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Schlüter Oldtimer-Traktor kaufen

Seit 1937 steht Schlüter aus Freising für bayerische Großtraktoren mit unverwüstlicher Bauqualität – vom Super über den Compact bis zum Profi Trac mit 500 PS. Unter Sammlern und Landwirten gleichermaßen verehrt, zählen Schlüter-Schlepper heute zu den gesuchtesten Klassikern der deutschen Landtechnik.

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Geschichte & Erbe

Die Geschichte von Schlüter beginnt nicht auf dem Acker, sondern im Motorenbau. 1899 gründete Kommerzienrat Anton Schlüter (1867–1949) in München ein Unternehmen zur Konstruktion und Fertigung von Benzin- und Vielstoffmotoren. Zwölf Jahre später erwarb Schlüter in Freising die Maschinenfabrik Otto Schülein und baute sie zur eigenen Gießerei um. 1912 entstand nahe der Fabrik das landtechnische Versuchszentrum Schlüterhof, das bis heute als kulturhistorisches Erbe der Marke gilt. Während des Ersten Weltkriegs errichteten die Architekten Jakob Heilmann und Max Littmann ein drittes Werk im Süden Freisings.

Bereits 1921 lieferte Schlüter Dieselmotoren von 5 bis 300 PS in alle Welt – ein Beleg für die technische Kompetenz, die später die Traktorenproduktion prägen würde. 1937 begann das Unternehmen schließlich mit dem Bau landwirtschaftlicher Schlepper: Der DZM 15 mit 15 PS und der DZM 25 mit 25 PS waren die ersten Modelle, die den Grundstein für fast sechs Jahrzehnte Traktorenbau legten.

Der Zweite Weltkrieg zwang Schlüter zur Umstellung auf Holzgasschlepper und Holzgas-Elektro-Aggregate mit 25 und 50 PS. Bombenangriffe zerstörten sowohl das Münchner Werk als auch die Freisinger Gießerei weitgehend. Anton Schlüter junior (1888–1957) entschied nach Kriegsende, das Münchner Werk nicht wiederaufzubauen und die gesamte Fertigung auf den Standort Freising zu konzentrieren – eine wegweisende Entscheidung.

Die Nachkriegsjahre brachten den DS 25 (1947–1954), der auf Basis der Holzvergaserschlepper mit Dieselmotor angeboten wurde. In den 1950er-Jahren folgte die AS-Serie („AckerSchlepper") mit Modellen vom AS 15 (15 PS) bis zum AS 45 (45 PS), der als erster Schlüter-Großtraktor galt. Die AS-Baureihe brachte moderne Getriebevarianten und leistungsstärkere Motoren und deckte ein breites Leistungsspektrum ab.

1959 erschien die S-Serie, die Schlüter endgültig als ernstzunehmenden Traktorenhersteller etablierte. Vom kompakten S 15 bis zum kraftvollen S 900 mit 95 PS und Sechszylindermotor reichte die Palette. Ab 1962 erhielten alle Schlüter-Traktoren eine Karosserie, die der französische Designer Louis Lucien Lepoix entworfen hatte – eine Formsprache mit klarer Linienführung, die das Erscheinungsbild der Marke bis zum Ende prägte. 1963 erschien erstmals die charakteristische Farbkombination Silber-Rot-Beige, die zum Markenzeichen wurde.

1964 wagte Schlüter den entscheidenden Schritt: Die Spezialisierung auf Großschlepper ab 100 PS. In einer Zeit, in der die meisten Hersteller noch auf Kleinschlepper setzten, erkannte Schlüter den Bedarf der wachsenden landwirtschaftlichen Betriebe. Die neue Super-Baureihe ersetzte ab 1966 die S-Serie und wurde zum Rückgrat der Produktion. 1968 kamen 120- und 150-PS-Schlepper auf den Markt, 1970 folgten die 200-PS-Modelle.

1971 ergänzte die Compact-Serie das Programm nach unten – kompakte, vielseitige Arbeitstraktoren für den täglichen Einsatz, die zum meistgebauten Modell der Firmengeschichte avancierten. 1973 entstand die Profi-Trac-Baureihe mit vier gleich großen Rädern und lenkbarer Hinterachse – Schlüters Antwort auf die Anforderungen der Großlandwirtschaft.

Der absolute Höhepunkt kam 1978: Der Profi Trac 5000 TVL mit 500 PS aus einem turboaufgeladenen Zwölfzylindermotor mit 22 Litern Hubraum war der stärkste Schlepper Europas. Das Einzelstück wurde im Auftrag des jugoslawischen Staatschefs Josip Broz Tito für einen 5.000 Hektar großen Staatsbetrieb gebaut. Durch Titos Tod 1980 und die politischen Umwälzungen in Jugoslawien wurden Pläne zur Serienfertigung hinfällig. Der Traktor wiegt 18 Tonnen, fasst 1.000 Liter Diesel und verfügt über Allradantrieb mit Hinterradlenkung – der Sammlerwert wird heute auf über eine Million Euro geschätzt.

1981 brachte die neue Super-Trac-Serie mit 130 bis 300 PS, die Energieeffizienz und hohe Leistung verband. 1989 debütierte der Euro Trac als Systemschlepper, der die Lücke des eingestellten Mercedes-Benz MB-trac schließen sollte. Doch die Konkurrenz hatte Schlüter technisch überholt, und nach der Wende waren Standardtraktoren gefragter als Systemschlepper. Vom Euro Trac wurden insgesamt nur 184 Exemplare gebaut.

Im Dezember 1993 schloss das Werk in Freising endgültig seine Tore. Die Produktion des Euro Trac wurde zur Landtechnik Schönebeck in Sachsen-Anhalt verlegt, wo nur noch 32 Exemplare entstanden. Die Firma Egelseer in Fürth übernahm die verbliebenen Teile und baute bis 2004 vereinzelt weitere Euro-Trac- und Super-Modelle. Insgesamt fertigte Schlüter rund 43.250 Schlepper – eine Zahl, die die Exklusivität der Marke unterstreicht. Die verbliebenen Gebäudeteile des ehemaligen Werks sind heute als Kulturdenkmal anerkannt und in ein Einkaufszentrum umgestaltet worden. Ein restaurierter Schlüter-Schlepper erinnert dort an die fast 100-jährige Geschichte.


Highlights & Besonderheiten

Schlüter-Traktoren genießen unter Sammlern und Landwirten einen besonderen Ruf, der sich in fünf Kernbaureihen manifestiert:

Die Super-Baureihe (1966–1993) ist das Herzstück der Marke. Vom Super 350 mit 35 PS bis zum Super 2500 TVL mit 280 PS deckte sie nahezu drei Jahrzehnte das gesamte Leistungsspektrum ab. Die charakteristische Lepoix-Karosserie mit dem breiten Kühlergrill und den roten Schlüter-Emblemen ist bis heute das bekannteste Gesicht der Marke. Besonders begehrt sind der Super 750 V (75–80 PS, ca. 520 Stück) als erster Sechszylinder-Super, der Super 950 V (95 PS, nur 252 Stück) und der Super 1250 VL (110–130 PS, über 870 Stück in 23 Baujahren). Der Super 1500 TVL mit Turbolader und bis zu 165 PS war einer der letzten großen Schlüter und zählt zu den gesuchtesten Modellen. Der Super 2000 TVL mit dem berühmten 8-Zylinder-Reihenmotor (9.503 ccm, 185 PS) wurde nur in geringen Stückzahlen gebaut und erzielt heute Spitzenpreise – auf Classic Trader wurde ein Exemplar für 199.000 € angeboten.

Die Compact-Serie (1971–1993) war der Verkaufsschlager. Der Compact 850 wurde mit rund 1.720 Exemplaren zum meistgebauten Schlüter-Modell überhaupt. Mit seinem Vierzylinder-Dieselmotor (80–90 PS) war er wendig genug für den Hof und stark genug für schwere Anhänger. Ab 1982 setzte Schlüter auf MAN-Sechszylindermotoren im Compact 950 V6 (90–95 PS, ca. 485 Stück) und Compact 1050 V6 (100–105 PS, ca. 624 Stück). Die V6-Modelle boten überlegene Laufruhe und sind heute als zuverlässige Arbeitstraktoren und Einstieg in die Schlüter-Welt gefragt.

Der Profi Trac (1973–1989) ist die Krone der Schlüter-Technik. Mit vier gleich großen Rädern, lenkbarer Hinterachse und Leistungen von 130 bis 320 PS war er für die Großlandwirtschaft konzipiert. Von der gesamten Baureihe wurden in 16 Jahren und 11 verschiedenen Modellen nur 39 Exemplare gebaut, von denen heute noch rund 20 existieren. Der Profi Trac 3500 TVL (320 PS) wurde nur 4-mal gefertigt, der Profi Trac 3000 TVL (280 PS) 15-mal. Diese extrem seltenen Großtraktoren sind unter Sammlern praktisch unbezahlbar.

Der Super Trac (1981–1993) verband die Trac-Bauweise mit moderner Technik. Modelle wie der Super Trac 1600 TVL (160 PS) und der Super Trac 2500 TVL (280 PS, nur 10 Stück gebaut) sind heute gesuchte Raritäten. Der Super Trac 2200 TVL mit 220 PS und elektronisch gesteuerter Kraftheberanlage war seiner Zeit weit voraus.

Der Euro Trac (1991–1995) war der letzte Schlüter. Mit vier gleich großen Rädern, mittig platzierter Panoramakabine und dem Konzept, Standardtraktor und Trac zu vereinen, war er ambitioniert. Die erste Generation (1300 LS, 1600 LS, 1900 LS) wurde in Freising gebaut, die zweite (1400 LS, 1700 LS, 2000 LS) in Schönebeck. Insgesamt entstanden nur rund 184 Exemplare – ein Schlüter Euro Trac ist heute ein seltenes Sammlerstück.


Technische Daten


Marktübersicht und Kauftipps

Der Schlüter-Sammlermarkt ist geprägt von einer leidenschaftlichen Fangemeinde, die sich in Vereinen wie dem 1. Schlüter-Club Freising organisiert. Beim Jubiläumstreffen zum 125-jährigen Bestehen 2024 kamen rund 3.000 Besucher und 280 ausgestellte Schlüter-Modelle zusammen – ein Beleg für die ungebrochene Faszination.

Preisrahmen nach Modell und Zustand (2024–2026)

Frühe Modelle (AS, DS, S-Serie, 1947–1966):

  • Restaurierungsbedürftig, fahrbereit: 3.500–8.000 €
  • Gut restauriert mit Originalteilen: 10.000–20.000 €
  • Ein Schlüter S 450 (Bj. 1966) wurde auf technikboerse.com für 6.486 € angeboten.
  • Der Schlüter SL15b (Bj. 1960, 15 PS, ca. 310 Stück gebaut) wurde für 5.600 € inseriert.
  • Diese Modelle eignen sich als Einstieg für Oldtimer-Fans – relativ günstig im Kauf und ideal als Restaurationsprojekt.

Compact-Serie (1971–1993):

  • Arbeitstraktor-Zustand: 7.500–16.000 €
  • Gut restauriert: 14.000–28.500 €
  • Spitzenexemplare: bis 64.900 € (ein Compact 950 V6, Bj. 1985, nur 2.893 Betriebsstunden, wurde 2025 für 64.900 € angeboten)
  • Der Compact 850 V ist der häufigste Schlüter und wird je nach Zustand zwischen 21.000 und 32.500 € gehandelt.
  • Die MAN-Sechszylinder-Modelle (950 V6, 1050 V6) sind besonders gefragt für ihre Laufruhe und Zuverlässigkeit.

Super-Baureihe (1966–1993):

  • Super 650 V (65–72 PS): 25.000–39.999 € (ein 650 VS Allrad wurde 2026 für 39.999 € inseriert)
  • Super 1050 V (105 PS): 33.000–39.800 € (Bj. 1981, 5.800 Betriebsstunden)
  • Super 1250 V/VL (110–125 PS): 18.000–72.000 € je nach Zustand – ein restaurierter 1250 V (Bj. 1969) für 36.000 €, ein 1250 VL in Topzustand für 72.000 €
  • Super 1500 TVL (135–165 PS): 37.500–55.000 €
  • Super 2000 TVL (185 PS, 8-Zylinder): bis 199.000 € – extrem selten und unter Sammlern hochbegehrt

Profi-Trac- und Super-Trac-Baureihe (1973–1993):

  • Super Trac 1600 TVL: 199.999–238.000 € (ein Exemplar mit 10.612 Betriebsstunden wurde 2026 für 238.000 € angeboten)
  • Profi-Trac-Modelle (200+ PS, Knicklenker): 45.000–120.000 € je nach Leistung, Zustand und Seltenheit
  • Der Profi Trac 5000 TVL (500 PS, Einzelstück) wird auf über eine Million Euro geschätzt.

Euro Trac (1991–1995):

  • Nur rund 184 Exemplare gebaut, entsprechend selten am Markt
  • Geschätzter Preisrahmen: 25.000–50.000 € je nach Modell und Zustand

Worauf Käufer achten sollten

Motor und Antrieb: Die Schlüter-eigenen Dieselmotoren (SD- und SDM-Serie) gelten als extrem langlebig. Bei Modellen ab 1982 mit MAN-Motoren (Compact V6) sollten die typischen MAN-Verschleißerscheinungen geprüft werden – Einspritzdüsen, Zylinderkopfdichtung und Kühlwassersystem. Die ZF-Getriebe sind robust, aber auf ausgeschlagene Schalthebel und Synchronringe achten.

Karosserie und Rahmen: Die Schlüter-Kabinen (insbesondere die „Super-Silence"-Kabine ab 1974 und die hydraulisch kippbare Variante ab 1976) sollten auf Rost an den Schwellen, Türunterkanten und am Kabinenboden geprüft werden. Der Rahmen ist bei Schlüter-Traktoren in der Regel massiv und langlebig, aber bei Maschinen mit hoher Stundenzahl auf Risse an den Achsaufhängungen achten.

Hydraulik und Kraftheber: Die mechanische Hubwerksregelung (MHR) ist zuverlässig, aber Dichtungen und Hydraulikleitungen altern. Bei Modellen mit elektronischer Kraftheberanlage (ab 1984) sollte die Steuerelektronik überprüft werden.

Originalität und Dokumentation: Das Schlüter-Archiv (schlueter-archiv.de) verfügt über digitalisierte Maschinenkarten aller rund 43.250 gebauten Schlepper und kann die Originalausstattung jedes Traktors verifizieren. Originallackierung in Silber-Rot-Beige und nachweisbare Historie erzielen 20–40 % Sammlerprämie.

Ersatzteile: Die Firma Egelseer in Fürth ist der zentrale Ansprechpartner für Schlüter-Ersatzteile und technische Beratung. Darüber hinaus gibt es eine aktive Community im Schlüter-Club Freising und auf Portalen wie tractorfan.app, die bei der Teilebeschaffung hilft.


Fahrerlebnis

Wer zum ersten Mal auf einem Schlüter-Schlepper Platz nimmt, versteht sofort, warum diese Maschinen den Spitznamen „Bär" tragen. Das Anlassen eines Schlüter-Sechszylinders ist ein akustisches Erlebnis: Der Motor bollert mit einer tiefen, gleichmäßigen Frequenz, die man durch den ganzen Körper spürt. Beim Super 750 V oder Super 1250 VL vermittelt die Lenkradschaltung ein fast mechanisches Gefühl – jeder Gang sitzt mit einem satten Einrasten.

Die Super-Silence-Kabine (ab 1974) war für ihre Zeit bemerkenswert leise und bot dem Fahrer einen geschützten Arbeitsplatz. Die hydraulisch kippbare Kabine (ab 1976) machte Wartungsarbeiten zum Kinderspiel – ein Detail, das Schlüter von der Konkurrenz abhob. Auf dem Feld entfalten die Schlüter-Traktoren ihre wahre Stärke: Das enorme Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen und die gleichmäßige Kraftentfaltung der Sechs- und Achtzylindermotoren sorgen für eine Zugkraft, die selbst nach heutigen Maßstäben beeindruckt.

Der Compact 850 V fährt sich handlich und präzise – kein Wunder, dass er der beliebteste Arbeitstraktor der Marke wurde. Die Allradmodelle mit ZF-Lenktriebachse bieten auch auf rutschigem Untergrund hervorragende Traktion. Auf der Straße erreichen die meisten Modelle 28–40 km/h, was für Überführungsfahrten zu Traktorentreffen völlig ausreicht.

Die Profi-Trac-Modelle mit ihrer lenkbaren Hinterachse sind ein besonderes Erlebnis: Trotz ihrer gewaltigen Abmessungen lassen sie sich auf engstem Raum manövrieren – der Wendekreis des 18-Tonnen-5000 TVL beträgt nur fünf Meter. Im „Hundegang" kann sich der Traktor seitlich fortbewegen, was bei Feldarbeiten an Hängen unschätzbare Vorteile bietet.


Design & Karosserie

Das Design der Schlüter-Traktoren ist untrennbar mit dem Namen Louis Lucien Lepoix verbunden. Der französische Industriedesigner, der auch für andere Traktorenhersteller arbeitete, gestaltete ab 1962 die Karosserie aller Schlüter-Modelle. Seine Formsprache war funktional und klar: Eine breite, leicht abfallende Motorhaube mit markantem Kühlergrill, die charakteristische Kabine mit großen Glasflächen und die konsequent horizontale Linienführung gaben den Schleppern eine unverwechselbare Präsenz.

Ab 1963 erhielten alle Schlüter-Traktoren die Farbkombination Silber-Rot-Beige – silberne Motorhaube, rote Kabine und beige Felgen. Diese Farbgebung wurde zum Markenzeichen und ist bis heute das erste Erkennungsmerkmal eines Schlüter-Traktors. Die frühen Modelle der 1950er-Jahre waren noch in Altgrün oder Grau lackiert – diese Farbvarianten sind bei Sammlern heute besonders begehrt, da sie die seltenen Vorkriegs- und Nachkriegsmodelle kennzeichnen.

Die Fritzmeier-Kabinen, die Schlüter ab 1939 gemeinsam mit dem Spezialisten entwickelte, waren die ersten Schlepperverdecke überhaupt und boten dem Fahrer Wetterschutz – damals ein Novum. Später folgten die Traktomobil-Kabine als Option und ab 1974 die werkseigene Super-Silence-Kabine, die Geräuschdämmung und Komfort auf ein neues Niveau hob.

Die Compact-Serie unterschied sich optisch von den Super-Modellen durch die niedrige „Mini-Cab", die ab 1982 Standard wurde. Dieses flache Kabinendach war ausschließlich bei Compact-Modellen erhältlich und ist heute ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Super- und Compact-Baureihe.


Sonstiges

Schlüter in Saudi-Arabien: 1984 erhielt Schlüter einen Großauftrag über 70 Traktoren nach Saudi-Arabien – darunter Super- und Profi-Trac-Modelle. Noch heute existieren dort einzelne Exemplare, und der Sammler Michael Rimmel besitzt einen Super 2500, der 1984 nach Saudi-Arabien geliefert und vor einigen Jahren zurück nach Deutschland überführt wurde.

Der Schlüter-Club: Der 1. Schlüter-Club Freising organisiert seit 2009 regelmäßige Treffen mit Feldeinsätzen, bei denen historische Schlüter-Traktoren beim Pflügen und Maishäckseln gezeigt werden. Das 8. Schlütertreffen 2024 zog rund 3.000 Besucher an und präsentierte 280 Modelle aus allen Epochen.

Schlüter in der Populärkultur: Der Bayerische Rundfunk widmete der Marke 2024 anlässlich des 125-jährigen Jubiläums eine ausführliche Reportage in der Sendung „Unser Land". Der Kosename „Bär" (von „bärenstark" aus der Werbung) ist unter Fans allgegenwärtig.

Schlüterhof: Das ehemalige landtechnische Versuchszentrum wird heute von der Molkerei Weihenstephan genutzt und ist Teil des kulturellen Erbes der Stadt Freising.


Fazit

Schlüter-Traktoren aus Freising sind mehr als landwirtschaftliche Arbeitsgeräte – sie sind bayerische Technikgeschichte auf Rädern. Die fünf Kernbaureihen definieren den Sammlermarkt: Die Super-Serie als Herzstück der Marke mit Modellen vom Super 350 bis zum Super 2500 TVL, die Compact-Reihe als meistgebauter Schlüter und idealer Einstieg, der Profi Trac als Krone der Großtraktorentechnik mit nur 39 gebauten Exemplaren, der Super Trac als Verbindung von Trac-Bauweise und moderner Technik, und der Euro Trac als letzter Schlüter mit nur 184 Exemplaren.

Was Schlüter von anderen Traktorenmarken unterscheidet, ist die Kompromisslosigkeit in der Bauqualität: Massive Gussrahmen, eigene Motorenentwicklung bis 1982 und die Spezialisierung auf Großschlepper ab 1964 machten die Freisinger Schlepper zu den robustesten ihrer Zeit. Die aktive Community, das Schlüter-Archiv mit digitalisierten Maschinenkarten und die Ersatzteilversorgung durch Egelseer sorgen dafür, dass diese Maschinen auch Jahrzehnte nach Produktionsende am Leben bleiben. Finden Sie Ihren Schlüter auf Classic Trader.