1971 | Mercedes-Benz 280 SL
Restauriert nach Datenkarte - sehr seltene Farbkombination
Restauriert nach Datenkarte - sehr seltene Farbkombination
Restauriert nach Datenkarte - sehr seltene Farbkombination
Restauriert nach Datenkarte - sehr seltene Farbkombination
Wunderschön originall nach Datenkarte der Erstauslieferung restaurierte Pagode in extrem seltener Farbkombination inklusive Hardtop.
Mit dem Baumuster W 113 trat der 230 SL im März 1963 auf dem Genfer Automobilsalon die Nachfolge der legendären 190 SL und 300 SL an. Mit seiner Entwicklung wurde Ende der 50er Jahre begonnen. Lehnten sich die ersten Design-Studien äußerlich noch stark an den 190 SL an, so konnte man in den darauf folgenden Jahren eine immer größer werdende Eigenständigkeit gegenüber dem Vorläufer erkenn. Unverwechselbares W113 (230 SL, 250 SL, 280 SL) ist ein konkav gewölbtes Hardtop, was zu seinem späteren Beinamen Pagode-SL führte.
Dieses Hardtop hatte jedoch einen entscheidenden Nachteil:
Es erhöhte den cw-Wert von 0,481 für das Softtop auf 0,515. Dies bedeutete einen höheren Kraftstoffverbauch sowie einen geringere Höchstgeschwindigkeit (ca. 4 Km/h) für den Fall, dass das Hardtop zum Einsatz kam. Die „Pagode“ war der erste SL, bei dem umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt wurden. Da seine Basis die Bodengruppe der „Heckflosse“ W 111 mit einem 30 cm kürzeren Radstand ist, hat auch der SL eine steife Fahrgastzelle und Knautschzonen, leicht verformbare Bug- und Hecksegmente. Der Innenraum ist wie bei der Limousine entschärft, es gibt keine harten Ecken und Kanten. Sicherheitsgurte waren, wie beim Vorgänger, als
Sonderausstattung erhältlich. Das Lenkgetriebe wurde aus dem crashgefährdeten Bereich des Vorderwagens an die Stirnwand gerückt, die Lenksäule ist geknickt und hat Gelenke, die den gefürchteten Lanzeneffekt bei einem Unfall verhindern. 1967 kamen die Sicherheitslenksäule mit Pralltopf im Lenkrad hinzu.
Das Fahrwerk mit Kugelumlauflenkung und hinterer Eingelenk-Pendelachse wurde ebenfalls aus der W 111-Limousine übernommen. Das Zweikreis-Bremssystem hatte Scheibenbremsen anfangs nur an der Vorderachse; mit Einführung des 250 SL auch an der Hinterachse. Seine Federung ist straff, aber für einen Sportwagen sehr komfortabel. Für die
Dämpfung sorgen Gasdruckstoßdämpfer; erstmals fuhr ein SL auf Gürtelreifen. Der Motor mit der Bezeichnung M 127 II war eine Neuentwicklung, da man seitens Mercedes Benz nie so richtig mit der Laufkultur und der Leistung des 190 SL- Motors zufrieden gewesen war. So entstand im Jahre 1956 ein Sechszylinder- Einspritzmotor M 127 mit 2,2 Liter Hubraum und 130 PS. Da der Anfang der 60er Jahre der Bereich der 2,0 bis 2,5
Liter-Sportwagen durch klassische Vertreter der GT- Kategorie wie Porsche Carrera 2 oder Alfa Romeo 2600 bereichert wurde, sah man bei Mercedes Benz schnell ein, dass 2,2 Liter Hubraum und 130 PS nicht genug seien, um die Kundenwünsche zu befriedigen. So wurde mittels einer Nockenwelle mit größerer Überschneidung und größerem Ventilhub, einer Hubraumerhöhung auf 2,3 Liter, sowie einer Saugrohreinspritzung über eine Sechsstempel- Einspritzpumpe, die Leistung des nun M 127 II genannten Motors auf 150 PS gesteigert.
Der ebenfalls aus der W 111-Limousine stammende Sechszylinder M 127 mit paarweise gegossenen Zylindern wurde einigen Änderungen unterzogen. Die wichtigste war die Verwendung einer Sechsstempel-Einspritzpumpe statt der Zweistempel-Pumpe mit zwei Dreifachverteilern. Damit war es möglich, den Kraftstoff durch die geöffneten Einlassventile in den Brennraum einzuspritzen und nicht mehr nur in das Ansaugrohr. Der auf 2,3 Liter aufgebohrte Motor M 127 II leistet so 150 PS bei 5500/min und bietet bei 4200/min ein
Drehmoment von 196 Nm. Dieser sehr sportlich angelegte Antrieb des SL verlangt verhältnismäßig hohe Drehzahlen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit Schaltgetriebe bei 200 km/h. Auf Wunsch war ein Viergang-Automatikgetriebe erhältlich, das erste Mal überhaupt bei einem SL. Im Dezember 1966 folgte der ebenfalls 150 PS leistende Mercedes Benz 250 SL (Motor M 129), nun mit gleichmäßigem Zylinderabstand. Motor und Bremsen stammen leicht modifiziert vom 250 SE. Originale 250 SL sind aufgrund der nur gut einjährigen Bauzeit die seltensten Exemplare der Serie W 113. 1968 wurde der 250 SL von dem 170 PS starken, drehmomentstärkeren 280 SL mit dem Motor M 130 abgelöst. Vom Vorgänger unterscheiden den Wagen äußerlich nur das Typenschild am Kofferraumdeckel und geänderte Radzierblenden. Der 280 SL bekam 1968
auch das Pralltopf-Lenkrad des 280 S/SE; die Lenksäule ist daher kürzer als bei 230 SL und 250 SL; Umbauten von 230 SL oder 250 SL auf 280 SL können teils daran erkannt werden. Der Motor des 280 SL leistet mit 170 PS 10 PS mehr als der hubraumgleiche 280-SEMotor der Limousinen; der gleiche SL-Motor diente übergangshalber auch dem Antrieb des gleichzeitig gebauten 300 SEL nach Bauende des Aluminiummotors.
Durch das Baukasten-Prinzip sind bei Antrieben viele Tauschmöglichkeiten gegeben. Hiervon wurde in früheren Jahrzehnten im Fall der nicht seltenen Motorschäden auch reichhaltig Gebrauch gemacht. Bei einem Kauf ist daher auf das korrekte Zusammengehören von Karosserie und Antrieb hoher Wert zu legen. Entscheidend ist die zweite Gruppe von drei Ziffern der Fahrgestellnummer hinter dem Baumuster 113, in Verbindung mit dem Motorentyp. Nicht zum Baumuster der Karosserie gehörende Antriebe entwerten ein Fahrzeug gleich um fünfstellige Euro-Beträge. Erstaunlich günstig erscheinende Angebote haben hier oft Haken und sind dann bei genauer Betrachtung bzgl. Wertanlage und Rückbaukosten auf Originalversion oft zu teuer.
Achtzylindermotoren hat es in der Serie des W113 nie gegeben, jedoch wurden sowohl Versuche hierzu als auch private Umbauten bis hin zum M-100-Motor des 300 SEL 6.3 getätigt. Achtzylinder-Motoren wurden im SL erst 1971 beim Nachfolger 350 SL eingeführt.
Im Dezember 1966 kam der 250 SL (W113 A), der allerdings nur bis Januar 1968 gebaut wurde. Er verfügte über einen 2,5 Liter Motor ebenfalls 150 PS. Im gleichen Monat erschien der wohl kultivierteste aller Pagoden SL, der 280 SL (W113 E28), mit einem 2,8 Liter Motor und nun 170 PS. Der damalige Preis für einen 280 SL mit Coupedach betrug DM 24 300,00. Gebaut wurde der 280 SL bis März 1971.
Die gesamte Palette der Pagoden-SL reichte von 1963 bis 1971. In diesem Zeitraum wurden 19 831 Exemplare des 230 SL, 5 196 Exemplare des 250 SL und zu guter letzt 23 895 Exemplare des 280 SL gefertigt.
Wichtiger rechtlicher Hinweis / Verkauf im Kundenauftrag:
Dieses Fahrzeug wird ausschließlich im Vermittlungsauftrag (im Namen und auf Rechnung Dritter) angeboten. Ich trete hierbei nicht als Verkäufer oder Händler auf, sondern rein als Vermittler.
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Da es sich um einen Verkauf aus privatem Nachlass handelt, erfolgt der Verkauf unter vollständigem Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung (Gewährleistung), Garantie oder Rücknahme, soweit gesetzlich zulässig.

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