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Yamaha Motorrad kaufen
Vom revolutionären Viertakter XT 500 bis zu den pfeilschnellen RD-Zweitaktern prägte Yamaha die Motorradkultur in der Schweiz massgeblich. Finden Sie kultige Klassiker und zuverlässige Sammlerstücke aus Japan für Ihre nächste Passfahrt.
Suchergebnisse

1973 | Yamaha LB 50 Chappy
50-ccm-Modell der frühen 70er-Jahre

1989 | Yamaha XT 600 Z Ténéré
Yamaha XT 600 Z TENERE'

1982 | Yamaha YZ 125
YZ 125 !!!

1985 | Yamaha TT 600
Yamaha TT 600

1980 | Yamaha XT 500
Yamaha XT 500

1990 | Yamaha FZR 1000
ISCRITTA ASI CON C.R.S. – SUPERPREZZO – SUPERCONDIZIONI

1998 | Yamaha YZF 1000 R1
Yamaha YAMAHA YZF-R1

1990 | Yamaha RD 350 LC
Yamaha 350 RD

1986 | Yamaha FZ 750
Yamaha FZ 750

1986 | Yamaha FZ 750
Yamaha FZ 750

1974 | Yamaha TR 3
Yamaha TR3 350 SEGONI SPECIAL GP

1975 | Yamaha 175 GP Special
Yamaha 175 GP "TELAIO CECOTTINO"

1989 | Yamaha XTZ 750 Super Ténéré
Yamaha SUPER TENERE' 750

1982 | Yamaha XS 650
XS 650 Starrahmen/Heck

1998 | Yamaha YZF 1000 R1
Yamaha YZF R1
Yamaha steht wie kaum eine andere Marke für technische Vielfalt und den Mut zum Besonderen. In der Schweiz genossen die Maschinen aus Iwata schon früh einen hervorragenden Ruf für ihre Zuverlässigkeit auf anspruchsvollen Alpenpässen und ihre innovative Motorentechnik. Wer ein Yamaha Motorrad kaufen möchte, entscheidet sich für ein Stück Ingenieurskunst, das oft seiner Zeit voraus war. Ob der donnernde Einzylinder-Sound einer XT 500 oder das aggressive Kreischen einer RD 350 LC – Yamaha hat Meilensteine gesetzt, die heute in keiner seriösen Sammlung fehlen dürfen.
Die Geschichte von Yamaha: Vom Musikinstrument zum Weltmarktführer
Die Wurzeln von Yamaha liegen nicht im Maschinenbau, sondern in der Musik. Torakusu Yamaha reparierte Ende des 19. Jahrhunderts Harmonien und gründete später die Nippon Gakki Co., Ltd. Das Logo mit den drei gekreuzten Stimmgabeln ziert bis heute jedes Motorrad und erinnert an diese Herkunft. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte das Unternehmen nach neuen Geschäftsfeldern und nutzte die vorhandene Expertise in der Metallverarbeitung für den Bau von Motorrädern.
Das erste Modell, die YA-1, erschien 1955 und war eine Kopie der DKW RT 125, allerdings in einer Verarbeitungsqualität, die bereits damals aufhorchen liess. Der Erfolg im Rennsport stellte sich fast unmittelbar ein. Yamaha erkannte früh, dass Siege am Sonntag zu Verkäufen am Montag führen. Besonders die Schweiz mit ihrer Begeisterung für Präzision wurde zu einem wichtigen Markt. In den 1970er-Jahren revolutionierte Yamaha den Markt mit Modellen wie der XS 650, dem ersten grossen Viertakter der Marke, der optisch britische Tugenden mit japanischer Zuverlässigkeit kombinierte.
Die 1980er-Jahre markierten den endgültigen Aufstieg zur technologischen Speerspitze. Mit der Einführung der FZ 750 und der Genesis-Technologie (Fünfventil-Zylinderköpfe) setzte Yamaha Massstäbe im Superbike-Segment. Parallel dazu festigte die XT-Serie den Ruf als unzerstörbare Reisemaschine, die Abenteurer bis ans Ende der Welt und zurück brachte.
Highlights und technische Meilensteine
Yamaha zeichnete sich stets durch den Mut aus, Nischen zu besetzen und neue Segmente zu definieren. Ein zentrales Element war die Beherrschung der Zweitakt-Technologie. Während andere Hersteller sich bereits komplett dem Viertakter zuwandten, perfektionierte Yamaha das Prinzip mit der RD-Serie (Race Developed). Die Einführung der Wasserkühlung und des YPVS (Yamaha Power Valve System) machte aus kleinen Hubräumen wahre Leistungsgiganten, die auf kurvigen Schweizer Landstrassen so manchen grossvolumigen Viertakter das Fürchten lehrten.
Ein weiteres Highlight war die Entwicklung des ersten serienmässigen Viertakt-Einzylinders für das Gelände. Die XT 500 war bei ihrer Vorstellung 1975 eine Sensation. Zu einer Zeit, als Enduros meist kleine Zweitakter waren, brachte Yamaha ein Drehmoment-Monster, das die Rallye Paris-Dakar dominierte und eine ganze Generation von Weltenbummlern prägte.
In den späten 1980er-Jahren sorgte die V-Max 1200 für Furore. Ein Muscle-Bike mit V4-Motor, das mit dem V-Boost-System kurzzeitig zusätzliche Leistung freisetzte. In der Schweiz, wo Beschleunigung aus den Kehren oft wichtiger ist als Endgeschwindigkeit, wurde die V-Max schnell zum Kultobjekt. Auch die FZR-Serie mit dem markanten Deltabox-Rahmen aus Aluminium zeigte, wie eng Yamaha die Serie mit dem Grand-Prix-Sport verzahnte.
Technische Daten im Überblick
Die folgende Tabelle gibt eine detaillierte Übersicht über die wichtigsten technischen Eckdaten der bekanntesten Yamaha Klassiker, die regelmässig auf dem Schweizer Markt zu finden sind. Diese Daten sind essenziell für die Identifizierung originalgetreuer Fahrzeuge bei einer Besichtigung.
Die Leistungsdaten variieren oft je nach Schweizer Zulassungsbestimmungen der jeweiligen Epoche, da viele Modelle für den hiesigen Markt gedrosselt wurden (z.B. auf 100 PS bei der V-Max). Insbesondere bei den RD-Modellen gab es in der Schweiz oft spezifische Vergaserbestückungen, um die strengeren Lärmgrenzwerte einzuhalten. Wer ein solches Modell restauriert, sollte daher unbedingt nach dem passenden Schweizer Werkstatthandbuch Ausschau halten.
Marktübersicht und Kauftipps für die Schweiz
Der Schweizer Markt für klassische Yamaha Motorräder ist stabil und zeichnet sich durch ein hohes Qualitätsniveau der Fahrzeuge aus. Dank der strengen periodischen Fahrzeugprüfungen (MFK) sind viele angebotene Maschinen technisch in einem überdurchschnittlichen Zustand. Wer in der Schweiz ein Yamaha Motorrad kaufen möchte, sollte jedoch die spezifischen Marktgegebenheiten und Preiskategorien kennen.
Preisgefüge und Wertentwicklung
Die Preise für Yamaha Klassiker haben in den letzten Jahren deutlich angezogen. Besonders gesucht sind originale Exemplare ohne Bastelarbeiten.
- XT 500: Ein absolutes Wertanlage-Modell. Gute fahrbereite Exemplare starten bei ca. CHF 6'500. Perfekt restaurierte Modelle der frühen Baujahre (z.B. mit dem begehrten Alutank ab 1980) können in der Schweiz bis zu CHF 12'000 oder mehr erzielen.
- XS 650: Hier ist der Markt zweigeteilt. Während umgebaute Chopper oder Scrambler oft günstig zu haben sind (ab CHF 4'000), werden originale Exemplare der frühen "XS1" oder "XS2" Serien hoch gehandelt. Rechnen Sie mit CHF 8'000 bis CHF 10'000 für ein Top-Fahrzeug.
- RD-Modelle: Die Zweitakter geniessen eine fanatische Fangemeinde. Eine RD 350 LC im Originalzustand ist selten und kostet oft zwischen CHF 5'000 und CHF 8'000. Achten Sie hier besonders auf die Schweizer Typenscheine, da Importe aus dem Ausland aufgrund der Abgas- und Lärmbestimmungen oft schwierig zuzulassen sind.
- V-Max 1200: Hier gibt es ein grosses Angebot. Brauchbare Maschinen sind bereits ab CHF 3'500 zu finden. Sammlerstücke mit wenig Kilometern und Veteranen-Status liegen bei CHF 6'000 bis CHF 8'000.
- FZR 1000: Die frühen "Exup"-Modelle steigen gerade im Wert. Noch kann man gute Exemplare für CHF 3'000 bis CHF 5'000 ergattern, was sie zu einem idealen Einstiegs-Klassiker macht.
Der Veteranen-Status in der Schweiz
Ein entscheidender Faktor beim Kauf eines Yamaha Oldtimers in der Schweiz ist der Code 180 im Fahrzeugausweis – der Veteranen-Eintrag. Damit das Motorrad diesen Status erhält, muss es mindestens 30 Jahre alt sein, sich in einem technisch einwandfreien Originalzustand befinden und optisch wie neu wirken. Der Vorteil: Die MFK muss nur alle sechs Jahre absolviert werden, und man kann mehrere Fahrzeuge auf eine Nummer (Wechselschild) nehmen, sofern sie alle den Veteranen-Status haben. Achten Sie beim Kauf gezielt auf Angebote mit "frisch ab MFK Veteran", da dies eine unabhängige Bestätigung für den hervorragenden Zustand ist.
Besichtigungspunkte und Schwachstellen
Yamaha-Motoren gelten als langlebig, doch jedes Modell hat seine Eigenheiten:
- XT 500: Prüfen Sie das Startverhalten. Ein schlecht eingestellter Motor quittiert den Startversuch oft mit einem schmerzhaften Rückschlag des Kickstarters. Achten Sie auf Rost im Stahltank der frühen Modelle.
- XS 650: Die Elektrik war bei den frühen Modellen ein Schwachpunkt. Oft wurden modernere Zündanlagen nachgerüstet, was den Wert nicht schmälert, aber die Zuverlässigkeit massiv erhöht.
- RD-Serie: Das Kurbelwellengehäuse muss dicht sein. Falschluft führt bei Zweitaktern schnell zu einem Kolbenfresser. Prüfen Sie, ob das YPVS-System beim Einschalten der Zündung seine Reinigungszyklen (Summgeräusch) durchläuft.
- V-Max: Die Bremsanlage der frühen Baujahre ist mit dem Gewicht und der Leistung überfordert. Viele Besitzer haben hier auf Vierkolben-Zangen umgerüstet. Der Sekundärantrieb (Kardan) ist nahezu unzerstörbar, sollte aber auf Ölverlust am Endgetriebe geprüft werden.
Fahrverhalten und Emotionen: Mit Yamaha über die Pässe
Das Fahrgefühl einer klassischen Yamaha ist geprägt von Charakter. Wer einmal eine XT 500 über eine Schotterstrasse am Gotthardpass getrieben hat, versteht, warum dieses Motorrad Kultstatus geniesst. Der grosse Einzylinder stampft mit einer mechanischen Präsenz, die man bei modernen Motorrädern vergeblich sucht. Es geht nicht um Spitzenleistung, sondern um das Drehmoment aus dem Drehzahlkeller und das Gefühl, jede einzelne Zündung direkt im Rücken zu spüren.
Ganz anders die RD 350 LC. Sie ist eine kleine Giftnudel. Sobald der Drehzahlmesser die 6'000er-Marke überschreitet und die Auslasssteuerung öffnet, verwandelt sich das harmlose Pendlerbike in eine Rennmaschine. In den engen Kehren des Sustenpasses ist die Leichtigkeit einer RD ein gewaltiger Vorteil. Das Handling ist spielerisch, erfordert aber einen wachen Geist und eine flinke linke Hand am Schalthebel, um den Motor im Leistungsband zu halten.
Die V-Max hingegen ist der König der Geraden. Wer an der Ampel in Interlaken oder Lugano das Gas aufzieht und den V-Boost spürt, erlebt eine Beschleunigung, die heute noch beeindruckt. Das Fahrwerk ist nach modernen Massstäben zwar eher schwammig, doch genau das macht den Reiz aus – man muss die "Bestie" bändigen.
Die FZR 1000 verkörpert schliesslich die Perfektion der späten 80er. Stabil in schnellen Kurven, bärenstarker Motor und eine Ergonomie, die auch längere Touren über den San Bernardino ermöglicht. Hier spürt man die Renn-DNA in jeder Faser. Das Exup-System reguliert den Abgasgegendruck und sorgt für eine gleichmässige Leistungsentfaltung über das gesamte Drehzahlband – eine Technologie, die Yamaha direkt aus dem GP-Sport in die Serie übernahm.
Design und Ausstattung: Die Stimmgabel-Philosophie
Yamaha bewies oft ein glückliches Händchen beim Design. Die XS 650 wird oft als das schönste britische Motorrad bezeichnet, das jemals in Japan gebaut wurde. Die klaren Linien des Motors mit den senkrecht stehenden Zylindern und die klassische Tropfenform des Tanks sind zeitlos.
Ein weiteres Design-Highlight ist die XT 500 ab 1980 mit dem polierten Aluminiumtank und den goldenen Felgen. Diese Farbkombination ist heute untrennbar mit dem Namen Yamaha verbunden und wird bei modernen Modellen als "Heritage"-Edition immer wieder neu aufgelegt.
Die V-Max 1200 mit ihren seitlichen Lufthutzen aus Aluminium (die funktionslos sind, aber verdammt gut aussehen) und dem unter der Sitzbank platzierten Tank setzte ganz eigene Akzente. Es war ein Statement gegen den damals vorherrschenden Plastik-Look der vollverkleideten Sportler.
Bei der Ausstattung setzte Yamaha oft früh auf moderne Komponenten. Gussräder, Scheibenbremsen rundum und komplexe Cockpits mit Tankanzeigen waren bei Yamaha oft früher Standard als bei der Konkurrenz. Dennoch blieb die Bedienung stets logisch und japanisch-ergonomisch.
Besonderheiten auf dem Schweizer Markt
Die Schweiz hat eine lange Tradition im Import von Yamaha Motorrädern durch die Hostettler AG in Sursee. Dies hat zur Folge, dass die Ersatzteilversorgung für Klassiker in der Schweiz oft besser ist als in vielen anderen europäischen Ländern. Viele Teile sind noch ab Lager verfügbar, und es gibt spezialisierte Werkstätten, die sich auf die Pflege der Stimmgabel-Klassiker verstehen.
Eine Schweizer Besonderheit sind die Typenscheine. Da die Schweiz bis weit in die 1990er-Jahre eigene Lärm- und Abgasvorschriften hatte, weichen viele Schweizer Modelle in Details von den europäischen Modellen ab. Dies kann bei der Ersatzteilsuche (z.B. Vergaserbedüsung oder Auspuffanlagen) wichtig sein. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die originalen Schweizer Anbauteile vorhanden sind, da dies für den Veteranen-Status oft zwingend erforderlich ist.
Zudem ist das Bewusstsein für die Historie gross. Es gibt in der Schweiz aktive Markenclubs für die XT 500, die XS 650 und die RD-Modelle. Diese Gemeinschaften sind eine unschätzbare Quelle für Wissen und gegenseitige Hilfe bei der Ersatzteilsuche oder technischen Problemen.
Fazit: Warum ein Yamaha Motorrad die richtige Wahl ist
Ein klassisches Yamaha Motorrad zu kaufen, ist eine Entscheidung für Charakter, technische Innovation und Werthaltigkeit. Ob man den puristischen Offroad-Charme einer XT 500 sucht, die technische Wildheit einer RD 350 LC erleben möchte oder die brutale Kraft einer V-Max bevorzugt – Yamaha bietet für jeden Geschmack das passende Erlebnis.
In der Schweiz profitieren Käufer von einem Markt mit qualitativ hochwertigen Fahrzeugen, einer hervorragenden Ersatzteilversorgung und der Möglichkeit, diese Schätze mit dem Veteranen-Status kostengünstig und stilvoll zu bewegen. Gerade die Kombination aus Schweizer Infrastruktur und der Langlebigkeit japanischer Technik macht den Kauf eines Yamaha Klassikers besonders attraktiv. Eine Yamaha ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein mechanisches Kulturgut, das auf jeder Tour durch die Alpen oder entlang der Schweizer Seen für ein Lächeln sorgt. Wer heute in einen gut erhaltenen Yamaha Klassiker investiert, sichert sich nicht nur Fahrspass, sondern ein Stück Motorradgeschichte, dessen Wertschätzung stetig wächst. Finden Sie jetzt Ihr Wunschmodell auf Classic Trader und starten Sie in die nächste Saison mit der Zuverlässigkeit und dem Charme einer grossen Marke.













