1965 | Beach Mk 5b Formula Vee
c. 1965 Beach Mk 5b Formula Vee. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 5.000 € - 10.000 €. Ohne Mindestpreis!
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Früher, amerikanischer Formula-Vee-RennwagenSpäteres Vorbild für viele europäische HerstellerWeitgehend im Originalzustand erhaltenMitsamt passendem Anhänger
Als in den frühen 1960er-Jahren in Amerika die Formula Vee entstand, war die Idee so einfach wie verlockend: Man nehme den Motor, das Getriebe, die Vorderachse und die Räder vom Volkswagen, baue einen leichten Gitterrohrrahmen darum und gehe damit Rennen fahren. Motorsport für Leute, deren Bankkonto nicht nach Indianapolis oder gar Monte Carlo aussah.
Einer, der das Prinzip früh verstand, war Eugene „Gene“ Beach. Der Ingenieur aus Florida baute seit 1959 kleine Sportwagen und hatte dabei bereits gelernt, wie man aus bescheidenen Mitteln schnelle Autos machte. Seine ersten Konstruktionen hießen noch Begra, zusammengesetzt aus Beach und seinem damaligen Partner Henry Grady. Als die Formula Vee Fahrt aufnahm, erkannte Gene Beach darin nicht nur sportliches, sondern auch wirtschaftliches Potenzial: Statt ständig teure Einzelstücke zu entwickeln, konnte er Rennwagen in kleinen Serien bauen.
1963 entstand sein erster echter Formula-Vee-Rennwagen. Die vorgeschriebene Käfer-Technik ließ wenig Spielraum, also musste man ihn anderswo finden. Beach setzte auf einen einfachen Rahmen aus Vierkantrohren und eine auffallend schlanke Karosserie. Hübscher als manche Konkurrenz war das allemal. Schnell ebenfalls. Bei den Bahamas Speed Weeks wurden die Beach-Renner bald zur Macht; 1965 belegten Chris Amon und Bruce McLaren in zwei Werkswagen die ersten beiden Plätze.
Inzwischen war man auch in Deutschland aufmerksam geworden. Porsche wollte die amerikanische Volkswagen-Formel nach Europa holen und bestellte bei Beach Rennwagen beziehungsweise Bausätze. Was für Gene Beach zunächst wie ein etwas merkwürdiger Exportauftrag ausgesehen hatte, machte aus seinem kleinen Betrieb endgültig einen professionellen Rennwagenhersteller.
Die Folgen reichten weit über Florida hinaus. Beach-Renner wurden zerlegt, studiert und dienten diesseits des Atlantiks als Anschauungsmaterial für eine neue Generation von Konstrukteuren. Bald entstanden eigene europäische Formel-Vau-Wagen – darunter Austro Vau und Kaimann in Österreich. Aus Käferteilen war ein Rennwagen geworden. Und Gene Beachs wurde mit seiner einfachen Idee ganz nebenbei zum Wegbereiter vieler späterer Motorsporthelden.
Das einzige Papier zu diesem Beach Mk Vb stammt vom Ankauf 2007, gemeinsam mit einem Austro Vau. Nach einer Seriennummer haben wir bislang vergeblich gesucht, was nicht ungewöhnlich ist, wurden die Rennwagen von Gene Beach doch auch als Bausatz ausgeliefert. Es dürfte sich auch auf den zweiten Blick um einen Mk Vb handeln, der Mitte der 1960er auf den Markt kam.
Mit ihm hatte Beach das ursprüngliche Rezept konsequent weiterentwickelt. An der vorgeschriebenen Käfer-Technik gab es naturgemäß wenig zu rütteln, also suchte Gene Beach seine Vorteile dort, wo die Formula Vee Freiheiten ließ: beim Rahmen, beim Gewicht und bei der Aerodynamik. Der Mk Vb bekam einen weiterentwickelten Rohrrahmen und eine niedrige, eng um die Mechanik und den Fahrer gezogene Karosserie.
Dass der rote Renner schon einiges erlebt hat, sieht man ihm auf den ersten Blick an. Dafür, dass er auch in Zukunft hoffentlich noch vieles erleben wird, sorgt seine überschaubare Mechanik. Sein außerordentlich unberührtes Erscheinungsbild weiß zu gefallen. Am Heck angekommen zaubert einem spätestens der originelle Auspuff ein Lächeln ins Gesicht. In Gedanken kann man besagten Auspuff fast schon wieder in Gedanken hören. Eines ist sicher, leise ist er ganz gewiss nicht.
Chassis: –
Motor / Engine: –
Papiere / Documents: Ohne Papiere
Schätzwert / Estimate: € 5.000 – 10.000 Ohne Limit / Without Reserve
Ort / Location: CLASSIC EXPO Salzburg Messezentrum Salzburg Am Messezentrum 1 5020 Salzburg
Datum / Date: 17. Oktober 2026 11:00 bis 13:00 und ab 16:00
Besichtigung / Viewing: 16. und 17. Oktober 2026

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