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MV Agusta Motorrad kaufen

Seit 1945 verlassen Rennmaschinen das Werk in Varese – jede trägt die Handschrift einer Marke, die 38 WM-Titel holte und bis heute kompromisslos Performance mit italienischem Design verbindet.

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"MV Agusta" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "MV Agusta" machen.

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Bild 1/50 von MV Agusta 350 S (1972)

1972 | MV Agusta 350 S

-

5.700 €vor 2 Monaten
🇮🇹
Händler
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Bild 1/11 von MV Agusta Mini Bike Racing (1974)

1974 | MV Agusta Mini Bike Racing

MV Agusta Mini Moto

1.500 €vor 3 Monaten
🇮🇹
Händler
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Bild 1/12 von MV Agusta 175 CS Sport Disco Volante (1956)

1956 | MV Agusta 175 CS Sport Disco Volante

175 CSTL Turismo Lusso

5.775 €vor 3 Monaten
🇨🇭
Privat
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Bild 1/50 von MV Agusta 350 S (1972)

1972 | MV Agusta 350 S

-

5.900 €vor 4 Monaten
🇮🇹
Händler
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Bild 1/50 von MV Agusta 350 S (1972)

1972 | MV Agusta 350 S

-

6.000 €vor 4 Monaten
🇮🇹
Händler
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Bild 1/37 von MV Agusta 83 Sport (1959)

1959 | MV Agusta 83 Sport

1959 MV Agusta Ottantatre 83cc

Preis auf Anfragevor 5 Monaten
🇬🇧
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Bild 1/40 von MV Agusta 125 RA (1968)

1968 | MV Agusta 125 RA

1968 MV Agusta 125 Regolarità 124cc

Preis auf Anfragevor 5 Monaten
🇬🇧
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Bild 1/40 von MV Agusta 350 S Ipotesi (1978)

1978 | MV Agusta 350 S Ipotesi

1978 MV Agusta 350S Sport Ipotesi 349cc

Preis auf Anfragevor 5 Monaten
🇬🇧
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Bild 1/50 von MV Agusta 350 S (1972)

1972 | MV Agusta 350 S

-

7.000 €vor 5 Monaten
🇮🇹
Händler
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Bild 1/50 von MV Agusta F4 750 S (2000)

2000 | MV Agusta F4 750 S

2000 MV Agusta 750F4 ORO 'F5 Casoli Moto' 908cc

Preis auf Anfragevor 5 Monaten
🇬🇧
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Bild 1/45 von MV Agusta F4 1000 S (2006)

2006 | MV Agusta F4 1000 S

2006 MV Agusta F4 1000 Senna 998cc

Preis auf Anfragevor 6 Monaten
🇬🇧
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Bild 1/36 von MV Agusta 750 S (1972)

1972 | MV Agusta 750 S

Matching numbers. Two owners. 10.800km.

115.000 €vor 6 Monaten
🇩🇰
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Bild 1/50 von MV Agusta Brutale 750 S (2008)

2008 | MV Agusta Brutale 750 S

SERIE LIMITATA SERIE ORO 042300

27.000 €vor 7 Monaten
🇮🇹
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MV Agusta – ein Name, der für Racing-DNA und italienische Ingenieurskunst steht. Als Count Domenico Agusta 1945 das Werk Meccanica Verghera gründete, legte er den Grundstein für eine Marke, die zwischen 1952 und 1974 37 Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und 38 Fahrer-WM-Titel einsammelte. John Surtees, Mike Hailwood, Giacomo Agostini – die größten Namen des Motorrad-Rennsports fuhren auf MV Agusta. Doch nach dem wirtschaftlichen Kollaps 1980 schien das Kapitel beendet. Bis 1997 das F4 debütierte und MV zurück auf die Landkarte brachte: Massimo Tamburinis Design-Ikone mit 750-ccm-Vierzylinder, die 1999 im Guggenheim Museum ausgestellt wurde. Heute ist MV wieder in italienischem Besitz und baut limitierte Supersport-Maschinen wie die Superveloce 1000 Serie Oro – nur 500 Stück weltweit.

Geschichte & Erbe

Der Ursprung liegt in der Luftfahrt. Count Giovanni Agusta gründete 1907 einen Flugzeughersteller, nach seinem Tod 1927 diversifizierte Sohn Domenico ins Motorradgeschäft. Am 12. Februar 1945 rollte die erste MV 98 aus dem Werk in Samarate – ursprünglich als "Vespa 98" geplant, doch der Name war vergeben. Der Zweizylinder-Zweitakter mit 98 ccm kostete rund 70.000 Lire und etablierte MV als Volksmotorrad-Hersteller.

Doch Domenico hatte größere Ambitionen. Schon 1948 entstanden die ersten Rennmaschinen. 1952 holte Cecil Sandford den ersten 125-ccm-WM-Titel – Auftakt einer beispiellosen Dominanz. Die 500-ccm-Vierzylinder mit Kettenantrieb und Doppelnockenwelle wurden zur Referenz: Zwischen 1958 und 1974 gewann MV 16 von 17 möglichen 500er-Fahrer-WM-Titeln. Nur 1969 unterbrach Giacomo Agostini kurz für Yamaha. Mike Hailwood (9 WM-Titel), John Surtees (7 Titel), Phil Read – sie alle prägten die goldene Ära.

Parallel entstanden Straßenmodelle: Die 350 S Elettronica (1971) mit elektronischer Zündung, die 750 Sport America (1975-1977) mit nur 200 Exemplaren für Europa, und die 850 SS Monza (1978) mit 120 PS aus 837 ccm. Doch die japanische Konkurrenz überrollte den Markt. Nach Domenicos Tod 1971 fehlte die Vision. 1980 kam das Aus – Produktion eingestellt, Werkstore geschlossen.

Die Wiedergeburt kam 1992 durch die Castiglioni-Brüder (Cagiva). Sie beauftragten Massimo Tamburini – den Kopf hinter der Ducati 916 – mit einem Superbike. 1997 debütierte die F4 750 Serie Oro mit radialem Vierzylinder (166 PS, 187 kg trocken) und einer Verkleidung, die zum Kunstwerk wurde. 300 Stück à 50.000 DM – sofort ausverkauft. 2007 folgte die F4 1000 Senna (nur 300 Einheiten) mit Carbon-Chassis und 198 PS. Harley-Davidson kaufte MV 2008, verkaufte 2010 zurück an Castiglioni für symbolischen einen Dollar. Seit 2019 gehört MV der Sardarov-Familie (Art of Mobility), die nach kurzer KTM-Beteiligung (2023-2025) wieder alleiniger Eigentümer ist.

Heute umfasst die Range Brutale-Naked-Bikes, Dragster, Turismo Veloce und die Superveloce – alle in limitierten Stückzahlen mit handgefertigten Details.

Highlights & Charakteristika

Was MV von Ducati oder Aprilia unterscheidet: Exklusivität durch Limitierung. Jährlich verlassen keine 10.000 Motorräder das Werk – Vergleich: Ducati produziert über 60.000. Kernmerkmale:

  • Radial-Vierzylinder: 90°-Kurbelwellenlagerung für kompakten Schwerpunkt, charakteristisches Klangbild ab 8.000 U/min
  • Tamburini-Design-DNA: Unterlenkerschwinge am F4, freitragende Auspuffanlage, skulpturale Verkleidung
  • CNC-gefräste Chassis: F4 RC mit Chromoly-Gitterrohrrahmen, Brutale 1000 mit Aluminiumbrückenrahmen
  • Limitierte Editionen: Senna (300 Stück), Ago (300), Claudio (2020, nur 10 Stück à 109.000 USD), Serie Oro (500)

Schwachstellen: Sprag-Kupplung bei 3-Zylinder-Modellen (Brutale 800, Dragster) bis Baujahr 2017 – Defekt führt zu Totalschaden (Reparatur 2.000-3.000 €). Ventilsteuerung bei frühen F4 (1999-2004): Ventilbruch bei über 14.000 U/min ohne Rev-Limiter. Ersatzteile: Spezifische Teile (Verkleidungen, Auspuffanlagen) oft nur über italienische Händler, Wartezeiten 4-8 Wochen. Elektronik: Fehlermeldungen (Exhaust Error) bei 2014-2016 Modellen durch fehlerhafte Sensoren.

Ikonische Modelle für Sammler:

  • F4 750 Serie Oro (1998-1999): €40.000-70.000
  • 750 Sport America (1975-1977): €18.000-30.000
  • 850 SS Monza (1978-1980): €15.000-25.000
  • F4 1000 Senna (2007): €35.000-50.000
  • Brutale 750 (2003-2007): €6.000-12.000

Technische Daten

Charakteristisch: Kurze Service-Intervalle (Ventilspiel alle 10.000 km bei F4, 15.000 km bei 3-Zylinder), hohe Wartungskosten (Inspektion 600-1.200 €).

Marktübersicht und Kauftipps

Preisspanne nach Modellreihe (Stand 2024-2025):

Classic-Ära (1970er-1980er):

  • 750 Sport America: €18.000-32.000 je nach Originalität. Matching-Numbers-Exemplare mit unter 10.000 km erzielen Spitzenpreise. Achtung: Viele US-Export-Modelle (750 S America) mit abweichender Ausstattung.
  • 850 SS Monza: €15.000-28.000. Restaurierungsbedürftige ab €8.000. Originale Auspuffanlagen (€3.000-5.000 Ersatz) stark wertsteigernd.
  • 350 S Elettronica: €8.000-15.000. Seltener als 750er, aber geringere Nachfrage.

Tamburini-Ära (1998-2009):

  • F4 750 Serie Oro: €40.000-70.000. 2020 F4 Claudio mit 5 Meilen verkauft für USD 109.000. Standardmodelle (2000-2004): €12.000-22.000.
  • F4 1000 Senna: €32.000-50.000. RM Sotheby's erzielte 2024 USD 32.400 für Exemplar mit 2.839 Meilen.
  • F4 RC (2015): 10-Meilen-Exemplar verkauft 08/2024 für USD 33.000 auf Bring a Trailer (#218/250).
  • Brutale 750 (2003-2007): €6.000-14.000. Guter Einstieg in MV-Sammlung.

Moderne Limitierte (2010-heute):

  • Brutale 1000 RR (2020+): €18.000-28.000 (gebraucht, wenige Angebote)
  • Superveloce 800: €16.000-24.000. 2023-Modell mit 4 Meilen verkauft 02/2025 für USD 22.000.
  • F3 800 Ago (2019): €18.000-26.000 (€30.000+ neu).

Käuferprofil:

  • Sammler: Serie Oro, Senna, Ago – Investment-Grade, Wertzuwachs 3-5 %/Jahr bei unter 2.000 km
  • Enthusiasten: F4 1000 R (2006-2009), Brutale 800/1000 – fahrbare Klassiker
  • Einsteiger: Brutale 750, F4 750 Standard (2000-2004) – Einstieg ab €6.000

Kaufberatung:

  • Service-Historie prüfen: Ventilspiel, Sprag-Kupplung-Tausch (bei 3-Zyl.), Kupplungskorb-Zustand
  • Matching Numbers: Bei limitierten Editionen Wert +20-30 %
  • Originalteile: Auspuffanlagen, Verkleidungen, Felgen – Ersatz teuer und schwer beschaffbar
  • Sprag-Kupplung: Bei Brutale/Dragster 800 (2014-2017) Tauschprotokoll einfordern (MV bot Rückruf)
  • Elektronik-Fehler: "Exhaust Error" oft nur Sensor (€200), manchmal Kabelbaum (€1.500+)

Teile-Verfügbarkeit: OEM-Teile über [shop.mvagusta-oemparts.com], Wartezeit 2-6 Wochen. Gebrauchtteilebörse aktiv (mvagusta.net Forum). Carbon-Verkleidungen oft nur Custom-Anfertigung (€2.000-5.000). Motor-Revision: Spezialisten wie STP Race Products (UK) oder MV-Partner in Italien – Kosten F4-Motor: €6.000-12.000.

Markt-Trend: Limited-Edition-Modelle (Senna, Ago, Claudio) stabil bis steigend. Standard-F4/Brutale flacher Werteverlauf seit 2020. Nachfrage in UK/Italien am höchsten, Deutschland kleinerer Markt (19 Angebote aktuell).

Fahreigenschaften & Charakter

F4 (1998-2019): Die Sitzposition fordert – Rasten hoch, Lenker tief, ab 60 km/h aerodynamischer Druck spürbar. Motor drehfreudig, aber unter 7.000 U/min zahm (75 PS Feeling). Ab 10.000 U/min erwacht die Maschine: Zweite Resonanzkammer öffnet, Klang wechselt von kultiviert zu metallisch-schrill, Schub bis 13.500 U/min (F4 1000 R). Fahrwerk straff – Öhlins-Gabel sensibel auf Gewichtsverlagerung, Heck folgt exakt. Kupplung schwergängig (trockene Mehrscheibe), Gangwechsel präzise aber laut. Bei Geschwindigkeiten über 220 km/h Windschutz exzellent dank Tamburini-Aerodynamik.

750 Sport/850 SS: Oldschool pur. Trommel-Vorderradbremse (750 Sport America frühe Serie), Dell'Orto-Vergaser verlangen Feingefühl bei Kaltstart. Motor vibriert zwischen 4.000-5.000 U/min (Kardanwelle überträgt Drehmoment ruppig), darüber laufruhig. Klang tieffrequent – 4-in-4-Auspuff mit charakteristischem Bellen beim Gaswechsel. Fahrwerk weich nach heutigen Maßstäben, aber langstreckentauglich. Gewicht spürbar in Kurven (220 kg), fordert kraftvolle Lenkimpulse. Bremsen schwach – Nachrüstung Brembo oft vorgenommen.

Brutale (2001-heute): Naked-Aggression. Ohne Verkleidung ab 120 km/h Windlast brutal, Kopf hinter Mini-Scheibe pressen. Motor (750: 112 PS, 1000 RR: 208 PS) zieht ab Standgas, Drehmoment bei 8.000-9.000 U/min maximal. Lenkgeometrie nervös (kurzer Radstand 1.400 mm) – belohnt präzise Linienwahl, bestraft Unentschlossenheit. Quickshifter (ab 2016) butterweich, Motor dreht ohne Kupplungsunterbrechung durch. Brembo M50 Monoblock (1000 RR) verzögert mit einem Finger. Traktionskontrolle (8 Stufen) greift spät – Hinterrad tanzt bei nasser Fahrbahn.

Superveloce 800: Retro trifft Hightech. Halb-Verkleidung erinnert an 1970er-Rennmaschinen, darunter moderne 798-ccm-Dreizylinder-Elektronik. Dreizylinder-Charakter anders als Vierzylinder – ungleichmäßiger Zündabstand (270°-90°-180°) erzeugt rhythmischen Bass, ähnlich Triumph, aber schriller ab 11.000 U/min. Fahrwerk komfortabler als F4, trotzdem rennstreckentauglich. Ergonomie kompromisslos: Sitzhöhe 835 mm, Fußrasten sportlich, aber erträglicher als F4.

Gemeinsamkeit aller MV: Kein Alltagskomfort. Standgeräusch überschreitet oft 90 dB (F4 mit Rennanlage 105 dB), Tank klein (16-17 Liter, Reichweite 180-220 km), Sitzbänke hart. Dafür: Emotionale Bindung durch Klang, Haptik (geschmiedete Aluminium-Hebel), und das Wissen, eines von wenigen Exemplaren zu fahren.

Design & Gestaltung

Massimo Tamburini (†2014) – der Mann, der auch die Ducati 916 und Bimota Tesi schuf – definierte MV Agustas Designsprache. Sein F4 (1997) brach Konventionen: Vier-Rohr-Unterboden-Auspuff (heute weltweit kopiert), freitragende Aluminiumschwinge ohne sichtbare Streben, organische Verkleidungslinien ohne harte Kanten. Das Museum of Modern Art (MoMA) und das Guggenheim stellten das F4 als rollendes Kunstwerk aus.

Farbphilosophie: MV bleibt der Renn-DNA treu – Rot/Silber als Signatur (angelehnt an GP-Ära), limitierte Editionen in Schwarz/Gold (Senna), Weiß/Rot/Grün (Tricolore). Serie Oro Modelle erhalten Carbon-Sichtteile (Tank, Verkleidung, Felgen) und goldeloxierte Gabelrohre.

Target Group historisch vs. heute:

  • 1950er-1970er: Privatiers, Gentleman-Racer – MV als Ferrari-Äquivalent (Count Agusta lehnte Verkauf an Honda ab)
  • 1998-2010: Ducati-Aussteiger, Tamburini-Fans – F4 als Alternative zur 916/998
  • 2010-heute: Vermögende Sammler (Ø-Alter 45-60 Jahre), oft Zweit-/Drittmotorrad neben Ducati Panigale oder BMW S 1000 RR

Design-Elemente:

  • Asymmetrische Schwinge: Bei F4 rechts breiter (Kardanwellen-Optik, obwohl Kettenantrieb)
  • CNC-gefräste Teile: Triple Clamp, Fußrastenanlage, Tankdeckel – bis zu 60 Stunden Fräszeit pro Bauteil
  • Lakierung: 9-Schicht-Prozess bei limitierten Modellen, Klarlack mit UV-Härter (Varese-Werk)

Schwäche: Langzeit-Optik leidet – Chrom an Auspuffanlagen korrodiert (Italien-Salz), Klarlack-Vergilbung nach 15+ Jahren, Carbon-Delaminierung bei unsachgemäßer Lagerung.

Rennsport & Kultur

GP-Dominanz (1952-1974): 37 Konstrukteurs-WM, 38 Fahrer-WM. Höhepunkt 1960er: Hailwood holt 1962-1965 vier 500-ccm-Titel in Folge. Agostini fügt 1966-1972 sieben weitere hinzu. Letzte WM 1974 (Phil Read). Rückzug danach – japanische Dominanz durch Honda/Yamaha.

Berühmte Fahrer:

  • John Surtees (1956, 1958-1960): Einziger Weltmeister auf zwei & vier Rädern (F1 1964)
  • Mike Hailwood: 9 WM-Titel (4 bei MV)
  • Giacomo Agostini: 15 WM-Titel gesamt, 8 bei MV

Comeback-Versuche: 2014-2019 Moto2-Einsatz (Forward Racing), mäßiger Erfolg. 2021 WorldSSP-Rückkehr mit F3 800 (MV Agusta Reparto Corse), 2022 erste Siege durch Niki Tuuli.

Pop-Kultur: F4 in "Matrix Reloaded" (2003) – Ducati 996 Ersatz nach Vertragsstreit. Steve McQueen fuhr privat eine 350 S.

Fazit & Empfehlung

MV Agusta ist kein Motorrad für Pragmatiker. Wer Alltagstauglichkeit, günstige Wartung oder breite Händlernetz sucht, greift zu BMW oder Yamaha. MV bedeutet: Exklusivität durch Limitierung, Design als Statement, Racing-Historie als Kaufmotiv.

Für Sammler: F4 Serie Oro, Senna, Ago – Investment mit emotionalem Mehrwert. Für Enthusiasten: Brutale 800/1000, F4 1000 R (2006-2009) – fahrbare Kunst mit Alltagsdefiziten. Für Einsteiger: Brutale 750, 750 Sport America – bezahlbarer Zugang zur Marke.

Zentrale Modelle:

  • F4 750 Serie Oro (1998): Tamburinis Meisterwerk, Museumsreife
  • 750 Sport America (1975-1977): Classic-Ära Highlight, nur 200 EU-Stück
  • 850 SS Monza (1978-1980): 120 PS Superbike der 1970er
  • Brutale 750 (2003-2007): Erstes Naked-Bike, Einstieg ab €6.000
  • F4 1000 Senna (2007): Ayrton-Senna-Tribut, 300 Stück, Investment-Grade

Kaufentscheidung: Service-Historie prüfen, Matching Numbers bei limitierten Editionen bestätigen, Sprag-Kupplung-Status klären (3-Zyl.), Ersatzteil-Verfügbarkeit recherchieren. MV ist Herzensentscheidung – wer einmal den Vierzylinder bei 13.000 U/min gehört hat, versteht warum.