1994 | Mercedes-Benz S 280
1994 Mercedes-Benz 280 S · rosenholz-metallic · 60.000 km · Automatic · No reserve
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## Verkauf per Auktion Dieses Fahrzeug wird als Lot 059 bei der Auktion Sammlung Sonderklasse von Humer Granner & Co verkauft. - Rufpreis: 3.000 EUR - Ohne Limit - Auktion: 7-11-2026 14:00 - Besichtigung: 5-11-2026 bis 7-11-2026 - Ort: Gewerbeparkstraße 17, 4101 Feldkirchen an der Donau - Gebotsoptionen: In person | Online live | Telephone | Written bid ## Fahrzeugdaten - Fahrgestellnummer: WDB1400281A215000 - Kraftstoff: Petrol - Farbe: 485 rosenholz-metallic - Laufleistung: 60000 km - Getriebe: Automatic - Weitere Bilder und Details: https://hg.auction/lots/1994-mercedes-benz-280-s/ ## Zur Baureihe W 140 Schon 1981, da war die S-Klasse der Baureihe W 126 gerade einmal zwei Jahre am Markt, begannen die Entwicklungsarbeiten an einer Nachfolgeserie. Budgetiert waren dafür nicht weniger als 3 Milliarden D-Mark, der Start für 1989 geplant. Das Team um Chef-Designer Bruno Sacco präsentierte mehrere Entwürfe, von denen einer Olivier Boulay bereits Ende 1986 als der finale auserkoren wurde. Dann passierte das Unvorstellbare. BMW präsentierte mit dem 750i den ersten deutschen Serien-Zwölfzylinder der Nachkriegszeit, der den 560er in ersten Vergleichstests sprichwörtlich alt aussehen ließ. All die high-tech Elektronik, die man in die neue S-Klasse gesteckt hatte, schien plötzlich nebensächlich. Mercedes musste nachziehen, ein Zwölfzylinder musste her. Und zwar gleich zum Marktstart, den man um zwei Jahre nach hinten schob. Man ging dabei denselben Weg wie der bayerische Mitbewerb. Aus zwei Sechszylindern machte man einen V12. Sechs Liter Hubraum waren einer mehr als in München, auch in Sachen Leistung gab man sich mit 408 PS keine Blöße und degradierte die Konkurrenz. Das passte zum Äußeren, das sich bewusst von der filigranen Eleganz des Vorgängers verabschiedete. Breite Flächen, sanft gerundete Formen und mächtige Proportionen verliehen dem W 140 eine Präsenz, die kaum zu übersehen war. Nicht jeder mochte sie auf Anhieb, doch genau darin lag ihre Aussage. Die neue S-Klasse wollte nicht gefällig sein. Sie sollte Autorität ausstrahlen. Unter dem Blech schöpfte Mercedes-Benz aus dem Vollen. Doppelverglasung sorgte für eine bis dahin kaum gekannte Geräuschdämmung, Türen und Kofferraumdeckel schlossen auf Wunsch nahezu lautlos per Zuziehhilfe, Klimaanlage, Sitze und Fahrwerk erreichten ein Komfortniveau, das selbst Oberklassewagen der Konkurrenz alt aussehen ließ. Elektronik hielt in nahezu allen Bereichen Einzug. Der W 140 war kein Automobil mehr, das ausschließlich aus Mechanik bestand, sondern ein rollendes Hochtechnologiezentrum. Auch bei den Motoren kannte Mercedes kaum Kompromisse. Neben dem V12 bildeten kultivierte Reihensechszylinder und souveräne Achtzylinder das Rückgrat der Baureihe. Nicht Geschwindigkeit war der S-Klasse größte Stärke, sondern die völlige Mühelosigkeit, mit der sie jede Fahraufgabe bewältigte. Leistung musste man im W 140 nie abrufen. Sie war einfach immer vorhanden. Die technische Fülle hatte allerdings ihren Preis. Der W 140 wurde größer, schwerer und aufwendiger als jede S-Klasse zuvor. Ausfahrbare Peilstäbe am Heck halfen beim Rangieren, weil selbst erfahrene Chauffeure das Ende der Limousine kaum mehr abschätzen konnten. Gleichzeitig geriet die Präsentation 1991 mitten in eine weltweite Rezession. Während vielerorts Sparsamkeit angesagt war, erschien die neue S-Klasse manchen Kritikern als Symbol übertriebener Opulenz. Kaum ein Mercedes polarisierte seine Zeitgenossen stärker. Mit den Jahren änderte sich dieses Urteil jedoch grundlegend. Die Modellpflege von 1994 brachte optische Zurückhaltung und gleichzeitig die neue Nomenklatur mit S 280, S 320, S 420, S 500 und S 600. Bis zum Produktionsende 1998 entstanden über 400.000 Limousinen. Der W 140 war keine bescheidene S-Klasse. Er wollte es auch nie sein. Er war die wohl kompromissloseste Interpretation dessen, was Mercedes- Benz Anfang der 1990er Jahre unter einem Luxusautomobil verstand. Die S-Klasse war wieder das Maß aller Dinge.

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