Kennzeichen: DD-89-35
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Einen niederländischen Sportwagen auf dem Circuit Zandvoort präsentieren, das nationale Fernsehen einladen und Carel Godin de Beaufort eine Demonstrationsrunde fahren lassen. Wenige Tage später wird der Initiator verhaftet. Sie ahnen es vermutlich bereits: Dies ist keine gewöhnliche Automobilgeschichte.
Die Citeria entstand in den 1950er-Jahren aus den Plänen des Garagenbesitzers Puck van Beekum. Nach einem früheren Automobilprojekt musste etwas Neues entwickelt werden, mit dem sich schlicht Geld verdienen ließ. Gemeinsam mit dem Techniker Han van der Blij arbeitete er daher an einem kleinen niederländischen Sportwagen mit Kunststoffkarosserie und kompakter BMW-Technik.
Am 17. November 1958 wurde das Ergebnis offiziell auf dem Circuit Zandvoort vorgestellt. Die Presse war anwesend, das Fernsehen drehte Aufnahmen, und Rennfahrer Carel Godin de Beaufort demonstrierte das Fahrzeug auf der Strecke. Sogar Stirling Moss wird in den überlieferten Berichten als anwesend erwähnt. Für ein kleines niederländisches Projekt erhielt die Citeria also alles andere als eine bescheidene Premiere. Doch kurz darauf ging alles gründlich schief.
Nur wenige Tage nach der Präsentation wurde Van Beekum aus finanziellen Gründen verhaftet. Der ehrgeizige Plan einer niederländischen Sportwagenproduktion kam damit abrupt zum Erliegen. Wie man sich leicht vorstellen kann, gab es weder eine Fabrik voller Citerias noch Exporte nach Amerika oder einen umfangreichen Prospekt mit verschiedenen Modellvarianten. Genau ein Fahrzeug blieb übrig.
Damit dürfte dies eine der einfachsten Produktionszahlen der niederländischen Automobilgeschichte sein: ein Exemplar gebaut, ein Exemplar erhalten.
Die Citeria erhielt eine leichte Kunststoffkarosserie, Einzelradaufhängung und einen luftgekühlten Zweizylindermotor von BMW. Zeitgenössische technische Angaben nennen eine Höchstgeschwindigkeit von rund 135 Kilometern pro Stunde. In einem derart kleinen Fahrzeug, dessen Karosserie eng um die Insassen herumliegt, dürfte sich das zweifellos erheblich schneller angefühlt haben.
Dieses Exemplar wurde gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts vollständig restauriert und neu aufgebaut. Dadurch präsentiert sich die einzigartige Citeria heute als sorgfältig bewahrtes Überbleibsel eines Projekts, das ebenso gut vollständig hätte verschwinden können.
Opportunismus, große Pläne, mutmaßlicher Betrug, eine Gefängnisstrafe und letztlich beinahe das Aussterben – und all das in einem einzigen kleinen Sportwagen. Ist dies das Fahrzeug, mit dem Sie jeden Morgen im Berufsverkehr stehen möchten? Vermutlich nicht. Gehört es in Ihre Sammlung, Ihre Firmenhalle oder Ihre Mancave? Unbedingt.
Ein niederländisches Einzelstück mit BMW-Technik, einer Präsentation in Zandvoort, Verbindungen zu Stirling Moss und Carel Godin de Beaufort sowie einer Geschichte, die so ungewöhnlich ist, dass selbst ein Drehbuchautor kaum glauben würde, sie habe sich tatsächlich so zugetragen. Ein kleines Auto mit einer erstaunlich großen Geschichte. Wagen Sie es? Wir wüssten, was wir tun würden.
Kontaktieren Sie noch heute Gallery Aaldering und entdecken Sie dieses einzigartige Automobil persönlich. Wir exportieren unsere Fahrzeuge weltweit und informieren Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten.