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Innocenti Lambretta Li 150 kaufen

Die Innocenti Lambretta Li 150 (1958-1967) ist einer der begehrtesten italienischen Motorroller der Nachkriegszeit. Mit ihrem 148 ccm Zweitakt-Einzylinder, 8,25 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h verkörpert sie italienisches Lebensgefühl und zeitloses Design. Über 143.000 Exemplare der Li 150 wurden in drei Serien produziert – heute ein begehrtes Sammlerstück mit steigenden Werten.

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Bild 1/50 von Innocenti Lambretta Li 150 (1963)
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"Innocenti Lambretta Li 150" Inserats-Referenzen von Classic Trader

Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Innocenti Lambretta Li 150" machen.

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1963 | Innocenti Lambretta Li 150

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5.300 €vor 3 Wochen
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Bild 1/19 von Innocenti Lambretta Li 150 (1961)

1961 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta Li 150 Targa PV

5.200 €vor 6 Monaten
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1961 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta Li 150 Targa PV

5.200 €vor 7 Monaten
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Bild 1/10 von Innocenti Lambretta Li 150 (1959)

1959 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta 150 Li I Serie, conservata, omologata FMI

7.900 €vor 9 Monaten
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Bild 1/9 von Innocenti Lambretta Li 150 (1963)

1963 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta 150 LI3 1963 conservata

4.500 €vor 9 Monaten
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Bild 1/50 von Innocenti Lambretta Li 150 (1962)

1962 | Innocenti Lambretta Li 150

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5.500 €vor 10 Monaten
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Bild 1/9 von Innocenti Lambretta Li 150 (1963)

1963 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta 150 LI3 1963 conservata

5.800 €vor 10 Monaten
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Bild 1/4 von Innocenti Lambretta Li 150 (1960)

1960 | Innocenti Lambretta Li 150

LAMBRETTA 150TI SECONDA SERIE RESTURATA

4.800 €vor 2 Jahren
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Bild 1/4 von Innocenti Lambretta Li 150 (1962)

1962 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta 150 LI

4.500 €vor 2 Jahren
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Bild 1/8 von Innocenti Lambretta Li 150 (1963)

1963 | Innocenti Lambretta Li 150

LAMBRETTA Li 150 - 1963

4.600 €vor 2 Jahren
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Bild 1/10 von Innocenti Lambretta Li 150 (1960)

1960 | Innocenti Lambretta Li 150

INNOCENTI Lambretta LI 150

4.800 €vor 2 Jahren
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Bild 1/8 von Innocenti Lambretta Li 150 (1963)

1963 | Innocenti Lambretta Li 150

LAMBRETTA Li 150 - 1963

4.800 €vor 2 Jahren
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Bild 1/4 von Innocenti Lambretta Li 150 (1963)

1963 | Innocenti Lambretta Li 150

LAMBRETTA Pato 150 Pato-150

6.500 €vor 2 Jahren
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Innocenti Lambretta Li 150 Klassische Motorräder: Preise & Marktwerte

Der Marktwert von Innocenti Lambretta Li 150 Motorrädern wird vor allem durch den technischen Zustand, die Originalität und die Laufleistung sowie durch Seltenheit, Historie und Dokumentation bestimmt. Ein gut gepflegtes, weitgehend originales Fahrzeug mit niedriger, nachweisbarer Laufleistung und vollständiger Historie inklusive Gutachten und Dokumentation erzielt in der Regel deutlich höhere Preise als ein vergleichbares Fahrzeug mit aufgeschobener Wartung, vielen Modifikationen oder unklarer Herkunft.

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Innocenti Lambretta Li 150: Marktpreise & Wertentwicklung

Basierend auf Verkaufs- und Inseratsdaten vom Classic Trader Marktplatz zeigt sich für die Innocenti Lambretta Li 150 (Baujahre überwiegend 1959–1967, meist 7 PS) im Zeitraum 2021 bis Anfang 2026 ein insgesamt stabiler bis leicht fester Markt. Während frühe Einträge 2021 teils noch im Bereich um 3.500–4.500 € lagen, hat sich das typische Niveau ab 2023 klar in Richtung mittleres 5.000-€-Segment verschoben. Für den aktuellen Markt (2024–2026) ergibt sich aus der Häufung der Werte eine realistische Preisspanne von etwa 4.800 bis 6.500 €, je nach Zustand, Originalität, Dokumentation und Qualität einer Restaurierung. Einzelne höhere Forderungen um 7.400–7.900 € kommen vor, wirken im Datensatz aber eher wie Ausnahmen (z. B. sehr gute Exemplare oder besondere Ausführung) und sollten nicht als allgemeiner Marktstandard gelesen werden. Die anhaltende Nachfrage nach ikonischen italienischen Rollern und die begrenzte Verfügbarkeit guter, originaler Fahrzeuge stützen die Preise und sorgen derzeit eher für Stabilisierung als für starke Ausschläge.

Geschichte

Die Geschichte der Lambretta Li 150 beginnt im April 1958, als Innocenti den Nachfolger der erfolgreichen LD-Serie vorstellte. Ferdinando Innocenti, Gründer der Innocenti-Werke in Mailand, hatte bereits 1947 mit der Produktion von Motorrollern begonnen, um dem kriegsgebeutelten Italien erschwingliche Mobilität zu bieten. Der Name "Lambretta" leitet sich vom Fluss Lambro ab, der durch den Mailänder Stadtteil Lambrate fließt, wo sich die Fabrik befand.

Die Li-Serie (Li steht für "Linea Innocenti") wurde als modernere, elegantere Alternative zur robusten LD-Serie konzipiert. Die Li 150 Series 1 (1958-1959) brachte zahlreiche technische Verbesserungen: einen überarbeiteten Motor mit besserer Kühlung, verbesserte Federung und ein moderneres Design mit geschwungenen Linien. Etwa 69.000 Einheiten der Series 1 wurden produziert.

Die Series 2 (1959-1961) verfeinerte das Konzept weiter mit verbesserter Verkleidung, einem größeren Scheinwerfer und detaillierten technischen Optimierungen. Die Produktion belief sich auf rund 74.000 Stück. Diese Serie ist heute besonders bei Sammlern beliebt wegen ihrer klassischen Proportionen und der charakteristischen zweifarbigen Lackierungen.

Die Series 3 (1962-1967), auch "Slimstyle" genannt, revolutionierte das Design radikal. Mit schlankeren Seitenverkleidungen, flacheren Kotflügeln und einer insgesamt dynamischeren Silhouette setzte sie neue Maßstäbe. Die Series 3 wurde zur Basis aller nachfolgenden Lambretta-Modelle, einschließlich der legendären GP-Serie. Über 143.000 Exemplare der Li 150 Series 3 verließen die Werkshallen.

Die Li 150 wurde auch unter Lizenz in Indien (API), Spanien (Serveta), Argentinien und Brasilien produziert, was ihre weltweite Bedeutung unterstreicht. Die Produktion in Italien endete 1967, als Innocenti sich auf die moderneren Special- und SX-Modelle konzentrierte.

Vorgänger: Lambretta LD 150 (1954-1957) – robuster, aber schwerer und weniger elegant
Nachfolger: Lambretta Li 150 Special (1963-1966) – sportlichere Version mit 8,25 PS und verbesserter Ausstattung

Highlights und Besonderheiten

Die Lambretta Li 150 besticht durch mehrere einzigartige Merkmale, die sie von der Konkurrenz abheben:

Italienisches Design-Ikone: Die geschwungenen Linien der Series 1 und 2 sowie die schlanke "Slimstyle"-Silhouette der Series 3 machen die Li 150 zu einem zeitlosen Designobjekt. Die vollständig geschlossene Karosserie schützt Fahrer und Beifahrer vor Schmutz und Öl – ein revolutionäres Konzept in den 1950er Jahren.

Zweifarbige Lackierungen: Innocenti bot die Li 150 in attraktiven Farbkombinationen an – typischerweise Creme mit roten, blauen oder grauen Akzenten. Diese Farbgestaltung wurde zum Markenzeichen und unterschied Lambretta deutlich von der Vespa-Konkurrenz.

Mod-Kultur-Ikone: In den 1960er Jahren wurde die Lambretta zum bevorzugten Fahrzeug der britischen Mod-Bewegung. Der Film "Quadrophenia" (1979) verewigte die Li 150 Series 3 als ultimatives Mod-Symbol. Clubs wie der "Ace of Herts" organisierten legendäre 24-Stunden-Rallyes mit Hunderten von Lambretta-Fahrern.

Technische Innovation: Die Li 150 war ihrer Zeit voraus mit Features wie der Torsionsstab-Hinterradfederung, dem vollständig geschlossenen Antriebsstrang und der präzisen Viergang-Handschaltung. Der Wellantrieb (kein Ketten-Endantrieb) sorgte für wartungsarme Kraftübertragung.

Weltweite Produktion: Mit Lizenzproduktion auf vier Kontinenten erreichte die Li 150 eine globale Verbreitung, die nur wenige Roller erreichten. Über 3,5 Millionen Lambrettas aller Modelle wurden weltweit produziert.

Tuning-Potenzial: Die robuste Konstruktion und die große Aftermarket-Szene machen die Li 150 zur idealen Basis für Performance-Upgrades. Viele Besitzer rüsten auf größere Zylinder (175 ccm, 200 ccm) und moderne Vergaser um.

Technische Daten

Wartung, häufige Probleme und Schwachstellen

Beim Kauf einer Lambretta Li 150 sollten Sie folgende Punkte besonders beachten:

Rahmen und Karosserie: Der Rohrrahmen ist grundsätzlich robust, aber Rost ist der größte Feind. Prüfen Sie sorgfältig die Rahmenkopf-Schweißnähte, den Bereich um die Motoraufhängung und die Fußrasten. Die Blechverkleidung rostet besonders an den unteren Kanten der Seitendeckel, am Trittbrett und an den Kotflügeln. Originale Blechteile sind teuer und schwer zu finden – Reproduktionen kosten 800-1.500 € pro Satz.

Motor und Getriebe: Der 148-ccm-Motor ist zuverlässig, wenn er regelmäßig gewartet wurde. Achten Sie auf blauen Rauch beim Starten (verschlissene Kolbenringe oder Zylinder). Ein Motorrevision kostet 1.200-2.000 €. Das Getriebe ist robust, aber die Kupplung verschleißt bei unsachgemäßer Behandlung. Neue Kupplungsscheiben kosten ca. 150-250 €. Prüfen Sie, ob alle Gänge sauber schalten und die Kupplung nicht rutscht.

Wellantrieb: Der Kardanantrieb ist wartungsarm, aber die Wellenlager können verschleißen. Hören Sie auf klackernde Geräusche beim Beschleunigen. Ein Lagerwechsel kostet 300-500 € in der Werkstatt.

Vergaser: Der Dellorto SH/18 ist einfach zu warten, aber oft falsch eingestellt. Eine professionelle Vergaser-Überholung kostet 150-250 €. Achten Sie darauf, dass der Motor im Leerlauf rund läuft und beim Gasgeben nicht stottert.

Zündung: Die Unterbrecherzündung ist veraltet. Viele Besitzer rüsten auf elektronische Zündung um (200-400 €), was die Zuverlässigkeit deutlich verbessert. Prüfen Sie Zündkerze, Kabel und Kondensator.

Bremsen: Die Trommelbremsen sind ausreichend für die Geschwindigkeit, aber die Bremsbeläge verschleißen. Neue Beläge kosten 40-80 € pro Rad. Achten Sie auf gleichmäßige Bremswirkung ohne Ziehen zur Seite.

Federung: Die Torsionsstab-Hinterradfederung ist robust, aber die Gummilager verhärten mit der Zeit. Neue Lager kosten 50-100 €. Die Vordergabel sollte keine Spiel haben – verschlissene Buchsen kosten 80-150 €.

Elektrik: Das 6-Volt-System ist anfällig. Prüfen Sie alle Lichter, Hupe und Blinker (falls nachgerüstet). Viele Besitzer rüsten auf 12-Volt um (300-600 €), was hellere Beleuchtung und bessere Zündung ermöglicht.

Originalität vs. Modifikation: Entscheiden Sie, ob Sie einen originalen oder modifizierten Roller wollen. Originale Li 150 mit Matching Numbers und Originalteilen erzielen höhere Preise (4.000-8.000 €). Restaurierte Roller kosten 3.000-6.000 €, je nach Qualität. Projekt-Roller starten bei 1.000-2.000 €, aber eine Komplettrestauration kostet 5.000-10.000 €.

Ersatzteile: Die Ersatzteilversorgung ist gut dank spezialisierter Händler wie Scooter Center, Casa Lambretta und Cambridge Lambretta. Mechanische Teile sind verfügbar, aber Originalblech ist selten und teuer.

Kaufempfehlung: Kaufen Sie den besten Roller, den Sie sich leisten können. Ein gut restauriertes Exemplar spart langfristig Geld und Ärger. Lassen Sie den Roller vor dem Kauf von einem Lambretta-Spezialisten prüfen (Kosten: 100-200 €).

Motor, Leistung, Getriebe, Fahrverhalten

Die Lambretta Li 150 zu fahren ist eine Zeitreise in die goldene Ära der italienischen Motorroller. Der Zweitakt-Motor erwacht mit einem charakteristischen Knattern zum Leben – ein Sound, der sofort Nostalgie weckt. Im Leerlauf vibriert der Motor sanft durch den Rahmen, ein ständiges Erinnern an die mechanische Seele unter der eleganten Blechhaut.

Beim Anfahren spürt man die Mehrscheiben-Nasskupplung, die präzise und direkt anspricht. Die Handschaltung am linken Lenker erfordert etwas Übung, aber nach kurzer Zeit wird das Schalten zur zweiten Natur. Der erste Gang ist kurz übersetzt – ideal für Stadtverkehr und enge Gassen. Der Übergang in den zweiten Gang erfolgt bei etwa 20 km/h, begleitet von einem befriedigenden "Klack" des Getriebes.

Im dritten Gang bei 40-50 km/h entfaltet die Li 150 ihren Charme. Der Motor singt im mittleren Drehzahlbereich, die Beschleunigung ist lebhaft genug für Überholvorgänge im Stadtverkehr. Der vierte Gang ist für Landstraßen gedacht – bei 70-80 km/h läuft der Motor mit hoher Drehzahl, aber erstaunlich kultiviert. Die Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h erreicht man auf ebener Strecke, bergab auch etwas mehr.

Das Fahrwerk ist für die damalige Zeit bemerkenswert. Die Torsionsstab-Hinterradfederung schluckt Unebenheiten geschmeidig, während die Vordergabel direktes Feedback gibt. Die 10-Zoll-Räder vermitteln Agilität – die Li 150 schlängelt sich mühelos durch dichten Verkehr. Die Lenkung ist leicht und präzise, ohne nervös zu werden.

Die Bremsen erfordern Vorausschau. Die Trommelbremsen vorne und hinten bieten ausreichend Verzögerung, aber man muss früher als bei modernen Rollern bremsen. Bei Nässe verlängert sich der Bremsweg deutlich – hier zeigt sich das Alter der Technik.

Auf Kopfsteinpflaster und schlechten Straßen zeigt die Li 150 ihre Qualität. Die Federung arbeitet geschmeidig, der Rahmen bleibt verwindungssteif. Der niedrige Schwerpunkt und das moderate Gewicht von 105 kg machen den Roller handlich und leicht zu manövrieren.

Die Sitzposition ist aufrecht und entspannt. Der breite Sattel (oder die optionalen Einzelsitze) bietet Komfort für längere Fahrten. Der Beifahrer sitzt erhöht und hat gute Haltegriffe. Für zwei Personen ist die Leistung ausreichend, wenn auch nicht üppig.

Das Fahrgefühl ist unmittelbar und ehrlich. Man spürt jede Bewegung des Motors, jede Unebenheit der Straße, jeden Windhauch. Es ist eine direkte, ungefilterte Verbindung zwischen Fahrer und Maschine – genau das, was moderne Roller vermissen lassen. Die Li 150 fordert Aufmerksamkeit und Respekt, belohnt aber mit einem Fahrerlebnis, das süchtig macht.

Design, Interieur und Zubehör

Das Design der Lambretta Li 150 ist ein Meisterwerk italienischer Nachkriegs-Ästhetik. Während der Name des Chefdesigners nicht eindeutig dokumentiert ist, arbeitete das Innocenti-Designteam unter der Leitung von Ferdinando Innocenti eng mit Ingenieuren zusammen, um Form und Funktion zu vereinen.

Die Series 1 und 2 (1958-1961) zeichnen sich durch geschwungene, organische Linien aus. Die Seitenverkleidungen sind voluminös und umschließen Motor und Getriebe vollständig. Der runde Scheinwerfer sitzt in einem verchromten Gehäuse, das an klassische Automobile erinnert. Die Kotflügel sind großzügig dimensioniert und bieten echten Wetterschutz. Das Trittbrett ist breit und flach – ideal für den Einstieg in Rock oder Kleid, was die Li 150 besonders bei weiblichen Fahrerinnen beliebt machte.

Die Series 3 (1962-1967) revolutionierte das Design mit der "Slimstyle"-Philosophie. Die Seitenverkleidungen wurden flacher und schmaler, die Kotflügel schlanker, die gesamte Silhouette dynamischer. Der Lenkkopf wurde neu gestaltet, die Instrumententafel erhielt eine trapezförmige Form. Diese Designsprache wurde zur DNA aller nachfolgenden Lambretta-Modelle, einschließlich der ikonischen GP-Serie.

Farbgestaltung: Innocenti bot die Li 150 in einer Palette attraktiver Farben an. Besonders beliebt waren zweifarbige Kombinationen: Ruby Red mit Gray Dawn, Cream mit Blue, White mit Red. Diese Farbkombinationen wurden zum Markenzeichen und unterschieden Lambretta deutlich von der meist einfarbigen Vespa-Konkurrenz.

Zielgruppe: Die Li 150 wurde für die breite Mittelschicht konzipiert – junge Berufstätige, Familien, Studenten. Sie sollte erschwingliche, stilvolle Mobilität bieten. Der niedrige Einstieg und die vollständige Verkleidung machten sie besonders attraktiv für Frauen, die in den 1950er und 60er Jahren zunehmend mobil wurden. Werbefotos zeigten oft elegante Frauen in modischer Kleidung auf der Li 150.

Besondere Design-Elemente:

  • Lambretta-Schild: Das charakteristische Wappen-Logo auf der Frontverkleidung
  • Chromakzente: Verchromte Zierleisten, Scheinwerferring, Hupe und Spiegel
  • Instrumentierung: Trapezförmiger Tacho (Series 3) mit Skala bis 100 km/h
  • Gepäckträger: Verchromter Heckträger für Koffer oder Ersatzrad
  • Sitzbank: Wahlweise durchgehende Sitzbank oder zwei Einzelsitze (Series 3 Standard)

Zubehör: Innocenti und Aftermarket-Hersteller boten umfangreiches Zubehör an: Windschutzscheiben, Spiegel in verschiedenen Designs, Gepäckträger-Erweiterungen, Ersatzrad-Halterungen, Hupen, Zusatzscheinwerfer und sogar Seitenwagen. Die Mod-Szene entwickelte eine eigene Zubehör-Kultur mit zahlreichen Spiegeln, Antennen, Fuchsschwänzen und Chromteilen.

Das Design der Li 150 war seiner Zeit voraus und bleibt bis heute zeitlos. Die Kombination aus Funktionalität, Eleganz und italienischem Flair macht sie zu einem begehrten Sammlerstück und einem echten Hingucker auf jeder Ausfahrt.

Sonstiges

Mod-Kultur und Popkultur: Die Lambretta Li 150 ist untrennbar mit der britischen Mod-Bewegung der 1960er Jahre verbunden. Mods (von "Modernists") waren junge, stilbewusste Briten, die italienische Mode, Soul-Musik und Motorroller liebten. Die Lambretta wurde zum bevorzugten Transportmittel, oft extrem individualisiert mit Dutzenden Spiegeln, Chromteilen und Antennen. Der Film "Quadrophenia" (1979) von Franc Roddam, basierend auf dem Album der Band The Who, verewigte die Li 150 Series 3 als ultimatives Mod-Symbol. Die Szenen der Mods-vs-Rockers-Auseinandersetzungen in Brighton sind Filmgeschichte.

Renngeschichte: Obwohl die Li 150 primär als Alltagsroller konzipiert war, nahmen viele Besitzer an Scooter-Rallyes und Langstreckenfahrten teil. Der "Ace of Herts" Scooter Club organisierte in den 1960er Jahren legendäre 24-Stunden-Rallyes mit Hunderten von Teilnehmern. Roy Wilson gewann 1964 die Southend International Rally vor 3.000 Zuschauern auf einer modifizierten Lambretta.

Internationale Produktion: Die Li 150 wurde unter Lizenz in mehreren Ländern produziert. In Indien fertigte API (Automobile Products of India) ab 1960 die Li 150 in Bhandup bei Mumbai. Nach der Übernahme durch die indische Regierung 1972 produzierte Scooters India Ltd. (SIL) Lambretta-Modelle bis in die 1990er Jahre. In Spanien baute Serveta die Li 150 unter eigenem Namen. Diese Lizenzproduktionen unterscheiden sich in Details von den italienischen Originalen.

Ersatzteile und Restaurierung: Die Ersatzteilversorgung für die Li 150 ist dank einer aktiven Szene gut. Spezialisierte Händler wie Scooter Center (Deutschland), Casa Lambretta (USA), Cambridge Lambretta Workshops (UK) und Beedspeed bieten umfangreiche Kataloge. Mechanische Teile sind meist verfügbar, Originalblech ist selten und teuer. Reproduktionen von Blechteilen haben oft nicht die Passgenauigkeit der Originale. Eine Komplettrestauration durch einen Spezialisten kostet 5.000-10.000 €, je nach Ausgangszustand und gewünschter Qualität.

Wertsteigerung: Die Preise für gut erhaltene Li 150 steigen kontinuierlich. Vor 10 Jahren kostete ein restaurierter Roller 2.000-3.000 €, heute sind es 4.000-8.000 € für Topexemplare. Die Series 1 mit Matching Numbers und Originalteilen erzielt die höchsten Preise. Experten prognostizieren, dass die Li 150 bald die 10.000-€-Marke überschreiten wird, ähnlich wie die LD 150 und D 150.

Clubs und Community: Die Lambretta-Szene ist weltweit aktiv. In Deutschland gibt es zahlreiche Scooter-Clubs, die regelmäßige Treffen und Ausfahrten organisieren. Das jährliche "Scooter Center Classic" in Köln zieht Hunderte von Lambretta-Enthusiasten an. International sind Events wie das "Isle of Wight Scooter Rally" und das "Rimini Lambretta" in Italien Pilgerstätten für Fans.

Tuning und Performance: Die Li 150 bietet großes Tuning-Potenzial. Beliebte Upgrades sind: 175-ccm- oder 200-ccm-Zylinder-Kits (600-1.200 €), moderne Vergaser wie Dellorto PHBH oder Mikuni (150-300 €), elektronische Zündung (200-400 €), Sportauspuff (300-600 €) und 12-Volt-Umrüstung (300-600 €). Mit diesen Modifikationen sind 100-110 km/h Höchstgeschwindigkeit möglich. Die Szene-Firma Casa Performance bietet komplette Tuning-Kits an.

Zusammenfassung

Die Innocenti Lambretta Li 150 (1958-1967) ist ein italienischer Roller-Klassiker, der Geschichte schrieb. Mit 148 ccm Hubraum, 8,25 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h bot sie in den 1950er und 60er Jahren erschwingliche, stilvolle Mobilität für Millionen. Über 286.000 Exemplare in drei Serien produziert, wurde sie zum Symbol italienischen Lebensgefühls und zur Ikone der britischen Mod-Kultur.

Kaufen Sie eine Li 150, wenn Sie: einen authentischen, fahrbereiten Klassiker mit Charakter suchen, der sich im Alltag nutzen lässt. Die robuste Technik, gute Ersatzteilversorgung und aktive Community machen sie zur idealen Wahl für Einsteiger und Enthusiasten. Achten Sie auf: Rost am Rahmen und Blech, Motorenzustand, Originalität und Wartungshistorie. Ein gut restauriertes Exemplar kostet 4.000-8.000 €, Projekt-Roller starten bei 1.000-2.000 €.

Die Li 150 ist mehr als ein Roller – sie ist ein Stück Zeitgeschichte, ein Design-Objekt und ein Fahrerlebnis, das süchtig macht. Wer einmal auf einer Li 150 durch die Stadt gefahren ist, versteht, warum sie bis heute Herzen erobert.