Ford Taunus P4 kaufen

Ford Taunus P4

Der Ford Taunus 12M P4 ist ein Pkw-Modell der Mittelklasse, welches von den Kölner Ford Werken von 1962 bis 1966 produziert wurde. Der Namenszusatz P4, eine Abkürzung für „Projekt 4“, steht hierbei für die vierte, neue Produktion der Kölner Ford-Werke nach dem zweiten Weltkrieg.

Ford Taunus 12M P4 – Ein Wagen für den deutschen Markt

Der Entwurf des Ford Taunus 12M P4 war in den USA unter dem Namen „Cardinal“ bekannt und sollte einem anderen, beliebten Mitteklassemodell von Volkswagen als Konkurrenz dienen. Das Unternehmen kam jedoch zum Entschluss, dass sich die Produktion in den USA nicht rechnen würde und so wurde die Fabrikation des Wagens an die Kölner Ford-Werke weitergeleitet und wurde somit für den deutschen Markt bestimmt.

Bis der Ford Taunus 12M P4 sein endgültiges Aussehen erlangt hatte, wurden mehrere Prototypen des Wagens angefertigt. Was vom amerikanischen Modell blieb, waren lediglich die roten Rückleuchten ohne zusätzliche Blinker, das schlüsselförmige Lenkrad und der Ford V4-Motor, welcher im Laufe der Modellgeschichte in diversen Hubraumvariationen angeboten wurde.

Ford Taunus 12M P4 – Besonderheiten

Der Ford Taunus P4 war der erste Wagen des Unternehmens, der mit einem Frontantrieb gebaut wurde. Eine weitere Besonderheit ist die Vorderachskonstruktion der ersten Produktionsjahre. Die obere Querblattfeder ist an einer Quertraverse an der Karosserie befestigt, die mit dem tragenden Boden verschweißt wurde. Im vierten Produktionsjahr setzte man die Querlenker an den nach vorne verlängerten Bodenrahmen, was eine elastische und vibrationsfreie Aufhängung des Motors ermöglichte. Um die Seitenneigung des Wagens zu mindern und um die Lenk- und Spureigenschaften zu verbessern, bekam der Wagen härtere Stoßdämpfer und die Blattfeder wurden an zwei Punkte verlagert.

Das Modell war als Zweitürer und Viertürer Limousine und als dreitüriger Kombi erhältlich. Markenzeichen der Ford Taunus 12M-P4-Serie sind horizontal laufende, nach vorne schmaler werdende Sicke an den Seitenteilen des Wagens, welche in die tropfenförmigen Rückenleuchten übergehen. Im dritten Produktionsjahr kam zur Produktpalette ein Coupé hinzu, das mit einem 55-PS-Motor ausgestattet ist. Ein Jahr darauf, gab es den Wagen auch mit 65-PS-Motor und 1966 schließlich wahlweise auch mit 50 PS.

Im Jahre 1963 erlangte der Ford Taunus 12M P4 große Aufmerksamkeit, da er auf einer Rennstrecke mehr als 100 Weltrekorde aufstellte. Das Auto schaffte es in 142 Tagen, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,48 km/h, einen Kilometerstand von 356.273 zu erzielen. Trotz der kurzen Bauzeit von nur vier Jahren erreichte der Wagen gute Verkaufszahlen in Deutschland.