- Motorcycle
- Triton(0 offers)
Triton Motorrad kaufen
Der Triton ist kein Serienmodell, sondern das Resultat einer genialen Idee: den besten Motor Englands mit dem besten Rahmen Englands zu kombinieren. Wer eine Triton kauft, erwirbt das Herzstück der britischen Café-Racer-Kultur der 1960er-Jahre.
Search results
Currently, there are no matching listings for your search.
Benachrichtigung erstellen
Lassen Sie sich benachrichtigen, sobald ein Inserat veröffentlicht wird, das Ihren Suchkriterien entspricht.
Fahrzeug inserieren
Sie haben einen Triton, den Sie verkaufen wollen? Dann erstellen Sie jetzt ein Inserat.
Fahrzeug inserieren"Triton" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Triton" machen.

1970 | Triton 650
1970 Norton Triton 648cc

1979 | Triton 650
Fabled Featherbed Frame - Stunning Recreation

1960 | Triton 650
Triton Cafe Racer 650cc 1960

1961 | Triton 650
Triton Cafe Racer 650cc 1961

1964 | Triton 650
1964 Norton 'Triton' 650cc

1970 | Triton 750
The Real Thing

1973 | Triton 750
Norton Manx-Rahmen und Kompressoraufladung
Benachrichtigung erstellen
Lassen Sie sich benachrichtigen, sobald ein Inserat veröffentlicht wird, das Ihren Suchkriterien entspricht.
Fahrzeug inserieren
Sie haben einen Triton, den Sie verkaufen wollen? Dann erstellen Sie jetzt ein Inserat.
Fahrzeug inserierenGeschichte & Ursprung
Die Geschichte des Triton beginnt mit einer technischen Notlösung, die zur philosophischen Aussage wurde. In den frühen 1950er-Jahren dominierten Manx-Nortons den Motorsport – doch Norton weigerte sich, die Motoren separat zu verkaufen. Wer einen Manx-Motor für den Formelsport haben wollte, musste das komplette Motorrad kaufen. So landeten viele makellose Norton-Featherbed-Rahmen ohne Antrieb auf dem Markt.
Auf der anderen Seite standen Triumph-Fahrer, die mit der Handhabung ihrer Maschinen haderten. Das Triumph-Parallel-Twin galt zwar als leistungsstarker und zuverlässiger Motor, aber Triumphs eigene Rahmen der späten 1950er-Jahre wurden für ihr nervöses Hochgeschwindigkeitsverhalten kritisiert. Der Norton Featherbed-Rahmen hingegen, entwickelt von den Brüdern Rex und Cromie McCandless für die Saison 1950, setzte neue Maßstäbe: leicht, verwindungssteif, mit idealer Geometrie. Werkstestfahrer Harold Daniell soll bei der ersten Ausfahrt geschwärmt haben, er sitze wie auf einem Federbett – ein Name war geboren.
Die Konsequenz lag auf der Hand: Triumph-Motor heraus, Triumph-Motor hinein – aber in den Norton-Rahmen. Erste dokumentierte Triton-Aufbauten stammen aus dem Jahr 1954, als der Londoner Rennfahrer Doug Clark einen 650-cm³-Triumph-Motor in ein Manx-Norton-Chassis einbaute. Triumph soll davon wenig begeistert gewesen sein und Clark mit rechtlichen Schritten gedroht haben.
Der Name „Triton" – ein Portmanteau aus Triumph und Norton, zugleich der Name eines griechischen Meergottes – bürgerte sich organisch ein. Es gab keine Fabrik, keine Serienproduktion, kein Typenschild. Jeder Triton war ein Einzelstück, zusammengestellt von Mechanikern, Hobbyisten und kleinen Spezialwerkstätten.
Das änderte sich teilweise mit Dave Degens und seiner Werkstatt Dresda Autos in Putney, London. Degens hatte das Geschäft 1963 zusammen mit Dickie Boon übernommen, als der Scooter-Boom abebbte. Er begann, Tritons in kleiner Serie zu bauen – angeblich 50 Stück allein im Jahr 1964. Den entscheidenden Ruhm brachte ihm der Barcelona 24-Stunden-Rennlauf 1965 auf dem engen Stadtkurs Montjuïc: Mit einer sorgfältig aufgebauten 500-cm³-Dresda-Triton besiegte Degens viele Werksmaschinen und machte den Triton weltberühmt. 1970 gewann er das gleiche Rennen erneut, diesmal mit einem 650-cm³-Triumph-Motor in einem eigens entwickelten leichten Dresda-Rahmen.
Im Laufe der 1960er- und frühen 1970er-Jahre entstand eine ganze Subkultur rund um den Triton. Er war das Motorrad der Rocker – Gegenstück zu den Mods mit ihren spiegel-bestückten Vespas und Lambrettas. An den Tankstellen entlang der Watling Street, der Ace Café-Route durch London, mischten sich die Klänge von Rock'n'Roll und aufheulenden Parallel-Twins. Ein Triton war Statussymbol, Leistungsausweis und handwerkliche Visitenkarte zugleich.
Highlights & Besonderheiten
Was den Triton von jedem anderen Motorrad seiner Zeit unterschied, war die Konsequenz, mit der er das Beste aus zwei Welten vereinte – und die Freiheit, die sein Konzept dem Erbauer ließ.
Der Norton Featherbed-Rahmen war das technische Rückgrat. Die doppelte Rohrschleife aus Reynolds-531-Chrom-Molybdän-Stahl, bronzegepresst geschweißt, bot eine Kombination aus Steifigkeit und Flexibilität, die Zeitgenossen verblüffte. Es gab ihn in zwei Ausführungen: die breitere Wideline (1957–1961) und die schmalere Slimline (1961–1971), wobei Letztere besonders beliebt für Triton-Aufbauten war, da sie Motoreinbauten erleichterte. Der originale Manx-Rahmen war die Krone des Triton-Baus – selten, teuer und für das reinste Fahrerlebnis geschätzt.
Die Triumph-Motoren bildeten das Herz. Am häufigsten verbaut: der 650-cm³-T120 Bonneville mit Twin-Vergasern und zwei Nockenwellen sowie der etwas ältere 6T Thunderbird (650 cm³) mit einem Vergaser. Für die sportlicheren Aufbauten bot der T110 Tiger eine gute Ausgangsbasis. Einige Erbauer griffen auf den 500-cm³-T100 zurück, wenn sie in der 500-cm³-Klasse antreten wollten. Spätere Tritons verwendeten auch den 750-cm³-T140-Motor aus der Bonneville. Der entscheidende Vorteil des Triumph-Motors gegenüber dem Norton-Pendant: kürzerer Hub (71 × 82 mm beim T120 gegenüber 68 × 89 mm beim Norton 650SS), geringere mittlere Kolbengeschwindigkeit, weniger Vibrationen und deutlich bessere Haltbarkeit bei hohen Drehzahlen.
Ein weiteres Highlight war die Abstimmungsfreiheit: Triumph-Tuningteile waren in den 1960er-Jahren reichlich verfügbar. Von Hochkompressionskolben über Race-Nockenwellen bis zum exklusiven Weslake 8-Ventil-Zylinderkopf (vier Ventile pro Zylinder, damals in der Straßenwelt ohne Beispiel) reichte die Palette. Dresda-Erbauer Dave Degens rühmte sich, aus einem Triumph-Parallel-Twin bis zu 80 PS heraushot und gleichzeitig auf 100 mpg (knapp 3 l/100 km) tunen zu können.
Die optische Identität eines Triton war ebenso charakteristisch: Aluminium-Tank, tief montierte Clip-on-Lenker, Rücksetzer-Fußrasten, eine schmale Einsitzbank und oft ein elegantes Megaphon-Auspuffsystem. Kein Triton sah wie ein anderer aus – aber alle hatten die unverwechselbare Silhouette des Featherbed-Rahmens mit dem Triumph-Twin darin.
Technische Daten
Da jeder Triton ein Unikat ist, variieren die technischen Daten stark. Die folgende Tabelle zeigt typische Spezifikationen der häufigsten Konfigurationen:
Marktübersicht und Kauftipps
Der Triton-Markt ist klein, spezialisiert und erfordert besondere Sorgfalt beim Kauf. Da es sich um handgefertigte Einzelstücke handelt, variieren Qualität, Originalitätsniveau und Marktwert extrem.
Preisrange (2024–2025)
Aktuelle Auktionsergebnisse geben folgendes Bild:
- Restaurierungsprojekte / nicht fahrbereit: ab ca. £3.000–£4.500 (z.B. Dresda Triton 750 cc, Iconic Auctioneers Mai 2025: £3.680)
- Fahrbereit, guter Zustand: £5.000–£7.500 (Hagerty-Richtwert: „Nice ride" £7.500)
- Hochwertige, dokumentierte Exemplare: £7.500–£12.000 (z.B. 1965 Triton 745 cm³, Iconic Auctioneers Juli 2025: £7.475; 1960 Featherbed/T120, H&H Juli 2024: £5.520)
- Provenienz-Exemplare / Dresda-Original: £15.000–£20.000+ (originale 1965er Dresda mit Dave Degens-Dokumentation: £15.995; Hagerty-Richtwert „Showing off": £10.000)
- Einem Dreamseller auf BaT: 1961 Triumph Triton Café Racer erzielte März 2025 $10.500
In Euro / für den deutschsprachigen Markt rechnet man bei vergleichbaren Exemplaren mit Aufschlägen gegenüber britischen Preisen durch Import- und Zulassungskosten.
Was beim Kauf zu prüfen ist
Dokumentation und Identität sind beim Triton kritisch. Da keine Serienproduktion existierte, sind V5C-Dokumente (UK) bzw. deutsche Fahrzeugbriefe oft auf den Rahmen-Hersteller (Norton) oder als „zusammengebaut aus Einzelteilen" ausgestellt. Prüfen Sie:
- Rahmennummer: Featherbed-Rahmen tragen eine alphanumerische Nummer am linken Gussetblech. Der erste Buchstabe codiert das Baujahr (P = 1959, R = 1960, A = 1961 usw.), die Ziffer danach den Modelltyp. Eine Bestätigung durch den Norton Owners Club oder den VMCC ist empfehlenswert.
- Motornummer: Triumph-Motornummern sind gut dokumentiert. Lassen Sie die Nummer durch ein Triumph-Register verifizieren. Stimmt das angegebene Baujahr mit der Nummer überein?
- Rahmenvariante: Wideline (bis 1961) oder Slimline (ab 1961)? Für Pre-unit-Triumph-Motoren ist die Wideline geometrisch günstiger; die Slimline wurde bevorzugt für Unit-Construction-Motoren. Prüfen Sie die Motorhalterungsplatten auf korrekte Ausführung.
Motorinspektion beim Triumph-Twin:
- Pre-unit-Motoren (vor 1963): Prüfen Sie den Kurbelwellenzustand (Lagerspiel durch Rütteln am Handstartkurbel-Ende), die Nockenwellenbuchsen (kaum mehr lieferbar in Originalgüte) und die Zylinderkopf-Auslassventilsitze (Nachrüstung auf gehärtete Sitze für bleifreien Kraftstoff häufig notwendig).
- Unit-Construction-Motoren (ab 1963): Robuster, aber auf Primärketten-Verschleiß und Getriebeöl-Leckagen achten. Amal-Concentric-Vergaser (ab 1967) neigen zu Schmutzanfälligkeit; Überholung oder Wechsel auf Nachrüstalternativen (z.B. Mikuni) oft sinnvoll.
- Verdichtung und Kraftstoff: Viele Tritons wurden auf hohe Verdichtung (9:1 oder höher) ausgelegt. Modernes bleifreies Benzin mit Ethanol-Anteil kann problematisch sein; Kraftstoffzusätze oder Anpassung der Verdichtung auf max. 8,5:1 empfehlenswert.
- Elektronische Zündung: Boyer-Elektronik-Zündung ist eine weitverbreitete und zuverlässige Nachrüstung; Magneto-Original-Aufbauten sind seltener, aber klangvoll.
Fahrwerk-Inspektion:
- Roadholder-Gabel: Auf Leckagen und Standrohrverschleiß prüfen. Ersatzteile sind verfügbar, aber aufwändig.
- Schwingenarm-Buchsen: Klassischer Verschleißpunkt. Lose Buchsen äußern sich in Wank-Bewegungen am Hinterrad.
- Trommelbremsen: Die typische TLS-Trommel (Twin Leading Shoe) vorn bietet gute Verzögerung, aber nur, wenn korrekt eingestellt. Bremsbeläge müssen für bleifreien Betrieb geeignet sein.
- Rahmen: Schweißnähte auf Risse prüfen, insbesondere an Motor-Halteplatten und Schwingenarm-Lagern. Bei selbstgebauten Tritons ist die Qualität der Motorhalterungsplatten entscheidend für Handling und Sicherheit.
Dresda-Tritons sind besonders wertvoll, wenn Dokumentation (originale Rechnungen, Dresda-Papiere) vorhanden ist. Dave Degens' Werkstatt ist noch immer tätig und kann Echtheitsfragen klären.
Käuferprofil
Der Triton-Markt teilt sich grob in drei Gruppen:
- Sammler von Originalität: Suchen nach dokumentierten Exemplaren mit nachweisbarer Herkunft, bevorzugen Dresda- oder andere bekannte Werkstattaufbauten.
- Fahrer und Enthusiasten: Wollen ein fahrbereites, zuverlässiges Café-Racer-Erlebnis; legen weniger Wert auf Dokumentation, mehr auf Fahrzustand und Ergonomie.
- Restauratoren und Selbstbauer: Kaufen Projekte oder Einzelteile; haben handwerkliche Fähigkeiten und wollen die Triton-Tradition fortführen.
Ersatzteile für Triumph-Motoren sind durch Spezialisten wie Norvil Motorcycle Company, Draganfly Motorcycles und andere gut verfügbar. Norton-Featherbed-Teile werden u.a. von RGM Norton nachgefertigt. Für Dresda-spezifische Teile ist der direkte Kontakt mit Dresda Autos empfehlenswert.
Fahrverhalten
Wer zum ersten Mal auf einem Triton sitzt, versteht sofort, warum diese Maschinen eine eigene Bewegung ausgelöst haben. Die Sitzposition ist kompromisslos: Clip-on-Lenker zwingen den Oberkörper nach vorn und tief, die Rücksetzer-Fußrasten strecken die Beine nach hinten. Im Stau oder bei Schrittgeschwindigkeit kann das zermürbend sein – die Handgelenke schmerzen, die Knie klemmen. Aber sobald der Triumph-Twin über 3.000 Umdrehungen kommt und die Straße aufgeht, verwandelt sich alles.
Der Featherbed-Rahmen leistet genau das, was sein Ruf verspricht. Kurven werden mit einer Präzision abgehandelt, die moderne Fahrer erstaunt: kein Wanken, keine Unsicherheit in der Linie, nur eine fast telepathische Verbindung zwischen Lenker und Asphalt. Der Schwingarm-Rahmen in Kombination mit den Norton Roadholder-Gabeln schluckt Bodenwellen ohne die nervöse Reaktion vieler zeitgenössischer Maschinen.
Der Triumph-Parallel-Twin entwickelt sein Drehmoment auf eine Art, die für einen luftgekühlten Motor der 1960er-Jahre bemerkenswert ist. Beim Bonneville-Motor zieht das Drehmoment schon ab 2.500 U/min kräftig durch; zwischen 4.000 und 6.500 U/min entfaltet sich der volle Charakter – eine wellenförmige, vibrierende Kraft, die die Hände kribbeln lässt und den Bauch antreibt. Über 6.500 U/min wird es laut und intensiv; bei Rennnockenwellen ist bei rund 5.500 U/min oft ein markantes Durchhänger spürbar, das erfahrene Triton-Fahrer kennen und einkalkulieren.
Das Gewicht von nur rund 160 kg macht den Triton spritzig und handlich. Hochgeschwindigkeits-Autobahnetappen bei 160–185 km/h sind möglich, aber anstrengend – die Verkleidungslosigkeit macht jeden Fahrtwind spürbar. Eine kleine Windschutzscheibe oder ein Manx-Fairing verändert das Bild dramatisch.
Die Trommelbremsen erfordern Vorausplanung. Gut eingestellt und warm, bremsen sie zuverlässig; kalt oder nach langer Standzeit neigen sie zur Unberechenbarkeit. Viele moderne Triton-Besitzer rüsten auf Scheibenbremsen um – was die Fahrbarkeit verbessert, aber Puristen die Nase rümpfen lässt.
Design & Erscheinungsbild
Der Triton hat kein Design im klassischen Sinne – er hat eine Haltung. Kein Stylingdepartment, kein Marketingteam haben diese Form ersonnen; sie entstammt der Logik der Funktion und dem Geschmack des Erbauers.
Das visuelle Markenzeichen ist der geschwungene Featherbed-Doppelrohrrahmen, der den Triumph-Twin wie in einer Umarmung hält. Die typische Silhouette: ein flacher, schmaler Aluminium-Tank (oft von Lyta oder Manx-Optik), eine kurze Einsitzbank, tief montierte Clip-on-Lenker, polierte Aluteile, Borrani- oder Akront-Felgen mit Edelstahlspeichen und Megaphon-Auspuffe, die hinten hochgezogen sind.
Jeder Erbauer brachte seine Handschrift ein. Dresda-Tritons erkennt man an der Qualität der Schweißnähte, den hauseigenen Motorhalterungsplatten und oft an Dresda-spezifischen Abgasanlagen. Andere bevorzugten filigrane Manx-Tanks, verchromte Details oder aufwändig gravierte Aluteile. Einige Tritons trugen kleine Verkleidungen im Manx-Stil; andere waren puristisch nackt.
Die Farbgebung war meist zurückhaltend: Silber, Schwarz oder Silber-Schwarz mit farbigen Streifen. Das war kein Zufall – im Kontrast zum bunten Pop der Mods wollten die Rocker mit schlichter, handwerklicher Eleganz punkten.
Heute ist der Triton eine lebendige Inspiration für die Custom-Szene. Builder von Tokyo bis Berlin lassen sich von der Triton-Formel inspirieren und verbinden sie mit modernen Triumph-Thruxton- oder Bonneville-Motoren in neuen oder reproduzierten Featherbed-Rahmen. Auch Dresda selbst fertigt noch Rahmen und Teile – die Tradition lebt.
Renngeschichte & Kulturelle Bedeutung
Der Triton war nie ein Markenzeichen eines Konzerns, aber er wurde zum Symbol einer ganzen Subkultur. Die Rocker der späten 1950er- und frühen 1960er-Jahre – mit ihren ledernen Bomberjacken, aufgenagelten Nieten und dem Ehrenkodex des schnellen Fahrens – wählten den Triton als Ultimativste Ausdrucksform ihrer Philosophie.
Die Verbindung zum Rennsport war direkt. Dave Degens gewann den Barcelona 24-Stunden-Rennlauf zweimal (1965 und 1970) mit Dresda-Tritons und bewies damit, dass handgefertigte Privatier-Maschinen Werksteams schlagen konnten. Beim Rennen 1965 auf dem 3,78 km langen Montjuïc-Stadtkurs in Barcelona – mit steilen Abfahrten, engen Haarnadelkurven und einer Kreisverkehr-Passage – nutzte Degens die Agilität seiner Triton, um die schwereren und leistungsstärkeren Konkurrenten auszumanövrieren. Die Strategie war einfach: Die leichte, gut ausbalancierte Triton konnte enger und später bremsen als fast alles andere auf der Strecke.
Im kulturellen Gedächtnis ist der Triton eng mit dem Ace Café in London verknüpft – dem Treffpunkt der Rocker, wo Boxenstopps und Wettrennen zur Watling Street zur Tagesordnung gehörten. Das Ace Café ist heute noch geöffnet, und bei Classic-Treffen dort sind Tritons regelmäßig zu sehen.
Die Hybridbauweise des Triton fand Nachahmer: Der Tribsa (Triumph-Motor in BSA-Rahmen), der Norvin (Vincent-V-Twin im Norton-Rahmen) und der Trifield (Triumph im Royal-Enfield-Rahmen) zeigten, dass die Idee des optimierten Hybrids weit über einen einzelnen Typ hinausreichte.
Fazit
Der Triton ist mehr als ein Motorrad – er ist ein Beweisstück. Er zeigt, was passiert, wenn Enthusiasten sich weigern, Kompromisse zu akzeptieren, und stattdessen das Beste aus zwei Welten zusammenführen. Triumph-Motor im Norton Featherbed-Rahmen: Diese Formel, in den frühen 1950er-Jahren aus der Not geboren, wurde zum Manifest einer Generation.
Für den Käufer von heute bietet der Triton ein einzigartiges Erlebnis: ein Fahrzeug ohne Seriennummer im klassischen Sinne, ohne Werkshaftung, aber mit maximaler Persönlichkeit. Die Preise reichen von rund 3.500 € für Projekte bis über 20.000 € für dokumentierte Dresda-Exemplare – ein breites Spektrum, das Einsteigern wie erfahrenen Sammlern Einstiegsmöglichkeiten bietet.
Kaufen Sie einen Triton nur mit vollständiger Dokumentation von Rahmen- und Motornummer, und lassen Sie beides durch einschlägige Clubs verifizieren. Rechnen Sie mit regelmäßigem Wartungsaufwand – diese Maschinen wollen gefahren und gepflegt werden. Wer bereit ist, sich auf die handwerkliche Logik des Triton einzulassen, wird mit einem der direktesten und aufregendsten Fahrerlebnisse belohnt, die die britische Motorradgeschichte zu bieten hat.
Finden Sie Ihren Triton jetzt auf Classic Trader – und werden Sie Teil der Geschichte.