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Beta Motorrad kaufen
Seit 1948 verlassen Trial- und Enduro-Maschinen das Werk in Florenz – jedes Motorrad trägt die Handschrift einer Marke, die sich im Gelände bewährt hat. Von Jordi Tarrés bis Dougie Lampkin: 26 Weltmeistertitel prägen Betas Ruf.
Suchergebnisse

1965 | Beta Camoscio 48
Wonderfull Restoration !!

1964 | Beta Camoscio 48
Camoscio Sport

1953 | Beta 160 Sport
Beta 160 Sport
"Beta" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Beta" machen.
1978 | Beta RC 125
BETA RC 125 1978
1962 | Beta 125 Sport
Sport 125CC 4stroke
1962 | Beta 175 Mirimin
Sport 175CC 4stroke
1964 | Beta Camoscio 48
Camoscio Sport
1977 | Beta CR 250
BETA 250
1953 | Beta 160 Sport
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1969 | Beta Camoscio 48
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1977 | Beta CR4
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1976 | Beta TR5
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1964 | Beta Camoscio 48
CAMOSCIO SPORT !!
Von der Fahrradwerkstatt zur Trial-Legende
Die Geschichte von Beta beginnt 1905 in Florenz, als Giuseppe Bianchi eine Werkstatt zur Herstellung handgefertigter Fahrräder gründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernehmen sein Sohn Enzo Bianchi und dessen Schwager Arrigo Tosi die Firma – aus deren Initialen entsteht der Name BETA (Bianchi Enzo, Tosi Arrigo). 1948 markiert den Einstieg in den Motorradbau: Ein Rollengetriebemotor wird an ein Fahrrad montiert. Das erste vermarktete Modell ist die CERVO 48 mit 48 cm³ Einzylinder, gefolgt von der CIGNO.
In den 1950er Jahren erweitert Beta die Palette auf 125 cm³ und 175 cm³ Modelle mit Doppelschleifenrahmen, Telegabel und Stoßdämpfern. Ab den 1960ern produziert Beta eigene Motoren im Haus. Die M.T. 175 aus dieser Ära erreicht 130 km/h – ein Touring-Motorrad mit sportlichen Ambitionen.
Der entscheidende Kurswechsel erfolgt in den 1970er Jahren: Beta konzentriert sich auf Gelände-Spezialitäten – Motocross, Enduro, Trial. Diese Fokussierung zahlt sich aus: Zwischen 1985 und 1999 holt Beta 36 nationale Trial-Titel. Die Modellreihen TR34 und TR35 aus den späten 1980ern, gefahren von Jordi Tarrés, gelten als technische Meilensteine – feinste Mono-Schock-Trialer vor dem Übergang zur Wasserkühlung.
Dougie Lampkin schreibt Beta-Geschichte: Auf der Beta Techno gewinnt er drei WM-Titel in Folge (1997, 1998, 1999). Das Nachfolgemodell Rev 3 dominiert die frühen 2000er mit weiteren Weltmeistern wie Albert Cabestany und Toni Bou.
2005 wagt Beta den Schritt ins Enduro-Segment – zunächst mit KTM-Motoren, ab 2010 dann mit hauseigenen RR-Aggregaten. 2017 folgt der X-Trainer, ein vielseitiger Enduro-Allrounder mit niedriger Sitzhöhe. Bis heute hat Beta 26 WM-Titel errungen und sich als feste Größe im Geländesport etabliert.
Was Beta auszeichnet
Betas Stärke liegt in der Trial-DNA: Präzise Fahrwerksabstimmung, leichte Bauweise, kompromisslose Geländetauglichkeit. Die Rev 3 gilt unter Trialisten als Benchmark – drei Weltmeister auf einem Modell sprechen für sich. Die Techno aus der Lampkin-Ära ist heute ein begehrtes Sammlerstück.
Im Enduro-Bereich punktet Beta mit eigenständigen Konstruktionen: Die RR-Reihe (250, 300, 350, 480 cm³) nutzt seit 2010 hauseigene Motoren – kein Lizenzbau, keine Kompromisse. Besonders die 300 RR Race Edition mit 292,6 cm³ Zweitakt-Einzylinder und elektronischer Öl-Einspritzung verbindet klassische Zweitakt-Performance mit moderner Technik. Mit 103,5 kg Trockengewicht und 36,6 Zoll Sitzhöhe bleibt sie handlich.
Der X-Trainer 300 richtet sich an Einsteiger und Hard-Enduro-Enthusiasten: niedrigere Sitzhöhe, entschärfte Leistungsentfaltung, aber dieselbe robuste Basis wie die RR-Modelle. Die 480 RR Race Edition mit 478 cm³ Viertakt spricht Fahrer an, die maximale Leistung im schweren Gelände suchen.
Betas Erfolgsrezept: Fokussierung. Keine Straßenmotorräder, keine Adventure-Tourer im klassischen Sinn – nur Trial, Enduro, Hard Enduro. Diese Spezialisierung schafft Kompetenz, die sich in Weltmeistertiteln und Kundentreue niederschlägt.
Technische Daten ausgewählter Modelle
Besonderheiten:
- TR34/TR35: Luftgekühlte Mono-Schock-Trialer, letzte Generation vor Wasserkühlung
- Techno/Rev 3: Weltmeister-Trialer mit kompakter Geometrie
- RR-Reihe: Eigene Beta-Motoren seit 2010, KYB-Fahrwerk, elektronische Öl-Einspritzung bei Zweitaktern
- X-Trainer: Öl-Einspritzung ohne Vormischung, niedrigere Sitzposition für bessere Kontrolle
Marktübersicht und Kauftipps
Preisspannen nach Modell und Zustand
TR34/TR35 Trial (1980er, luftgekühlt)
- Brauchbar: 225–400 €
- Gut: 565–1.400 €
- Sehr gut: 990–1.600 €
- Hervorragend: ab 1.660 €
- Trend: +7,7 % (Hagerty, Juni 2025)
Beta Techno (1997-2003, Lampkin-Ära)
- Gut: 2.000–3.500 €
- Sehr gut: 3.500–5.000 €
- Hervorragend mit Dokumentation: 5.000–7.500 €
Rev 3 Trial (1999-2012)
- Gut: 2.500–4.000 €
- Sehr gut: 4.000–6.000 €
- Hervorragend, niedrige Betriebsstunden: 6.000–9.000 €
Alp-Serie (1970er-1990er, Enduro/Trial)
- Gut: 2.500–4.000 €
- Sehr gut: 3.500–5.500 €
- Hervorragend: 5.000–7.500 €
- Beispiel: Beta Alp 4.0 (2003, 349 cm³) für ca. 3.100 € (Auktion Feb. 2023)
Frühe RR-Modelle (2005-2015, KTM-Motoren)
- Gut: 3.500–5.500 €
- Sehr gut: 5.500–7.500 €
- Hervorragend: 7.500–10.000 €
Markttrends
Der Beta-Sammlermarkt zeigt stabile bis steigende Tendenzen. Die TR34-Trialer verzeichnen +7,7 % Wertzuwachs – ein Zeichen wachsenden Interesses an luftgekühlten Trial-Klassikern. Beta USA meldet 180 % Absatzsteigerung zwischen 2018 und 2024, zusätzliche 10 % Wachstum für 2024-2025. Diese Markenstärke stützt Restwerte.
Besonders gesucht:
- TR34/TR35: Feinste Mono-Schock-Trialer, technisch ausgereift, vor Wasserkühlung
- Techno: Lampkin-Replika mit WM-Provenienz
- Rev 3: Moderne Trial-Ikone, drei Weltmeister
- Frühe CERVO/CIGNO: Seltene Gründungsstücke für Markensammler
Käuferprofile
- Trial-Enthusiasten: Suchen TR34, Techno, Rev 3 für historische Wettbewerbe oder Sammlungen
- Enduro-Fahrer: Interessiert an frühen RR-Modellen oder Alp-Serie als robuste Geländemaschinen
- Markensammler: CERVO, CIGNO und frühe 1960er-Modelle als historische Dokumente
- Einsteiger: X-Trainer als zugänglicher Einstieg in klassische Zweitakt-Enduros
Teile- und Restaurierungskosten
Teileversorgung:
- Wilson's Beta (USA): Großer OEM-Teilelieferant
- Beta USA: Online-Teilediagramme, offizieller Shop
- Beta UK: Teilefinder mit Explosionszeichnungen
- Verfügbarkeit: Gut für Modelle ab 2015, brauchbar für 2005–2015, schwieriger für Vorkriegs- und 1960er-Modelle
Restaurierungskosten (Richtwerte):
- Komplette Motorüberholung (Arbeit): ab 680 €
- Vollrestauration: 6.500–10.000 €
- Lackierung und Verkleidung (Arbeit): 2.500–3.500 €, Materialien 350–650 €
- Zerlegung/Montage: ab 2.800 €
- Durchschnittliches Teilebudget: ca. 2.500 €
Restaurierungstipps:
- Beste Kandidaten: Modelle ab 2015 wegen Teileverfügbarkeit
- Meiden: Sehr frühe Modelle (vor 2010) ohne Teiledokumentation
- Zweitakter: Einfacher zu überholen als Viertakter
- Fahrwerk: KYB-Komponenten servicierbar durch qualifizierte Werkstätten
Spezifische Inspektionspunkte
Motor & Getriebe:
- Kaltstartverhalten (sollte leicht anspringen)
- Leerlaufstabilität
- Rauchfarbe (übermäßig weiß/blau = Ölprobleme)
- Kupplungsschleifen sanft
- Gangwechsel durch alle Gänge
- Keine ungewöhnlichen Geräusche aus dem Kurbelgehäuse
Kühlsystem (wassergekühlt):
- Kühlmittelstand und -zustand
- Kühler auf Lecks/Beschädigungen prüfen
- Lüfterfunktion (kritisch bei Viertaktern)
- Temperaturanzeige Genauigkeit
Fahrwerk:
- Gabelsimdichtungen (keine Lecks)
- Dämpferzustand (keine Lecks, korrekter Rückprall)
- SAG-Einstellungen prüfbar
- Lagerverschleiß
Rahmen & Fahrgestell:
- Geradheit prüfen (Rahmenrohre entlangsehen)
- Heckrahmen-Zustand
- Befestigungspunkte intakt
- Keine Sturzschäden
Elektrisch:
- Batteriezustand (Spannungstest)
- Alle Lampen/Anzeigen funktional
- Map-Schalter Funktion (falls verbaut)
- Startermotor-Funktion
Modellspezifische Warnsignale:
- 2023/2024 390/480: Lüfterfunktion überprüfen, auf Überhitzungshistorie achten
- Frühe RR-Modelle: Auf aktualisierte Komponenten prüfen
- Hochstunden-Maschinen: Wartungsaufzeichnungen anfordern
- X-Trainer: Öl-Einspritzsystem-Funktion testen
Wie sich Beta fährt
Beta-Motorräder sind für Präzision im Gelände konzipiert. Trial-Modelle wie TR34, Techno und Rev 3 bestechen durch minimales Gewicht (unter 70 kg), kompakte Abmessungen und fein dosierbares Ansprechen. Der niedrige Schwerpunkt ermöglicht extreme Schräglagen, das straffe Fahrwerk überträgt jede Bodenunebenheit ungefiltert – Trial verlangt permanente Körperkontrolle. Die Zweitakt-Motoren liefern spontanes Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen, ideal für das Überwinden von Hindernissen in Trippelschritten.
Die 300 RR Race Edition im Enduro-Einsatz kombiniert diese Trial-Agilität mit Enduro-Reichweite. Die elektronische Öl-Einspritzung erspart Vormischen, der Keihin PWK 36 mm Vergaser reagiert direkt auf Gasbefehle. Mit 103,5 kg trocken bleibt die Maschine spielerisch zu dirigieren, das KYB AOS Closed-Cartridge-Fahrwerk schluckt auch grobes Geläuf. Die 930 mm Sitzhöhe fordert lange Beine oder Stehvermögen – Beta baut für Geländeprofis, nicht für Sonntagsfahrer.
Der X-Trainer senkt die Einstiegshürde: niedrigere Sitzposition, entschärfte Leistungscharakteristik, gleiche robuste Basis. Wer Trial-Agilität in entspannterem Tempo erleben will, findet hier den idealen Kompromiss.
Viertakt-Modelle wie die 350 RR oder 480 RR bieten linearer dosierbares Drehmoment, höhere Höchstleistung, aber auch mehr Gewicht und Komplexität. Die Fuel-Injection mit Handlebar-Map-Switch (Full Power/Soft) und Traction Control macht moderne Beta RR-Modelle zu vielseitigen Werkzeugen – vom technischen Single-Trail bis zum schnellen Schotterpiste.
Quintessenz: Beta fährt sich nicht komfortabel, sondern kommunikativ. Jede Lenkbewegung, jede Gewichtsverlagerung zeigt unmittelbare Wirkung. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, der Motor liefert auf Kommando. Wer Gelände-Kompetenz über Komfort stellt, findet in Beta einen ehrlichen Partner.
Design und Entwicklungsphilosophie
Betas Design folgt der Funktion. Keine geschwungenen Linien um ihrer selbst willen, keine Retro-Spielereien – Trial und Enduro verlangen minimalistische Effizienz. Die Farbgebung bleibt seit Jahrzehnten erkennbar: Weiß-Rot mit der italienischen Trikolore als Akzent. Das Logo – ein dynamisches „B" auf rotem Grund, unterstrichen von Grün-Weiß-Rot – verweist auf die Florentiner Herkunft.
Trial-Modelle zeigen extreme Reduktion: schmaler Tank (oft unter 2,5 Liter), hoher Lenker für stehende Fahrposition, minimale Verkleidung. Jedes Gramm zählt. Die Sitzbänke sind Rudimente – Trial fährt man stehend. Pegs mit Gummiauflage bieten Grip für präzise Gewichtsverlagerung.
Enduro-Modelle wie die RR-Reihe zeigen mehr Substanz: Kunststofftanks mit 9-11 Liter Fassungsvermögen, Scheinwerfer für Straßenzulassung, robuste Verkleidungsteile. Doch auch hier gilt: Schutz und Funktion vor Optik. Die Molybdän-Stahl-Doppelschleifenrahmen sind sichtbar, kein Plastik kaschiert die Technik.
Zielgruppe sind Geländespezialisten: Trial-Fahrer, die Sektionen in Zeitlupe bezwingen; Enduro-Racer, die durch Flussbetten und über Felsblöcke navigieren; Hard-Enduro-Enthusiasten, die Berghänge als Herausforderung sehen. Beta baut keine Motorräder für Café-Besuche – diese Maschinen sind Werkzeuge für anspruchsvolles Terrain.
Designer-Einfluss: Beta arbeitet nicht mit Stardesignern, sondern mit Ingenieuren, die selbst fahren. Jordi Tarrés und Dougie Lampkin haben als Werksfahrer Entwicklungen mitgeprägt. Das Ergebnis: Maschinen, die aus der Praxis für die Praxis entstehen.
Motorsport und Kultur
Betas Renommee fußt auf 26 Weltmeistertiteln – eine Zahl, die wenige Spezialisten erreichen. Trial-WM-Titel von Jordi Tarrés, Dougie Lampkins Hattrick 1997-1999, Albert Cabestanys Erfolge auf der Rev 3: Diese Namen sind mit Beta verwoben. James Dabill holte 2005 den Junior-Weltmeistertitel. Toni Bou, später vielfacher Weltmeister auf Montesa, gewann Auftaktläufe auf der Rev 3.
Enduro-Erfolge kamen später: Die RR-Reihe konnte noch keine WM-Titel sammeln, doch in nationalen Meisterschaften und bei Rallyes wie der Erzbergrodeo etabliert sich Beta als ernstzunehmende Kraft. 2016 wurde Beta italienischer Meister in der E2-Klasse der Enduro-WM.
Export und Märkte: Beta exportiert weltweit, mit starker Präsenz in den USA (180 % Absatzsteigerung 2018-2024), Großbritannien und Australien. Der US-Markt schätzt Betas Trial-Kompetenz und die wachsende Enduro-Palette. In Spanien, der Trial-Hochburg schlechthin, genießt Beta hohe Reputation. Italien selbst bleibt Heimatmarkt und Teststrecke.
Popkultur-Referenzen sind rar – Beta ist keine Marke für Hollywood-Stunts oder Musikvideos. Die Referenz ist die Trial-Szene selbst: YouTube-Videos von Adam Raga, Toni Bou und anderen Profis, die auf Beta-Prototypen unmögliche Sektionen bezwingen. Die Marke lebt in Fachmagazinen, auf Trialgelände-Events und in der Hard-Enduro-Community.
Fazit
Beta steht für kompromisslose Geländekompetenz mit italienischer Handschrift. Von den ersten CERVO-Mopeds 1948 bis zu den heutigen RR-Enduros zieht sich eine Linie: Fokussierung auf Trial und Gelände, keine Ablenkung durch Straßen-Tourenmotorräder oder Adventure-Giganten. Diese Spezialisierung hat Beta 26 WM-Titel und eine treue Fangemeinde eingebracht.
Für Sammler sind TR34/TR35, Techno und Rev 3 die Kronjuwelen – Trial-Maschinen mit WM-Provenienz und steigenden Werten (+7,7 % bei TR34). Wer frühe Geschichte sucht, greift zur CERVO 48 oder CIGNO. Enduro-Enthusiasten finden in der RR-Reihe und Alp-Serie robuste Klassiker mit guter Teileversorgung.
Beta baut keine Motorräder für die breite Masse. Sie baut Werkzeuge für Gelände-Experten – leicht, präzise, ehrlich. Wer Trial-Agilität oder Enduro-Härte sucht, findet in Beta einen Partner ohne Kompromisse.


