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REO Vorkriegs-Oldtimer kaufen

REO steht für die amerikanische Vorkriegszeit von Ransom E. Olds: solide Sechszylinder, der elegant benannte Flying Cloud und der aussergewöhnliche Royale. Finden Sie seltene REO Klassiker auf Classic Trader und prüfen Sie Herkunft, Karosserie und Ersatzteilkonzept besonders sorgfältig.

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"REO" Inserats-Referenzen von Classic Trader

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Bild 1/15 von REO T-6 (1922)

1922 | REO T-6

1922 REO 6C open tourer '22

12.500 €vor 7 Monaten
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Bild 1/15 von REO T-6 (1922)

1922 | REO T-6

1922 REO 6C open tourer '22

14.950 €vor 10 Monaten
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Händler
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Bild 1/15 von REO T-6 (1922)

1922 | REO T-6

1922 REO 6C open tourer '22

15.950 €letztes Jahr
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Händler
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Bild 1/20 von REO Royale 8-35 (1934)

1934 | REO Royale 8-35

Royal Straight Eight One off 7 Pers. Royale Long-Version-Speed Wagon orig.Fzg.

47.999 €vor 6 Jahren
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Händler
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Bild 1/41 von REO Royale 8-35 (1931)

1931 | REO Royale 8-35

FULLY PROFESSIONALLY RETORED REO ROYALE SEDAN 8-35

85.000 €vor 7 Jahren
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Privat
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Bild 1/15 von REO T-6 (1925)

1925 | REO T-6

Andere REO "Speed Wagon" Vorkrieg

6.900 €vor 10 Jahren
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Händler
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Bild 1/12 von REO Flying Cloud Master (1929)

1929 | REO Flying Cloud Master

Andere REO Flying Cloud Master

17.900 €vor 11 Jahren
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Händler
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Bild 1/70 von REO T-6 (1922)

1922 | REO T-6

1955 restauriert

24.950 €vor 11 Jahren
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Geschichte einer Marke zwischen Lansing und der Welt

REO spricht man als Wort aus, nicht Buchstabe für Buchstabe. Die Marke führt unmittelbar zu Ransom Eli Olds, einem der prägenden Unternehmer der amerikanischen Frühzeit. Nach seinem Ausscheiden aus Olds Motor Works gründete Olds am 16. August 1904 in Lansing, Michigan, mit Investoren die R. E. Olds Company. Wegen eines Einwands des früheren Unternehmens wurde daraus im September 1904 die REO Car Company; seit April 1906 hiess sie REO Motor Car Company. Die Initialen des Gründers blieben als Marke bestehen. Das ist für Kaufinteressenten mehr als eine Anekdote: Ein REO ist kein Oldsmobile und auch kein späteres Produkt eines Grosskonzerns, sondern ein eigenständiges Vorkriegsautomobil aus Lansing.

Die frühen Fahrzeuge waren einfache, aber ernsthaft konstruierte amerikanische Automobile. REO bot Ein- und Zweizylinder, später Vierzylinder und Sechszylinder an. Die Marke wuchs schnell; die historische Dokumentation des Library of Congress ordnet Olds’ Werk bis 1907 unter die vier grössten US-Automobilhersteller ein. Die Werksanlage mit Büro von 1905, Fabrik, Ingenieurgebäude von 1908 und Mitarbeiterclub von 1917 zeigt, welchen industriellen Anspruch das Unternehmen damals hatte. Trotzdem änderte sich das Marktumfeld rasch. Ford und General Motors setzten mit ihrer Skalierung und ihren Preisstrukturen Massstäbe, gegen die ein mittelgrosser Hersteller dauerhaft schwer ankam.

Parallel zu den Personenwagen entstand 1910 die REO Motor Truck Company. 1916 ging sie in der REO Motor Car Company auf. Ab 1919 übertraf der Lastwagenabsatz den der Personenwagen; ein Speed Wagon steht daher ebenso glaubwürdig für die Marke wie eine Limousine. Für diese Kategorieseite bleiben jedoch die Pkw der Kern: Sie entstanden bis 1936 und besitzen als vollständige Vorkriegsfahrzeuge ihre eigene Sammlerlogik. Nach der Einstellung der Automobilproduktion konzentrierte sich REO auf Nutzfahrzeuge; über Bohn und White führte der Weg später zu Diamond REO. Die Firma selbst endete erst 1975, doch der klassische REO-Pkw endet klar mit dem Modelljahr 1936.

Vier Baureihen umreissen das Angebot gut. Der Reo the Fifth von 1912 markiert den Schritt zum kräftigeren Vierzylinderwagen. Der Model T-6 der Jahre 1920 bis 1926 vertritt die grosse Sechszylinderzeit mit ioE-Motor und ungewöhnlicher Bedienung. 1927 kam der Flying Cloud, zunächst ein gehobener Sechszylinder und später in mehreren Leistungs- und Karosserievarianten das Rückgrat der Pkw-Palette. 1931 setzte der Royale mit Achtzylinder, langem Radstand und modernem Auftritt ein Ausrufezeichen. Diese Auswahl dient der Einordnung einer vielfältigen Marke; bei einem konkreten Angebot sind Baujahr, Fahrgestellnummer, Motor und Aufbau wesentlich wichtiger als ein blosses Modellabzeichen.

Die Weltwirtschaftskrise traf REO hart. Die Verkaufszahlen fielen, die Strategie mit mehreren Preisstufen kostete Kapital, und der teure Royale war in einem schrumpfenden oberen Markt kaum geeignet, Volumen zu schaffen. Olds übernahm 1933/34 noch einmal operativ Verantwortung. Danach wurden die Pkw-Programme gekürzt, während die Nutzfahrzeuge wichtiger wurden. Am 3. September 1936 stellte REO die Automobilfertigung ein. Gerade diese kurze, klar begrenzte Pkw-Geschichte verleiht einem erhaltenen Wagen seinen Reiz: Er gehört zu einer Marke, die Innovation, sorgfältige Ausführung und wirtschaftliche Verletzlichkeit der amerikanischen Zwischenkriegsindustrie zugleich verkörpert.

Was einen REO besonders macht

REO ist nicht die naheliegende Wahl für jemanden, der nur ein amerikanisches Vorkriegsauto sucht. Genau das kann ein Vorteil sein. Die Marke verbindet technische Eigenständigkeit mit einer deutlich kleineren Szene als Ford, Chevrolet oder Chrysler. Ein guter REO wird deshalb nicht über Markenbekanntheit verkauft, sondern über seine konkrete Qualität: korrekte Mechanik, dokumentierte Geschichte, stimmiger Aufbau und die Fähigkeit des Verkäufers, die Seltenheit transparent statt nebulös zu erklären.

Beim T-6 fasziniert die frühe Sechszylindertechnik. Die Einlassventile im Kopf und Auslassventile im Block – das sogenannte ioE-Prinzip – verlangen beim Einstellen und Überholen Fachwissen, belohnen aber mit einem kraftvollen, langsamdrehenden Charakter. Der Flying Cloud steht für einen anderen Moment. Sein Name war ein bewusstes Versprechen von Leichtigkeit und Tempo; 1927 führte REO bei diesem Wagen Lockheeds hydraulische Innenbackenbremsen ein. Vier hydraulisch betätigte Trommeln waren in dieser Klasse ein Sicherheits- und Komfortargument, ohne daraus moderne Fahrdynamik abzuleiten.

Der Royale 8 ist die Spitze. Sein 358-cui-Reihenachtzylinder leistete 125 hp, hatte eine neunfach gelagerte Kurbelwelle, zentrale Einpunkt-Schmierung und thermostatgesteuerte Kühlerjalousien. Auf 131 oder 135 Zoll Radstand entstand ein grosses, anspruchsvolles Automobil. Die in Kooperation mit Murray gebauten Karosserien, deren Linien Amos Northup zugeschrieben werden, nahmen die Stromlinienmoderne mit abgerundeten Formen, schräg wirkendem Kühler und tief gezogenen Kotflügeln vorweg. Langradständige Sonderfahrgestelle und Dietrich-Aufbauten sind erheblich seltener und gehören in eine andere Preis- und Prüfklasse.

Ein REO macht die Herkunft sichtbar. Holzrahmen, Blech, Sechszylinder, Zusatzaggregate und historische Beschläge müssen als zusammenhängendes System beurteilt werden. Ein schön lackierter Wagen mit falschen Lampen, improvisierter Elektrik und unbekannter Holzsubstanz ist nicht automatisch ein schlechter Kauf, aber er ist kein gleichwertiger Ersatz für ein sauber dokumentiertes, substanzstarkes Exemplar. Bei seltenen Marken ist die Differenz später kaum durch einfache Ersatzteilbestellung zu schliessen.

Technische Daten ausgewählter REO-Pkw

Die Tabelle dient als Orientierung. Angaben unterscheiden sich nach Jahr, Aufbau und Ausführung; vor Vertragsabschluss zählen die Daten des angebotenen Fahrzeugs und zeitgenössische Unterlagen.

Die Leistungswerte sind periodische Bruttoangaben und nicht mit heutigen Messnormen gleichzusetzen. Ein 125-hp-Royale ist weder ein Sportwagen noch ein Fahrzeug für Autobahntempo, aber sein grosser Achtzylinder bietet auf ruhiger Landstrasse einen sehr souveränen Durchzug. Ein T-6 oder früher Touring verlangt dagegen vorausschauendes Fahren und Zeit für warme Mechanik. Bei allen Fahrzeugen gehört ein 6-Volt-System, sofern nicht fachgerecht und nachvollziehbar umgebaut, zum historischen Gesamtbild.

Marktübersicht und Kauftipps

Der REO-Markt ist klein, international und stark zustandsabhängig. Deshalb sind Preislisten weniger nützlich als echte Ergebnisse und eine Analyse des einzelnen Autos. Eine 1936er Flying Cloud wurde im Juli 2024 in Grossbritannien bei Mathewsons für £10.000 verkauft. Ein nicht fahrbereiter 1937er Flying Cloud brachte im November 2024 bei Cottone Auctions US$3.600. Ein 1929er Flying Cloud Master Sport Sedan erzielte bei Bring a Trailer im Oktober 2025 US$17.000. Diese drei Werte umschreiben keinen festen Korridor; sie zeigen vielmehr, wie massiv Fahrbereitschaft, Qualität der Restaurierung, Karosserieform und Standort wirken. Für besondere Vorkriegsmodelle sind Transport, Einfuhr, Versicherung und Zulassung häufig ein grösserer Teil der Rechnung als bei einem verbreiteten europäischen Klassiker.

Ein Royale kann deutlich darüber liegen. Sein Rang, der Achtzylinder und die aussergewöhnliche Form sprechen eine internationale Sammlerschaft an. Ein normaler, authentischer Flying Cloud ist hingegen ein zugänglicherer Weg in die Marke. Frühere Tourer können wegen ihrer offenen Karosserie attraktiv sein, brauchen aber besonders genaue Holz- und Verdeckprüfung. Ein niedriger Aufrufpreis ist bei einem seltenen US-Import kein Sparversprechen: Fehlende Kühlerteile, Fensterrahmen, Beschläge, Instrumente oder korrekte Vergaser können aus einem Projekt schnell eine lange Suche machen.

Karosserie und Holz zuerst. Prüfen Sie Türspalte, A- und B-Säulen, Schweller, Bodenrahmen, Scheibenrahmen, Kotflügelansätze und den Anschluss von Holz zu Blech. Blasen unter dickem Lack, stumpfe Schraubenköpfe, unsaubere Tackerarbeit am Dach und Türen, die nur mit Kraft schliessen, sind Gründe für eine fachkundige Besichtigung. Fotografien einer Restaurierung sind wertvoll, wenn sie den Ausgangszustand und die Arbeitsschritte zeigen; Rechnungen für Holzarbeiten und Karosseriebau sind noch besser.

Motor und Kühlsystem als Einheit ansehen. Ein Kaltstart, stabiler Öldruck nach Warmlauf, fehlende Kühlwasserlecks und eine ruhige Kupplung sind wichtiger als eine kurz polierte Motorhaube. Beim ioE-Motor müssen Ventiltrieb, Kompression und die Qualität früherer Bearbeitung geprüft werden. Beim späten Sechszylinder verdienen Alukopf, Kühler, Wasserpumpe und Zündung Aufmerksamkeit. Ein überhitzender Wagen darf nicht mit der Erklärung „Vorkriegsautos werden eben warm“ abgetan werden. Lassen Sie nach der Probefahrt abkühlen und kontrollieren Sie erneut auf Wasser, Öl und Druck im Kühler.

Bremsen, Lenkung und Elektrik verdienen eine reale Fahrt. Hydraulische Bremsen am Flying Cloud sind ein Vorteil, aber Zylinder, Leitungen, Trommeln und Beläge können jahrzehntelang vernachlässigt worden sein. Frühe mechanische Systeme brauchen korrekte Einstellung beider Achsen. Grosses Lenkspiel, wandernde Spur oder ein flatterndes Vorderrad können von Reifen und Buchsen bis zu Achsgeometrie reichen. Originale Instrumente, Scheinwerfer und 6-Volt-Anlage sind reparierbar, doch eine chaotische Verkabelung ist ein Sicherheits- und Kostenrisiko.

Beim Royale ist der Self-Shifter eine besondere Frage. Die ab 1933 optionale halbautomatische Einheit gilt historisch als störanfällig. Ein Wagen mit konventionellem Getriebe ist für viele Käufer einfacher einzuordnen. Hat ein Angebot Self-Shifter, verlangen Sie einen nachvollziehbaren Funktionsnachweis, Unterlagen über Überholung und eine Probefahrt mit warmem Antrieb. Nicht jede seltene Ausstattungsoption ist ein Wertplus, wenn ihre Instandsetzung ohne Spezialwissen kaum planbar ist.

Für Deutschland zählen ausserdem die Unterlagen für H-Kennzeichen, die Identität des Fahrgestells und eine belastbare Zoll- beziehungsweise Herkunftsdokumentation. Ein amerikanischer Title ersetzt nicht automatisch alle deutschen Nachweise. Kalkulieren Sie ein Vorabgespräch mit Prüforganisation, Gutachter und Versicherer ein, ehe Sie einen Wagen aus Übersee kaufen. Teile lassen sich über US-Spezialisten, den Reo Club of America, Karosseriebauer und Nachfertigung beschaffen; das bedeutet aber Versandzeit und Zollarbeit. Kaufen Sie daher lieber die bessere Basis als die seltenere Baustelle.

Fahrerlebnis zwischen Tourer und Luxuswagen

Ein REO fährt nicht nach dem Schema eines späteren amerikanischen Achtzylinder-Cruisers. Der Fahrer sitzt hoch, beobachtet Kotflügel und Motorhaube, arbeitet mit langen Pedalwegen und einem unsynchronisierten oder nur teilweise synchronisierten Getriebe. Wer Zwischengas beherrscht und das Tempo der Mechanik akzeptiert, erlebt den unmittelbaren Reiz eines frühen US-Wagens: grosse Lenkradbewegungen, spürbare Masse und ein Motor, dessen Rhythmus den Ausflug bestimmt.

Der T-6 wirkt besonders archaisch. Er belohnt ruhige Gangwechsel und vorausschauendes Bremsen. Ein Flying Cloud bringt durch seine hydraulischen Bremsen und die geschlosseneren Karosserien mehr Gelassenheit, ohne modern zu werden. Der Royale verändert schliesslich die Perspektive: Der lange Radstand und der grosse Reihenachtzylinder machen aus derselben Marke einen grossen Reisewagen. Nicht Leistungsspitze, sondern leiser, tragender Zug und die Aussicht über die lange Haube prägen ihn. Für Treffen, historische Ausfahrten und langsame Fernfahrten sind diese Unterschiede wichtiger als eine einzelne Prospektzahl.

Design, Karosserien und Markenbild

REO entwickelte sich optisch von der aufrechten, funktionalen Frühzeit zu einer ausgesprochen eleganten Endphase. Tourer und frühe Limousinen zeigen getrennte Kotflügel, hohe Dächer und sichtbare Gebrauchstüchtigkeit. Beim Flying Cloud wurde der Name zum Gestaltungsthema: lange Haube, gestreckte Proportionen und die Idee eines leichter wirkenden Wagens. Die Bremsinnovation und der Markenname machten ihn zum Schaufenster der späten zwanziger Jahre.

Der Royale ist die gestalterische Krönung. Die abgerundeten Ecken, tiefen Kotflügel und nach hinten geneigte Kühlerpartie wirken nicht wie nachträgliche Dekoration, sondern als geschlossenes Konzept. Amos Northups Entwürfe für Murray gaben dem Wagen einen Stromlinienakzent, bevor diese Sprache im amerikanischen Markt allgemein wurde. Bei offenen oder coachgebauten Fahrgestellen zählt die Karosseriegeschichte besonders: Ist sie original, periodisch ersetzt oder eine spätere Rekonstruktion? Keine dieser Antworten ist automatisch falsch, aber sie muss mit Fotos, Nummern und fachlicher Dokumentation belegt sein.

Erbe, Clubs und die richtige Entscheidung

REO gehört auch zur Geschichte amerikanischer Arbeit und Industrie. Das Werk in Lansing war nicht nur eine Kulisse; es war ein wachsender Produktionsstandort mit Ingenieurarbeit, Belegschaftseinrichtungen und später einer starken Nutzfahrzeugidentität. Die Marke erinnert daran, dass die US-Automobilgeschichte nicht allein von den überlebenden Grosskonzernen geschrieben wurde. Ihr Personenwagenprogramm endete früh, während der Name auf Lastwagen noch Jahrzehnte weiterlebte.

Für europäische Eigentümer ist die Gemeinschaft Teil des Kaufs. Suchen Sie vor dem Abschluss den Kontakt zu einem Marque-Club, US-Vorkriegs-Spezialisten und einem Karosseriebauer. Fragen Sie nicht nur nach Teilen, sondern nach Literatur, Motornummern, richtigen Lack- und Innenraummaterialien sowie nach Personen, die einen identischen Wagen schon restauriert haben. Ein Verkäufer, der solche Kontakte offen teilt, bietet oft mehr Substanz als einer, der nur von „rar“ spricht.

Fazit: REO als bewusste Vorkriegswahl

Ein REO Vorkriegs-Oldtimer ist eine bewusste Alternative zu den bekannten amerikanischen Marken. Der T-6 vermittelt frühe Sechszylindertechnik, der Flying Cloud verbindet die Marke mit hydraulischen Bremsen und elegantem Namen, der Royale bringt grossen Achtzylinder-Luxus und ungewöhnliches Design. Entscheidend ist nicht die Seltenheit allein. Finden Sie ein Auto mit tragfähiger Karosserie, dokumentierter Identität, plausibler Mechanik und einem realistischen Ersatzteilplan – dann wird aus einem seltenen Angebot ein Klassiker, den man tatsächlich fahren und erhalten kann.

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