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MG Oldtimer kaufen
MG steht für leichte britische Sportwagen, für Vorkriegstechnik mit viel Charakter und für spätere Roadster mit erstaunlich grosser Ersatzteilbasis. Finden Sie bei Classic Trader den MG, dessen Zustand, Geschichte und Fahrgefühl zu Ihren Schweizer Plänen passen.
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1956 | MG TF
Umfangreich restauriert, hervorragend dokumentiert und mit drei Wertgutachten.

1974 | MG MGB GT V8
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1971 | MG 1300 Mk II
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1981 | MG MGB Limited Edition
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1954 | MG TF
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1975 | MG MGB GT
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1969 | MG MGB
MG MGB Serie II – Baujahr 1969 – Klassische Farbkombination Schwarz/Rot

1998 | MG F 1.8i
1998 MG F + Hardtop '98

1962 | MG MGA 1600
1962 MG A 1600 MK2 '62

1956 | MG MGA 1500
MG A Roadster in hervorragendem Zustand!

1948 | MG TC
Original and with Scandinavian race Ace history

1964 | MG MGB
MGB MK I

1953 | MG TD
MG TD – 1953

1953 | MG TD
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Geschichte einer fahraktiven Marke
MG bedeutet Morris Garages. Aus dem Oxforder Verkaufs- und Servicebetrieb von William Morris entwickelte dessen Geschäftsführer Cecil Kimber ab 1924 sportlichere, leichter wirkende Umbauten auf Morris-Basis. Das Rezept war zunächst schlicht: niedrigeres Gewicht, ein eigener Aufbau, mehr Leistung und ein deutlich ambitionierteres Auftreten als beim Familienwagen. Aus dieser Idee entstand eine Marke, die nicht Luxus versprach, sondern das direkte Verhältnis zwischen Fahrer, Mechanik und Strasse.
Die frühen M-Type, J-Type und später die T-Modelle machten MG in der Zwischenkriegszeit im Motorsport sichtbar. Mit kompakten Viersitzern und Midgets fuhr die Marke Rennen, Bergrennen und Zuverlässigkeitsprüfungen; Abingdon-on-Thames wurde ab 1929 zur prägenden Produktionsstätte. Nach 1945 wurde der offene T-Type zum Exporterfolg. Besonders amerikanische Soldaten hatten die kleinen britischen Zweisitzer kennengelernt und nahmen sie in grosser Zahl als Idee eines erschwinglichen Sportwagens mit nach Hause. Von den 10'001 gebauten TC gingen viele in den Export; mit TD und TF folgten komfortablere, technisch weiterentwickelte Varianten.
1952 wurde MG Teil der British Motor Corporation (BMC). Das bedeutete Zugang zu Grossserientechnik von Austin und Morris, während Abingdon seine eigene Sportwagenkultur bewahrte. Der 1955 eingeführte Nachfolger der T-Reihe brachte einen grundlegenden Formwechsel: ein flacher, aerodynamisch gezeichneter Roadster auf separatem Rahmen, anfangs mit 1,5-Liter-B-Series-Motor. Von diesem Typ entstanden über sieben Jahre 101'081 Exemplare; rund 95 Prozent gingen ins Ausland. Die seltene Twin-Cam-Ausführung mit DOHC-Zylinderkopf, Scheibenbremsen rundum und Zentralverschlussrädern zeigt, wie ernst MG weiterhin Wettbewerb und Technik nahm.
1962 begann die zweite grosse Nachkriegsphase: der nun selbsttragend konstruierte, kompaktere B-Series-Roadster. Er blieb bis 1980 im Programm und wurde mit 513'276 offenen Exemplaren der mengenmässig wichtigste MG-Sportwagen. Daneben stehen zwei wichtige Gegenpole der Markengeschichte: der 1973 eingeführte werksseitige GT mit Rover-V8, nur als geschlossener Wagen gebaut, und der 1993 präsentierte RV8. Letzterer interpretierte die traditionelle offene Form mit 3,9-Liter-V8, Einspritzung und hochwertigem Interieur neu; der grösste Teil seiner kleinen Serie ging nach Japan.
Die Schliessung des Werks Abingdon im Oktober 1980 beendete die klassische Fertigung. MG kehrte später mit dem mittelmotorigen MGF (ab 1995) und dem überarbeiteten TF zurück. Diese jüngeren Fahrzeuge gehören zeitlich zunehmend zur Klassikerszene, verlangen aber ein anderes Wissen als die älteren Vergaserwagen. Nach dem Zusammenbruch von MG Rover 2005 erwarb Nanjing Automobile die Marke; Nanjing ging 2007 in SAIC Motor auf. MG ist heute also eine Marke im Besitz des chinesischen SAIC-Konzerns. Das ändert nichts an der britischen Entstehungsgeschichte der historischen Fahrzeuge, verhindert aber falsche Annahmen über eine fortlaufende unabhängige Fabrik in Abingdon.
Was einen MG als Klassiker auszeichnet
Ein klassischer MG ist selten nur ein Fortbewegungsmittel. Die frühe Generation begeistert mit freistehenden Kotflügeln, Holzrahmen, Drahtspeichenrädern und sichtbar arbeitender Mechanik. Spätere Modelle machen denselben Gedanken alltagstauglicher: tiefe Sitzposition, kurze Karosserie, Hinterradantrieb, Schaltgetriebe und ein Motor, der bei moderaten Drehzahlen schon deutlich hörbar wird. Gerade weil die Leistung vieler Vierzylinder nach heutigen Massstäben überschaubar ist, erleben Fahrer Tempo, Kurven und Lastwechsel unmittelbar.
Für die Kaufentscheidung lohnt eine klare Trennung der Epochen. Ein T-Type ist ein Vorkriegsentwurf mit Leiterrahmen, Holzanteilen und mechanischem Anspruch; er passt zu Ausfahrten, Veteranenanlässen und Besitzern, die Wartung als Teil des Hobbys verstehen. Ein Roadster der 1950er ist eleganter und schneller, verlangt aber beim Sondermotor besondere Kenntnis. Die ab 1962 gebauten Autos verbinden puristisches Fahren mit besserer Ergonomie und riesiger Klub- und Teilelandschaft. Ein spätes V8-Modell spricht Käufer an, die britisches Erscheinungsbild mit Langstreckenleistung suchen. Der mittelmotorige MGF/TF wiederum ist ein modernerer Youngtimer mit präzisem Einlenken, aber komplexerer Kühlung und Elektrik.
Typisch ist die Reparierbarkeit: Vergaser, Zündung, Fahrwerk und Bremsen sind bei vielen historischen MG überschaubar aufgebaut. Überschaubar bedeutet jedoch nicht automatisch billig. Ein sauber restaurierter Aufbau, korrektes Spaltmass, passende Beschläge, eine dokumentierte Motorrevision und das Beseitigen verdeckter Korrosion kosten deutlich mehr als ein günstiger Einstiegspreis. British Motor Heritage fertigt mit originalen Werkzeugen weiterhin Blechteile und sogar Karosserieschalen für mehrere klassische BMC-Fahrzeuge. Das sichert die Versorgung, ersetzt aber keine Prüfung der vorhandenen Substanz.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Dokumentation. Für ältere Fahrzeuge sind Werksdaten, Chassis- und Motornummern, frühere Zulassungspapiere, Rechnungen, Fotos einer Restaurierung und gegebenenfalls ein Heritage-Zertifikat wertvoller als eine frische Glanzlackierung. Bei Vorkriegswagen kann das digitale T-Register mit originalen Produktionsdaten helfen. Bei jedem MG gilt: Nummern erst am Fahrzeug prüfen, nicht nur aus einem Inserat übernehmen.
Technische Orientierung
Die folgende Tabelle ordnet fünf repräsentative MG ein. Werte können je nach Baujahr, Markt, Vergaserbestückung und Messnorm leicht abweichen; sie sind keine Ersatzteileliste und keine Kaufzusage für ein einzelnes Fahrzeug.
Bei T-Type und MGA steht ein Leiterrahmen unter der Karosserie. Das erleichtert zwar die gedankliche Trennung von Fahrgestell und Aufbau, macht aber Rahmenkorrosion keineswegs harmlos. Der selbsttragende Aufbau ab 1962 spart Gewicht und schafft mehr Innenraum, verlangt beim Zustandsurteil jedoch besondere Aufmerksamkeit für Schweller, Boden und Querstrukturen. Die B-Series-Motoren sind robust, wenn Ölversorgung, Kühlung und Wartungsintervalle stimmen. Beim Twin-Cam der 1950er machen hohe Drehzahl, spezieller Zylinderkopf und die Geschichte von Wärme- und Vergaserproblemen eine Begutachtung durch einen ausgewiesenen Spezialisten sinnvoll.
Der RV8 verbindet das vertraute Konzept mit einer modernen Einspritzanlage, verzinkterer und besser geschützter Karosseriesubstanz sowie deutlich mehr Drehmoment. Er ist kein leichter Vierzylinder-Roadster, sondern ein kräftiger, langstreckentauglicher Cruiser. Die ersten Fahrzeuge nutzten das LT77-, spätere das R380-Fünfganggetriebe. Beim MGF/TF liegt der 1,8-Liter-K-Series hinter den Sitzen; Hydragas-Fahrwerk beim F, Kühlkreislauf und Zylinderkopfdichtung gehören dort zwingend auf die Prüfliste.
Marktübersicht und Kauftipps
Auf dem Schweizer Markt stammen viele MG aus Grossbritannien, Deutschland, den Benelux-Ländern oder Nordamerika. Das erweitert die Auswahl, verlangt aber eine nüchterne Rechnung aus Kaufpreis, Transport, Zoll, Instandsetzung und Zulassung. Ein Linksgelenkter europäischer Wagen ist für Schweizer Passstrassen und Überholmanöver oft angenehmer; ein rechtsgelenkter Original-Exportwagen kann historisch interessant sein, schränkt aber den Käuferkreis ein. Entscheidend ist nicht die Lenkradseite allein, sondern ob Umbauten fachgerecht und belegbar sind.
Als grobe Marktordnung liegen gebrauchsbereite spätere Vierzylinder häufig im unteren bis mittleren fünfstelligen CHF-Bereich; ausgezeichnete, korrekt restaurierte frühe Roadster und seltene V8 steigen deutlich darüber. T-Type-Fahrzeuge und Spezialausführungen reagieren besonders stark auf Originalität, Provenienz und die Qualität alter Restaurierungen. Ein unvollständiges Projekt ist nur dann günstig, wenn Rahmen, Karosserie, Motor und Papiere wirklich zum Auto gehören. Fehlende Kleinteile, falsche Instrumente und improvisierte Holzarbeiten können ein Projekt rasch teurer machen als einen besseren Wagen.
Aktuelle Auktionen zeigen die Bandbreite klarer als Pauschalpreise. Ein sorgfältig überholter MGA 1600 von 1960 erzielte bei Bring a Trailer am 12. Juni 2025 USD 30'500. Ein 1960er MGA Twin Cam mit dreijähriger Restaurierung wurde bei RM Sotheby's Monterey 2024 für USD 44'800 verkauft; ein historisch eingesetzter Twin Cam brachte bei Bonhams Goodwood im September 2024 GBP 34'500. Demgegenüber wechselte ein 1967er MGB GT am 8. Juni 2025 für USD 10'000 den Besitzer. Diese Resultate sind keine Schweizer Preisprognose: Transport, Wechselkurs, Käuferprämie, Zustand und lokale Nachfrage unterscheiden sich. Sie belegen aber, wie gross der Abstand zwischen normalem Fahrerauto und nachvollziehbar besonderem Wagen ist.
Auch die V8-Seite ist nicht einheitlich. Ein 1995er RV8 mit nur 2'300 km erzielte bei H&H im Juli 2024 GBP 31'500, während ein gut dokumentierter, aber deutlich mehr gefahrenes Exemplar bei Iconic Auctioneers im November 2024 GBP 20'813 erzielte. Für einen 1974er werksseitigen GT V8 nannte H&H im Mai 2025 GBP 18'000 bis 22'000 als Schätzung. Daraus folgt für Käufer: Nicht den stärksten Motor, sondern Karosserie, Historie und technische Stimmigkeit bewerten.
Prüfen Sie vor einer Besichtigung systematisch:
- Korrosion und Struktur: Bei Leiterrahmen den unteren Rahmen, Federaufnahmen, Querträger und die Verbindung Karosserie/Rahmen prüfen. Bei selbsttragenden Wagen gehören Schweller mit inneren Verstärkungen, Wagenheberaufnahmen, Bodenbleche, Batteriekästen, Radläufe, Frontschürze und hintere Federaufnahmen auf die Hebebühne. Frischer Unterbodenschutz ohne Fotodokumentation ist kein Zustandsbeweis.
- Antrieb: Kaltstart, Öldruck warm, Rauchbild, Kühlmittel, Ventiltrieb und Leckagen ansehen. Beim B-Series auf verschlissene Synchronringe, Overdrive-Funktion und Spiel der Hinterachse achten. Beim V8 auf saubere Einspritzung, Kühlsystem, Kupplung, Getriebe und eine nachvollziehbare Motorrevision schauen.
- Fahrwerk und Bremsen: Hebelarmdämpfer, Blattfedern, Buchsen, Lenkspiel, Drahtspeichennaben und Zustand der Speichen prüfen. Ein Wagen darf leicht und ehrlich fahren, aber nicht schwammig bremsen oder beim Beschleunigen stark versetzen.
- Originalität und Unterlagen: Fahrgestellnummer, Motorpräfix, Typenschild, Auslieferungsfarbe, Vergaser und Felgen abgleichen. Sinnvolle 12-Volt-, elektronische Zündungs- oder Kühlungsverbesserungen sind nicht per se negativ, müssen aber sauber umgesetzt und für die MFK akzeptabel sein.
Für eine Schweizer Einfuhr gilt: Das Fahrzeug muss beim Grenzübertritt unaufgefordert beim Zoll angemeldet werden. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit verlangt unter anderem Kaufvertrag oder Rechnung, ausländische Fahrzeugpapiere, Identitätsnachweis und elektronische Zollanmeldung. Für Personenwagen fallen grundsätzlich 4 Prozent Automobilsteuer sowie 8,1 Prozent Einfuhr-MWST an; bei nicht präferenzbegünstigtem Ursprung kann zusätzlich gewichtsabhängiger Zoll anfallen. Ein Ursprungsnachweis kann bei EU/EFTA-Fahrzeugen wichtig sein. Die tatsächliche Abgabenbasis umfasst nicht nur den Kaufpreis, sondern je nach Fall auch Nebenkosten bis zum Bestimmungsort.
Nach der Verzollung ist der abgestempelte Prüfungsbericht Formular 13.20 A zentral für die kantonale Zulassung. Direktimporte werden einzeln geprüft. Bei einem alten MG existiert meist kein modernes COC; deshalb technische Daten, Nachweis der ersten Inverkehrsetzung, ausländische Papiere, Umbauunterlagen und gegebenenfalls Abgas- oder Geräuschnachweise vor dem Kauf mit dem zuständigen Strassenverkehrsamt abklären. Ein in England zugelassener Wagen ist nicht automatisch MFK-fertig. Besonders bei Motorumbauten, Beleuchtung, Gurten, Felgen und Auspuff führt fehlende Dokumentation zu Aufwand.
Ein Originalzustand und genügend Alter können die Zulassung als Veteranenfahrzeug (Code 180) ermöglichen. Die kantonale Behörde entscheidet im Einzelfall; das Prüfintervall kann bis sechs Jahre betragen. Das ist kein Freipass für seltene Nutzung oder technische Mängel, sondern ein Grund, ein möglichst zeitgenössisches, gepflegtes Fahrzeug nicht leichtfertig umzubauen. Vor Kauf eines Importwagens lohnt sich eine schriftliche Vorabklärung statt einer Hoffnung am MFK-Termin.
Fahrerlebnis von Vorkrieg bis V8
Im älteren MG sitzt man nicht bloss im Auto, man arbeitet mit ihm. Das grosse Lenkrad, die sichtbaren Kotflügel und der luftige Aufbau eines T-Type machen schon eine Landstrasse mit 70 km/h zum Ereignis. Die Lenkung verlangt Mitarbeit, die Bremswege verlangen Voraussicht, und der Fahrer hört Motor, Getriebe und Fahrtwind getrennt voneinander. Für Alpenpässe ist das eine intensive, entschleunigte Art zu reisen; für dichten Berufsverkehr nicht zwingend die bequemste.
Die 1950er bringen flachere Linien und ein freieres Gefühl auf schneller Strecke. Ein MGA liegt spürbar anders als ein hochbeiniger Vorkriegswagen: der Fahrer sitzt tiefer, die Karosserie schneidet sauberer durch die Luft und der Vierzylinder lässt sich freudig drehen. Seine Stärke ist nicht brachiale Beschleunigung, sondern Rhythmus. Wer sauber schaltet und Schwung mitnimmt, versteht den Reiz sofort.
Beim späteren B-Series-MG stehen Alltag und Sport enger zusammen. Der Wagen ist klein genug für Schweizer Ortsdurchfahrten, bietet aber mit dichtem Verdeck, funktionierender Heizung und optionalem Overdrive echte Ausflugstauglichkeit. Der GT V8 und der RV8 verschieben die Tonlage: Der leichte Aluminium-V8 liefert sein Drehmoment früh, der Vortrieb ist auf der Autobahn oder am Berg wesentlich gelassener. Der RV8 behält dabei bewusst eine klassische Hinterachscharakteristik; er belohnt saubere Lenk- und Gasbefehle, nicht hektische Korrekturen. Der mittelmotorige MGF/TF fühlt sich dagegen kompakter und agiler an, verlangt wegen seiner Technik aber konsequentere Vorsorge.
Form, Funktion und britische Handschrift
Die Designgeschichte von MG ist keine Abfolge teurer Einzelstücke, sondern eine Entwicklung des Volks-Sportwagens. Vorkriegsmodelle zeigen separate Kotflügel, aufrechte Kühlermaske und handwerklich geprägte Details. Der Reiz liegt in Proportion und Material: lackiertes Blech, Leder, Holz und verchromte Beschläge sind sichtbar und fühlen sich nicht austauschbar an.
Mit dem MGA wurde die Form aerodynamisch geschlossen. Die Karosserie ging auf Erfahrungen der EX-182-Rennprototypen zurück, die 1955 in Le Mans klassiert wurden. Die lange, sanft geschwungene Haube, kleine Türen und die niedrige Gürtellinie erzeugen einen eleganten, funktionalen Auftritt. Ab 1962 folgte eine kantigere, sachlichere Handschrift mit selbsttragender Karosserie: mehr Innenraum und Kofferraum, weniger Aufwand im Aufbau, aber unverkennbar ein kompakter britischer Zweisitzer.
Die V8-Fahrzeuge zeigen, wie flexibel diese Basis war. Der geschlossene GT V8 ist ein unauffälliger schneller Reisewagen; der RV8 kombiniert neu gestaltete Front und Heckpartie mit Connolly-Leder und Wurzelholz. Seine bewusst retrohafte Gestaltung war Anfang der 1990er keine Kopie der Vergangenheit, sondern ein Angebot an Käufer, die das vertraute offene Konzept mit mehr Komfort wollten. Bei jedem Kauf sollte Gestaltung der Technik folgen: korrekt sitzende Stossstangen, originale Leuchten, passende Felgen und ein stimmiger Innenraum sagen mehr über die Arbeit am Fahrzeug aus als ein auffälliger Sonderlack.
Wettbewerb, Export und Gemeinschaft
Motorsport war für MG früh ein Entwicklungsfeld und eine Bühne. Rekordfahrzeuge wie die EX181 sowie Einsätze in Le Mans, Sebring, Rallyes und Bergrennen schärften das Bild einer kleinen Marke, die mit Hubraum und Budget haushalten musste. Der MGA Twin Cam errang Klassensiege in Sebring und Le Mans; der seltene Motor machte ihn zum sammelwürdigen Spezialistenfahrzeug, nicht automatisch zum sorglosen Wochenendauto. Historische Wettbewerbspapiere und eine glaubwürdige Einsatzgeschichte erhöhen den Wert nur, wenn Chassis, Umbauten und Dokumente zusammenpassen.
Der Export erklärt, weshalb sich in der Schweiz so viele unterschiedliche Spezifikationen finden: US-Wagen mit anderen Leuchten, Emissionsausrüstung und Stossstangen, rechtsgelenkte britische Fahrzeuge, kontinentale Linksgelenkte und spätere Japan-Importe. Das ist Chance und Risiko zugleich. Für Teile, technische Hilfe und Ausfahrten gibt es in Europa aktive MG-Clubs, Register und Spezialisten. Ein guter Kauf umfasst deshalb auch die Frage, wer in erreichbarer Distanz Vergaser abstimmt, Karosserie richtet oder einen seltenen V8 fachgerecht wartet.
Fazit: Den passenden MG mit Substanz wählen
MG Oldtimer kaufen heisst, eine ungewöhnlich breite britische Sportwagengeschichte auswählen zu können: vom mechanisch unmittelbaren T-Type über den eleganten MGA und den vielseitigen B-Series-Wagen bis zum drehmomentstarken RV8. Kein einzelner Typ beschreibt die Marke vollständig. Gemeinsam sind leichte Konstruktionen, fahrerorientierte Proportionen, eine lebendige Gemeinschaft und eine für Klassiker gute Teileversorgung.
Für die Schweiz zählt ein belastbarer Zustand mehr als ein niedriger Inseratspreis. Wählen Sie Karosserie und Rahmen zuerst, prüfen Sie Nummern und Unterlagen, kalkulieren Sie Einfuhrabgaben realistisch und klären Sie MFK sowie Veteraneneintrag vor dem Kauf ab. Finden Sie bei Classic Trader den MG, dessen Historie belegt ist und dessen Charakter zu Ihren Strecken passt.








