Borgward Arabella Oldtimer kaufen
Der Borgward Arabella, produziert von 1960 bis 1963, verbindet technische Innovationen wie den Boxermotor und vollsynchronisiertes Getriebe mit dem Design-Esprit der späten 1950er Jahre – vom Panoramaheck bis zu markanten Flossen. Für Liebhaber klassischer Technik und Formen eine interessante Wahl.
Suchergebnisse

1961 | Borgward Arabella Lloyd
Villach Collection – Oldtimer / Sammlerfahrzeug aus Museumsbestand
4.400 € - 7.200 €
Vorschau"Borgward Arabella" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Borgward Arabella" machen.
1961 | Borgward Arabella Lloyd
Diversi ricambi in dotazione con lacquisto della vettura
1961 | Borgward Arabella de Luxe
Oldtimer Sonstige Overige
1961 | Borgward Arabella Lloyd
Oldtimer Sonstige Overige
Borgward Arabella Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Borgward Arabella
Der Borgward Arabella markierte innerhalb der Borgward-Gruppe einen Wendepunkt, denn er war das erste Lloyd-Modell mit Vierzylindermotor und sollte den Hersteller aus der Kleinstwagenklasse herausführen. Die Entwicklungszeit betrug nur 23 Monate – ein ambitioniertes Unterfangen, das sich auch im modernen Design und in der Technik niederschlug. Hergestellt wurde das Fahrzeug bei den Lloyd Motorenwerken in Bremen. Die Vorstellung erfolgte 1959, kurz vor der Insolvenz der Borgward-Gruppe. Danach lief die Produktion in geringerem Umfang unter der Marke Borgward Arabella bis 1963 weiter. Durch die völlige Stahlkarosserie, großzügige Panoramascheiben und die für die Zeit typischen Heckflossen setzte der Arabella gestalterische Akzente.
Modellgeschichte
Der Arabella wurde 1959 als Lloyd Arabella eingeführt und in der Grundversion als solcher vermarktet. Die besser ausgestattete Variante erhielt den Namen Borgward Arabella – mit Schriftzug und Emblem. Geplant war auch ein Arabella Coupé, das allerdings nie in Serie ging. Einen offiziellen Nachfolger gab es nach der Produktionseinstellung nicht, sodass der Arabella der einzige Vertreter dieser Linie blieb. Neben der Normal- und der de Luxe-Ausführung prägten Sondermodelle wie unterschiedliche Ausstattungsvarianten das Bild der Baureihe.
Besonderheiten des Borgward Arabella
Der Borgward Arabella überzeugte technisch durch seinen quer eingebauten Vierzylinder-Boxermotor und das vollsynchronisierte Vierganggetriebe mit Lenkradschaltung – zu jener Zeit Merkmale, die ihn von vielen Wettbewerbern abhoben. Die selbsttragende Karosserie mit Panoramaheckscheibe und markanten Heckflossen entsprach voll dem Zeitgeist der späten 1950er. Ein Detail, das vielfach für Gesprächsstoff sorgte, war das undichte Interieur, das dem Modell den Spitznamen „Aquabella“ einbrachte.
Technische Daten des Borgward Arabella
Sondermodelle und seltene Varianten
Die auffälligste Sonderserie war der Arabella de Luxe, der sich neben Edelstahlschmuck und besserer Ausstattung am markanten Borgward-Schriftzug und Logo-Kühlergrill erkennen ließ. Ein Coupé wurde 1959 als Prototyp präsentiert, jedoch nie für den Serienbau freigegeben.
Schwachstellen und bekannte Probleme
Der Borgward Arabella fällt vor allem durch eine Schwachstelle auf: Undichtigkeiten im Innenraum, insbesondere bei Regen, die dem Modell den Beinamen „Aquabella“ bescherten. Besonders die Dichtungen der Türen und Fenster sowie der Kofferräume sollten bei Bestandsfahrzeugen kritisch geprüft werden. Die Technik, insbesondere Getriebe und Aufhängung, ist robust, verlangt jedoch nach regelmäßiger Wartung gemäß dem Originalwartungsbuch, da Ersatzteile nicht immer einfach zu beschaffen sind.
Motor, Fahrverhalten und Getriebe
Der Arabella ist vorderachsangetrieben – eine Besonderheit im Segment der unteren Mittelklasse um 1960. Der Boxermotor sorgt für einen günstigen Schwerpunkt und eine ausgewogene Straßenlage. Das Synchrongetriebe und die präzise Lenkradschaltung ermöglichen komfortables Schalten insbesondere im Stadtverkehr. Die Fahrwerksabstimmung ist auf Komfort und ausreichende Sicherheitsreserven ausgelegt, wobei die Schraubenfedern mit Teleskopstoßdämpfern an der Vorderachse für gute Kontrolle sorgen. Zu den gesuchten Ausführungen zählt der Borgward Arabella de Luxe, erkennbar am Chromzierrat und besserer Ausstattung. Das Grundmodell Lloyd Arabella ist vor allem wegen seiner Schlichtheit beliebt. Beide Versionen teilen sich die Antriebstechnik und Fahrwerksbasis.
Innenraum, Komfort, Exterieur und Design
Das Design des Borgward Arabella spiegelt die Stilrichtung der späten 1950er wider: geschwungene Linien, Panoramaheckscheibe und auffällige Heckflossen. Der Innenraum bietet vier Sitzplätze, wobei die Kopffreiheit im Fond eingeschränkt ist. Materialwahl und Verarbeitung bewegten sich auf dem für Borgward typischen Niveau. Besonders rare Ausstattungen wie das Arabella de Luxe bringen Zierleisten aus Edelstahl, aufwendig gestaltete Polster und das typische Borgward-Emblem. Zusatzoptionen umfassten Radio und Weißwandreifen, was damals hoch im Kurs stand.
Weitere interessante Fakten
Der durchschnittliche Neupreis des Borgward Arabella lag 1960 bei 5.740 DM – angesichts der gehobenen Technik ein konkurrenzfähiger Wert in der Mittelklasse jener Zeit. Das Modell wurde häufig als Familienfahrzeug der Wirtschaftswunderjahre gewählt, blieb wegen der Insolvenz des Herstellers jedoch ein Kuriosum im Straßenbild.
Zusammenfassung
Der Borgward Arabella gilt unter klassischen Automobilen als technischer Außenseiter in der unteren Mittelklasse seiner Epoche. Wer einen Arabella restauriert fahren möchte, sollte sich auf sorgfältige Wartung – insbesondere am Interieur – und auf spezifische Ersatzteilquellen einstellen. Gerade für Fans ungewöhnlicher Antriebskonzepte und gestalterischer Extravaganzen der frühen 1960er ist der Arabella eine interessante Option auf dem Markt klassischer Fahrzeuge.