftstoffleitungen. Ein billiger Kauf mit diesen offenen Punkten kann schnell teurer sein als ein höher bepreistes, gut belegt aufgebautes Exemplar.

Bei Karosserie und Innenraum darf Individualität nicht mit Nachlässigkeit verwechselt werden. Andere Sitze, Instrumente oder eine besondere Lackierung können hervorragend passen, wenn Befestigung, Ergonomie und Verkabelung professionell ausgeführt sind. Ungleichmässige Gelcoat-Strukturen, Sterne um Verschraubungen oder schlecht anliegende Türen weisen dagegen auf Spannungen oder ungenaue Anpassung hin. GFK rostet nicht, kann aber nach einem Schaden unsichtbar delaminieren. Nach einer fachgerechten Reparatur fragen, statt nur nach einer glänzenden Oberfläche zu urteilen, gehört daher zum Pflichtprogramm.

Für die Kalkulation ist ein Reservenbudget sinnvoller als ein pauschaler Restaurierungsansatz. Verschleissteile der Ford- oder Rover-Basis sind oft beschaffbar, doch ein passender Kabelbaum, eine spezielle Auspuffführung, eine beschädigte Scheibe oder ein sauber lackiertes Karosserieteil brauchen Zeit und gelegentlich den Rat der Pilgrim- und Cobra-Replica-Szene. Vor der ersten längeren Fahrt sollten deshalb Flüssigkeiten, Reifenalter, Kraftstoffsystem, Radlager, Bremsen und alle Befestigungspunkte nachweisbar kontrolliert sein. Gerade ein Fahrzeug, das nach Fertigstellung lange nur wenig bewegt wurde, verdient eine sorgfältige technische Wiederinbetriebnahme.

Das Marktangebot lässt sich grob in drei Gruppen lesen: preiswerte, ältere Projekte mit unklarer Historie; fahrbereite Autos mit nachvollziehbarem V6- oder V8-Aufbau; und junge oder sehr sorgfältig restaurierte Mk-III-Fahrzeuge mit hochwertigem Finish. Zwischen diesen Gruppen liegt nicht nur Motorleistung, sondern ein grosser Unterschied in Arbeitsstunden und Dokumentation. Ein Käufer sollte daher nicht aus einem günstigen Angebot automatisch einen günstigen Pilgrim ableiten. Eine unabhängige Begutachtung durch jemanden mit Erfahrung in britischen Kit Cars kann vor dem Import oder der Vollabnahme sehr viel Geld sparen.

Fahrerlebnis

Ein Pilgrim Sumo vermittelt die klassische Roadster-Idee unmittelbar: tiefer Sitz, Wind über der kleinen Scheibe, lange Haube im Blick und mechanische Geräusche, die nicht hinter Dämmmatten verschwinden. Ein Vierzylinder oder V6 lässt das leichte Auto lebhaft wirken; ein Rover-V8 gibt ihm die elastische, bassige Art, die viele mit der Cobra-Form verbinden. Die stärksten Small-Block-Varianten verlangen dagegen Respekt: kurzer Radstand, viel Drehmoment und Hinterradantrieb belohnen eine saubere Hand am Gas.

Bulldog und Hawthorn sprechen einen anderen Geschmack an. Dort zählen offene Ausfahrt, handwerklicher Charakter und die bewusst historische Silhouette stärker als maximale Beschleunigung. Gerade deshalb lohnt eine Probefahrt über schlechte Landstrassen. Sie zeigt, ob das Auto präzise und solide wirkt oder ob Rahmen, Karosserie und Fahrwerk gegeneinander arbeiten.

Eine Probefahrt darf nicht beim Start auf dem Hof enden. Der Motor soll kalt anspringen, die Kupplung dosierbar greifen und das Getriebe ohne Kratzen schalten. Bei einem V6 oder V8 empfiehlt sich ein längerer Abschnitt bis zur vollen Betriebstemperatur: Dann zeigen sich schwache Kühler, unzuverlässige Lüfter, Dampfblasen im Kraftstoffsystem oder eine zu heisse Abgasanlage. Auf einer ruhigen Strecke sind Pendeln, Bremsziehen und Vibrationen beim Beschleunigen zu beobachten. Viele Ursachen sind lösbar, doch sie geben Aufschluss darüber, ob das Fahrzeug konsequent entwickelt und gewartet wurde.

Das offene Konzept verlangt auch einen realistischen Blick auf Nutzung. Ohne Dach oder mit leichtem Verdeck ist ein Sumo ein Wetterauto, kein langstreckiger Reisewagen. Seitenrohre können sehr heiss werden, die breite Karosserie verlangt Übersicht und die Geräuschkulisse passt eher zur Landstrasse als zum täglichen Autobahnpendeln. Dafür bieten gute Exemplare ein analoges Erlebnis, das moderne Sportwagen kaum nachbilden: Motor, Lenkung, Luft und Strasse sind unmittelbar verbunden. Wer genau das sucht und die Eigenheiten akzeptiert, wird die kleine britische Marke nicht als Ersatz für einen Serienklassiker erleben, sondern als eigene Gattung.

Design und Bauweise

Pilgrim verstand historische Vorbilder als Ausgangspunkt, nicht als starre Kopie. Der Bulldog zitiert Vorkriegstourer, der Hawthorn die leichte britische Sportwagenform, der Speedster den Porsche 356 und der Sumo das dramatische amerikanisch-britische Cobra-Thema. Beim Sumo bestimmen ausgestellte Kotflügel, seitliche Auspuffrohre und breite Räder den Auftritt. Die beste Gestaltung ist meist die glaubwürdigste: passende Rad-Reifen-Kombination, sauber integrierter Überrollbügel, hitzegeschützte Auspuffanlage und ein Cockpit ohne ungesicherte Bastellösungen.

Die Bauweise erklärt, warum zwei optisch ähnliche Sumos so unterschiedlich wirken können. Die GFK-Aussenhaut macht die Form möglich, trägt aber nicht die Fahrwerkskräfte; diese müssen kontrolliert in den Stahlrahmen, die Schotten und die Befestigungspunkte gehen. Ein ordentlich aufgebauter Wagen zeigt saubere Übergänge, nachvollziehbare Verstärkungen und keine hektisch nachgerüsteten Bleche. Besonders bei sehr breiten Reifen oder leistungsgesteigerten Motoren ist nicht die Show entscheidend, sondern ob Lenkgeometrie, Freigängigkeit, Dämpferabstimmung und Bremsbalance mitentwickelt wurden. Wer ein puristisches Erscheinungsbild sucht, findet bei frühen Vierzylinder- oder V6-Varianten eine andere, oft stimmigere Antwort als bei einem maximal motorisierten Showcar.

Fazit

Einen Pilgrim Oldtimer kaufen heisst, ein individuelles Sportwagenprojekt mit Geschichte zu wählen. Bulldog, Hawthorn, Speedster und vor allem Sumo bieten viel Charakter, doch ihr Wert liegt in Bauqualität, Dokumentation und legal nutzbarer Technik. Finden Sie passende Pilgrim-Angebote, prüfen Sie Unterlagen und Struktur gründlich und kaufen Sie den überzeugendsten Aufbau – nicht bloss den stärksten Motor.

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