- Moto
- Rumi (5 offerte)
Rumi Motorrad kaufen
Rumi steht für italienische Ingenieurskunst in Reinform: Der legendäre 125-ccm-Zweizylinder-Zweitakter mit horizontaler Bauweise machte die Marke aus Bergamo zwischen 1949 und 1969 zur Legende. Vom Junior Corsa, der Rennstrecken dominierte, über den eleganten Formichino-Roller bis zum Turismo – Rumi vereinte technische Innovation mit künstlerischem Design.
Risultati della ricerca

1970 | Rumi 125 Turismo
Rumi 125

1960 | Rumi Junior Gentleman 125
Rumi Junior 125

1959 | Rumi Junior Gentleman 125
Rumi Gentleman


"Rumi" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Rumi" machen.
1960 | Rumi 125 Regolarita
-
1960 | Rumi 125 Super Sport
-
1960 | Rumi 125 Turismo
-
1953 | Rumi 125
Rumi Super Sport TT. Twostroke, two cylinder, two carburettor, two exhaust
1964 | Rumi Dogi Go-Kart
1962 | Rumi Gobbetto
-
1952 | Rumi 125 Super Sport
RUMI Sport 125 I serie, restauro completo
1953 | Rumi 125 Turismo
RUMI Rumi 125-TURISMO
1961 | Rumi Formichino 125
BOL D'OR
1954 | Rumi 125 Scoiattolo
-
Geschichte
Die Geschichte von Moto Rumi beginnt nicht auf der Rennstrecke, sondern in den Gießereihallen von Bergamo. Fonderie Officine Rumi wurde 1906 von Achille Rumi gegründet und belieferte zunächst die Textilindustrie mit Gussteilen. Im Zweiten Weltkrieg produzierte das Unternehmen Propeller, Periskope und sogar Miniatur-U-Boote – eine Expertise in Präzisionsfertigung, die später den Motorradbau prägen sollte.
Donnino Rumi, Achilles Sohn und klassisch ausgebildeter Künstler (Maler und Bildhauer), übernahm in den 1920er Jahren das Familienunternehmen. Nach Kriegsende 1948 hatte er eine Vision: leichte, technisch fortschrittliche Motorräder zu bauen. Donnino zeichnete alle Entwürfe selbst, modellierte sie in Ton und ließ Prototypen in Gusseisen und Aluminium gießen – ein künstlerischer Ansatz, der Rumi-Maschinen ihre unverwechselbare Ästhetik verlieh.
Das Herzstück aller Rumi-Motorräder war der 125-ccm-Zweizylinder-Zweitaktmotor mit horizontaler Bauweise, entwickelt vom Ingenieur Pietro Dossena. Dieser Motor war revolutionär: kompakt, leistungsstark und mit charakteristischem Sound. Der erste Prototyp, der Rumi Turismo, wurde 1949 gebaut und im April 1950 auf der Mailänder Messe präsentiert.
Die goldenen Jahre (1950-1956) brachten eine Modellvielfalt, die Rumis Ruf festigte:
- 1950-1956: Rumi Turismo – Das Einstiegsmodell für die Straße, zuverlässig und alltagstauglich
- 1951-1956: Rumi Scoiattolo (Eichhörnchen) – Der erste Roller mit Monocoque-Aluminiumkarosserie, 3-Gang-Getriebe (ab 1954: 4-Gang), galt als schnellster Roller seiner Zeit
- 1952: Rumi Gobbetto – Rennmaschine, die in italienischen Straßenrennen Erfolge feierte
- 1953-1959: Rumi Junior/Junior Corsa – Die Legende. Entwickelt für die italienische Formel Junior (18-mm-Vergaserbeschränkung), wurde sie zum Favoriten in ihrer Klasse. Mit 9 PS bei 7.300-8.000 U/min und nur 75 kg Gewicht war sie ein Rennwerkzeug für die Straße. Gianni Zonca gewann 1955 auf einer Rumi die italienische Meisterschaft – danach zierte die italienische Flagge das Rumi-Logo.
- 1955-1960: Rumi Formichino (Ameise) – Der eleganteste Roller der Ära, mit gegossenem Aluminiumchassis, Doppelsitzbank und 4-Gang-Getriebe
Rumi war auch im Rennsport aktiv: Die 248-ccm-DOHC-Rennmaschinen (entworfen von Salmaggi) mit parallelem Zweizylinder und doppelter obenliegender Nockenwelle repräsentierten den Höhepunkt der technischen Entwicklung Mitte der 1950er Jahre.
Das Ende einer Ära: Mit dem Aufstieg japanischer Massenhersteller in den 1960er Jahren verlor Rumi an Wettbewerbsfähigkeit. 1962 stellte das Unternehmen die Motorradproduktion ein, 1969 endete die Marke endgültig. Donnino Rumi kehrte zu seiner ersten Liebe zurück – der Malerei.
Moderne Wiederbelebung: In den 1990er Jahren versuchte Oscar Rumi (Neffe von Donnino) ein Comeback mit der Rumi RM701, basierend auf einem modifizierten Honda NX650-Motor. Von 1990 bis 2016 kehrte Rumi sogar auf die Rennstrecke zurück – Stefano Rumi entwickelte moderne 125-ccm-GP- und Moto3-Maschinen.
Highlights und Besonderheiten
Was macht Rumi so besonders? Es ist die Symbiose aus Ingenieurskunst und Kunst.
Der legendäre Horizontal-Twin: Alle Rumi-Motorräder teilten sich den 125-ccm-Zweizylinder-Zweitakter mit horizontaler Anordnung. Diese Bauweise (Bohrung x Hub: 42 x 45 mm) war kompakt, senkte den Schwerpunkt und ermöglichte eine optimale Gewichtsverteilung. Mit Verdichtungsverhältnissen bis 10,5:1 und zwei Dell'Orto-Vergasern (UB 18 oder UB 22, bei Rennversionen SS 23c/22c) leistete der Motor je nach Abstimmung 6-9 PS – beeindruckend für 125 ccm in den 1950ern.
Aluminiumguss-Expertise: Rumis Erfahrung im Präzisionsguss zeigte sich in den Rollern. Der Scoiattolo und Formichino hatten Monocoque-Karosserien aus Aluminium (in drei Hauptteilen gegossen), wobei der Motor als tragendes Element diente. Diese Konstruktion war leichter und steifer als die Stahlblechbauweise der Konkurrenz (Vespa, Lambretta).
Künstlerisches Design: Donnino Rumis Hintergrund als Bildhauer ist in jeder Linie sichtbar. Die Formichino gilt bis heute als einer der schönsten Roller aller Zeiten – mit tief gezogenen Kotflügeln, Chromzierleisten an den Beinschutzschilden, vollständig verkleideter Motoreinheit und einer bequemen Doppelsitzbank. Viele Rumis wurden in leuchtendem Rot lackiert, dem charakteristischen „Rumi-Rot".
Rennsport-DNA: Der Junior Corsa war kein umgebautes Straßenmotorrad, sondern eine von Grund auf für Rennen entwickelte Maschine. Earles-Gabel (später Teleskopgabel), Mehrscheiben-Ölbadkupplung, 4-Gang-Getriebe mit Rennübersetzungen, Leichtbaurahmen aus Spezialstahl – alles auf Geschwindigkeit und Handling optimiert. Viele Privatfahrer kauften den Junior Corsa, um bei klassischen italienischen Rennen wie dem Mailand-Taranto anzutreten.
Das Logo: Rumis Emblem zeigt drei Elemente – Vogelflügel (Himmel), Amboss (Erde) und Anker (Meer) – die das Produktspektrum des Unternehmens symbolisieren. Ab 1955 wurde die italienische Flagge hinzugefügt.
Technische Daten
Motor (typisch für 125-ccm-Modelle):
- Bauart: Zweizylinder-Zweitakter, horizontal nebeneinander
- Bohrung x Hub: 42 x 45 mm
- Verdichtung: 10,5:1 (Rennversionen)
- Vergaser: 2x Dell'Orto UB 18 (Standard) oder UB 22 (Sport) oder SS 23c/22c (Rennen)
- Zündung: Schwungrad-Magnetzündung mit zwei Unterbrechern, 6V, 30W
- Kupplung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung
- Primärantrieb: Zahnräder
- Sekundärantrieb: Kette
Fahrwerk (Junior Corsa):
- Rahmen: Leichtbau-Stahlrohrrahmen
- Radstand: 1.220 mm (Earles-Gabel) / 1.250 mm (Teleskopgabel)
- Vorderradfederung: Earles-Gabel mit Stoßdämpfern (frühe Modelle) oder Teleskopgabel (spätere Modelle)
- Hinterradfederung: Schwinge mit Stoßdämpfern
- Bremsen: Trommelbremsen vorne und hinten
- Reifen: 2.75-19 (Motorräder) / 4.00-10 (Roller)
Marktübersicht und Kauftipps
Der Rumi-Markt ist überschaubar, aber leidenschaftlich. Diese Maschinen sind selten – zwischen 1949 und 1969 wurden nur wenige Tausend Einheiten produziert, und viele haben nicht überlebt.
Preisspannen nach Modell und Zustand:
- Rumi Turismo/Sport: €4.000-8.000 (restauriert), €2.000-4.000 (Projektbasis)
- Rumi Junior Corsa: €12.000-25.000 (restauriert, mit Rennhistorie bis €35.000+)
- Rumi Scoiattolo: €6.000-12.000 (restauriert), €3.000-6.000 (Projektbasis)
- Rumi Formichino: €8.000-15.000 (restauriert, original), €4.000-8.000 (Projektbasis)
- Rumi Gobbetto/248 DOHC Racer: €30.000-60.000+ (extrem selten, Auktionspreise variieren stark)
Welches Modell für welchen Käufer?
- Einsteiger: Rumi Turismo oder Scoiattolo (2. Serie mit 4-Gang). Alltagstauglicher, einfacher zu warten, erschwinglicher.
- Rollersammler: Formichino – der schönste Roller der Ära, aber Teile sind schwieriger zu finden als bei Vespa/Lambretta.
- Rennhistorie-Enthusiasten: Junior Corsa – das Kronjuwel jeder Sammlung. Dokumentierte Rennhistorie steigert den Wert erheblich.
- Fortgeschrittene Sammler: Gobbetto oder 248 DOHC – extrem selten, erfordern Expertise und tiefe Taschen.
Allgemeine Markenmerkmale (auf die Sie bei allen Rumis achten sollten):
- Motor: Der Horizontal-Twin ist robust, aber Ersatzteile sind rar. Prüfen Sie Kompression (sollte gleichmäßig sein), Kurbelwellenlager (Spiel?), Kolben/Zylinder (Verschleiß?). Originale Dell'Orto-Vergaser sind Gold wert.
- Rahmen: Stahlrohrrahmen bei Motorrädern – prüfen Sie Schweißnähte und Rohrverbindungen auf Risse. Bei Rollern: Aluminiumguss auf Risse prüfen (besonders an Befestigungspunkten).
- Getriebe: 4-Gang-Getriebe sind zuverlässig, aber Ersatzgetriebe sind schwer zu finden. Testen Sie alle Gänge.
- Originalität: Originallack, Chromteile, Sitze und Embleme steigern den Wert erheblich. Viele Rumis wurden „restauriert" mit falschen Teilen – Dokumentation ist entscheidend.
Teile-Verfügbarkeit: Herausfordernd. Es gibt eine kleine, aber engagierte Rumi-Community (z.B. formichino.com Forum), die Teile tauscht und Reproduktionen herstellt. Einige Spezialisten in Italien (Cristiano Luzzago) und UK bieten Teile an. Erwarten Sie lange Wartezeiten und hohe Preise für seltene Komponenten.
Markttrends: Rumi-Preise sind in den letzten 10 Jahren stabil gestiegen, besonders für Junior Corsa und Formichino. Die Marke gewinnt an Anerkennung unter Sammlern, die Alternativen zu den üblichen Verdächtigen (Ducati, Moto Guzzi) suchen. Wertsteigerung ist wahrscheinlich, aber Liquidität ist begrenzt – es kann Monate dauern, den richtigen Käufer zu finden.
Versicherung und Zulassung: Rumi-Motorräder qualifizieren sich für Oldtimer-Kennzeichen (H-Kennzeichen in Deutschland ab 30 Jahren). Versicherungen für Oldtimer sind günstig, aber Sie benötigen ein Wertgutachten für seltene Modelle.
Motor, Leistung, Getriebe, Fahrverhalten
Eine Rumi zu fahren ist wie eine Zeitreise in die goldene Ära des italienischen Motorradsports.
Der Motor: Drehen Sie den Zündschlüssel, kicken Sie den Anlasser – und der Horizontal-Twin erwacht mit einem charakteristischen, leicht rauen Zweitakt-Sound. Nicht das schrille Kreischen einer Vespa, sondern ein tieferes, mechanischeres Grollen. Bei Standgas vibriert die Maschine leicht, aber nicht unangenehm – Sie spüren die beiden Kolben, die horizontal hin und her arbeiten.
Beschleunigung: Der Turismo und Scoiattolo sind gemütlich – 6 PS reichen für entspanntes Cruisen bei 60-70 km/h. Der Junior Corsa ist eine andere Welt. Drehen Sie den Gasgriff auf, und die 9 PS katapultieren die 75 kg schwere Maschine nach vorne. Der Motor liebt hohe Drehzahlen – bei 7.000 U/min kommt er in Fahrt, bei 8.000 U/min singt er. Das 4-Gang-Getriebe schaltet präzise, die Übersetzungen sind eng gestaffelt für Rennstrecken.
Handling: Hier zeigt sich Rumis Ingenieurskunst. Der niedrige Schwerpunkt (dank horizontalem Motor) und der kurze Radstand machen die Motorräder wendig und stabil. Die Earles-Gabel des frühen Junior Corsa bietet überraschend gutes Feedback, die spätere Teleskopgabel ist komfortabler. In Kurven liegt die Rumi satt, die Trommelbremsen sind für die Leistung ausreichend (aber nicht übermäßig).
Die Roller: Scoiattolo und Formichino fahren sich völlig anders als Vespa oder Lambretta. Die Aluminiumkarosserie ist steifer, das Handling präziser. Die breiten Reifen (4.00-10) und die tiefe Sitzposition geben Vertrauen. Der Formichino ist besonders komfortabel – die Doppelsitzbank und die vollständige Verkleidung machen längere Fahrten angenehm. Höchstgeschwindigkeit? 80 km/h – schnell genug für Landstraßen, aber keine Autobahn-Maschine.
Zweitakt-Charakter: Vergessen Sie nicht: Das ist ein Zweitakter. Sie müssen Öl ins Benzin mischen (typisch 1:25 bis 1:33), der Motor qualmt leicht beim Anfahren, und Sie müssen die Drehzahl im optimalen Bereich halten. Aber der Reward ist ein direktes, unmittelbares Ansprechverhalten – kein Turbo-Lag, keine Verzögerung, nur pure mechanische Verbindung.
Langstrecke: Rumi-Motorräder sind keine Tourer. Der Tank fasst 10-12 Liter, Reichweite ~200 km. Die Sitzposition ist sportlich (Junior Corsa) oder aufrecht (Turismo). Nach 100 km spüren Sie jede Unebenheit. Aber für Sonntagsausfahrten, Oldtimer-Treffen oder kurze Rennstrecken-Sessions? Perfekt.
Design, Interieur und Zubehör
Rumi-Design ist Donnino Rumis künstlerisches Erbe.
Die Motorräder: Schlank, minimalistisch, funktional. Der Turismo und Sport haben klassische 1950er-Linien – tropfenförmiger Tank, schmale Sitzbank, freiliegender Motor, Chromscheinwerfer. Aber die Details verraten den Künstler: die geschwungene Auspuffführung, die fein gearbeiteten Motordeckel, die eleganten Seitendeckel. Farben waren typischerweise Rot (Rumi-Rot), Schwarz oder Creme, oft mit Goldlinierung.
Der Junior Corsa ist purer Funktionalismus – kein Gramm Überflüssiges. Schmaler Tank, minimale Verkleidung, freiliegende Mechanik. Die Earles-Gabel ist ein Kunstwerk aus Stahlrohren und Streben. Spätere Modelle mit Teleskopgabel wirken moderner, verlieren aber etwas von der rohen Ästhetik.
Die Roller: Hier brilliert Donninos Bildhauer-Auge. Der Formichino ist eine Skulptur auf Rädern. Die tief gezogenen Kotflügel umschließen die 10-Zoll-Räder vollständig, die Chromzierleisten an den Beinschutzschildern fangen das Licht, die Doppelsitzbank in Waldgrün oder Rot lädt zum Aufsteigen ein. Die vollständig verkleidete Motoreinheit ist glatt und sauber – keine Kabel, keine Schläuche, nur poliertes Aluminium (viele Formichinos wurden später entlackt und poliert, was die Gussstruktur zeigt).
Der Scoiattolo ist funktionaler, aber immer noch elegant. Die erste Serie (1951-53) hat eine kompaktere Form, die zweite Serie (1954-56) wirkt moderner mit größeren Rädern (14 Zoll) und verbesserter Ergonomie.
Zielgruppe: Rumi zielte auf anspruchsvolle Käufer – nicht Massenkunden, sondern Enthusiasten, die Technik und Design schätzten. Die Motorräder waren teurer als vergleichbare Einzylinder-Modelle, die Roller teurer als Vespas. Aber Käufer bekamen italienische Handwerkskunst, nicht Massenproduktion.
Besondere Designelemente:
- Aluminiumguss-Motorgehäuse: Fein gerippt, mit Rumi-Schriftzug
- Chromscheinwerfer: Rund, mit Rumi-Emblem
- Instrumentierung: Minimalistisch – Tacho, Öldruckanzeige (bei einigen Modellen), Kontrollleuchten
- Sitze: Leder (Motorräder), Vinyl (Roller), oft zweifarbig
- Auspuff: Verchromt, mit charakteristischer Krümmung
Erhaltung: Originallack und Chrom sind selten. Viele Rumis wurden in den 1970er-80er Jahren „restauriert" mit falschen Farben oder Teilen. Ein original erhaltener Formichino in Rumi-Rot mit intaktem Chrom ist ein Museumsstück.
Andere
Rennkultur: Rumi war in den 1950ern ein fester Bestandteil italienischer Straßenrennen. Der Junior Corsa dominierte die Formel Junior, der Gobbetto kämpfte in der 125-ccm-Klasse. Gianni Zoncas Meisterschaftssieg 1955 war der Höhepunkt. Viele Privatfahrer kauften Rumis, um bei klassischen Rennen wie Mailand-Taranto, Giro d'Italia oder lokalen Bergrennen anzutreten. Die Maschinen waren wettbewerbsfähig gegen MV Agusta, Mondial und Morini.
Exportmärkte: Rumi exportierte nach UK (als "Junior Sport" vermarktet), USA, Australien und Südamerika. In Argentinien wurden einige Modelle unter Lizenz gebaut. Exportmodelle hatten oft andere Vergaser oder Elektrik für lokale Vorschriften.
Teile-Verfügbarkeit und Community: Die Rumi-Community ist klein, aber engagiert. Das formichino.com Forum ist die zentrale Anlaufstelle – hier tauschen Besitzer Teile, Wissen und Restaurationstipps. Einige Spezialisten reproduzieren Teile (Dichtungen, Lager, Chromteile), aber Originalteile sind Gold wert. Erwarten Sie, dass eine Restauration Jahre dauert und ein Vielfaches des Kaufpreises kostet.
Wertentwicklung: Rumi ist eine Nischenmarke, aber die Preise steigen. Ein gut dokumentierter Junior Corsa mit Rennhistorie kann bei Auktionen €30.000+ erzielen. Der Formichino gewinnt an Anerkennung als Design-Ikone. Langfristig sind Wertsteigerungen wahrscheinlich, besonders für originale, unrestaurierte Beispiele.
Populärkultur: Rumi ist weniger bekannt als Ducati oder Moto Guzzi, aber unter Kennern hoch geschätzt. Die Marke verkörpert die goldene Ära des italienischen Motorradsports – als kleine Familienbetriebe mit Leidenschaft und Ingenieurskunst gegen Giganten kämpften.
Zusammenfassung
Rumi ist eine Marke für Kenner. Nicht die bekannteste, nicht die erfolgreichste, aber eine der faszinierendsten italienischen Motorradmarken der Nachkriegszeit.
Was Sie wissen müssen:
- Der Motor: Der 125-ccm-Horizontal-Twin ist das Herzstück – robust, charaktervoll, aber Ersatzteile sind rar.
- Die Ikonen: Junior Corsa (Rennlegende), Formichino (Design-Ikone), Scoiattolo (technischer Pionier).
- Für wen: Sammler, die Alternativen zu Mainstream-Marken suchen. Enthusiasten, die Ingenieurskunst und Kunst schätzen. Rennhistorie-Fans.
- Herausforderungen: Teile-Verfügbarkeit, lange Restaurationszeiten, begrenzte Liquidität beim Wiederverkauf.
- Belohnung: Eine Maschine, die Geschichte erzählt. Ein Motor, der singt. Ein Design, das zeitlos ist.
Wenn Sie eine Rumi kaufen, kaufen Sie nicht nur ein Motorrad – Sie kaufen ein Stück italienischer Ingenieurskunst, geformt von einem Künstler, der Maschinen wie Skulpturen behandelte. Das ist Rumis Erbe.




