Goliath GD 750 Oldtimer kaufen
Der Goliath GD 750 zählt zu den markantesten Nutzfahrzeugen der Nachkriegszeit in Deutschland und verbindet technische Raffinesse mit robuster Alltagstauglichkeit. Mit seiner Dreirad-Konstruktion und dem kompakten Antriebskonzept war er besonders bei Gewerbetreibenden und kleinen Unternehmen äußerst beliebt.
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1954 | Goliath GD 750
Borgward Goliath GD750 Dreirad Tempo
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Fahrzeug inserierenGoliath GD 750 Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Goliath GD 750
Der Goliath GD 750 wurde ab 1949 von der Goliath-Werke Borgward & Co. KG in Bremen produziert. Das Fahrzeug war als dreirädriges Lieferfahrzeug konzipiert, um den Transportbedarf der Nachkriegszeit zu decken. Die Goliath-Werke, seit ihrer Gründung auf innovative leichte Nutzfahrzeuge spezialisiert, boten mit dem GD 750 eine vielseitige Plattform für Händler und Handwerksbetriebe. Der GD 750 wurde zu einem vertrauten Bild in deutschen Städten: Ob als Lieferwagen, Kastenwagen oder mit individueller Ausstattung für spezielle Anforderungen, er wurde in unterschiedlichsten Ausführungen gefertigt. Bis zur Mitte der 1950er Jahre prägte das Modell das Stadtbild und trug maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung bei.
Modellgeschichte
Der GD 750 war die konsequente Weiterentwicklung der Vorkriegsmodelle von Goliath. Als Nachfolger der leichten Nutzfahrzeuge von Goliath setzte der GD 750 neue technische Maßstäbe, vor allem durch seine einfache Bauweise und die Erfüllung urbaner Mobilitätsbedürfnisse. Nach dem Produktionsende übernahm der robuste Goliath Goli die Nachfolge, während der GD 750 als Symbol für Wirtschaftswunder und Wiederaufbau in Erinnerung bleibt.
Besonderheiten des Goliath GD 750
Der Goliath GD 750 war durch seine Dreirad-Bauweise wendig und sparsam. Die niedrigen Unterhaltskosten und der sparsame Einzylinder-Zweitaktmotor machten ihn ideal für städtische Transporte. Die besonders einfache Wartung und die hohe Anpassungsfähigkeit für verschiedene gewerbliche Anforderungen waren entscheidende Kaufargumente. Auch als Kasten-, Pritschen- und Verkaufswagen blieb das Grundkonzept stets gleich zuverlässig.
Technische Daten
Sondermodelle und Sammlerstücke
Der GD 750 wurde in zahlreichen Spezialversionen produziert: Neben dem klassischen Kastenwagen gab es Verkaufsfahrzeuge, Pritschen, Kühlwagen und teils nach Kundenwunsch gebaute Sonderausführungen. Besonders gesucht sind heute gut erhaltene Verkaufswagen und original erhaltene Fahrzeuge mit besonderer Lackierung oder Firmenbeschriftung aus der Entstehungszeit.
Schwachstellen und typische Probleme
Für den GD 750 sind keine gravierenden Schwachstellen dokumentiert. Wie bei jedem historischen Nutzfahrzeug empfiehlt es sich, auf die Substanz des Rahmens und der Karosserie zu achten. Der Zweitaktmotor verlangt regelmäßige Wartung und korrekte Mischung, um Kolbenschäden zu vermeiden. Ersatzteile sind selten, daher sollten Interessierte immer die Verfügbarkeit von Motor- und Fahrwerksteilen prüfen, insbesondere bei individuellen Aus- oder Umbauten.
Motorisierung und Fahrverhalten, Getriebe und Handhabung
Der charakteristische Einzylinder-Zweitaktmotor des GD 750 liefert zwischen 13 und 16 PS, was für den Stadt- und Kurzstreckeneinsatz hervorragend ausreichte. Durch das geringe Gewicht und das Dreiradkonzept kommt das Fahrzeug mit niedrigen Betriebskosten aus, die Abstimmung zwischen Motor und Dreiganggetriebe ist pragmatisch gelöst. Die Fahrzeuge sind unempfindlich gegenüber kurzen Stopps, der Wendekreis ist für enge Innenstädte optimal. Besonders beliebt sind originale Verkaufswagen und Pritschenversionen, da sie die Vielseitigkeit dieser Serie repräsentieren. Technisch interessant bleiben Derivate mit Kühlaufbau oder anderen Werksumbauten.
Innenraum, Komfort und Exterieur-Design
Das Design des GD 750 spricht eine klare Sprache: Zweckmäßigkeit und Robustheit stehen im Mittelpunkt. Typisch sind die minimalistischen Stahlkarosserien mit flacher Front und aufgesetzter Ladefläche – oft noch mit genieteten oder geschweißten Blechteilen. Im Innenraum herrscht Nüchternheit, ein simples Armaturenbrett und praktische Sitze sind Standard. Außen findet man häufig historische Lackierungen, originale Firmenlogos oder liebevolle Restaurierungen mit Zubehör der Zeit, wie historische Spiegel oder individuelle Signierung.
Weiteres
Viele GD 750 wurden nach ihrer gewerblichen Nutzung umgebaut – etwa zu mobilen Verkaufsständen oder originellen Campingfahrzeugen. Einzelne Exemplare sind heute auf Messen oder in Oldtimermuseen zu sehen und werden mit viel Liebe zum Detail gepflegt.
Zusammenfassung
Der Goliath GD 750 steht als Inbegriff pragmatischer Nutzfahrzeugtechnik der Nachkriegszeit in Deutschland. Mit seinen vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, einfachen Reparaturen und charmantem Design bleibt er für Kenner und Liebhaber funktionaler Transporttechnik ein außergewöhnliches Fahrzeug.