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Mosler Oldtimer kaufen

Mosler Automotive baute zwischen 1985 und 2013 einige der radikalsten amerikanischen Sportwagen aller Zeiten – vom Consulier GTP mit Kevlar-Monocoque bis zum MT900S, der McLaren F1-Rekorde brach. Wer einen Mosler kauft, erwirbt ein Stück kompromissloser Ingenieurskunst in extremer Kleinserie.

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Bild 1/15 von Mosler MT 900 GTR (2006)

2006 | Mosler MT 900 GTR

249.500 €vor 9 Jahren
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Geschichte & Erbe

Die Geschichte von Mosler Automotive beginnt nicht in einer klassischen Automobilfabrik, sondern im Kopf eines Ökonomen. Warren Mosler, Hedgefonds-Manager und Wirtschaftstheoretiker aus Florida, gründete 1985 Consulier Industries mit einer klaren Vision: einen amerikanischen Sportwagen zu bauen, der nicht durch Hubraum, sondern durch Leichtbau und Effizienz gewinnt. Das Ergebnis war der Consulier GTP – ein Fahrzeug, das die Automobilwelt gleichermaßen faszinierte und irritierte.

Der Consulier GTP debütierte 1988 als erstes in Serie produziertes Fahrzeug mit einer Karosserie aus Carbon und Kevlar ohne tragende Metallstruktur – ein Novum in der Automobilgeschichte. Das Fahrgestell war ein Fiberglas-Schaum-Monocoque, der Antrieb stammte von Chrysler: ein 2,2-Liter-Turbo-Vierzylinder mit zunächst 175 PS, später 190 PS in der Turbo-III-Version. Das Leergewicht lag bei rund 1.000 kg – zu einer Zeit, als ein Corvette über 1.500 kg auf die Waage brachte. Zwischen 1988 und 1993 entstanden schätzungsweise 60 bis 100 Exemplare des GTP.

Auf der Rennstrecke bewies der Consulier seinen Wert: 1991 gewann er IMSA-Läufe in Lime Rock und Laguna Seca. Die Konkurrenz reagierte mit Protesten und Gewichtsstrafen – der IMSA belegte den GTP schließlich mit einem 136-kg-Handicap, bevor er faktisch ausgeschlossen wurde. Warren Mosler bot öffentlich 25.000 Dollar demjenigen an, der seinen GTP auf einer Rundenzeit schlagen könnte – eine Herausforderung, die Car and Driver mit einem 1991er Corvette annahm und die zu einem der bekanntesten Streitfälle der amerikanischen Automobilpresse wurde.

1993 wurde die Automobilabteilung von Consulier Industries ausgegliedert und in Mosler Automotive umbenannt. Unter diesem Namen entstanden der Mosler Intruder (1993–1995) mit einem von Lingenfelter modifizierten Corvette-LT1-V8 mit 300 PS sowie der Mosler Raptor (1996–2000) mit bis zu 450 PS. Beide Modelle gewannen das berühmte 24-Stunden-Rennen in Nelson Ledges – und wurden ebenfalls nach ihren Siegen vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Der eigentliche Durchbruch kam 2001 mit dem Mosler MT900 – einem vollständig neu entwickelten Supersportwagen, der Moslers Leichtbauphilosophie auf ein neues Niveau hob. Entworfen von Rod Trenne, dem Chefdesigner des Chevrolet Corvette C5, kombinierte der MT900 ein Carbon-Honeycomb-Aluminium-Monocoque mit Chromoly-Stahlhilfsrahmen und einem mittig eingebauten GM-LS-V8. Die Porsche-Transaxle-Sechsgangschaltung sorgte für optimale Gewichtsverteilung. 2005 folgte der MT900S mit dem LS6-V8 aus dem Corvette Z06 und 435 PS bei einem Leergewicht von nur 998 kg.

2013 wurden die Vermögenswerte von Mosler Automotive von Rossion Automotive übernommen, womit die Ära des originalen Mosler endete. Insgesamt entstanden schätzungsweise 35 straßenzugelassene MT900/MT900S sowie rund 50 Rennversionen – eine der kleinsten Produktionsserien in der Geschichte des amerikanischen Automobilbaus.

Highlights & Besonderheiten

Was Mosler-Fahrzeuge von anderen amerikanischen Sportwagen unterscheidet, ist die konsequente Ablehnung von Kompromissen. Warren Mosler verstand Gewicht als den Feind jeder Fahrleistung – und handelte entsprechend.

Der Consulier GTP war das erste Serienfahrzeug der Welt mit einer Karosserie aus Carbon und Kevlar ohne tragendes Metall. Diese Konstruktion, die heute in der Formel 1 und bei Hypercars Standard ist, war 1988 revolutionär. Trotz eines vergleichsweise bescheidenen 2,2-Liter-Turbomotors konnte der GTP zeitgenössische Sportwagen mit weit mehr Hubraum auf der Rennstrecke schlagen – allein durch sein geringes Gewicht.

Der MT900S setzte diese Philosophie fort und übertraf sie. Motor Trend testete den MT900S mit Rennfahrer Justin Bell am Steuer und maß eine 0-100-0-mph-Zeit von 10,98 Sekunden – ein Rekord, der zuvor vom McLaren F1 LM gehalten wurde. Die Bremsung aus 100 mph auf null gelang in nur 84 Metern. Diese Zahlen wurden mit einem Fahrzeug erzielt, das weniger als 1.000 kg wog und einen Serienmotor aus dem Corvette Z06 verwendete.

Die MT900S Photon-Variante trieb das Konzept auf die Spitze: Mit Hewland-Getriebe, Dünnwand-Hilfsrahmen, BBS-Magnesiumrädern, Titanfedern sowie Carbon-Sitzen und -Karosserieteilen sank das Gewicht auf nur 900 kg – daher der Name. Das Leistungsgewicht übertraf damit nahezu jeden Straßensportwagen seiner Zeit.

Besonders bemerkenswert ist die modulare Konstruktion des MT900: Das Carbon-Monocoque mit separaten Vorder- und Hintersubrahmen sowie abnehmbaren Karosserieteilen ermöglicht eine vergleichsweise unkomplizierte Reparatur nach Unfällen – ein praktischer Vorteil, den viele exotischere Supersportwagen nicht bieten.

Der MT900R bewies die Renntauglichkeit der Plattform eindrucksvoll: 2003 gewann er die GTS-Klasse beim Rolex 24 Hours of Daytona, dominierte die British GT Championship (Meistertitel 2003 mit Tom Herridge/Rollcentre Racing), gewann die FIA Tourist Trophy, die International Open GT Championship, die Britcar Championship und die Spanish GT Championship. Insgesamt verzeichnet der MT900 in der Motorsportdatenbank 47 Gesamtsiege und 52 Pole Positions in 361 dokumentierten Renneinsätzen.

Technische Daten

Fahrwerk MT900/MT900S: Doppelquerlenker rundum, Penske 3-Wege-verstellbare Coilover, verstellbare Stabilisatoren. Bremsen: Wilwood/Brembo Scheibenbremsen mit 6-Kolben-Sätteln vorne. Bereifung: 255/35 ZR19 vorne, 335/30 ZR20 hinten (OZ Racing Mehrteilfelgen).

Marktübersicht und Kauftipps

Der Mosler-Markt ist einer der kleinsten und spezialisiertesten im Bereich amerikanischer Supersportwagen. Die extrem geringe Produktionszahl – insgesamt schätzungsweise 85 Fahrzeuge aller Varianten – bedeutet, dass Angebote selten sind und Preise stark von Zustand, Variante und Provenienz abhängen.

Preisübersicht nach Modell und Zustand

Consulier GTP (1988–1993): Der Einstieg in die Mosler-Welt. Gut erhaltene Exemplare erzielten zuletzt zwischen 25.000 und 55.000 USD auf amerikanischen Auktionen. Ein 1990er GTP LX wechselte im November 2025 bei Bring a Trailer für 35.000 USD den Besitzer; ein 1991er GTP erzielte im Juni 2023 30.750 USD. Günstigere Exemplare mit Restaurierungsbedarf sind ab ca. 20.000 USD zu finden, Topzustand-Fahrzeuge können 55.000 USD überschreiten.

Mosler MT900 (2001–2005): Frühe Exemplare sind äußerst selten auf dem Markt. Schätzpreise liegen zwischen 80.000 und 150.000 USD, abhängig von Zustand und Dokumentation.

Mosler MT900S (2005–2011): Das begehrteste Straßenmodell. Aktuelle Auktionsergebnisse zeigen eine Preisspanne von 150.000 bis 300.000 USD. Ein Twin-Turbo-MT900S erzielte im November 2022 bei Bring a Trailer 294.000 USD (71 Gebote). Ein 2010er MT900S Coupé wurde im April 2023 bei Bonhams Goodwood für 166.750 GBP (ca. 206.000 USD) verkauft. Ein supercharged 2004er MT900S erreichte im Januar 2026 bei BaT ein Höchstgebot von 256.500 USD (Reserve nicht erfüllt). In Großbritannien liegen Medianpreise laut The Classic Valuer bei ca. 215.000 GBP.

MT900R (Rennversion): Preise variieren stark je nach Rennhistorie und Homologationsstatus. Ein 2009er MT900R GT3 wechselte 2024 bei Collecting Cars für ca. 30.750 USD den Besitzer – deutlich günstiger als Straßenversionen, da Rennfahrzeuge höhere Betriebskosten haben.

Kauftipps und Inspektionspunkte

Karosserie und Struktur: Das Carbon-Kevlar-Monocoque des MT900 ist grundsätzlich sehr langlebig, aber Reparaturen nach Unfällen sind teuer und erfordern Spezialisten. Prüfen Sie alle Karosseriepaneele auf Risse, Delaminierungen oder unsachgemäße Reparaturen. Beim Consulier GTP ist die Fiberglas-Schaum-Konstruktion anfälliger für Feuchtigkeitsschäden – prüfen Sie Schweller und Bodenbereiche sorgfältig.

Motor (LS-Serie): Der GM LS1/LS6-V8 ist grundsätzlich robust und gut mit Ersatzteilen versorgt. Typische Schwachstellen sind Ventildeckeldichtungen (Öllecks), Ölwannendichtungen und der hintere Kurbelwellensimmerring. Prüfen Sie den Ölstand und suchen Sie nach Ölspuren unter dem Fahrzeug. Der PCV-Ventil-Zustand sollte ebenfalls kontrolliert werden.

Getriebe: Das Porsche-Transaxle (modifiziertes Getrag G50) ist grundsätzlich solide, aber Ersatzteile können teuer sein. Prüfen Sie auf sauberes Schalten durch alle Gänge und auf Geräusche beim Einlegen des Rückwärtsgangs.

Elektrik und Elektronik: Die GM-basierte Motorsteuerung ist ein Vorteil – Diagnosesoftware ist weit verbreitet. Prüfen Sie alle elektrischen Funktionen (Fensterheber, Klimaanlage, Zentralverriegelung). Das Radioempfangsproblem durch die Carbon-Karosserie ist bekannt und konstruktionsbedingt.

Dokumentation: Bei einem Fahrzeug dieser Seltenheit ist lückenlose Dokumentation entscheidend für den Wert. Fordern Sie Kaufbelege, Servicenachweise und – bei europäischen Fahrzeugen – TÜV-Gutachten und Einzelabnahmedokumente an. Viele MT900 wurden in Großbritannien durch Rollcentre Racing (Martin Short) betreut – deren Servicehistorie ist ein Qualitätsmerkmal.

Ersatzteile: Für den LS-Motor sind Teile problemlos verfügbar. Karosserieteile und spezifische Mosler-Komponenten sind schwieriger zu beschaffen. In Europa war Rollcentre Racing / Kendall Developments (UK) der Hauptspezialist. Für Käufer in Deutschland und der DACH-Region empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit britischen Mosler-Spezialisten vor dem Kauf.

TÜV und Zulassung: Mosler MT900 wurden in kleiner Zahl nach Europa importiert und sind in Großbritannien mit V5C-Dokumenten zugelassen. Für eine deutsche Zulassung ist ein Einzelgutachten (§21 StVZO) erforderlich. Prüfen Sie den Zulassungsstatus sorgfältig – einige Fahrzeuge sind als Rennfahrzeuge registriert und nicht straßenzugelassen.

Fahrerlebnis

Wer in einen Mosler MT900S steigt, betritt eine andere Welt. Die Türen öffnen nach oben – nicht als Showeffekt, sondern weil der breite Schweller bei konventionellen Türen den Einstieg erschweren würde. Der Innenraum ist spartanisch: Carbon überall, Recaro-Schalensitze, ein schlichtes Armaturenbrett mit GM-Instrumenten. Keine Ablenkung, keine Entschuldigung.

Der LS6-V8 erwacht mit einem tiefen, amerikanischen Grollen. Bei niedrigen Drehzahlen ist der MT900S erstaunlich zivilisiert – die Klimaanlage funktioniert, die elektrischen Fensterheber auch. Doch sobald der Gasfuß die Schwelle überschreitet, offenbart sich das wahre Wesen dieses Fahrzeugs. Das Gewicht von unter einer Tonne macht jeden Impuls unmittelbar spürbar. Die Lenkung – ohne Servounterstützung – kommuniziert direkt und präzise, was die Vorderräder tun. Die Bremsen mit ihren 6-Kolben-Sätteln verzögern mit einer Intensität, die den Fahrer in die Gurte drückt.

Auf der Rennstrecke entfaltet der Mosler sein volles Potenzial. Die Penske-Coilover mit dreifacher Verstellbarkeit erlauben eine präzise Abstimmung auf jeden Kurs. Der Abtrieb – bei hohen Geschwindigkeiten soll der MT900 nahezu sein eigenes Gewicht an Downforce erzeugen – sorgt für ein Stabilitätsgefühl, das weit über das hinausgeht, was die nackten Zahlen vermuten lassen.

Der Consulier GTP ist ein anderes Erlebnis: rauer, lauter, weniger verfeinert. Der Turbo-Vierzylinder klingt nicht nach amerikanischem Sportwagen, und das Interieur erinnert eher an einen Prototypen als an ein Serienfahrzeug. Aber das Gewicht – kaum mehr als ein moderner Kleinwagen – macht jeden Kilometer zu einem Erlebnis der unmittelbaren Verbindung zwischen Fahrer und Straße.

Beide Fahrzeuge teilen eine Eigenschaft: Sie sind nicht für jeden. Wer Komfort, Prestige oder einfache Handhabung sucht, ist falsch. Wer aber Fahrleistung in ihrer reinsten Form sucht – ohne Elektronik-Netz, ohne Gewichtsballast, ohne Kompromisse – findet in einem Mosler etwas, das kein Ferrari, kein Lamborghini und kein Porsche in dieser Form bietet.

Design & Karosserie

Das Design der Mosler-Fahrzeuge war stets Mittel zum Zweck – und das sieht man ihnen an. Warren Mosler hatte wenig Geduld für Ästhetik um ihrer selbst willen; jede Linie, jede Öffnung, jede Kurve musste einen aerodynamischen oder strukturellen Zweck erfüllen.

Der Consulier GTP ist in seiner Erscheinung polarisierend. Die niedrige, breite Silhouette mit dem charakteristischen Targa-Dach und den großen Lufteinlässen wirkt wie ein Rennprototyp, der versehentlich auf die Straße geraten ist. Die Karosserie aus Carbon und Kevlar war nicht nur leicht, sondern auch strukturell integriert – ein Konzept, das damals in der Serienproduktion einzigartig war.

Für den MT900 engagierte Mosler Rod Trenne, der zuvor den Chevrolet Corvette C5 gestaltet hatte. Trenne brachte eine professionellere Designsprache mit, die dem MT900 eine kohärentere Erscheinung gab als seinen Vorgängern. Die niedrige Frontpartie, die breiten Radhäuser und der markante Heckflügel sind funktional motiviert, aber das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das trotz seiner Kompromisslosigkeit eine gewisse visuelle Stimmigkeit besitzt.

Ein bekannter Streitpunkt war die geteilte Windschutzscheibe des frühen MT900 – ein Merkmal, das Trenne ablehnte, Mosler aber aus aerodynamischen Gründen bestand. Diese Eigenheit wurde in späteren Versionen überarbeitet. Die Verwendung von Siemens-CAD-Software (Unigraphics) für die Karosserieentwicklung war für einen so kleinen Hersteller ungewöhnlich und ermöglichte eine präzisere Aerodynamikoptimierung.

Die MT900S-Version erhielt eine überarbeitete Karosserie mit verbesserter Aerodynamik und einem optionalen, größeren Heckflügel. Die Photon-Variante ersetzte weitere Karosserieteile durch Carbon-Elemente, was das Fahrzeug noch radikaler erscheinen ließ.

Motorsport & Kulturelle Bedeutung

Mosler Automotive ist eine der wenigen Marken, deren Motorsporterfolge die Straßenfahrzeuge in den Schatten stellen. Der MT900R war in den 2000er Jahren eine der dominantesten Plattformen im GT-Rennsport – trotz oder gerade wegen seiner Herkunft aus einem kleinen Hersteller in Florida.

Die wichtigsten Erfolge:

  • 2003 Rolex 24 Hours of Daytona: Klassensieg GTS (Rollcentre Racing)
  • 2003 British GT Championship: Meistertitel (Tom Herridge/Martin Short, Rollcentre Racing) – mit sieben Rennsiegen in einer Saison
  • 2003 FIA Tourist Trophy: Sieg
  • 2003 International Open GT Championship: Sieg
  • 2004 Spanish GT Championship: Fahrertitel (Shaun Balfe/Balfe Motorsport)
  • Britcar 24 Hours Silverstone: Sieg (Rollcentre Racing)
  • 2008 Mosler Dutch Supercar Challenge: Einführung einer eigenen Rennserie am Nürburgring

In Europa war Rollcentre Racing unter der Leitung von Martin Short der Hauptakteur des Mosler-Motorsportprogramms. Short, ein britischer Rennfahrer und Unternehmer, erkannte früh das Potenzial des MT900R und baute ein professionelles Team auf, das die Marke in Europa bekannt machte. Die enge Verbindung zwischen Rollcentre und Mosler führte auch zur Entwicklung des MT900 GT3 (2006), der jedoch aufgrund mangelnder Homologation durch die FIA nicht in allen GT3-Serien eingesetzt werden konnte.

Kulturell ist Mosler ein Außenseiter-Phänomen: ein Fahrzeug, das von einem Ökonomen gebaut wurde, um zu beweisen, dass Leichtbau wichtiger ist als Hubraum. Die Tatsache, dass der erste straßenzugelassene MT900S an George Lucas ausgeliefert wurde, unterstreicht die Faszination, die diese Fahrzeuge auf Menschen ausüben, die das Ungewöhnliche schätzen.

Fazit

Mosler Automotive hinterließ trotz seiner kurzen Existenz und minimalen Produktionszahlen einen bleibenden Eindruck in der Geschichte des amerikanischen Automobilbaus. Die Fahrzeuge – vom Consulier GTP bis zum MT900S – verkörpern eine Philosophie, die in der heutigen Zeit der elektronisch gesteuerten Supersportwagen fast anachronistisch wirkt: Gewicht ist der Feind, Einfachheit ist die Tugend.

Für Sammler bieten Mosler-Fahrzeuge eine einzigartige Kombination aus historischer Bedeutung, extremer Seltenheit und nachgewiesener Renntauglichkeit. Der Consulier GTP ist das erschwinglichere Einstiegsmodell (25.000–55.000 USD) mit historischer Pionierrolle als erstes Carbon-Kevlar-Serienfahrzeug. Der MT900S ist das Herzstück der Sammlerszene (150.000–300.000 USD) – ein Fahrzeug, das McLaren F1-Rekorde brach und die British GT Championship dominierte.

Die geringe Verfügbarkeit von Ersatzteilen für Mosler-spezifische Komponenten und die Notwendigkeit von Spezialisten für Karosseriereparaturen sind reale Herausforderungen. Wer diese akzeptiert und einen gut dokumentierten Mosler mit nachvollziehbarer Servicehistorie findet, erwirbt eines der radikalsten und seltensten amerikanischen Sportwagen überhaupt.

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