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Gutbrod Superior Oldtimer kaufen

Der Gutbrod Superior war einer der ersten Kleinwagen mit Benzineinspritzung und schrieb in den frühen 1950er Jahren Technikgeschichte. Als Cabriolimousine und Kombi gebaut, überzeugt er durch seinen innovativen Antrieb und seine solide Konstruktion. Rarität, Technikpionier und detailverliebt – der Superior bietet echten Charakter für klassische Automobilisten.

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1953 | Gutbrod Superior

Gutbrod Superior 700E

69.000 €
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"Gutbrod Superior" Inserats-Referenzen von Classic Trader

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Abgelaufenes Inserat

1952 | Gutbrod Superior

Top restauriertes Fahrzeug mit umfangreicher Historie seit 1959 Neuzustand

29.990 €vor 2 Jahren
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Privat

Geschichte des Gutbrod Superior

Der Gutbrod Superior wurde zwischen 1950 und 1954 in Stuttgart produziert. Bereits in der Entwicklung setzte Gutbrod Maßstäbe: Bereits 1949 rollte eine Vorserie vom Band, ehe 1950 die Serienversion als Superior 600 vorgestellt wurde. Der Wagen verfügte über einen Zweizylinder-Reihenmotor mit 593 cm³, leistete 20 bis 22 PS und erreichte knapp 100 km/h. Der Superior war eine Innovation am Markt, da er einer der ersten PKW mit mechanischer Benzineinspritzung war, entwickelt in Kooperation mit Bosch. Diese Technik gab es ab 1952, zeitgleich mit Goliath, und machte den Superior zum echten Technikvorreiter. Neben der bekannten Cabriolimousine gab es kurzzeitig einen Roadster und ab 1952 einen Kombi. Besonders im Motorsport konnte das Modell, trotz seiner geringen Motorleistung, durch Zuverlässigkeit punkten: 1953 brachte das ADAC-1000km-Rennen auf dem Nürburgring den Superior ins Rampenlicht, 1954 wurde bei der Winterfahrt Oberstdorf ein zweiter Platz erzielt. Die Produktion endete abrupt durch finanzielle Schwierigkeiten; das Pkw-Werk wurde an Bauknecht verkauft.

Modellgeschichte

Die Modellhistorie des Superior gliedert sich in die Superior 600 (ab 1950) und in die modifizierten Versionen ab 1952 mit erweitertem Motor (Superior 700, 26 PS als Vergasermotor, 30 PS mit Benzineinspritzung). Ursprünglich wurde das Modell als zweitürige Cabriolimousine mit Stufenheck konzipiert. 1951 wurden Details wie die Öffnungsmöglichkeit des Kofferraums überarbeitet. 1952 folgte eine größere Hubraumstufe, teilsynchronisiertes Getriebe ab 1953. Sonderformen wie Cabrio und Roadster blieben Randerscheinungen, die Kombi-Version hingegen fand breitere Akzeptanz. Einen direkten Nachfolger gab es nicht; nach Produktionseinstellung 1954 endete auch der Pkw-Bau bei Gutbrod.

Besonderheiten des Gutbrod Superior

Der Superior ist Pionier der mechanischen Benzineinspritzung unter den Kleinwagen – technische Entwicklung zusammen mit Bosch war ein Meilenstein im Automobilbau. Die angebotenen Karosserievarianten – Cabriolimousine und Kombi – spiegeln die Vielfalt des Kleinwagens wider. Im Motorsport trat der Superior bei anspruchsvollen Langstreckenrennen an und bewies Durchhaltevermögen. Das Modell wurde in seiner Bauzeit nur rund 7.700-mal produziert und bleibt damit eine Rarität auf dem Markt.

Technische Daten

Sondermodelle

Neben der Standardvariante existierten eine Luxusausführung mit gehobener Innenausstattung sowie kurzzeitig ein Cabrio und ein Roadster. Letztere wurden jedoch mangels Absatz rasch eingestellt und sind heute kaum auffindbar. Sammlerstücke sind vor allem frühe Vorserienmodelle und Fahrzeuge mit nachweisbarer Motorsporthistorie.

Schwachstellen und typische Probleme

Beim Gutbrod Superior ist auf mehrere Punkte zu achten: Die Technik, insbesondere die seltene mechanische Benzineinspritzung, erfordert detailliertes Fachwissen und kann teuer in der Instandsetzung werden. Ersatzteile sind schwer zu beschaffen, auch originale Karosseriebleche oder spezifische Interieurteile sind selten. Technische Dokumentationen und Erfahrungsberichte zeigen, dass Restaurierungen viel Aufwand fordern und entsprechend hohe Kosten verursachen können. Achten Sie besonders auf Korrosionsschäden an tragenden Karosserieteilen sowie auf Undichtigkeiten im Motorbereich.

Motorisierung, Fahrverhalten und Getriebe

Der Zweizylinder klingt kernig und bietet trotz geringer Leistung ausreichenden Vortrieb für die Leichtbaukarosserie. Das Fahrwerk ist klassentypisch einfach, aber solide konstruiert. Die Lenkung wirkt direkt, die Bremsen sind dem damaligen Stand entsprechend. Die Benzineinspritzversion liefert spürbar mehr Drehmoment und Leistungsbereitschaft als der Standardvergaser. Das ab 1953 verbaute teilsynchronisierte Getriebe steigert den Fahrkomfort im Alltag. Auf langen Strecken punktet die robuste Technik und die relativ geringe Anfälligkeit für mechanische Probleme. Besonders gefragt sind die Superior 700 mit Benzineinspritzung (30 PS) sowie original erhaltene Kombis. Diese Modelle gelten technisch als interessant und sind durch ihre geringe Stückzahl nochmals seltener als die Standardversionen.

Innenraum, Komfort, Exterieur und Design

Charakteristisch für den Superior ist das funktionale, geradlinige Design – typisch für frühe 50er Jahre. Die Karosserie wirkte sachlich, das Interieur ist zweckmäßig gehalten, bot in der Luxusausführung jedoch Details wie beiges Leder, rot abgesetzt, und hochwertigere Verarbeitung. Elfenbein war eine gängige Außenfarbe; auch andere zeittypische Lackierungen waren erhältlich. Die Ausstattungsliste umfasste je nach Modell Chromzierelemente und variable Dachausführungen. Accessoires wie originaler Werkzeugschlüssel oder periodisch verbaute Radios sind heute gesuchte Ausstattungsmerkmale.

Weitere relevante Besonderheiten

Der Gutbrod Superior wurde auch in kleinen Stückzahlen in die Schweiz eingeführt. Fahrzeugbewertungen und Zustandsnoten existieren, und die besten restaurierten Exemplare können einen exzellenten Originalzustand erreichen. Gutachten und Daten von Besitzern werden aus Datenschutzgründen jedoch oft nicht veröffentlicht.

Zusammenfassung

Der Gutbrod Superior spiegelt deutschen Automobilpioniergeist der frühen 1950er Jahre wider: Er war Vorreiter bei der Einspritztechnik im Kleinwagensegment und vereint solide Konstruktion mit Innovationsfreude. Seine technische und historische Bedeutung, die geringe Stückzahl und die kompromisslose Ausrichtung auf Funktionalität machen den Superior zu einem typischen Vertreter seines Jahrzehnts – und zu einer Bereicherung jeder klassischen Fahrzeugsammlung.