1971 | Kaimann Formel Super V Rennwagen
1971 Kaimann 1600 Super V. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 15.000 € - 25.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Einer von Kurt Bergmanns ersten Super VMehrere Jahre lang in Deutschland eingesetztVor gut 15 Jahren umfangreich restauriertEin Stück österreichische Motorsportgeschichte
1971 zündete Volkswagen die nächste Ausbaustufe im Volks-Motorsport, die Formel Super V. Mit dem »Super V Goldpokal« schrieb man eine internationale Meisterschaft über zehn Rennen aus. Größere und stärkere 1600er-Motoren katapultierten die neue Klasse in Sachen Leistung und Geschwindigkeit auf das Niveau der Formel 3. Basis dafür waren die Motoren aus VWs Typ 4.
Keine Frage, dass auch Kurt Bergmann sein Kaimann-Team für die Super V aufrüstete. Und das mit Erfolg. Im Premierenjahr 1971 gewannen seine Renner mit Walter Raus die österreichische Meisterschaft in der 1300er-Klasse und mit Erich Breinsberg besagten Super V Goldpokal. Gleich zum Einstand der Kaimann Super V hatte Breinsberg den Sieg im alljährlichen Vergleichskampf zwischen Europa und den USA auf dem Daytona Speedway in Florida geholt. Kurt Bergmann wurde am Ende seiner bislang erfolgreichsten Saison mit dem Konstrukteurspokal ausgezeichnet.
Mit der Super-V-Serie entfernte sich Volkswagen immer weiter vom Grundgedanken der Anfangsjahre. Es wurde hochgezüchtet auf Teufel-komm-raus. Die Leistung stieg bald von 115 in Richtung 150 PS. Für 1978 sah das Reglement bereits wassergekühlte Reihenvierzylinder vor, die die Rennwagen 250 km/h schnell machten. Mit der Abkehr vom Breitensport war gleichzeitig der Untergang der Serie eingeläutet. 1982 war endgültig Schluss.
Einer der ersten neuen Super V aus Kurt Bergmanns Werkstatt ist dieser Kaimann von 1971 mit der Nummer 710019. Er ging nach Deutschland an den saarländischen Rennfahrer Günter Weinrank, der über zwei Saisonen etliche Rundstrecken- und Bergrennen mit ihm bestritt. Ab 1973 konzentrierte sich sein zweiter Besitzer Roman Müller ganz auf die deutschen Bergpreise. Für die Saison 1974 wurde der Kaimann Super V ein letztes Mal abgenommen. Im selben Herbst endete seine Rennsportkarriere.
Im Sommer 2007 begann sein letzter Besitzer die Reaktivierung dieses Kaimann Super Vs nach exakt historischem Vorbild mit einer langen Checkliste. Mit Günter Huber hatte er einen früheren Staatsmeister und einen der besten seiner Zunft als Mitstreiter bei diesem Projekt. Fein säuberlich sind Rechnungen und Notzin archiviert. Zuletzt zu einer Motorrevision im Jahr 2010.
Mit Abschluss des Projekts bekam der Kaimann Super V mit einem neu ausgestellten historischen Wagenpass seinen finalen Sanctus vom OSK erteilt. Anschließend wurde er gelegentlich bei Demonstrationsfahrten, nicht aber im Wettbewerb eingesetzt. Im letzten Jahrzehnt jedoch kaum noch, weshalb vor der Wiederinbetriebnahme eine gründliche Durchsicht wärmstens empfohlen sei. Dann kann dieses Stück österreichische Motorsportgeschichte auf der Rennstrecke beweisen, dass man den 2021 verstorbenen Kurt Bergmann zu Recht den „Masta“ nannte.
Chassis: SV710019
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: OSK Historic Technical Passport (2010) ONS-Wagenpass (1971)
Schätzwert / Estimate: € 15.000 – 25.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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