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HMW Motorrad kaufen
Die Halleiner Motorenwerke prägten die österreichische Nachkriegsmobilität mit innovativen Hilfsmotoren und eleganten Mopeds wie der Conny oder der Foxinette. Entdecken Sie seltene Sammlerstücke einer Marke, die heute als Geheimtipp für Liebhaber alpiner Zweiradtechnik gilt.
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Fahrzeug inserieren"HMW" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "HMW" machen.
1958 | HMW 50
Österreichisches Moped der Nachkriegsjahre
1953 | HMW 50
Österreichisches Moped der Nachkriegsjahre
1953 | HMW Foxinette FM 41 S
1953 | HMW Glockner 50 Z
Frühes österreichisches Moped
1954 | HMW 50 ZL
Österreichisches Moped der Nachkriegsjahre
1953 | HMW Foxinette FM 41
Gebaut für unkomplizierte Mobilität der Nachkriegsjahre
1952 | HMW Foxinette FM 41
Gebaut für unkomplizierte Mobilität der Nachkriegsjahre
1955 | HMW 75 LM "Wiesel"
Kräftiges Leichtmotorrad aus österreichischer Produktion
1951 | HMW 50 "Conny"
Kompakt konstruiert und ganz auf Alltag ausgelegt
1960 | HMW 50
1956 | HMW 50 SL
Österreichisches Moped der Nachkriegsjahre
1958 | HMW 75 LM "Wiesel"
Leichtmotorrad aus österreichischer Produktion
1952 | HMW 50 SL
HMW Hainsberger Mücke , Russensachs
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Fahrzeug inserierenInhaltsverzeichnis
- Geschichte & Erbe
- Modell-Highlights
- Technische Daten
- Marktübersicht und Kauftipps
- Fahrverhalten & Performance
- Design & Ästhetik
- Fazit
Geschichte & Erbe
Die Geschichte der Halleiner Motorenwerke, kurz HMW, ist ein faszinierendes Kapitel der österreichischen Industriegeschichte, das eng mit dem Drang nach individueller Mobilität in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verknüpft ist. Alles begann im Jahr 1948 in Hallein bei Salzburg. In einer Ära, in der Autos für die breite Masse unerschwinglich waren und selbst vollwertige Motorräder als Luxusgut galten, suchten findige Ingenieure nach Wegen, das einfache Fahrrad zu motorisieren.
Der Grundstein wurde durch Ing. Anton Fuchs gelegt, der bereits 1948 den sogenannten Fuchs-Hilfsmotor auf der Wiener Frühjahrsmesse präsentierte. Dieser kleine, aber robuste 38-ccm-Zweitaktmotor war dafür konzipiert, an herkömmliche Fahrräder montiert zu werden. Die Resonanz war überwältigend, da er eine kostengünstige Lösung für Pendler und Handwerker bot. Ursprünglich als Fuchs-Königer AG gegründet, kam es jedoch bald zu internen Differenzen, die 1949 zur Neugründung als Halleiner Motorenwerke AG führten. Mit an Bord waren ehemalige Puch-Mitarbeiter wie der Techniker Hacker und der Verkaufsstratege Fleischmann, die das Know-how der Branche mitbrachten.
In den frühen 1950er Jahren entwickelte sich HMW rasant. Die Produktion wurde von reinen Anbaumotoren auf komplette Fahrzeuge ausgeweitet. Ein Meilenstein in der Markenhistorie war die Fernfahrt von Richard Wunderer im Jahr 1952. Mit einer HMW Foxinette, die lediglich von einem Fuchs-Hilfsmotor angetrieben wurde, legte er eine Strecke von über 12.000 Kilometern zurück – von Österreich durch Italien bis tief in die Sahara. Diese Expedition bewies die enorme Zuverlässigkeit der kleinen Triebwerke unter extremsten Bedingungen und verschaffte der Marke internationales Ansehen.
Mitte der 1950er Jahre erreichte HMW seinen Zenit. Die Modellpalette wurde stetig erweitert und umfasste nun Mopeds, Motorroller und sogar Transportdreiräder. Die Marke exportierte ihre Produkte in zahlreiche Länder, darunter die Niederlande und sogar Übersee. Doch der Erfolg brachte auch Herausforderungen mit sich. Der wachsende Wohlstand in Europa führte dazu, dass immer mehr Menschen auf den Pkw umstiegen. Zudem war der Wettbewerb durch Giganten wie Puch oder die aufkommenden japanischen Hersteller enorm.
Gegen Ende der 1950er Jahre verlagerte das Unternehmen seinen Standort von Hallein nach Kottingbrunn in Niederösterreich. Man erhoffte sich durch die Modernisierung der Fertigung und neue Modelle wie den Roller Conny eine Trendwende. Trotz innovativer Ansätze und einer treuen Fangemeinde konnten die Halleiner Motorenwerke den wirtschaftlichen Abwärtstrend nicht stoppen. Im Jahr 1964 musste die Produktion schließlich eingestellt werden. Insgesamt wurden in der kurzen, aber intensiven Firmengeschichte rund 25.000 Einheiten gefertigt – eine Zahl, die im Vergleich zu Großserienherstellern gering erscheint, aber die Exklusivität und den Sammlerwert der heute noch existierenden Fahrzeuge unterstreicht.
Nach Jahrzehnten im Dornröschenschlaf erlebt der Name HMW aktuell eine Renaissance. Unter dem Label HMW Mobility wird die Marke seit 2024 wiederbelebt, wobei der Fokus nun auf modernen Elektroantrieben und 125-ccm-Modellen liegt. Für Sammler bleiben jedoch die klassischen Zweitakter aus der Ära zwischen 1948 und 1964 die wahren Schätze, die den Geist des österreichischen Wirtschaftswunders verkörpern.
Modell-Highlights
Wer heute ein HMW Motorrad kaufen möchte, stößt auf eine überschaubare, aber technisch höchst interessante Auswahl an Modellen. Jedes Fahrzeug erzählt seine eigene Geschichte von technischer Improvisation und alpinem Erfindergeist.
HMW Foxinette (FM 41 / FM 41 S)
Die Foxinette ist das Ur-Modell der Marke und der direkte Nachfahre des Fuchs-Hilfsmotors. In ihrer frühen Form war sie kaum mehr als ein verstärktes Fahrrad mit einem unter dem Tretlager montierten Motor. Spätere Versionen wie die FM 41 S erhielten einen eigenständigen Rahmen und eine Federgabel, was sie zu einem echten Moped machte. Mit ihrem charakteristischen Knattern und der simplen Technik ist sie heute der Inbegriff des frühen Nachkriegs-Mopeds. Sammler schätzen vor allem die frühen Exemplare mit dem originalen Fuchs-Schriftzug auf dem Motorgehäuse.
HMW Conny (50 / 50 SL)
Der Roller Conny ist zweifellos das charmanteste Modell im Portfolio. Benannt nach dem damaligen Kinderstar Cornelia Froboess, wurde er gezielt als "Damenfahrzeug" vermarktet. Der freie Durchstieg und die elegante Verkleidung machten ihn ideal für Fahrten in der Stadt. Technisch basierte die Conny auf dem bewährten 50-ccm-Motor, verfügte aber oft über eine komfortable Dreigang-Handschaltung. Die Conny ist heute ein gesuchtes Sammlerobjekt, da sie den Zeitgeist der späten 50er Jahre perfekt widerspiegelt.
HMW 75 LM "Wiesel"
Für Kunden, denen 50 ccm nicht ausreichten, bot HMW das Modell Wiesel an. Mit einem Hubraum von 75 ccm und einer Leistung von etwa 3,2 PS war das Wiesel deutlich kräftiger als seine kleineren Geschwister. Es war als Leichtmotorrad konzipiert und bot eine für damalige Verhältnisse beachtliche Höchstgeschwindigkeit von über 60 km/h. Das Wiesel ist heute extrem selten, da die Produktionszahlen deutlich unter denen der 50er-Modelle lagen.
HMW Glockner 50 Z
Benannt nach dem höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner, sollte dieses Modell die Bergtauglichkeit der Halleiner Konstruktionen unterstreichen. Die Glockner 50 Z zeichnete sich durch eine optimierte Getriebeübersetzung und eine robuste Bauweise aus. Sie war das Arbeitstier für die ländlichen Regionen und bewährte sich auf steilen Passstraßen.
HMW 50 SL und 50 ZL
Die 50er-Serie bildete das Rückgrat der späten Produktion. Die Kürzel standen für verschiedene Ausstattungsvarianten: SL für Super-Luxus und ZL für Zentral-Luxus (oft mit Hinterradfederung). Diese Modelle zeigten die Evolution hin zum modernen Moped mit Teleskopgabel, Schwingenfahrwerk und Vollnabenbremsen. Sie sind heute die am häufigsten auf dem Markt zu findenden HMW-Klassiker und bieten einen guten Einstieg in die Welt der Marke.
Technische Daten
Die Technik der HMW-Fahrzeuge war geprägt von Einfachheit und Langlebigkeit. Hier eine Übersicht der wichtigsten Spezifikationen der Kernmodelle:
Die Motoren waren fast ausnahmslos luftgekühlte Einzylinder-Zweitakter, die mit einem Gemisch von 1:25 betrieben wurden. Ein besonderes Merkmal vieler HMW-Motoren war die kompakte Bauweise des Kurbelgehäuses und die Verwendung von hochwertigen Gussmaterialien, was sie thermisch sehr stabil machte.
Marktübersicht und Kauftipps
Der Markt für HMW Motorräder ist in den letzten Jahren stabil geblieben, wobei das Interesse an authentischen österreichischen Marken spürbar wächst. Da die Gesamtzahl der produzierten Fahrzeuge mit etwa 25.000 Einheiten vergleichsweise gering ist, handelt es sich bei jedem Angebot um eine kleine Rarität.
Preisspiegel 2024-2025
Die Preise variieren stark je nach Modell und Erhaltungszustand. Hier eine Orientierung basierend auf aktuellen Marktdaten:
- Scheunenfunde / Restaurationsobjekte: Für unrestaurierte Fahrzeuge, die oft Jahrzehnte in Kellern oder Garagen standen, werden zwischen 500 € und 1.200 € aufgerufen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da die Ersatzteilbeschaffung für spezifische Blechteile schwierig sein kann.
- Fahrbereiter Originalzustand: Mopeds mit schöner Patina, die technisch überholt wurden, liegen preislich zwischen 1.500 € und 2.800 €. Dies ist für viele Sammler der attraktivste Bereich, da der historische Charakter erhalten bleibt.
- Top-restaurierte Exemplare / Museumsqualität: Perfekt aufgebaute Fahrzeuge, insbesondere seltene Modelle wie das Wiesel oder eine frühe Foxinette, können Preise von 3.500 € bis 4.500 € erzielen. In Einzelfällen, etwa bei lückenloser Historie oder prominenter Vorbesitzerschaft, liegen die Forderungen auch darüber.
Schwachstellen beim Kauf
Wenn Sie eine HMW besichtigen, sollten Sie auf folgende Punkte besonders achten:
- Tankkorrosion: Die Stahltanks der 50er Jahre sind anfällig für inneren Rost. Prüfen Sie mit einer Taschenlampe den Innenraum. Rostpartikel können den Vergaser zusetzen und zu Motorschäden führen.
- Motorabdichtung: Nach langer Standzeit werden die Wellendichtringe (Simmerringe) spröde. Zieht der Motor Falschluft, läuft er unruhig oder lässt sich nicht abstimmen. Ein kompletter Dichtsatz ist zwar günstig, der Einbau erfordert jedoch die Spaltung des Motors.
- Zündanlage: Die originalen Magnetzünder verlieren über die Jahrzehnte oft an Kraft. Ein schwacher Zündfunke führt zu Startproblemen, besonders bei warmem Motor. Viele Besitzer rüsten heute auf moderne kontaktlose Zündungen um, was die Alltagstauglichkeit enorm steigert.
- Verschleißteile: Reifen in den alten Dimensionen sind problemlos erhältlich, schwieriger wird es bei spezifischen Bowdenzügen oder originalen Tachoschnecken. Achten Sie darauf, dass das Fahrzeug möglichst komplett ist.
Ersatzteilversorgung
Glücklicherweise gibt es in Österreich eine sehr aktive Szene. Spezialisten wie RBO Stöckl oder die Firma HMW-Zweirad von Gregor Rehrl bieten ein breites Sortiment an Nachbauteilen und teilweise sogar Originalbestände an. Dennoch gilt: Fehlende Zierteile oder spezifische Embleme können die Suche langwierig und teuer machen.
Fahrverhalten & Performance
Das Fahren einer klassischen HMW ist eine Zeitreise in eine entschleunigte Welt. Wer eine moderne 125er gewohnt ist, muss sich umstellen. Der 50-ccm-Zweitakter verlangt nach Aufmerksamkeit und Gefühl.
Das Startprozedere ist zeremoniell: Benzinhahn öffnen, Tupfer am Vergaser drücken, bis der Kraftstoff leicht überläuft, und dann ein beherzter Tritt in die Pedale oder auf den Kickstarter. Der Motor erwacht mit einem hellen, metallischen Klang, der typisch für die Konstruktionen von Anton Fuchs ist. Im Leerlauf vibriert das gesamte Fahrzeug sanft, ein Zeichen der direkten Verbindung zwischen Mensch und Maschine.
Unterwegs überrascht die HMW durch ihre Leichtigkeit. Die Mopeds wiegen oft kaum mehr als 50 Kilogramm, was sie extrem handlich macht. Die Beschleunigung ist eher gemächlich, doch sobald der Motor auf Touren kommt, entwickelt er einen angenehmen Durchzug. Besonders die Dreigang-Handschaltung der Conny oder der 50 SL macht Spaß – das Klicken der Gänge am Lenkergriff vermittelt ein mechanisches Feedback, das modernen Automatikrollern völlig fehlt.
In Kurven spürt man die einfache Fahrwerkstechnik. Die Reibungsdämpfer oder frühen Teleskopgabeln stoßen auf schlechtem Asphalt schnell an ihre Grenzen. Doch genau das macht den Reiz aus: Man fährt nicht einfach nur, man arbeitet mit dem Fahrzeug. Eine Passfahrt mit einer Glockner 50 Z ist eine echte Leistung, bei der man die Hitze des Motors und die Anstrengung der Mechanik förmlich spüren kann. Es ist ein ehrliches, ungefiltertes Fahrerlebnis, das jede Fahrt zum kleinen Abenteuer macht.
Design & Ästhetik
Das Design der Halleiner Motorenwerke war stets funktional, aber nie ohne Eleganz. In den frühen Jahren dominierte der pragmatische Look der Hilfsmotoren-Ära. Schwarz war die vorherrschende Farbe, kombiniert mit einfachen Linierungen.
Mit dem Aufkommen der Mopeds in den 50er Jahren wurde HMW mutiger. Zweifarblackierungen in Pastelltönen wie Lindgrün, Elfenbein oder Hellblau hielten Einzug. Besonders die Conny bestach durch ihre fließenden Formen. Die Verkleidung des Hinterrads und der geschwungene Rahmen gaben ihr eine fast skulpturale Anmutung, die stark von italienischen Vorbildern wie der Vespa inspiriert schien, aber dennoch eine eigenständige, alpine Note behielt.
Ein wichtiger Aspekt der Markenästhetik war die Werbung. Der Werbegrafiker Franz „Ferenc“ Antal schuf Plakate, die heute selbst gesuchte Sammlerstücke sind. Seine Darstellungen von dynamischen Fahrern vor alpiner Kulisse vermittelten ein Gefühl von Freiheit und Fortschritt. Die Logos der Marke – oft eine Kombination aus dem HMW-Schriftzug und stilisierten Flügeln – strahlten Dynamik aus.
Auch die Details überzeugen: Die formschönen Scheinwerfergehäuse, die oft den Tacho integrierten, oder die aufwendig gestalteten Tankembleme zeigen, dass man in Hallein Wert auf Qualität legte. Eine HMW ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Stück Industriedesign, das auch im Stand eine gute Figur macht.
Fazit
Die Halleiner Motorenwerke mögen als Unternehmen nur 15 Jahre bestanden haben, doch ihr Erbe wiegt schwer. Wer heute ein HMW Motorrad kaufen möchte, entscheidet sich für ein Stück authentische österreichische Technikgeschichte. Ob es die minimalistische Foxinette, die elegante Conny oder das seltene Wiesel ist – jedes Modell bietet ein einzigartiges Erlebnis für Sammler und Enthusiasten.
Trotz der geringen Produktionszahlen von rund 25.000 Stück ist die Ersatzteilversorgung dank engagierter Spezialisten gesichert, was den Einstieg in das Hobby erleichtert. Die Fahrzeuge sind technisch überschaubar, robust und bieten ein unvergleichliches Fahrgefühl, das an die Aufbruchstimmung der Nachkriegszeit erinnert. In einer Welt der Massenproduktion und digitalen Perfektion ist eine HMW ein Statement für Individualität und mechanische Ehrlichkeit. Wer die Herausforderung sucht und die Faszination kleiner Hubräume teilt, wird bei dieser Marke aus dem Salzburger Land fündig.