1980 | Mercedes-Benz 280 SE
1980 Mercedes-Benz 280 SE · champagner-metallic · 107.000 km · Automatic · No reserve
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## Verkauf per Auktion Dieses Fahrzeug wird als Lot 050 bei der Auktion Sammlung Sonderklasse von Humer Granner & Co verkauft. - Rufpreis: 4.000 EUR - Ohne Limit - Auktion: 7-11-2026 14:00 - Besichtigung: 5-11-2026 bis 7-11-2026 - Ort: Gewerbeparkstraße 17, 4101 Feldkirchen an der Donau - Gebotsoptionen: In person | Online live | Telephone | Written bid ## Fahrzeugdaten - Fahrgestellnummer: WDB12602212009536 - Kraftstoff: Petrol - Farbe: 473 champagner-metallic - Laufleistung: 107000 km - Getriebe: Automatic - Weitere Bilder und Details: https://hg.auction/lots/1980-mercedes-benz-280-se/ ## Zur Baureihe W 126Bruno Sacco hatte 1975 von Friedrich Geiger die Abteilung Stilistik übernommen. Sein Mentor hatte sich mit dem „Auto des Jahres“ verabschiedet und dieses galt es Ende der 1970er Jahre zu ersetzen. Dabei ging es um nicht weniger als das Flaggschiff der Marke, die S- Klasse.Setzte der Vorgänger in Sachen Sicherheit neue Maßstäbe, so kam nun die Ökonomie ins Spiel. Die Ölkrise hatte bleibenden Eindruck hinterlassen, den Glauben an grenzenloses Wachstum und unerschöpfliche Ressourcen nachhaltig erschüttert. So galt es Gewicht, Luftwiderstand und letztlich Benzin zu sparen. Selbst in der automobilen Oberklasse war Vernunft plötzlich kein Schimpfwort mehr.Beim Äußeren verzichtete Bruno Sacco auf jegliche Effekthascherei. Klare Linien, große Glasflächen und eine Eleganz, die weniger beeindrucken wollte als selbstverständlich wirkte. Sacco formulierte später sein berühmtes Credo, wonach ein neuer Mercedes seinen Vorgänger niemals alt aussehen lassen dürfe. Kaum eine Baureihe verkörperte seine Philosophie der »vertikalen Affinität« so vollkommen wie der W 126.Unter dem Blech ging Mercedes den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Gewichtsreduzierung war das Gebot der Stunde. Hochfeste Stähle, Aluminium und eine bis ins Detail optimierte Konstruktion sparten rund 100 Kilogramm ein. Gleichzeitig verbesserte man die Aerodynamik deutlich. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,36 gehörte die neue S-Klasse zu den windschnittigsten Luxuslimousinen ihrer Zeit. ABS war nun serienmäßig oder zumindest für nahezu alle Varianten erhältlich. Fahrerairbag und Gurtstraffer feierten im Laufe der Bauzeit hier ebenso ihre Premiere wie ASR, ASD und eine Vielzahl elektrischer Helferlein, die erst lange später anderswo selbstverständlich werden sollten.Auch bei den Motoren zeigte sich die neue Zeit. Die großvolumigen Achtzylinder blieben das Maß der Dinge, doch standen sparsamere Sechszylinder ebenso im Programm. Mit den Vergaser-Motoren war nach der ersten Serie Schluss. Benzineinspritzung, Schubabschaltung und elektronisch geregelter Leerlauf waren nun en vogue. Mit der Modellpflege von 1985 hielt schließlich eine völlig neue Generation von Leichtmetall-V8-Motoren Einzug. Der 560 SEL bildete fortan die Spitze der Baureihe. Fünfeinhalb Liter Hubraum, bis zu 300 PS und Fahrleistungen, die noch wenige Jahre zuvor einem reinrassigen Sportwagen zur Ehre gereicht hätten. Dabei blieb die eigentliche Stärke der S-Klasse unverändert. Nicht Beschleunigung, sondern Souveränität war ihre Paradedisziplin. Müheloser konnte man kaum reisen.Die Kundschaft nahm die neue S-Klasse begeistert auf. Staatsmänner, Unternehmer, Industrielle und Diplomaten fanden ebenso Gefallen an ihr wie Taxifahrer mit gehobenem Anspruch. Kaum eine andere Oberklasselimousine prägte das Straßenbild der 1980er Jahre stärker. Fast 900.000 Limousinen entstanden bis 1991. Damit ist der W 126 bis heute die meistverkaufte Generation der S-Klasse und eine der erfolgreichsten Luxuslimousinen überhaupt.Der W 126 war keine Revolution. Er musste auch keine sein. Er perfektionierte das, was Mercedes-Benz über Jahrzehnte entwickelt hatte: Sicherheit, Qualität, Komfort und technische Reife. Gerade deshalb gilt er vielen bis heute als die S-Klasse schlechthin – ein Automobil, das auf nichts aufmerksam machen musste, weil es einfach alles ein wenig besser konnte.

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