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Messerschmitt / FMR Oldtimer kaufen
Messerschmitt und FMR stehen fuer eine der eigenstaendigsten Formen deutscher Nachkriegs-Mobilitaet: klein, leicht, aerodynamisch und sofort erkennbar. Wer heute einen Kabinenroller kaufen will, sucht nicht bloss Technik, sondern ein kultiges Stueck Industriegeschichte mit aktiver Szene und eigenem Markt.
Suchergebnisse

1958 | Messerschmitt / FMR KR 201
1958 Messerschmitt KR201 Roadster

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200
1959 Messerschmitt KR200

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200
Messerschmitt KR 200 M1115

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200
Messerschmitt KR 200 SPORT

1960 | Messerschmitt / FMR Tg 500
Messerschmitt FMR Tg500 Tiger Cabriolet M1062

1959 | Messerschmitt / FMR Tg 500
Messerschmitt TG 500 Tiger M0558
"Messerschmitt / FMR" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Messerschmitt / FMR" machen.

1958 | Messerschmitt / FMR KR 201
1958 Messerschmitt KR201 Roadster

1953 | Messerschmitt / FMR KR 175
Charmanter Kleinstwagen mit Flugzeugbau-Tradition

1959 | Messerschmitt / FMR KR 200
1959 Messerschmitt KR200

1958 | Messerschmitt / FMR Tg 500
probably the last unrestored Tg500 available

1964 | Messerschmitt / FMR KR 200
compleet gerestaureerd

1961 | Messerschmitt / FMR KR 200
Oldtimer Messerschmitt KR200 | Gerestaureerd | Incl. aanhanger | 1961

1962 | Messerschmitt / FMR KR 202 Sport
Nachbau von 2022 von den Messerschmitt Werken

1954 | Messerschmitt / FMR KR 175
Messerschmitt FMR KR 175 M0344
Geschichte & Erbe
Messerschmitt und FMR gehoeren zu den faszinierendsten Kapiteln der europaeischen Automobilgeschichte. Kaum ein anderer Klassiker verknuepft Nachkriegszeit, Ingenieursgeist und formale Eigenstaendigkeit so stark mit einem Fahrzeugtyp, der noch heute sofort erkannt wird. Der Kabinenroller entstand nicht aus Prestige, sondern aus Bedarf: guenstige Mobilitaet, wenig Materialeinsatz und ein Konzept, das auf engstem Raum erstaunlich viel Fahrspass versprach.
Die Wurzeln liegen bei Fritz Fend, einem Flugzeugingenieur mit Sinn fuer pragmatische Loesungen. Aus seinen fruehen Invalidenfahrzeugen entwickelte sich eine Idee, die weit ueber die urspruengliche Zielgruppe hinausging. Zusammen mit Willy Messerschmitt entstand daraus ab den fruehen 1950er-Jahren ein Fahrzeug, das dem Alltag der Wirtschaftswunderjahre perfekt entsprach: klein genug fuer enge Strassen, leicht genug fuer einen bescheidenen Motor und technisch so simpel, dass Wartung und Betrieb fuer viele erschwinglich blieben.
Der KR175 war der Auftakt. Er brachte das Grundschema des Kabinenrollers auf die Strasse: Tandemsitze, Plexiglashaube, leichtes Rohr- und Stahlblechchassis sowie ein kleiner Zweitakter. Schon dieses erste Modell wirkte wie ein rollendes Cockpit und zeigte, dass Mobilitaet nicht zwingend nach konventionellem Automobil aussehen musste. Mit dem KR200 wurde die Idee ausgereift. Mehr Leistung, bessere Fahrbarkeit und verfeinerte Details machten ihn zum bekanntesten Vertreter der Baureihe. In den 1950er-Jahren war er fuer viele Menschen ein Aufstiegsmobil: nicht ganz Auto, nicht mehr Roller, aber ein sehr ernstzunehmendes Verkehrsmittel.
Als sich Messerschmitt wieder auf die Luftfahrt konzentrieren durfte, wanderte die Produktion in neue Strukturen. Daraus entstand FMR, die Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH Regensburg. Fuer Sammler ist genau diese Uebergangsphase spannend, denn Fahrzeuge mit Messerschmitt- und FMR-Bezug tragen dieselbe Grundidee, aber teilweise unterschiedliche Markenkennzeichnungen, Ausstattungsdetails und Produktionsphasen. Das macht die Szene bis heute lebendig: Originalitaet, Baujahr und Ausstattung zaehlen bei jedem Kauf.
Das seltenste und begehrteste Kapitel ist der FMR Tg500, von vielen nur Tiger genannt. Mit vier Raedern, mehr Leistung und deutlich ernsthafterer Strassenpraesenz war er die sportlichste Auslegung des Kabinenrollers. Gerade weil er viel seltener gebaut wurde als der KR200, gilt er als Traum fuer Sammler mit Sinn fuer Raritaet. Der Tg500 zeigt auch, wie weit die Konstruktion belastbar war: Was als kompakter Alltagswagen begann, entwickelte sich in der Spitzenversion fast zu einem Mini-Sportwagen.
Heute ist die Marke in der Sammlerszene fest verankert. In der Schweiz trifft man Messerschmitt und FMR vor allem an Oldtimer-Treffen, an spezialisierten Markenanlaessen und bei Besitzern, die ihre Fahrzeuge bewusst regelmaessig bewegen. Der Reiz liegt nicht nur in der Form, sondern auch im Kontext: Diese Fahrzeuge sind Zeitzeugen einer Epoche, in der Kreativitaet wichtiger war als Ueberfluss. Genau das macht ihren dauerhaften Wert aus.
Highlights
Messerschmitt und FMR verbinden eine Reihe von Eigenschaften, die sie im klassischen Markt so unverwechselbar machen. Erstens ist da die Kabinenarchitektur: Statt klassischer Karosserie mit voller Breite und normaler Sitzanordnung setzt der Kabinenroller auf ein enges, aerodynamisches Raumkonzept. Zwei Personen sitzen hintereinander, was den Foerperquerschnitt klein haelt und dem Fahrzeug seine markante Silhouette gibt.
Zweitens ist da das Cockpit-Gefuehl. Die seitlich aufklappende Haube oder das passende Verdeck fuehlen sich eher nach Fluggeraet als nach Automobil an. Diese Inszenierung ist kein blosses Gimmick, sondern Teil des urspruenglichen Konzepts. Schon beim Einsteigen wird klar, dass dieses Fahrzeug nach anderen Regeln funktioniert.
Drittens begeistert die einfache, aber eigenstaendige Technik. Die kleinen Zweitaktmotoren sind leicht, direkt und gut nachvollziehbar. Wer sich mit klassischen Kleinstfahrzeugen auskennt, schaetzt genau diese Transparenz. Es gibt wenig Luxus, wenig Ablenkung und kaum etwas, das den Fahrer von der Mechanik trennt.
Viertens ist da die Sammlerfreundlichkeit. Dank aktiver Clubs, Dokumentationen und einer ueberschaubaren Baureihenvielfalt ist die Szene erstaunlich gut organisiert. Fuer einen so kleinen Fahrzeugtyp ist das Angebot an Wissen, Teilen und Austausch bemerkenswert. Das hilft gerade Einsteigern, die nicht nur kaufen, sondern ihr Fahrzeug auch halten und nutzen wollen.
Fuenftens bleibt die Buehnenwirkung ungeschlagen. Ein Messerschmitt steht nie einfach nur da. Er zieht Aufmerksamkeit an, sorgt fuer Fragen und bringt selbst routinierte Oldtimerfreunde zum Laecheln. Diese soziale Komponente ist fuer viele Kaufinteressenten fast ebenso wichtig wie die Technik.
Auch im Schweizer Markt hat das Gewicht. Hier werden besondere Klassiker nicht nur nach reiner Originalitaet bewertet, sondern auch nach Nutzbarkeit, Dokumentation und sauberer Zulassung. Ein gut vorbereitetes Fahrzeug mit klarer Historie, passender Fahrzeugausweis-Dokumentation und nachvollziehbarem Zustand verkauft sich oft besser als ein theoretisch seltener, aber schlecht erklaerter Wagen.
Technik
Die technischen Daten zeigen, wie konsequent die Baureihe auf Leichtbau ausgelegt war. Das geringe Gewicht war nicht nur wegen der Motorleistung wichtig, sondern auch wegen Bremsen, Fahrwerk und Verbrauch. Der KR175 und der KR200 blieben nahe beieinander, doch der KR200 profitierte von der Weiterentwicklung des Konzepts. Gerade die kleine Hubraumklasse mit rund 10 PS verlangte ein Auto, das auf jedes Kilo achtet.
Die Zweitakttechnik ist fuer heutige Fahrer ungewohnt, aber gerade deshalb reizvoll. Das Ansprechverhalten ist direkt, der Klang unverwechselbar und die Mechanik vergleichsweise uebersichtlich. Wichtig ist allerdings, dass der Motor sauber eingestellt ist und der Kraftstoff-Nebenstrom ordentlich funktioniert. Standplatten, verharzte Vergaser und vernachlaessigte Zuendungen gehoeren zu den haeufigsten Problemen.
Beim Getriebe ist Aufmerksamkeit gefragt. Das sequenzielle Schalten ohne Synchronisation ist nicht mit einem modernen Kleinwagen zu vergleichen. Wer das System beherrscht, findet Gefallen an der Rhythmik. Wer ungeduldig schaltet, produziert jedoch schnell Hakler oder unnötigen Verschleiss. Besonders bei Probefahrten gilt: sauber kuppeln, ruhig schalten, auf Geraeusche achten.
Das Fahrwerk ist simpel, aber fuer die Fahrzeugklasse passend. Gerade beim KR200 sollte man auf Gummielemente, Lager und den Zustand der Vorder- und Hinterradaufhaengung achten. Verschlissene Dichtungen, harte Gummiteile oder ausgeschlagene Lager wirken sich sofort auf das Fahrgefuehl aus. Der Tg500 ist hier anspruchsvoller, dafuer aber auch reifer im Handling.
Die Bremsanlage ist modellabhaengig ein zentraler Punkt. Bei fruehen Fahrzeugen ist die Bremsleistung im historischen Kontext zu sehen, nicht nach heutigen Massstaeben. Ein sauber gewarteter Wagen bremst ausreichend fuer den vorgesehenen Einsatz, aber ein schuessiger oder schlecht restaurierter Kabinenroller kann schnell zum Frustkauf werden. Deshalb ist ein fachkundiger Blick bei jeder Besichtigung Pflicht.
Auch die Karosserie verlangt Detailpruefung. Die Struktur ist klein, aber nicht trivial. Schweissnaehte, Bodenbereich, Radhaeuser, Kanten, Unterboden und Aufnahmen sollten genau kontrolliert werden. Bei geschlossenen Fahrzeugen ist die Haube selbst oft ein Wertfaktor. Risse, Truebungen oder schlechte Reparaturen sind nicht nur optische Maengel, sondern koennen den Marktwert deutlich schmaelern.
Marktübersicht
Der Markt fuer Messerschmitt und FMR ist ueberschaubar, aber aktiv. Das Angebot schwankt je nach Saison, Clubszene und internationaler Nachfrage. In der Schweiz werden diese Fahrzeuge oft in CHF bewertet, auch wenn viele internationale Referenzen in Euro, Pfund oder US-Dollar vorliegen. Wer einen Kauf plant, sollte deshalb nicht nur den Kaufpreis betrachten, sondern auch die Kosten fuer Import, Umbauten, Vorpruefung und Zulassung.
Preisbild in der Schweiz
Fuer einen KR200 in fahrbereitem Zustand liegen realistische Schweizer Angebote oft etwa im Bereich von CHF 20'000 bis CHF 40'000. Fahrzeuge mit guter Historie, sauberer Optik und nachvollziehbarer Technik koennen darueber liegen. Projekte oder fahrbereite, aber deutliche Arbeiten erfordernde Exemplare beginnen je nach Zustand teils tiefer, sind aber im Detail sehr unterschiedlich bewertet.
Ein KR175 ist je nach Originalitaet und Seltenheit aehnlich attraktiv, teils sogar etwas schwieriger zu finden. Im Schweizer Markt bewegt sich ein gutes Exemplar haeufig im Bereich von CHF 22'000 bis CHF 45'000, wobei besondere Ausfuehrungen oder sehr gute Restaurierungen deutlich hoeher liegen koennen.
Der KR201 Roadster ist selten und entsprechend gesucht. Hier ist ein Preisband von CHF 40'000 bis CHF 75'000 kein unrealistischer Orientierungsrahmen, wenn Zustand und Dokumentation passen. Wegen der kleinen Stueckzahl spielen Angebotstiefe und Geduld eine grosse Rolle.
Beim FMR Tg500 wird es deutlich exklusiver. Gute Fahrzeuge kosten haeufig CHF 90'000 bis CHF 180'000, in Spitzenqualitaet auch mehr. Das ist nicht nur eine Frage der Seltenheit, sondern auch der Nachfrage aus einer internationalen Sammlerschaft, die fuer besondere Fahrzeuge bereit ist, hohe Summen zu bezahlen.
Internationale Auktionsresultate der letzten Jahre zeigen ein relativ breites Spektrum. Gut dokumentierte KR200 erzielten wiederholt Preise im hohen fuenfstelligen Bereich in USD, EUR oder GBP. Fuer den Schweizer Markt bedeutet das: Ein sauberer Wagen mit belastbarer Historie und guter Optik verkauft sich stabil, waehrend unklare Projekte zwar Aufmerksamkeit bekommen, aber mit grossem Abschlag leben muessen.
Was Schweizer Kauefer besonders beachten
Die Schweizer Oldtimer-Szene ist anspruchsvoll, aber sachlich. Viele Kauefer achten auf drei Dinge: Zulassung, Zustand und Nachvollziehbarkeit. Beim Messerschmitt oder FMR kommt noch ein vierter Punkt hinzu: die Praesenz. Diese Fahrzeuge werden oft gekauft, weil sie Emotionalitaet und Seltenheit vereinen. Deshalb muss auch die Historie stimmen.
Bei Importfahrzeugen ist die MFK ein zentrales Thema. Vor allem bei umgebauten, unvollstaendigen oder frisch restaurierten Exemplaren sollte man pruefen, ob die technische Ausfuehrung mit den Unterlagen zusammenpasst. Ein Fahrzeugausweis allein reicht in der Praxis nicht; wichtig sind eine stimmige Identitaet des Wagens, eine saubere Verzollung und moeglichst originale oder sauber nachvollziehbare Komponenten.
Wer ein Fahrzeug aus dem Ausland importiert, sollte sich frueh mit den Importvorschriften vertraut machen. Das betrifft Zoll, Mehrwertsteuer, allfaellige Abgaben und die Frage, ob das Fahrzeug als Umzugsgut, Sammlerfahrzeug oder regulärer Import behandelt wird. Gerade bei Kleinstwagen mit geringer Bauhoehe oder Sonderkarosserie lohnt sich eine Vorpruefung mit Fachleuten, damit es spaeter nicht zu unnoetigen Nachbesserungen kommt.
Auch die Schweizer Kaufkultur spielt eine Rolle. Viele Interessenten sind bereit, fuer ein ehrliches, gut dokumentiertes Fahrzeug mehr zu zahlen, als spaeter in eine unsichere Basis zu investieren. Das ist bei Messerschmitt und FMR besonders sinnvoll, weil Restaurierungsarbeiten an Karosserie, Verdeck, Haube und Antrieb schnell teuer werden koennen.
Wichtige Kaufkategorien
- Fahrbereites Fahrerauto: meist die beste Wahl fuer Neulinge. Hier sind Technik, Dokumente und Optik bereits auf einem akzeptablen Niveau.
- Teilmoment restauriert: attraktiv, wenn die Arbeiten dokumentiert sind und die Substanz gut ist.
- Projektauto: nur fuer erfahrene Schrauber oder Sammler mit Zugang zu Spezialisten.
- Concours-Fahrzeug: fuer Sammler, die Originalitaet und Praesentation priorisieren.
Bei allen Varianten gilt: Originale Teile, passende Oberflaechen, korrekte Details und eine nachvollziehbare Restaurierung sind wertbildend. Unsachgemaesse Umbauten oder zu moderne Materialien koennen den Marktwert senken, selbst wenn der Wagen optisch sauber wirkt.
Fahrerlebnis
Das Fahrerlebnis im Messerschmitt ist unvergleichlich. Man sitzt nicht einfach in einem Oldtimer, man schaltet in eine andere Perspektive. Die enge Kabine, die direkte Sicht nach vorn und das markante Aufklappen der Haube oder des Verdecks schaffen einen Moment, der jedes Mal neu wirkt. Schon vor dem Losfahren ist das Auto ein Ereignis.
Der KR200 faehrt leicht, lebendig und ehrlich. Die geringe Masse sorgt dafuer, dass selbst wenige PS ausreichend wirken. Auf einer kurvigen Landstrasse oder im ruhigen Umland entfaltet der Wagen seinen Reiz: kein Ueberfluss, aber viel Rueckmeldung. Das Fahrgefuehl ist mechanisch, offen und direkt. Man hoert mehr als bei einem modernen Auto, man fuehlt mehr, und gerade das macht den Charme aus.
Die Schaltarbeit gehoert zur Erfahrung. Wer sauber mit dem Getriebe arbeitet, wird belohnt. Das Fahrzeug verlangt Aufmerksamkeit, aber nicht auf eine nervige Art. Vielmehr fordert es eine Form von Rhythmus, die klassische Technikfreunde schaetzen. Jede Bewegung im Cockpit ist bewusst, kein Vorgang geschieht im Hintergrund.
Wetter spielt eine grosse Rolle. Im Sommer kann die Kabine schnell warm werden, weshalb Fahrzeuge mit gutem Verdeck, funktionierenden Luftoeffnungen oder offenen Karosserievarianten im Alltag angenehmer sind. Im Gegenzug ist die Fahrt bei gutem Wetter fast theaterhaft: der Wagen wirkt wie eine Miniatur aus einer anderen Epoche, die mitten im heutigen Verkehr unterwegs ist.
Der Tg500 geht einen Schritt weiter. Er vermittelt mehr Stabilitaet, mehr Ernsthaftigkeit und etwas mehr Souveraenitaet. Mit seinen vier Raedern wirkt er weniger verspielt, dafuer erwachsener. Wer einen Tiger faehrt, erlebt eine seltene Mischung aus Mikroformat und echter Strassenpraesenz. Das ist kein Sportwagen im klassischen Sinn, aber ein Fahrzeug mit erstaunlich eigenem Charakter.
Im Schweizer Alltagsbild sind Messerschmitt und FMR besonders attraktiv auf kurzen, schoenen Strecken: Seepromenaden, Passstrassen in gemuetlichem Tempo, Treffen in Altstaedten oder Fahrten zu Oldtimerveranstaltungen. Die Fahrzeuge sind nicht fuer Hektik gebaut. Sie profitieren von Distanz, Aufmerksamkeit und dem richtigen Umfeld.
Design
Das Design von Messerschmitt und FMR folgt keiner Mode, sondern einer Funktion. Genau deshalb ist es bis heute so stark. Die Form ist klein, geschlossen und aerodynamisch, ohne beliebig zu wirken. Alles an diesem Fahrzeug ist auf Sparsamkeit, Nutzwert und klare Wiedererkennbarkeit ausgerichtet.
Die auffaelligste Eigenschaft ist die Plexiglashaube. Sie macht aus dem Wagen eine fahrende Kapsel und verleiht ihm seine beruehmte Silhouette. Gleichzeitig verstaerkt sie den Flugzeugbezug, der das gesamte Konzept praegt. Wer einmal vor einem gut erhaltenen Kabinenroller steht, versteht sofort, weshalb dieser Entwurf so viele Jahrzehnte spaeter noch funktioniert.
Die Tandemsitzanordnung ist nicht nur Platzfrage, sondern ein zentrales Stilmittel. Sie macht die Front schmal, streckt den Wagen optisch und gibt dem Innenraum etwas Unerwartetes. Das Ergebnis ist weniger Auto im klassischen Sinn als vielmehr ein technisches Objekt mit Strassenzulassung.
Die Proportionen sind dabei ausgesprochen fein. Kurze Ueberhaenge, schmale Spur, kompakte Flaechen und eine fast spielzeughafte Praesenz machen den Reiz aus. Trotz seiner Kleinheit wirkt der Kabinenroller nicht laecherlich, sondern bewusst und konsequent. Die Form transportiert eine klare Haltung: Funktion vor Show, aber mit viel Charakter.
Bei den offenen Varianten treten diese Qualitaeten noch deutlicher hervor. Ein Cabrio oder Roadster reduziert das Fahrzeug auf seine Essenz und macht die Linien noch leichter. Gleichzeitig verschiebt sich der Eindruck von futuristisch zu sommerlich und spielerisch. Diese Varianten sind optisch oft besonders gesucht, weil sie den Nutzwert mit einer noch staerkeren Sammlerwirkung verbinden.
Auch die Farbwelt ist wichtig. Helle, freundliche Töne und zeitgenoessische Zweifarblackierungen passen besonders gut. Ein sauber restaurierter Wagen mit stimmigen Details, korrekten Radkappen, richtigen Abzeichen und passenden Innenmaterialien wirkt sofort deutlich hochwertiger. Gerade bei einem so kleinen Auto faellt jeder falsche Griff besonders auf.
Sonstiges
Messerschmitt und FMR sind nicht nur bei Sammlern beliebt, sondern auch in der Szene gut vernetzt. Clubs, Register und private Archive tragen viel dazu bei, dass Fahrzeuge erhalten bleiben und nicht in Vergessenheit geraten. Das ist fuer Kauefer ein echter Vorteil, weil Wissen ueber Originalteile, Ausstattungsdetails und Restaurierungsstandards leichter zugänglich ist als bei manch anderem Exoten.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Verfuegbarkeit von Teilen. Nicht alles ist einfach, aber vieles ist dank engagierter Spezialisten und Clubs zumindest beschaffbar. Fuer Verschleissteile, Dichtungen, Gummiprofile und gewisse Mechanikteile gibt es oft loesungsorientierte Wege. Schwieriger wird es bei guter Substanz, originalen Karosserieteilen und gesuchten Ausstattungselementen.
Auch fuer die Schweiz ist die Dokumentation wichtig. Ein sauberer Satz Unterlagen mit Fahrzeugausweis, Zollpapieren, allfaelligen Importnachweisen und restauratorischer Historie erleichtert nicht nur die MFK, sondern auch einen spaeteren Wiederverkauf. Je besser die Papiere, desto eher zahlt der Markt einen sauberen Preis.
Bei gebauten Umruestungen oder ungewoehnlichen Eingriffen sollte man besonders vorsichtig sein. Messerschmitt und FMR leben von ihrer Eigenheit. Zu moderne Sitze, unsaubere Lackierungen, falsche Leuchten oder grobe technische Aenderungen koennen den historischen Wert rasch mindern. Wer ein Fahrzeug im Originalzustand kaufen will, sollte deshalb nicht nur auf Fotos vertrauen, sondern auch kleine Details vor Ort prüfen.
Fazit
Messerschmitt und FMR sind keine Oldtimer fuer beliebige Entscheidungen. Wer einen kaufen will, sucht ein Fahrzeug mit starker Ausstrahlung, klarer Identitaet und echtem Sammlerwert. Der KR175 markiert den Beginn, der KR200 die ausgereifte und am Markt meist relevanteste Variante, waehrend der FMR Tg500 die seltene Spitzenstufe darstellt.
Im Schweizer Markt punkten diese Fahrzeuge mit ihrer Seltenheit, ihrer starken Szene und ihrer praegnanten Wirkung auf Veranstaltungen wie auf der Strasse. Gleichzeitig verlangen sie Sorgfalt: MFK, Importformalitaeten, Dokumente und die technische Substanz muessen stimmen. Gerade deshalb ist ein guter Messerschmitt oder FMR mehr als ein Gag auf drei oder vier Raedern. Er ist ein ernstzunehmender Klassiker mit hoher Wiedererkennbarkeit und einer Sammlerschaft, die Qualitaet belohnt.
Wer heute einen Messerschmitt oder FMR Oldtimer kaufen moechte, sollte sich an drei Grundsaetzen orientieren: gute Historie, ehrlicher Zustand, saubere Zulassung. Dann wird aus dem Kauf nicht nur ein emotionaler Treffer, sondern ein nachhaltiger Platz in der eigenen Sammlung. Auf Classic Trader finden Sie passende Angebote fuer den Schweizer Markt in CHF, von fahrbereiten KR200 bis zu seltenen FMR Tg500 fuer ambitionierte Sammler.





