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Messerschmitt / FMR Oldtimer kaufen

Der Messerschmitt Kabinenroller ist das kultigste Mikrofahrzeug der deutschen Wirtschaftswunderzeit – ein flugzeugähnlicher Dreisitzer mit Plexiglashaube, der aus der Not der Nachkriegszeit eine Sammlerlegende wurde. Vom KR175 über den KR200 bis zum seltenen FMR Tg500 „Tiger" finden Sie hier alle Angebote auf einen Blick.

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Suchergebnisse

Bild 1/27 von Messerschmitt / FMR KR 200 (1959)
1 / 27

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200

Messerschmitt KR 200 M1115

26.500 €
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Bild 1/50 von Messerschmitt / FMR KR 200 (1959)
1 / 50

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200

Messerschmitt KR 200 SPORT

31.000 €
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Bild 1/39 von Messerschmitt / FMR Tg 500 (1960)
1 / 39

1960 | Messerschmitt / FMR Tg 500

Messerschmitt FMR Tg500 Tiger Cabriolet M1062

117.500 €
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Bild 1/22 von Messerschmitt / FMR Tg 500 (1959)
1 / 22

1959 | Messerschmitt / FMR Tg 500

Messerschmitt TG 500 Tiger M0558

142.500 €
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"Messerschmitt / FMR" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Messerschmitt / FMR" machen.

Abgelaufenes Inserat
Bild 1/50 von Messerschmitt / FMR KR 201 (1958)

1958 | Messerschmitt / FMR KR 201

1958 Messerschmitt KR201 Roadster

Preis auf Anfrageletzten Monat
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Bild 1/12 von Messerschmitt / FMR KR 175 (1953)

1953 | Messerschmitt / FMR KR 175

Charmanter Kleinstwagen mit Flugzeugbau-Tradition

Auktionvor 5 Monaten
AT flag
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Bild 1/32 von Messerschmitt / FMR KR 200 (1959)

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200

1959 Messerschmitt KR200

Preis auf Anfragevor 7 Monaten
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Bild 1/7 von Messerschmitt / FMR Tg 500 (1958)

1958 | Messerschmitt / FMR Tg 500

probably the last unrestored Tg500 available

69.000 €vor 8 Monaten
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Privat
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Bild 1/28 von Messerschmitt / FMR KR 200 (1964)

1964 | Messerschmitt / FMR KR 200

compleet gerestaureerd

36.000 €vor 9 Monaten
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Privat
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Bild 1/19 von Messerschmitt / FMR KR 200 (1961)

1961 | Messerschmitt / FMR KR 200

Oldtimer Messerschmitt  KR200 | Gerestaureerd | Incl. aanhanger | 1961

39.950 €vor 12 Monaten
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Bild 1/5 von Messerschmitt / FMR KR 202 Sport (1962)

1962 | Messerschmitt / FMR KR 202 Sport

Nachbau von 2022 von den Messerschmitt Werken

17.000 €letztes Jahr
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Privat
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Bild 1/20 von Messerschmitt / FMR KR 175 (1954)

1954 | Messerschmitt / FMR KR 175

Messerschmitt FMR KR 175 M0344

39.500 €vor 2 Jahren
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Bild 1/6 von Messerschmitt / FMR KR 200 (1959)

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200

Messerschmitt - KR200 bubblecar - 1959

Preis auf Anfragevor 2 Jahren
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Bild 1/15 von Messerschmitt / FMR Tg 500 (1960)

1960 | Messerschmitt / FMR Tg 500

partly restored, needs assembly & finishing

95.000 €vor 2 Jahren
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Privat

Geschichte & Erbe

Die Geschichte von Messerschmitt und FMR ist eine der ungewöhnlichsten der deutschen Automobilgeschichte – geboren aus Kriegsfolgen, Erfindungsgeist und dem unbändigen Wunsch der Deutschen nach Mobilität.

Fritz Fend war der eigentliche Vater des Kabinenrollers. Der Flugzeugingenieur hatte nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst dreirädrige Invalidenfahrzeuge gebaut, den sogenannten Fend Flitzer. Schon früh erkannte er, dass auch gesunde Menschen diese praktischen Kleinstfahrzeuge kauften. 1952 wandte er sich an Willy Messerschmitt, dessen Regensburger Rüstungsbetrieb nach dem Krieg keine Flugzeuge mehr bauen durfte. Die Zusammenarbeit war für beide Seiten ideal: Fend brachte das Konzept, Messerschmitt die Produktionskapazitäten.

Im Februar 1953 rollte der erste KR175 vom Band – „KR" steht für Kabinenroller, also „Roller mit Kabine". Das Fahrzeug war radikal anders als alles, was die Deutschen bis dahin kannten: Tandemsitzanordnung wie im Cockpit eines Jagdflugzeugs, eine seitlich aufklappende Plexiglashaube, ein 173-cm³-Fichtel-&-Sachs-Zweitaktmotor mit 9 PS und ein Gewicht von nur 210 kg. Rund 15.000 Exemplare entstanden bis 1955.

1955 folgte der KR200 – eine umfassende Überarbeitung mit 191-cm³-Motor (10 PS), verbesserter Federung mit Hydraulikstoßdämpfern, größeren Reifen und einer überarbeiteten Haube. Der KR200 wurde zum eigentlichen Verkaufsschlager: Im ersten Jahr allein wurden fast 12.000 Stück verkauft. Insgesamt entstanden 30.286 Exemplare bis 1964. Besonders begehrt sind heute die Kabriolett-Versionen (ab 1958) und der offene KR201 Roadster.

1956 änderte sich die Unternehmensstruktur grundlegend: Messerschmitt durfte wieder Flugzeuge bauen und zog sich aus dem Kleinstwagengeschäft zurück. Fend übernahm gemeinsam mit dem Bremsen- und Nabenzulieferer Valentin Knott die Produktion und gründete die Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH Regensburg (FMR). Der Name Messerschmitt blieb auf den Fahrzeugen erhalten, doch das neue FMR-Rautenlogo erschien auf späteren Modellen.

Das Kronjuwel der FMR-Ära war der Tg500, intern und unter Fans bis heute „Tiger" genannt – obwohl Krupp den Namen rechtlich schützen ließ. Ab 1958 gebaut, war der Tg500 eine echte Sensation: Vier Räder statt drei, ein 494-cm³-Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 20 PS, Hydraulikbremsen und unabhängige Hinterradaufhängung. Nur 320 Exemplare entstanden bis 1961, bevor steigende Wohlstandsansprüche das Konzept des Kleinstfahrzeugs obsolet machten. Die Produktion des KR200 lief 1964 aus.

Highlights & Besonderheiten

Was macht den Messerschmitt Kabinenroller so besonders – und warum fasziniert er Sammler bis heute?

Flugzeug-DNA in Reinform: Die Plexiglashaube, die seitlich aufklappt wie eine Cockpitkanzel, der Steuerknüppel statt eines Lenkrads, die Tandemsitzanordnung – Fritz Fend hat seine Flugzeugingenieurserfahrung direkt in das Fahrzeugdesign übertragen. Der Spitzname „Schneewittchensarg" (wegen der transparenten Haube) zeigt, wie sehr das Fahrzeug die Fantasie der Menschen beflügelte.

Vier Rückwärtsgänge: Beim KR200 gibt es keinen separaten Rückwärtsgang. Stattdessen wird der Anlasser in umgekehrter Richtung betätigt, wodurch der Motor rückwärts läuft – und damit alle vier Vorwärtsgänge auch als Rückwärtsgänge zur Verfügung stehen. Theoretisch ist der KR200 damit rückwärts genauso schnell wie vorwärts.

Weltrekordfahrzeug: Am 29./30. August 1955 stellte ein modifizierter KR200 auf dem Hockenheimring 22 internationale Geschwindigkeitsrekorde für dreirädrige Fahrzeuge bis 250 cm³ auf, darunter den 24-Stunden-Rekord mit 103 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.

Elvis Presley fuhr Messerschmitt: Der King of Rock 'n' Roll besaß in den 1950er Jahren einen Kabinenroller – dokumentiert durch Fotos mit seiner Familie. Diese Verbindung zur Popkultur hat den Sammlerwert des Fahrzeugs zusätzlich gesteigert.

Der Tiger als Rarität: Der FMR Tg500 ist mit nur 320 gebauten Exemplaren (von denen heute noch etwa 150 existieren sollen) eines der seltensten deutschen Nachkriegsfahrzeuge überhaupt. Gut erhaltene Exemplare erzielen bei internationalen Auktionen Preise zwischen 100.000 und 250.000 Euro.

Aktive Clubszene: Der Messerschmitt Club Deutschland (MCD) und der britische Messerschmitt Owners' Club (gegründet 1956, also noch zu Lebzeiten der Fahrzeuge) unterhalten Ersatzteillager, Archive und Dokumentationen. Ohne diese Clubs wäre die Restaurierung und der Erhalt der Fahrzeuge kaum möglich.

Technische Daten

Kraftstoffverbrauch: KR175/KR200 ca. 3,2–3,7 l/100 km; Tg500 ca. 6,5 l/100 km
Bremsen: KR175/KR200 mechanisch (Seilzug); Tg500 hydraulisch
Antrieb: Hinterradantrieb (Kettenantrieb beim KR, Halbwellen beim Tg500)

Marktübersicht und Kauftipps

Preise und Marktsituation 2024–2026

Der Markt für Messerschmitt- und FMR-Fahrzeuge ist international und gut dokumentiert. Die Preise haben sich in den letzten Jahren auf einem stabilen Niveau eingependelt, mit gelegentlichen Ausreißern nach oben bei besonders seltenen oder gut dokumentierten Exemplaren.

KR200 (häufigstes Modell):

  • Restaurierungsprojekte / Fahrzeuge mit Mängeln: ab ca. 8.000–15.000 €
  • Fahrfähige Fahrzeuge in gutem Zustand: 20.000–35.000 €
  • Vollrestaurierte Exemplare, Concours-Zustand: 35.000–67.000 €
  • Referenzpreise: 1963 KR200 bei Bonhams Paris (Februar 2024) für 29.900 €; 1962 KR200 bei RM Sotheby's (Juni 2024) für 67.200 USD; 1955 KR200 Deluxe bei Bring a Trailer (März 2026) für 33.000 USD; 1960 KR200 auf Classic.com für 31.000 € (2024)

KR175 (seltener als KR200):

  • Gut erhaltene Exemplare: 20.000–40.000 €
  • Der KR175 ist trotz höherer Produktionszahl seltener als der KR200, da viele früh verschrottet wurden

KR201 Roadster:

  • Sehr geringe Stückzahl, entsprechend höhere Preise: 40.000–80.000 €

FMR Tg500 „Tiger":

  • Eines der teuersten deutschen Nachkriegsfahrzeuge im Verhältnis zur Größe
  • Gut erhaltene Exemplare: 80.000–150.000 €
  • Ausnahmeexemplare: bis 250.000 € und mehr (Bonhams Quail Lodge 2015: 165.000 USD)

Kauftipps und Schwachstellen

Karosserie und Bodenblech: Der größte Feind des Kabinenrollers ist Rost. Besonders anfällig sind das Bodenblech (schlechte Abdichtung führt zu Wasseransammlungen), die Kotflügel (innen und außen), die Schwinge (Hinterradaufhängung) und alle Schweißnähte. Vor dem Kauf unbedingt von unten inspizieren – Durchrostungen am Boden sind teuer zu reparieren.

Plexiglashaube: Die Haube ist ein kritisches Bauteil. Risse, Vergilbung und Sprödigkeit sind häufig. Reproduktionen sind erhältlich, aber teuer. Eine originale, unbeschädigte Haube ist ein erheblicher Wertvorteil. Prüfen Sie auch die Dichtung und den Scharnierbereich auf Korrosion.

Motor (Fichtel & Sachs): Der gebläsegekühlte Einzylinder-Zweitakter gilt als robust, wenn er regelmäßig gewartet wird. Typische Probleme: Dynastarter (kombinierter Anlasser/Generator) verschleißt und ist schwer zu beschaffen; Vergaser neigt zu Ablagerungen bei Standzeiten; Zündung und Unterbrecherkontakte sollten geprüft werden. Beim Tg500 ist der Zweizylinder aufwendiger in der Wartung.

Getriebe und Antrieb: Das sequenzielle 4-Gang-Getriebe ohne Synchronisation erfordert Übung. Prüfen Sie auf Schaltprobleme und Geräusche. Die Antriebskette (KR-Modelle) muss regelmäßig gespannt und geölt werden. Beim Tg500 sind die Halbwellen und Kreuzgelenke auf Verschleiß zu prüfen.

Vorderachse: Die Gummifederung der Vorderachse (KR175: Gummikegel; KR200: Torsionsgummifeder) altert und wird hart oder porös. Ausgeschlagene Vorderachslager sind ein häufiges Problem und sollten vor dem Kauf geprüft werden.

Originalität und Dokumentation: Bei einem Fahrzeug dieser Seltenheit ist Originalität entscheidend für den Wert. Achten Sie auf übereinstimmende Fahrgestellnummer (am Monocoque-Rahmen), Motornummer und – wenn vorhanden – Typenschild. Originale Papiere (Fahrzeugbrief, Zulassungsbescheinigung) sind wichtig. Restaurierungsdokumentation mit Fotos erhöht den Wert erheblich.

Ersatzteile: Der MCD (Messerschmitt Club Deutschland) und der britische Messerschmitt Owners' Club unterhalten Ersatzteillager mit einem breiten Sortiment an Zierleisten, Gummiprofilen, Dichtungen und Kleinteilen. Karosseriebleche und Motorteile sind schwieriger zu beschaffen. Spezialisten wie CK-Cabrio (Verdecke) und einzelne Restaurierungsbetriebe haben sich auf diese Fahrzeuge spezialisiert.

H-Kennzeichen: In Deutschland sind alle Messerschmitt- und FMR-Fahrzeuge aufgrund ihres Alters für das H-Kennzeichen qualifiziert. Dies reduziert die Kfz-Steuer erheblich und ermöglicht die Nutzung als Oldtimer. Für die TÜV-Abnahme gelten die zum Baujahr gültigen Vorschriften.

Fahrerlebnis

Wer zum ersten Mal in einen Kabinenroller einsteigt – oder besser: einsteigt, indem er die Haube nach rechts aufklappt und sich in den Sitz gleiten lässt –, erlebt einen Moment echter Zeitreise. Das Cockpit ist eng, die Sicht durch die Plexiglashaube panoramisch und der Steuerknüppel liegt vertraut in der Hand wie bei einem Sportflugzeug.

Der Start des Fichtel-&-Sachs-Zweitakters ist ein charakteristisches Erlebnis: ein kurzes Surren des Dynastarters, dann das helle, nasale Knattern des Einzylinders. Bei warmem Wetter kann die Plexiglashaube zur Sauna werden – die Sonneneinstrahlung heizt den Innenraum schnell auf. Viele Fahrer öffnen die Seitenfenster oder fahren im Kabriolett.

Das Fahrverhalten des KR200 überrascht positiv: Der niedrige Schwerpunkt und die direkte Lenkung (ohne Übersetzung, direkt auf die Spurstangen wirkend) machen ihn erstaunlich agil. In Kurven liegt er satt, das Gewicht von nur 230 kg macht sich bei jedem Beschleunigungsvorgang bemerkbar. Die Höchstgeschwindigkeit von 90–105 km/h reicht für Landstraßen vollkommen aus.

Das Schalten erfordert Übung: Das sequenzielle Getriebe ohne Synchronisation verlangt nach präzisem Gaswegnehmen und Zwischengas. Wer das einmal beherrscht, schätzt die direkte Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug.

Der FMR Tg500 ist eine andere Welt: Mit 20 PS und vier Rädern fühlt er sich deutlich souveräner an. Die unabhängige Hinterradaufhängung gibt ihm ein Handling, das weit über das eines Kleinstfahrzeugs hinausgeht. 0–100 km/h in knapp 28 Sekunden klingt bescheiden, aber bei einem Fahrzeug dieser Größe und dieses Alters ist das beeindruckend.

Beide Fahrzeuge sind Magneten auf jeder Veranstaltung. Kein Oldtimertreffen, auf dem ein Kabinenroller nicht sofort eine Menschentraube anzieht. Das ist ein Teil des Erlebnisses – und ein Grund, warum Besitzer selten bereuen.

Design & Karosserie

Fritz Fend war kein Automobildesigner im klassischen Sinne – er war Flugzeugingenieur. Und genau das sieht man dem Kabinenroller an.

Die Monocoque-Karosserie aus gepresstem Stahlblech und Stahlrohr ist nach aerodynamischen Prinzipien geformt: Der Rumpf verjüngt sich nach hinten wie ein Flugzeugrumpf, die Tandemsitzanordnung minimiert die Frontfläche, und die Plexiglashaube maximiert die Sicht. Das Ergebnis ist ein cW-Wert, der für die damalige Zeit außergewöhnlich niedrig war.

Die Plexiglashaube ist das prägende Designelement. Beim KR175 noch etwas klobiger, wurde sie beim KR200 eleganter und kompakter. Die seitlich aufklappende Haube – mit Windschutzscheibe, Seitenfenstern und Dach in einem einzigen Bauteil – ist eine ingenieurtechnische Meisterleistung der Einfachheit.

Die Farbgebung der Fahrzeuge war für die 1950er Jahre erstaunlich vielfältig: Einfarbige Lackierungen in Pastelltönen, aber auch die begehrten Export-/Deluxe-Versionen mit Zweifarbenlackierung und Zierleisten. Diese Ausführungen sind heute besonders gesucht.

Der FMR Tg500 unterscheidet sich im Heckbereich deutlich vom KR200: Die vier Räder erforderten eine breitere Heckpartie mit eigenem Subrahmen. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das trotz seiner Winzigkeit eine sportliche Silhouette hat – tiefer, breiter, aggressiver als der KR200.

Die Kabriolett- und Roadster-Versionen des KR200 und Tg500 sind designtechnisch besonders reizvoll: Das Faltdach oder die offene Roadster-Variante (ohne Dach, nur mit Tonneau-Abdeckung) geben dem Fahrzeug eine Leichtigkeit, die dem geschlossenen Bubble-Top fehlt.

Motorsport & Popkultur

Der Kabinenroller war nicht nur ein Alltagsfahrzeug – er war auch ein Rennfahrzeug, ein Rekordbrecher und ein Popkultur-Phänomen.

Hockenheimring 1955: Der bekannteste Motorsporterfolg ist der bereits erwähnte 24-Stunden-Rekordlauf. Ein speziell präparierter KR200 mit stromlinienförmiger Karosserie und getuntem Motor stellte 22 internationale Rekorde auf. Dieser Erfolg war kein Zufall – er war Teil einer gezielten Marketingstrategie von Messerschmitt, um die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs zu demonstrieren.

Elvis Presley: Der King of Rock 'n' Roll besaß in den späten 1950er Jahren einen Messerschmitt KR200. Fotos zeigen ihn mit seiner Familie und dem Fahrzeug. Diese Verbindung zur amerikanischen Popkultur hat den internationalen Bekanntheitsgrad des Kabinenrollers erheblich gesteigert.

Filmauftritte: Der Kabinenroller ist in zahlreichen Filmen und Fernsehserien aufgetreten, die die Wirtschaftswunderzeit thematisieren. Seine unverwechselbare Silhouette macht ihn zu einem sofort erkennbaren Symbol der 1950er Jahre.

Mivalino (Italien): In Italien wurde der KR175 unter Lizenz von Metalmeccanica Italiana Valtrompio (MI-VAL) als Mivalino gebaut – mit eigenem 172-cm³-Motor. Diese Fahrzeuge sind heute besonders selten und bei italienischen Sammlern begehrt.

KR202 (2021): Das Konzept des Kabinenrollers lebt weiter: Der deutsche Ingenieur Achim Adlfinger begann 2021 in Spanien mit der Produktion des KR202 – einer modernen Interpretation mit Glasfaserkarosserie und wahlweise Benzin- oder Elektromotor.

Fazit

Der Messerschmitt Kabinenroller und der FMR Tg500 sind mehr als Oldtimer – sie sind fahrende Zeugnisse einer außergewöhnlichen Epoche der deutschen Industriegeschichte. Aus der Not der Nachkriegszeit entstanden, verkörpern sie den Erfindungsgeist von Fritz Fend und die Anpassungsfähigkeit der deutschen Industrie.

Für Sammler bieten diese Fahrzeuge ein einzigartiges Paket: unverwechselbares Design, faszinierende Technik, eine aktive Clubszene und – im Fall des Tg500 – echte Rarität. Der KR200 ist der ideale Einstieg in die Welt der Kabinenroller: vergleichsweise gut verfügbar, mit funktionierender Ersatzteilversorgung und einem Marktpreis, der für ein so besonderes Fahrzeug noch erschwinglich ist. Vollrestaurierte Exemplare in Concours-Zustand kosten 35.000–67.000 €, fahrfähige Fahrzeuge in gutem Zustand sind ab ca. 20.000 € zu finden.

Der FMR Tg500 ist für ernsthafte Sammler mit entsprechendem Budget: Mit nur 320 gebauten Exemplaren und Auktionspreisen von 80.000 bis über 200.000 € ist er eine echte Investition in ein Stück Automobilgeschichte.

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