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Marcos Oldtimer kaufen
Marcos baut britische Sportwagen fuer Kenner: extrem flache GT-Coupés, Glasfaserkarosserien und leichte Chassis treffen auf Volvo-, Ford- oder Rover-Motoren. Finden Sie einen seltenen Marcos Oldtimer mit glaubhafter Historie, sauberem Rahmen und einer fuer die Schweiz nachvollziehbaren Zulassung.
Suchergebnisse

1972 | Marcos 1800 GT
1972 Marcos 1800 Prototype '72

2006 | Marcos Mantis GT3
“Best value for money in Endurance Legends”

2000 | Marcos Mantara LM600 EVO
“La Bomba”

1978 | Marcos Mini Marcos 1300 GT
SOMMERPREIS 2026 @ CITY MOTORS
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1999 | Marcos Mantis Challenge
“Anglo-Dutch Challenger”

1969 | Marcos 3000 GT
Sonstige Marcos
"Marcos" Inserats-Referenzen von Classic Trader
Im Folgenden finden Sie Inserate zu Ihrer Suche, die nicht mehr auf Classic Trader verfügbar sind. Für eine bessere Kaufentscheidung können Sie sich mit Hilfe dieser Informationen ein besseres Bild über Verfügbarkeit, Wertentwicklung und aktuellen Preis eines "Marcos" machen.

1994 | Marcos LM500
Marcos LM 500 race car | 1994 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 29500 EUR

1968 | Marcos 1600 GT
Marcos 1600 GT | 1968 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 23500 EUR

1968 | Marcos 1600 GT
Marcos 1600 GT | 1968 | Route 66 Auctions - For sale by auction. Estimate 23500 EUR

1969 | Marcos 3.0 Liter

1967 | Marcos 1500 GT
1967 Marcos 1500 GT. Im Auktionsverkauf. Schätzwert: 14.000 € - 20.000 €. Ohne Mindestpreis!

1965 | Marcos 1800 GT
Oldtimer mit H-Zulassung, sehr selten !

1965 | Marcos 1800 GT
1965 Marcos 1800GT FIA GTP1

1968 | Marcos 1600 GT
Being sold by the CEO of Marcos Motor Company
Geschichte einer eigenwilligen Sportwagenmarke
Marcos steht fuer eine sehr britische Art, Sportwagen zu bauen: klein, leicht, handwerklich und ohne die Sicherheitsnetze eines Grossserienherstellers. Der Markenname verbindet die Nachnamen der Gruender Jem Marsh und Frank Costin. Marsh brachte Rennpraxis und unternehmerische Ausdauer ein, Costin seine aerodynamische Erfahrung aus Luftfahrt und Motorsport. Ab 1959 entstanden zunächst Rennwagen. Costins Konstruktion mit verklebtem Sperrholz war nicht nostalgisch, sondern konsequenter Leichtbau: Lasten liefen durch einen zentralen Bereich und torsionssteife Seitenteile, die Glasfaserhaut war mit der Struktur verbunden.
Nachdem Costin 1961 ausstieg, entwarfen Dennis und Peter Adams die Form, welche die Marke dauerhaft praegen sollte. Der Marcos 1800 GT debuetierte im Januar 1964 an der London Racing Car Show. Seine lange, weit nach vorn aufklappende Haube, die verdeckten Doppelscheinwerfer und das Fastback waren fuer einen britischen Kleinseriensportwagen aussergewoehnlich. Unter der Karosserie sass der Volvo-B18 mit 1'778 cm3; die Sitzposition war fast liegend, der Pedalkasten hingegen verstellbar. Marcos Heritage nennt rund 100 gebaute 1800 GT. Davon hatten 52 die fruehe De-Dion-Hinterachse, 38 eine Starrachse. Diese Unterscheidung gehoert bei einer Besichtigung in die Fahrzeugakte, nicht bloss ins Verkaufsgespräch.
Ab 1966 vereinfachte Marcos die Produktion mit Ford-Antrieben. 1500, 1600 und 1650 GT erhielten Kent- beziehungsweise Crossflow-Vierzylinder; darauf folgten der 2-Litre mit Essex-V4 und verschiedene 3-Litre-Ausfuehrungen. 1969 endete der arbeitsintensive Holzrahmen im Serienbau zugunsten eines geschweissten Stahlrohr-Spaceframes aus Vierkantprofilen. Der 3-Litre GT bekam den Ford Essex V6 mit 2'994 cm3 und 140 bhp. Marcos Heritage nennt 119 Fahrzeuge dieses Typs; daneben entstanden Volvo-B30-Sechszylinderwagen und wenige Triumph-2.5-Litre-GT.
Der erste wirtschaftliche Zusammenbruch 1971 unterbrach diese Entwicklung. Der Mantis M70, ein viersitziger 2+2 mit Triumph-2.5-PI-Reihensechser, blieb mit 32 Exemplaren eine seltene Fussnote. Jem Marsh hielt jedoch Service, Formen und Ersatzteile am Leben. 1981 kehrte der GT zurueck, vielfach als Komponentenfahrzeug. Das macht die Marke heute interessant, verlangt aber eine besonders strenge Trennung zwischen Werksauslieferung, korrekt dokumentiertem Kit und spaeterer Eigenkreation.
Mit der 1984 vorgestellten Mantula begann die Rover-V8-Phase. Der leichte 3,5-Liter-Motor passte ideal in das vertraute Coupé. Ab 1986 gab es fuer Coupé und Spyder eine unabhaengige Hinterradaufhaengung; sie verbessert Fahrkomfort und Traktion erheblich. 170 Mantula Coupés und 119 Spyder nennt Marcos Heritage fuer die Werksproduktion. Die 1992 folgende Mantara war breiter, erhielt eine modernere Vorderachse mit MacPherson-Federbeinen und war nicht mehr als Kit vorgesehen. Sie leitet zur spaeten, deutlich extremeren Mantis ueber: 1997 kam der Ford-4,6-Liter-Quad-Cam-V8, 51 Strassenautos entstanden bis 2002, davon 16 mit Kompressor. Marcos war damit wieder im GT-Rennsport sichtbar, bevor die letzte Fertigungsepoche 2007 auslief.
Was Marcos unverwechselbar macht
Ein Marcos ist nie einfach nur ein britischer Roadster mit anderer Karosserie. Frontmotor, Hinterradantrieb, Glasfaser und niedriges Gewicht verbinden die meisten Modelle, doch Material, Motor und Fahrwerk unterscheiden sich drastisch. Deshalb ist die Modellbezeichnung allein kein ausreichender Kaufgrund. Ein Holzchassis-GT mit Volvo-Motor, ein 1980er-Mantula-Bausatz und eine vollwertige Mantara verlangen je eigene Sachkenntnis.
Die fruehen GT bestechen durch Verpackung statt Leistungsspektakel. Bei weniger als 1,08 m Hoehe sitzt man hinter einer steil geneigten Scheibe tief im Auto; die enorme Haube zeigt den ganzen Strassenverlauf. Die Karosserie aus Glasfaser kann nicht rosten, verdeckt aber die entscheidende Substanz. Beim 1800 besteht diese aus der verklebten Holzstruktur, beim 3-Litre ab 1969 aus Stahl. Die einfache Regel lautet: Nicht die makellose Lackierung kaufen, sondern die dokumentierte Konstruktion darunter.
Der Reiz der Mantula liegt im Rover-V8. Rund 190 bis 200 bhp bei knapp einer Tonne machen sie schnell, ohne dass moderne Steuergeraete das Erlebnis filtern. Ford Kent, Essex V6, Volvo B18/B20/B30 und Rover V8 stammen alle aus groesseren Baureihen; Motorenteile sind damit oft besser erhaeltlich als spezifische Karosserie- oder Innenraumteile. Das ist ein Vorteil im Schweizer Alltag, aber kein Freipass fuer beliebige Umbauten. Eine andere Nockenwelle, Weber-Vergaser, breitere Felgen oder ein V8-Tausch muessen mit Rechnungen, Fotos, Fahrgestellnummer und bei einem Import auch mit MFK-tauglichen Unterlagen zusammenpassen.
Mantara und GTS sprechen Kaeufer an, die mehr Langstreckenkomfort und ein modernes Fahrwerk wollen. Die Mantara 3.9 vereint Rover-Einspritzung, Servolenkung und rundum Einzelradaufhaengung mit einer weiterhin sehr niedrigen, handgebauten Karosserie. Die GTS mit 2,0-Liter-Turbo ist eine eigene, seltene Alternative und nicht bloss ein V8 mit anderer Haube. Die Mantis wiederum ist ein 350-bhp-Sportwagen mit Ford-EEC-V-Management, ABS und verstellbaren Koni-Daempfern. Ihre Seltenheit ist faszinierend, doch ein ungepflegtes Exemplar kann die teuerste Variante sein.
Technische Daten wichtiger Marcos Modelle
Die Werte zeigen die Spannweite einer Marke mit kleinen Serien. Je nach Baujahr, Exportversion und Komponentenaufbau weichen Angaben in zeitgenoessischen Unterlagen ab. Fuer die Kaufentscheidung sind daher Typenschild, Chassisnummer, Motornummer und die konkrete Auslieferung wichtiger als ein pauschaler Datenbankeintrag.
Beim 1800 ist die Kombination B18, Overdrive und korrekte Hinterachse besonders sammlerrelevant. Ein Motorentausch kann vernünftig sein, muss aber sauber erklaert sein. Beim 3-Litre prueft man, ob V6 oder B30 wirklich zur Chassisnummer gehoert. Bei Mantula-Komponentenautos ist der Bauordner Teil des Fahrzeugs: Welche Teile wurden wann beschafft? Wer schweisste den Rahmen? Welche Bremsanlage und welche Achsen wurden verbaut? Ohne solche Antworten kann weder ein Spezialist noch das Strassenverkehrsamt die technische Identitaet verlässlich beurteilen.
Marktübersicht und Kauftipps fuer die Schweiz
Der Marcos-Markt ist international, schmal und nicht mit einem regelmaessig gehandelten MG- oder Porsche-Markt zu verwechseln. Gute Autos werden in Grossbritannien, den Niederlanden, Belgien und vereinzelt im deutschsprachigen Raum angeboten; die Schweizer Auswahl kann deshalb klein sein. Das macht den grenzueberschreitenden Kauf normal, nicht aber risikolos. Ein glaubhaftes Fahrzeug ist wertvoller als ein seltenes Modell mit ungeklärter Herkunft.
Reale Ergebnisse helfen bei der Einordnung, ersetzen aber keine Zustandsanalyse. H&H verkaufte im April 2024 einen 1972er Marcos GT mit Triumph-2,5-Liter-Motor fuer GBP 12'250. Bonhams erzielte im April 2025 fuer einen 1968er Marcos 1600 GT Competition Coupé GBP 19'550 inklusive Aufgeld. Dieser Rennwagen hatte nachvollziehbare HSCC-Historie, revidierten Crossflow und einen gut bewerteten Holzrahmen. Ein 1971er Marcos GT 3 Litre erzielte im April 2025 bei Bring a Trailer USD 20'000. Im Juni 2026 wurden fuer einen 1969er 1600 GT bei Bring a Trailer USD 29'500 bezahlt; ein weiteres, deutlich schwächeres GT-Angebot wechselte im Mai 2026 fuer USD 10'250 den Besitzer. Das sind keine Schweizer Listenpreise, doch sie zeigen die grosse Spanne zwischen Projekt, Sporteinsatz und dokumentiertem Strassenauto.
Fuer eine Schweizer Budgetierung sind Hammerpreis und Wechselkurs erst der Anfang. Bei einem Import ist in der lokalen Rechnung in CHF zu denken: Kaufpreis, Transport bis zur Grenze, Verzollung, technische Aufbereitung, kantonale Einzelpruefung und Zulassung. Das Bundesamt fuer Zoll und Grenzsicherheit verlangt bei der definitiven Einfuhr die unaufgeforderte Anmeldung am zuständigen Zollamt, Kaufvertrag oder Rechnung, ausländischen Fahrzeugausweis und Identitätsnachweis. Die Automobilsteuer betraegt 4 % des Fahrzeugwerts; dazu kommt 8,1 % Mehrwertsteuer. Der Zoll stellt den Prüfungsbericht Formular 13.20 A als Nachweis fuer die Zulassung aus.
Bei einem britischen Marcos ist der Brexit nicht der einzige Punkt. Fuer Zollpräferenzen zählt der Warenursprung, nicht der Ort des Verkaufs. Ein Fahrzeug, das in Grossbritannien zugelassen ist, aber keinen passenden Ursprungsnachweis mitbringt, sollte vor Vertragsabschluss mit dem Zoll oder einem Importprofi besprochen werden. Auch bei einem EU-Angebot sollte man Belege, Ausfuhrpapiere und die vollständige Eigentumskette vor dem Transport sichern. Ein fehlender Fahrzeugausweis, unlesbare Chassisnummer oder nur mündlich behauptete Werksauslieferung kann die Schweizer Zulassung verzögern und den Wiederverkauf belasten.
Ein Marcos hat typischerweise keine heute abrufbare Schweizer Typengenehmigung und kein modernes COC. Deshalb ist eine Einzelpruefung bei der kantonalen Zulassungsstelle realistisch. Mit ausländischen Papieren muss das Auto in der Regel nur die Vorschriften seiner ersten Inverkehrsetzung nachweisen; dennoch brauchen Abgas, Geräusch, Beleuchtung, Sicherheitsgurte, Reifen und technische Änderungen nachvollziehbare Nachweise. Vor dem Kauf gehören klare Fotos von Typenschild und eingeschlagener Nummer, der ausländische Ausweis, ein Datenblatt und eine Liste aller Umbauten an das zuständige Strassenverkehrsamt oder einen Schweizer Oldtimer-Spezialisten. Fuer Fahrzeuge ab 30 Jahren kann eine Veteranenzulassung in Frage kommen; Originalität und der kantonale Ermessensspielraum sind dabei entscheidend. Eine FIVA Identity Card kann bei seltenen Fahrzeugen als Originalitätsnachweis verlangt werden, ersetzt die MFK aber nicht.
Die erste Kontrolle erfolgt auf der Hebebuehne. Bei einem Holz-GT ist Feuchte der zentrale Gegner. Zu untersuchen sind Front- und Heckscheibenrahmen, Fussräume, Türunterkanten, Kofferraum, Batterieumfeld und die Übergänge zum Motorraum. Weiches, dunkel verfärbtes oder delaminiertes Sperrholz, Stahlwinkel als kosmetische Reparatur und überlackierte Innenflächen sind Warnsignale. Eine fachgerechte Holzreparatur ist möglich, aber eine Karosserie abzuheben und die tragende Struktur korrekt aufzubauen braucht Spezialwissen. Zu breite Reifen oder deutlich mehr Drehmoment als vorgesehen können die alte Holzkonstruktion zusätzlich belasten.
Beim Stahlrahmen ab 1969 ist Korrosion oft teurer als der äussere Eindruck vermuten lässt. Mit Lampe und Endoskop sind die Längsrohre hinter den Schwellerverkleidungen, die Zonen hinter den Vorderrädern, die senkrechten Rohre vor den Hinterrädern sowie Aufnahmen von Motor, Differential und Federbeinen zu prüfen. Frischer schwarzer Unterbodenschutz ist kein Nachweis. Sinnvoll sind Fotos einer Rahmenrestaurierung, Angaben zum Material und zur Vermessung sowie Rechnungen. Schweissarbeiten in direkter Nähe zur Glasfaser verlangen besondere Vorsicht; für eine seriöse Instandsetzung wird die Karosserie häufig abgehoben.
Die Mechanik ist modellabhängig zu bewerten. Beim Volvo-B18/B30 gehören Kompression, Öldruck warm, Kühlkreislauf, Vergaser und Laycock-Overdrive auf die Liste. Beim Essex-V6 sind Undichtigkeiten, Steuertriebgeräusche, Kühlerleistung und eine korrekte Vergaserabstimmung wichtig. Der Rover-V8 ist gut bekannt, doch Überhitzung, geringe Öldruckwerte, eingelaufene Nockenwellen und eine schwergängige LT77-Schaltung kosten Geld. Bei Mantara und Mantis sollte der originale Stahltank auf Rost und zugesetzte Vorfilter geprüft werden. Marcos Heritage weist zudem auf die hintere Differentialhalterung und die obere vordere Dämpferbefestigung als Prüfstellen hin. Bei einer Mantis ist eine ungeschützte Kunststoff-Öldruckleitung ein Sicherheitsrisiko; eine armierte Leitung ist die sinnvolle Lösung.
Glasfaser verdient ebenfalls eine sachliche Prüfung. Haarrisse an Scharnieren und Befestigungspunkten, ungleichmässige Spaltmasse, Osmosebläschen, matter Gelcoat und schlecht passende Hauben verraten alte Schäden. Karosseriereparaturen sind machbar, aber Leuchten, Scheiben, Dichtungen, Instrumente und spezifische Rahmenbauteile werden nicht so schnell beschafft wie Ford- oder Rover-Motorenteile. Marcos Heritage, der Marcos Owners Club und britische Spezialisten sind wichtige Quellen. Lassen Sie die Chassisnummer vor einer Anzahlung durch Marke und Clubszene einordnen, besonders bei Kit-Mantulas, US-Rückkehrern und Rennwagen.
Fahrerlebnis zwischen Präzision und Kraft
Die frühen GT sind keine komfortablen Coupés, die zufällig sportlich aussehen. Man steigt tief ein, sitzt eng und schaut über eine lange Haube. Der kleine Volvo- oder Ford-Vierzylinder verlangt Gangwechsel und Drehzahl, belohnt aber mit wenig Masse und unmittelbaren Reaktionen. Auf einer trockenen, übersichtlichen Schweizer Pass- oder Voralpenstrasse fühlt sich ein gesunder 1600 erstaunlich lebendig an, ohne dass hohe Geschwindigkeit nötig wäre. Gerade das macht seine Leistung glaubwürdig: Lenkung, Pedale, Ansauggeräusch und die geringe Bauhöhe erzeugen Nähe zur Fahrbahn.
Der 3-Litre bringt den Charakterwechsel. Der Essex-V6 zieht gelassener, erhöht aber auch die Last auf der Vorderachse. Eine Mantula wirkt noch entschlossener: Ihr Rover-V8 liefert Schub schon aus niedrigen Drehzahlen und passt zum offenen Spyder ebenso wie zum Coupé. Fahrzeuge mit unabhängiger Hinterachse ab 1986 sind auf schlechtem Belag deutlich entspannter als Starrachsenvarianten. Die Mantara ergänzt diese Idee um bessere Dämpfung, breitere Spur und bei vielen Autos Servounterstützung.
Die Mantis verlangt Respekt statt Heldentum. Ihr Ford-V8, die geringe Fahrzeughöhe und das kurze Gewicht machen Beschleunigung sehr präsent. Gute Reifen mit korrekter Dimension, eine präzise Achsvermessung und nachvollziehbare Bremsrevision sind hier wichtiger als eine plakative Leistungsangabe. Ein Marcos belohnt Fahrerinnen und Fahrer, die ihn mechanisch verstehen und warmfahren; wer moderne Geräuschdämmung, leichte Kupplung und problemlosen Stop-and-go-Komfort erwartet, wird eher mit einem späteren Grossseriensportwagen glücklich.
Design, Leichtbau und Motorsport
Frank Costins Grundidee war Leichtbau, die Adams-Brüder schufen den visuellen Code. Der 1800 GT war 1964 mit seiner flachen Dachlinie und der grossen Klapphaube so eigenständig, dass spätere Marcos über Jahrzehnte darauf zurückgriffen. Die Form kopiert weder italienische Rundungen noch den britischen Roadster: Sie wirkt gespannt, niedrig und funktional. Die Glasfaserhaut ermöglichte kleine Chargen ohne teure Presswerkzeuge und liess die Marke trotz wechselnder Eigentümer wiedererkennbar bleiben.
Der Wechsel von Holz zu Stahl war kein blosses Detail. Holz machte die ersten GT sehr leicht und steif, verlangte jedoch hohen Arbeitsaufwand und trockene, fachgerechte Erhaltung. Der Stahl-Spaceframe vereinfachte die Fertigung und trug stärkere Motoren, brachte aber die bekannte Korrosionspflicht. Mantula und Mantara entwickelten die Grundform mit verbreiterten Flügeln, Spoilern und zeitgemässerem Innenraum weiter; die Mantis brach bewusst aus und erhielt eine breite Rennsportkarosserie.
Im Motorsport war Marcos besonders in den 1990ern sichtbar. LM500 und LM600 fuhren in britischen und internationalen GT-Serien sowie in Le Mans. Die Mantis Challenge wurde als Markenpokal mit rund 395 bhp starken Rennwagen aufgebaut. Solche Autos können sammlerisch reizvoll sein, aber ihre Chassisnummer, Einsatzhistorie, Umbauten und heutige Strassenzulassung müssen lückenlos belegt sein. Für die Schweiz gilt besonders: Ein Rennpass ersetzt weder vollständige technische Daten noch eine erfolgreiche MFK.
Fazit: Marcos Oldtimer mit Substanz kaufen
Ein Marcos Oldtimer ist eine Wahl fuer Individualisten mit technischem Anspruch. Der 1800 oder 1600 GT bietet die reinste Leichtbauidee, der 3-Litre mehr Drehmoment, Mantula und Mantara verbinden die klassische Silhouette mit Rover-V8-Kraft, und die Mantis ist ein aussergewöhnlich seltener GT-Sportwagen.
Für Schweizer Käufer ist die beste Strategie klar: Fahrzeug zuerst auf Struktur und Herkunft prüfen, dann Import und MFK planen. Kaufen Sie einen Holz-GT nur nach fachkundiger Feuchteprüfung, einen Stahlrahmen nur mit offengelegter Korrosionssubstanz und ein Komponentenauto nur mit überzeugender Bau- und Zulassungsdokumentation. So wird aus einem seltenen Fund ein Marcos, der nicht nur auffällt, sondern auch dauerhaft fahrbar bleibt.






