Tyrrell 012 Oldtimer kaufen
Das Tyrrell 012 markiert einen bedeutenden Abschnitt in der Geschichte des bekannten Formel-1-Rennstalls aus Großbritannien. Das für drei Saisons eingesetzte Chassis steht für den letzten Einsatz von Saugmotoren bei Tyrrell, bevor das Team auf Turbo-Technik umstieg.
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Fahrzeug inserierenTyrrell 012 Oldtimer: Preise & Marktwerte
Geschichte des Tyrrell 012
Der Tyrrell 012 wurde 1983 vom Aerodynamik-Spezialisten Maurice Philippe für das Tyrrell-Team entworfen. Das Fahrzeug debutierte in der Formel-1-Saison 1983 und wurde noch in der gesamten Saison 1984 sowie Anfang 1985 eingesetzt. Die Jahre des 012 fielen in eine Zeit fundamentaler technischer und politischer Umbrüche in der Königsklasse. Die Konstruktion setzte auf einen Ford-Cosworth-DFV-V8-Saugmotor, während viele Teams bereits auf Turboaggregate umstellten. Mit dem 012 erlebte Tyrrell das Ende einer Ära: Es war das letzte Auto des Teams, das ausschließlich mit dem legendären Cosworth-DFV fuhr, bevor im Verlauf der 1980er Jahre die Turbo-Ära einsetzte.
Modellgeschichte
Der Vorgänger des Tyrrell 012 war der Tyrrell 011, ein weiteres Cosworth-betriebenes Formel-1-Chassis. Auf den 012 folgte der Tyrrell 014, mit dem das Team ab Mitte 1985 erstmals auf Turbomotoren von Renault setzte. Die Modellgeschichte der Tyrrell-Chassis spiegelt den technischen Wandel der 1980er Jahre im Grand-Prix-Sport wider: weg vom Saugmotor, hin zum Turbo. Der 012 bildete dabei den Brückenschlag zwischen diesen zwei Epochen und steht heute für das letzte klassische DFV-Paket des britischen Rennstalls.
Besonderheiten des Tyrrell 012
Der Tyrrell 012 wurde von Maurice Philippe mit einem Fokus auf Aerodynamik weiterentwickelt, basierend auf den Erfahrungen mit Ground-Effect-Fahrzeugen. Markant ist das vergleichsweise einfache und schlanke Monocoque, das dem Auto auch optisch eine klassische Linie verlieh. Ein weiteres Merkmal war der kompromisslose Verzicht auf Turbomotoren – das Fahrzeug vertraute bis zu seinem letzten Einsatz auf die Zuverlässigkeit und das niedrige Gewicht des Cosworth-DFV-V8. Die Konstruktion erlaubte eine gute Wartungsfreundlichkeit im Vergleich zu den immer komplexer werdenden Turbomodellen der Konkurrenz.
Technische Daten des Tyrrell 012
Sondermodelle und Sammlerstücke
Der Tyrrell 012 selbst wurde nur in sehr begrenzter Stückzahl gebaut und ist dadurch per se ein seltenes Sammlerobjekt. Einzelne Chassis traten mit speziellen Lackierungen auf, etwa anlässlich von Sponsorenwechseln. Besonderes Aufsehen erregte das Chassis von Stefan Bellof, das heute als Tribut an den deutschen Ausnahmepiloten gilt.
Schwachstellen und bekannte Probleme
Da es sich beim Tyrrell 012 um ein klassisches Formel-1-Fahrzeug handelt, steht die Wartung im Fokus: Der Ford-Cosworth DFV gilt als robust, setzt jedoch regelmäßige Revisionen voraus. Ersatzteilversorgung erfolgt meist über Spezialisten. Die Aluminiumstruktur kann je nach Renneinsatz Belastungsspuren zeigen – eine sorgfältige technische Prüfung vor Kauf ist zwingend erforderlich. Veraltete Sicherheitseinrichtungen und Materialermüdung sind Themen, die im historischen Motorsport zu beachten sind.
Motor, Getriebe und Fahrverhalten
Der Tyrrell 012 bot mit seinem leichten Aufbau und dem bewährten Cosworth-DFV eine agile Fahrdynamik, insbesondere auf Strecken mit vielen Kurven und wenig Geraden. Das fehlende Turboloch und der lineare Leistungsaufbau ermöglichten präzises Dosieren des Gaspedals und boten erfahrenen Fahrern ein direktes, ehrliches Fahrgefühl. Das Hewland-Getriebe schaltete knackig und zuverlässig, jedoch war eine geübte Hand für schnelle Gangwechsel erforderlich. Hervorzuheben sind die Chassis, die von Martin Brundle und Stefan Bellof pilotiert wurden. Insbesondere Bellofs Fahrleistungen mit dem Tyrrell 012 auf nassen Strecken gelten als herausragend in der Formel-1-Geschichte.
Interieur, Komfort und Design
Der Tyrrell 012 setzte auf ein kompromisslos funktionales Cockpit mit minimalistischem Aluminium-Armaturenbrett. Die Karosserie wurde aerodynamisch optimiert und im typischen Tyrrell-Blau lackiert. Ausstattungsdetails wie spezielle Sitzeinlagen für die Fahrer oder Sonderlackierungen im Marlboro- oder später Canon-Design waren Ausdruck der jeweiligen Sponsorenphasen. Ungewöhnlich war die Kombination klassischer Aluminiumstruktur mit ersten Karbonfaser-Elementen, die den Übergang zur neuesten Chassistechnologie symbolisieren.
Weitere relevante Fakten
Eine Besonderheit: Der Tyrrell 012 war eine geeignete Testplattform für Innovationen, etwa beim Einbau unterschiedlicher Aerodynamik-Elemente und Entwicklungen im Bereich der Radaufhängung. Einige Fahrzeuge tauchen heute noch auf historischen Motorsportveranstaltungen korrekt restauriert auf.
Zusammenfassung
Der Tyrrell 012 repräsentiert das letzte Saugmotor-Kapitel der britischen Formel-1-Traditionsmarke und spiegelt alle technischen wie historischen Umbrüche der 1980er Jahre wider. Das selten erhältliche Monoposto ist heute ein faszinierender Beleg für das Ende der Cosworth-Ära und genießt hohes Ansehen bei Sammlern historischer Renntechnik.