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Vente aux enchères Classic

1985 | Porsche 911 Turbo 3.3 Flatnose

Porsche 911 Turbo mit Porsche-Flachbau-Umbau, Kuwait-Provenienz und 58.200 km
155 000 € - 180 000 €
Estimation
Statut:
Aperçu
Estimation:
155 000 € - 180 000 €
Se termine à :
01/11/2026 19:45:00 UTC+1
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Description

Porsche 911 Turbo – Der rote Scheich

Ein normaler Porsche 911 Turbo von 1985 ist bereits ein ziemlich unvernünftiges Auto. 300 PS, Heckmotor, Turbolader und eine Leistungsentfaltung, die ungefähr so diplomatisch vorgeht wie ein Vorschlaghammer.

Aber dieser hier ist nicht normal.

Er ist Indischrot. Innen ebenfalls rot. Er wurde laut Fahrzeughistorie ursprünglich in Kuwait ausgeliefert, als Erstbesitzer wird Scheich Dschabir III. von Kuwait angegeben, und 1989 erhielt der Wagen bei Porsche mit Originalteilen einen Flachbau-Umbau – allerdings ohne die sonst so charakteristischen Klappscheinwerfer.

Wenn ein gewöhnlicher 930 Turbo also bereits der Rockstar unter den Sportwagen der Achtziger war, dann ist dieser hier der Rockstar, der mit einem Privatjet zur eigenen Party kommt.

Die Geschichte – Als der Turbo noch Angst machte

Heute kann man einen Porsche Turbo kaufen, der einem mit Allradantrieb, Traktionskontrolle und einer Armada elektronischer Helfer das Gefühl vermittelt, man könne die Gesetze der Physik verhandeln.

Der 930 Turbo stammt aus einer anderen Zeit.

Hier sitzt der Motor ganz hinten. Davor sitzen zwei Menschen. Dazwischen gibt es erfreulich wenig Diplomatie.

Mit dem 3,3-Liter-Turbomotor leistete der 930 in dieser Ausführung 300 PS. Die Kraft ging über ein manuelles Getriebe an die Hinterräder. Und der Turbolader besaß noch jene herrliche Charaktereigenschaft früher aufgeladener Motoren: Erst passierte etwas, dann etwas mehr – und anschließend ziemlich viel auf einmal.

Genau deshalb wurde der 930 zur Legende. Nicht weil er perfekt war, sondern weil er Respekt verlangte.

Flachbau – Weil ein normaler Turbo offenbar nicht auffällig genug war

Und dann wäre da die Front.

Der Flachbau gehört zu den extravagantesten Erscheinungen der 911-Geschichte. Die klassischen stehenden Kotflügel des Elfers verschwanden zugunsten einer deutlich flacheren, stärker vom Motorsport inspirierten Front.

Bei diesem Wagen soll der Umbau 1989 bei Porsche unter Verwendung von Originalteilen erfolgt sein. Besonders ungewöhnlich ist die Ausführung ohne Klappscheinwerfer.

Die im Zuge des Umbaus verwendeten Karosserieteile wurden in Indischrot lackiert. Entsprechend ist der Porsche teilweise nachlackiert, während das Fahrzeug insgesamt als weitgehend original erhalten und unrestauriert beschrieben wird.

Und in Indischrot funktioniert diese Karosserie ausgesprochen gut. Dezent ist anders. Aber niemand hat jemals einen 930 Turbo gekauft, um nicht aufzufallen.

Von Kuwait nach Deutschland

Die Geschichte dieses Porsche beginnt laut Fahrzeugbeschreibung 1985 in Kuwait. Als erster Besitzer wird Scheich Dschabir III., der damalige Herrscher von Kuwait, genannt.

Allein diese Vorstellung passt erstaunlich gut zu diesem Auto.

Mitte der Achtziger, Kuwait, ein roter Porsche Turbo – zu einer Zeit, als der 930 zu den schnellsten und spektakulärsten Straßenautos gehörte, die man überhaupt kaufen konnte.

1989 folgte der Flachbau-Umbau. Bereits 1990 kam der Porsche nach Deutschland. Danach verbrachte er längere Zeit in einer Sammlung und wurde entsprechend wenig bewegt.

Heute werden 58.200 Kilometer angegeben. Insgesamt werden drei Halter genannt, wobei sich der Wagen seit rund 15 Jahren beim heutigen Besitzer befindet.

Das ist eine Biografie, die man einem Auto nicht bei einer Restaurierung mitgeben kann.

Innenraum – Rot. Natürlich rot.

Wer nun erwartet, dass sich die Sache im Innenraum etwas beruhigt, wird enttäuscht.

Er ist ebenfalls rot beledert.

Indischrot außen und rotes Leder innen ist keine Farbkombination für Menschen, die beim Autokauf nach „unauffällig“ fragen. Aber genau deshalb passt sie zu diesem Porsche.

Ein 930 Turbo mit Flachbau und Kuwait-Geschichte braucht kein schwarzes Business-Interieur. Er darf aussehen wie ein Produkt jener herrlich exzessiven Achtzigerjahre, aus denen er stammt.

Technik – 3,3 Liter und ein Turbolader mit Überraschungseffekt

Unter dem Heckdeckel arbeitet der 3,3-Liter-Turbomotor mit 300 PS. Dazu kommt ein manuelles Getriebe – und damit eigentlich alles, was man für einen unterhaltsamen Nachmittag benötigt.

Technisch wurde der Porsche über die Jahre nicht einfach sich selbst überlassen. 2017 wurde der Motor grundlegend überarbeitet beziehungsweise neu abgedichtet; gleichzeitig erfolgte ein Klimaservice. In jüngerer Vergangenheit wurde außerdem der Mengenteiler der Einspritzanlage überholt.

Für die vorgenommenen Arbeiten werden insgesamt Investitionen von rund 20.000 Euro genannt. Als letzter Service ist April 2025 angegeben.

Auch die Bremsbeläge wurden 2017 erneuert. Die montierten Reifen besitzen zwar noch gutes Profil, stammen allerdings ebenfalls bereits aus dem Jahr 2016 – ein Punkt, den man vor ernsthafter Nutzung entsprechend berücksichtigen sollte.

Der Wagen wird als fahrbereit beschrieben, ist aktuell jedoch nicht zugelassen.

Die persönliche Geschichte – Drei Ordner sind manchmal spannender als ein Datenblatt

Was mir an diesem Porsche besonders gefällt, ist nicht nur seine Front. Und auch nicht die Vorstellung, dass hinter einem beim Beschleunigen ein luftgekühlter Turbomotor versucht, die Welt rückwärts zu drehen.

Es ist seine Geschichte.

Zum Fahrzeug gehören laut Verkäufer drei umfangreich gefüllte Ordner mit Unterlagen, dazu Scheckheft, Rechnungen und Dokumente rund um den Flachbau-Umbau.

Das passt zu einem Auto, das eben nicht gestern für den Verkauf fertiggestellt wurde.

Kuwait. Porsche-Umbau. Deutschland. Sammlung. Drei Besitzer. Rund 15 Jahre beim heutigen Eigentümer.

Und dazwischen 58.200 Kilometer.

Das ist keine Aneinanderreihung von technischen Daten. Das ist ein Autoleben.

Fahrerlebnis – Respekt vor dem rechten Fuß

Ein 930 Turbo gehört zu jenen Autos, bei denen 300 PS wesentlich aufregender sein können als moderne 600.

Denn hier gibt es keine elektronische Sicherheitskonferenz, bevor die Hinterräder ihre Arbeit aufnehmen.

Der Fahrer gibt Gas, der Turbolader überlegt kurz – und dann kommt Leistung.

In einem modernen Sportwagen ist Geschwindigkeit häufig beeindruckend. In einem alten 911 Turbo ist sie ein Ereignis.

Und genau deshalb haben diese Autos ihren Ruf bis heute behalten. Man fährt einen 930 nicht beiläufig. Man beschäftigt sich mit ihm.

Fazit – Ein normaler 930 wäre schließlich zu einfach gewesen

Dieser Porsche 911 Turbo von 1985 besitzt bereits alles, was einen 930 interessant macht: 3,3-Liter-Turbomotor, 300 PS, Handschaltung, Heckantrieb und jene unverwechselbar breiten Hüften.

Aber dann kommen noch die Details.

Indischrot. Rotes Leder. Kuwait. Die außergewöhnliche Erstbesitzergeschichte. Der 1989 vorgenommene Porsche-Flachbau-Umbau. Nur 58.200 angegebene Kilometer. Rund 15 Jahre beim heutigen Besitzer. Und drei Ordner voller Geschichte.

Das Ergebnis ist kein diskreter klassischer Porsche.

Es ist ein 930 aus einer Zeit, in der Autos laut, extravagant und gelegentlich ein kleines bisschen furchteinflößend sein durften.

Und wenn einem ein indischroter Turbo mit rotem Leder, flacher Front und Scheich-Geschichte zu auffällig erscheint, war der Porsche 911 Turbo vermutlich ohnehin nie das richtige Auto.

État et immatriculation

Immatriculé
Prêt à conduire

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Détails techniques

Données du véhicule

Marque
Porsche
Série de modèles
911
Modèle
911 Turbo 3.3 Flatnose
Série de fabrication
930
Date immatriculation
Non fourni
Année
1985
Kilométrage (compteur)
58 200 km
Numéro d'identification du véhicule
Non fourni
Numéro de moteur
Non fourni
Numéro de Transmission
Non fourni
Nombre de propriétaires
Non fourni

Détails techniques

Type de carrosserie
Coupé
Puissance (kW/CV)
221/300
Cylindrée (cm³)
3299
Cylindres
6
Portes
Non fourni
Volant
Gauche
Boîte de vitesse
Boîte manuelle
Vitesses
Non fourni
Traction
Arrière
Frein avant
À disque
Frein arrière
À disque
Carburant
Essence

Configuration individuelle

Couleur extérieure
Rouge
Couleur intérieure
Rouge
Matériel intérieur
Cuir
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